Und es gibt zwei unterschiedliche Aussprachen des s-Lautes, die nur zum Teil mit den Schreibweisen übereinstimmen: stimmhafte S-Laute und stimmlose S-Laute.
Die Lehrkraft zeigt mit einer Hand die Flugbewegungen einer Biene (oder einer - äußerst nervigen - Fliege) und macht dabei lautstark vor, wie sie „ssssssummt“: „ssssss...“ (wie in „summen“). - Die Schülerinnen und Schüler machen die Bewegungen und vor allem diesen S-Laut nach.
Die Lehrkraft deutet mit weit auseinandergehaltenen Händen einen großen Luftballon, aus dem langsam und lautstark die Luft entweicht: „sssss...“ (wie in „Schluss“). - Die Schülerinnen und Schüler machen die Bewegungen und vor allem diesen S-Laut nach.
Anschließend sprechen die Schülerinnen und Schüler eine Reihe bekannter Wörter mit jeweils einem der S-Laute nach und untermalen die Aussprache durch die dazu passenden Bewegungen.
Das stimmhafte S fühlen
Übung
Das stimmhafte „S“ fühlen (I)
Wer nicht weiß, was „stimmhaft“ in Bezug auf das „S“ bedeutet, kann dies erfühlen:
Die Schülerinnen und Schüler legen eine Hand flach auf ihren Kopf.
Sie sprechen der Lehrkraft abwechselnd das stimmhafte und das stimmlose „S“ nach. Dabei ist es für das Lernen hilfreich und einprägsam, die Laute jeweils durch die in der Übung Biene (oder Fliege) und Luftballon vorgeschlagenen Bewegungen zu unterstützen, soweit dies mit einer freien Hand noch möglich ist.
Die Schülerinnen und Schüler beschreiben den Unterschied, den sie fühlen: Beim stimmhaften "S" spüren sie unter der Hand auf ihrem Kopf ein leichtes Vibrieren, beim stimmlosen "S" nicht.
Anschließend sprechen die Schülerinnen und Schüler eine Reihe bekannter Wörter mit jeweils einem der S-Laute nach und fühlen dabei wiederum denselben Unterschied. - Natürlich können die Schülerinnen und Schüler dies auch paarweise oder in Gruppen machen.
Übung
Das stimmhafte „s“ (hier "z geschrieben) fühlen
Das stimmhafte „S“ fühlen (II)
Zeige- und Mittelfinger auf den Kehlkopf legen, um das Vibrieren beim stimmhaften S deutlich zu spüren
Vorteil dieser Methode
Dieses Vorgehen ist eventuell noch deutlicher als mit der Hand auf dem Kopf, außerdem merkt sich jeder sofort, wo und wie das Summen entsteht: durch die schwingenden Stimmbänder im Kehlkopf.
Stimmhafte S-Laute
immer „s“ geschrieben
z.B. in: sie, so, Hase ...
Stimmlose S-Laute
„s“, „ss“ oder „ß“ geschrieben
z.B. in:
nass, Nuss, Kuss ... („ss“ nach kurzem Vokal: Regel)