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	<title>ZUM Deutsch Lernen - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Benutzer:Ralf_Kl%C3%B6tzke&amp;diff=90075</id>
		<title>Benutzer:Ralf Klötzke</title>
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		<updated>2026-09-13T07:34:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--{{webmo_staff|username=Ralf Klötzke|wiki db id=3}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Zur Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist [https://de.gravatar.com/landeskunde Ralf Klötzke], aktuell arbeite ich als Lehrer an einer ISS in Berlin und bin abgeordnete Lehrkraft am [https://www.berlin.de/sen/bildung/fachkraefte/qualifizierung/bliq/ BLIQ (Berlin)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2017 war ich sechs Jahre Experte für Unterricht am Goethe-Institut in Kroatien. Danach lebte 5 Jahre ich als DaF-Lehrkraft und DaF-Fortbildner in Rotterdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1997 und 2010 arbeitete ich als DaF-Lehrer (ZfA) in Belarus und Ungarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin im Vorstand des Vereins „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.“ (ZUM.de) und schreibe im Blog [https://landeskunde.wordpress.com/ „landeskunde“].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Wiki habe ich gemeinsam mit [[Benutzer:Karl Kirst|Karl Kirst]] initiiert. Während Karls Fokus eher auf Informationen, Materialien und interaktive Übungen für Lehrende und Lernende gerichtet ist, konzentriere ich mich auf Lehrende (Glossar, H5P) und Fortbildenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meine Online-Aktivitäten:====&lt;br /&gt;
:* Aktuell bin ich Admin hier auf {{SITENAME}} und auf [[zum.de:portal/|ZUM-Apps]] (H5P-Projekt der ZUM)&lt;br /&gt;
:*Mein Blog: [https://landeskunde.wordpress.com/ landeskunde]&lt;br /&gt;
:*Twitter: https://twitter.com/landeskunde&lt;br /&gt;
:*Frühere Wiki-Projekte waren: [http://dsd.zum.de DSD-Wiki] (Januar 2026 endgültig gelöscht)), [http://daf.zum.de DaF-Wiki] und [http://willkommen.zum.de ZUM-Willkommen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuell ===&lt;br /&gt;
Vorbereitung [[ZUM-Workshop 2026 in Würzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schnell-Editor==&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|lJnQChnv1T4}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;{{LearningApp|app=8331202|width=100%|height=400px}}&amp;lt;/pre&amp;gt;Jede [https://learningapps.org/ Learning-App] hat eine Material-ID, die am Ende des Weblinks steht. Beispiel: https://learningapps.org/8331202&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;{{H5p-zum|id=63|height=200}}&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;{{H5p|id=294763|height=232}}&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====TODO====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Wortschatzarbeit#Wortschatzarbeit_im_ZUM_Deutsch_Lernen-Wiki&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Digitale_Tools_im_Fremdsprachenunterricht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Methodisch-didaktisches Konzept&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überarbeitung des bestehenden methodisch didaktischen Konzepts mit den Schwerpunkten Aufgaben-und Projektorientierung in DaF/DaZ&lt;br /&gt;
*Verknüpfung der wikispezifischen technischen Möglichkeiten mit den Zielen des modernen Fremdsprachenlernens (DaF/DaZ) in einer digitalisierten Welt&lt;br /&gt;
*Erstellung von konkreten didaktischen Beschreibungen zu neuen und bestehenden Lerninhalten des Wikis. (Interaktive Übungen, Lernvideos, H5P und LearningApps) und didaktische Begleitung der Integration von neuen Inhaltstypen wie Mentimeter, Quizlet und Padlet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Technische Hilfeseiten zur Arbeit in ZUM Deutsch Lernen und Fortbildungsbausteine zur sinnvollen Nutzung digitaler Medien in DaF/DaZ&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstellung von Einstiegsseiten für neue und fortgeschritten User: Texte, Screenshots und Videotutorials&lt;br /&gt;
*Erarbeitung und Erstellung von 3 interaktiven Fortbildungen, die in ZUM Deutsch Lernen als Gruppen-oder Selbstlernkurs genutzt und adaptiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im Wiki: [[Hilfe:Inhaltliche Richtlinien in ZUM Deutsch Lernen]] - https://unterrichten.zum.de/wiki/Hilfe:Inhaltliche_Richtlinien_f%C3%BCr_das_Wiki&lt;br /&gt;
