Image Hotspots (H5P)

Aus ZUM Deutsch Lernen
Image Hotspots

Auf einem Bild werden (an mehreren Stellen) Informationen zum Anklicken und Anzeigen für die Lernenden hinterlegt.

Hinter den Hotspots können folgende Inhaltsobjekte ...

  • „Texte“ (zum Beispiel Wort mit Artikel oder Sätze mit Erklärungen),
  • „Videos“ – aber auch Audioelemente (zum Beispiel für die Aussprache)
  • "Audios" – (zum Beispiel für die Aussprache) und
  • weitere Bilder (zur Veranschaulichung)

... hinterlegt/verborgen werden.

Wer zusätzlich zu "Text", "Video" und "Image" weitere Inhaltsobjekte einbinden möchte, kann die Image Hotspots ZUM Edition nutzen.

Didaktischer Wert für DaF/DaZ

Bilder für das Erlernen einer Fremdsprache einzusetzen ist nicht neu. Comenius nutzte dies zum Beispiel schon im 17. Jahrhundert in seinem „Orbis pictus“. Interaktive Bilder jedoch stellen noch einmal eine andere Qualität dar. Dass der Inhaltstyp „ImageHotspots“ für den Fremdsprachenunterricht noch mehr kann, dies war die Motivation eine ergänzende Programmierung zu versuchen.

Image Hotspots ist kein Quiz, sondern ein Informations- und Erkundungsformat. Das unterscheidet ihn deutlich von Quiz-Inhaltstypen – und auch von „Find the Hotspot“, der trotz ähnlichen Namens ein Suchspiel MIT Bewertung ist.

Welche Themen passen zu Image Hotspots?

Besonders gut geeignet sind Themen, die sich in räumlich/visuell abgrenzbare Bereiche aufteilen lassen: Stadtpläne, Räume, Personen mit Ausstattung, Szenenbilder, Sehenswürdigkeiten, Bildergeschichten. Weniger geeignet sind abstrakte Regeln ohne visuelle Entsprechung (z. B. Grammatikregeln wie „Perfekt mit haben/sein“) – dafür eignen sich Lückentext, Drag/Mark the Words oder Question Set besser.

Beispiele

Image Hotspot zu einem Marktbild

Die App ist Teil der Fortbildung: Lesen analog und digital auf ZUM Apps.


CC BY-SA 4.0


Image Hotspot zu einem Marktbild, verlegt Maybachufer


CC BY-SA 4.0


Die App ist auch Teil der Fortbildung: Lesen analog und digital auf ZUM Apps. Das Bild wurde passend zum Lesetext an das Maybachufer "verlegt".

Das Bild verortet die Szene erkennbar am Landwehrkanal (Kanal, Boote, Brücke, Berliner Altbaufassaden) und stellt damit den geforderten Ortsbezug zum Lesetext her – ein zentrales Kriterium kulturbezogenen Lernens: Sprache wird an einen konkreten, realen Lebensraum gebunden statt an ein abstraktes „deutsches“ Setting.

Als Hintergrundbild für die Image-Hotspots-Aufgabe ist es ein klarer Fortschritt gegenüber einem generischen Motiv und didaktisch gut nutzbar – nicht nur als Wortschatz-Illustration, sondern als Sprech- und Reflexionsanlass über Repräsentation. Natürlich transportiert es weiterhin Klischees und zeigt wenig Authentizität (reale, ungeglättete Lebenswelt) ein wichtiges Kriterium. Ein „zu schönes“ Bild kann eine idealisierte, leicht folkloristische Version von Diversität zeigen statt die oft chaotischere, enge Realität eines echten Marktes.

Wer den kulturwissenschaftlichen Anspruch ganz konsequent umsetzen möchte, sollte ergänzend oder alternativ nach einem realen Foto vom Maybachufer suchen (z. B. Wikimedia Commons), um die Inszenierungs- und Repräsentationsfragen zu entschärfen – oder gezielt als Aufgabe an die Lernenden weiterzugeben („Was fällt dir an diesem Bild auf? Wie wird Vielfalt dargestellt?“).


Fahrrad


CC BY-SA 4.0


Wortschatz Haus


CC BY-SA 4.0


Operatoren Aufgabentypen verständlich gemacht


CC BY-SA 4.0


Weiter Beispiele als Screencast

Probleme, Lösungen und Tipps

Stellschrauben für Image Hotspots:

  • Anzahl der Hotspots: wenige, zentrale Hotspots für den Einstieg in heterogenen Gruppen; mehr Hotspots mit zusätzlichem Wortschatz für schnelle oder fortgeschrittene TN.
  • Textlänge und -tiefe pro Hotspot: kurze Wortliste für alle, optional ein zweiter Absatz mit Beispielsätzen oder weiterführenden Fragen für TN, die mehr Vorentlastung brauchen oder wünschen.
  • Medien statt/zusätzlich zu Text: Da das Inhaltsfeld „Advanced Text“ ist, können auch Bilder, Audios (z. B. Aussprache der Vokabeln) oder kurze Videos eingebettet werden – hilfreich für TN mit Hörverstehens- statt Lesepräferenz.
  • Reihenfolge/Pflicht: Da alle Hotspots frei erkundet werden, eignet sich der Inhaltstyp gut für „freiwillige Vertiefung“ – TN, die schneller fertig sind, klicken weitere Hotspots an, bevor sie mit dem Lesetext beginnen.
  • alwaysFixedToViewport: bei sehr großen Bildern dafür sorgen, dass die Infofenster immer sichtbar bleiben, statt aus dem Bildschirm zu rutschen – wichtig für TN mit kleinen Bildschirmen/Tablets.

Hinweise zu H5P-Einstellungen und Tutorials

Kurzbeschreibung

So gehst du vor:

  1. Inhaltstyp „Image Hotspots“ wählen.
  2. Hauptbild hochladen. Wichtig: Die Bereiche, auf denen später Hotspots sitzen sollen, müssen im Bild klar voneinander abgegrenzt sein (eigene Farbflächen, Objekte, Abstände).
  3. Auf das Bild klicken, um einen Hotspot zu platzieren. Die Position wird automatisch in Prozent (x/y) gespeichert, sodass der Hotspot bei jeder Bildschirmgröße an der richtigen Stelle bleibt.
  4. Pro Hotspot ein Symbol wählen (z. B. „Plus“, „Info“), eine kurze Überschrift („Header“) eingeben und im Inhaltsfeld den Wortschatz bzw. die Leitfrage eintragen.
  5. Das Inhaltsfeld nutzt „Advanced Text“ – damit sind Formatierungen (fett, Listen, Links) und sogar das Einbetten weiterer Bilder oder Videos möglich.
  6. Für jeden weiteren Bildbereich Schritte 3 bis 5 wiederholen.
  7. Speichern.

Tutorials


Weiterführende Links