#[[Frontalunterricht]]&lt;br /&gt;
#[[Einzelarbeit]]&lt;br /&gt;
#[[Partnerarbeit]]&lt;br /&gt;
#[[Projekt ZUM Deutsch Lernen/Inhalte und Strukturen#Welche Kategorien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fertig====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Datei:ZUM-Apps.pdf|mini|Präsentation ZUM-Apps auf dem ZUM-Treffen 21.11.2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation ZUM-Apps&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Fortbildungstagung: Interaktive Erklärvideos]] H5P Interaktives Video - Fortbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pläne===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Lernpfade]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertig!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*[[Abiturbräuche]]&lt;br /&gt;
:*[[Die Hobbys der Deutschen]]&lt;br /&gt;
:*[[Reise nach Dresden]]&lt;br /&gt;
:*[[Sonnenallee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch Möglich:&lt;br /&gt;
https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Deutschland_und_seine_Nachbarl%C3%A4nder&lt;br /&gt;
http://dsd.zum.de/wiki/Beispielaufgabe_Gl%C3%BCck/Aufgabe_1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====H5P-Resourcen:====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://ndla.no/nb/subject:8/?filters=urn:filter:1a05c6c7-121e-49e2-933c-580da74afe1a Tysk 1]&amp;lt;span class=&amp;quot;css-1eeh7z4-StyledSpacingElement e1kk5ejg4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://ndla.no/nb/subject:8/?filters=urn:filter:ec288dfb-4768-4f82-8387-fe2d73fff1e1 Tysk 2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meine Testseiten:====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[/Test Sprechende Wortschatzfilme]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Testseite]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Video  und Audio]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Bilder]]&lt;br /&gt;
*[[/Test R-Quiz]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Aufgabe]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Einbettungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seiten==&lt;br /&gt;
Spezialseiten: https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Spezialseiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Nicht_kategorisierte_Seiten&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Verwaiste_Seiten&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Älteste_Seiten&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Sackgassenseiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== KI und ZUM Apps und ZUM Deutsch Lernen ===&lt;br /&gt;
Hier kann man keine .txt Dateien ablegen. :-(&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorlagen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[/Vorlagen]]&lt;br /&gt;
*[[Vorlage:Tagcloud]]&lt;br /&gt;
{{Tagcloud}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Benutzer:Ralf_Kl%C3%B6tzke&amp;diff=90074</id>
		<title>Benutzer:Ralf Klötzke</title>
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		<updated>2026-09-13T07:31:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--{{webmo_staff|username=Ralf Klötzke|wiki db id=3}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Zur Person==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist [https://de.gravatar.com/landeskunde Ralf Klötzke], aktuell arbeite ich als Lehrer an einer ISS in Berlin und bin abgeordnete Lehrkraft am [https://www.berlin.de/sen/bildung/fachkraefte/qualifizierung/bliq/ BLIQ (Berlin)].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2017 war ich sechs Jahre Experte für Unterricht am Goethe-Institut in Kroatien. Danach lebte 5 Jahre ich als DaF-Lehrkraft und DaF-Fortbildner in Rotterdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1997 und 2010 arbeitete ich als DaF-Lehrer (ZfA) in Belarus und Ungarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin im Vorstand des Vereins „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.“ (ZUM.de) und schreibe im Blog [https://landeskunde.wordpress.com/ „landeskunde“].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Wiki habe ich gemeinsam mit [[Benutzer:Karl Kirst|Karl Kirst]] initiiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Meine Online-Aktivitäten:====&lt;br /&gt;
:* Aktuell bin ich Admin hier auf {{SITENAME}} und auf [[zum.de:portal/|ZUM-Apps]] (H5P-Projekt der ZUM)&lt;br /&gt;
:*Mein Blog: [https://landeskunde.wordpress.com/ landeskunde]&lt;br /&gt;
:*Twitter: https://twitter.com/landeskunde&lt;br /&gt;
:*Frühere Wiki-Projekte waren: [http://dsd.zum.de DSD-Wiki] (Januar 2026 endgültig gelöscht)), [http://daf.zum.de DaF-Wiki] und [http://willkommen.zum.de ZUM-Willkommen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuell ===&lt;br /&gt;
Vorbereitung [[ZUM-Workshop 2026 in Würzburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schnell-Editor==&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|lJnQChnv1T4}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;{{LearningApp|app=8331202|width=100%|height=400px}}&amp;lt;/pre&amp;gt;Jede [https://learningapps.org/ Learning-App] hat eine Material-ID, die am Ende des Weblinks steht. Beispiel: https://learningapps.org/8331202&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;{{H5p-zum|id=63|height=200}}&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;pre&amp;gt;{{H5p|id=294763|height=232}}&amp;lt;/pre&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====TODO====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Wortschatzarbeit#Wortschatzarbeit_im_ZUM_Deutsch_Lernen-Wiki&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Digitale_Tools_im_Fremdsprachenunterricht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Methodisch-didaktisches Konzept&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Überarbeitung des bestehenden methodisch didaktischen Konzepts mit den Schwerpunkten Aufgaben-und Projektorientierung in DaF/DaZ&lt;br /&gt;
*Verknüpfung der wikispezifischen technischen Möglichkeiten mit den Zielen des modernen Fremdsprachenlernens (DaF/DaZ) in einer digitalisierten Welt&lt;br /&gt;
*Erstellung von konkreten didaktischen Beschreibungen zu neuen und bestehenden Lerninhalten des Wikis. (Interaktive Übungen, Lernvideos, H5P und LearningApps) und didaktische Begleitung der Integration von neuen Inhaltstypen wie Mentimeter, Quizlet und Padlet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====&#039;&#039;&#039;Technische Hilfeseiten zur Arbeit in ZUM Deutsch Lernen und Fortbildungsbausteine zur sinnvollen Nutzung digitaler Medien in DaF/DaZ&#039;&#039;&#039;=====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Erstellung von Einstiegsseiten für neue und fortgeschritten User: Texte, Screenshots und Videotutorials&lt;br /&gt;
*Erarbeitung und Erstellung von 3 interaktiven Fortbildungen, die in ZUM Deutsch Lernen als Gruppen-oder Selbstlernkurs genutzt und adaptiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Im Wiki: [[Hilfe:Inhaltliche Richtlinien in ZUM Deutsch Lernen]] - https://unterrichten.zum.de/wiki/Hilfe:Inhaltliche_Richtlinien_f%C3%BCr_das_Wiki&lt;br /&gt;
#[[Frontalunterricht]]&lt;br /&gt;
#[[Einzelarbeit]]&lt;br /&gt;
#[[Partnerarbeit]]&lt;br /&gt;
#[[Projekt ZUM Deutsch Lernen/Inhalte und Strukturen#Welche Kategorien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fertig====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Datei:ZUM-Apps.pdf|mini|Präsentation ZUM-Apps auf dem ZUM-Treffen 21.11.2020]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Präsentation ZUM-Apps&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Fortbildungstagung: Interaktive Erklärvideos]] H5P Interaktives Video - Fortbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Pläne===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Lernpfade]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertig!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:*[[Abiturbräuche]]&lt;br /&gt;
:*[[Die Hobbys der Deutschen]]&lt;br /&gt;
:*[[Reise nach Dresden]]&lt;br /&gt;
:*[[Sonnenallee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch Möglich:&lt;br /&gt;
https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Deutschland_und_seine_Nachbarl%C3%A4nder&lt;br /&gt;
http://dsd.zum.de/wiki/Beispielaufgabe_Gl%C3%BCck/Aufgabe_1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====H5P-Resourcen:====&lt;br /&gt;
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* [https://ndla.no/nb/subject:8/?filters=urn:filter:1a05c6c7-121e-49e2-933c-580da74afe1a Tysk 1]&amp;lt;span class=&amp;quot;css-1eeh7z4-StyledSpacingElement e1kk5ejg4&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://ndla.no/nb/subject:8/?filters=urn:filter:ec288dfb-4768-4f82-8387-fe2d73fff1e1 Tysk 2]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
*[[/Test Sprechende Wortschatzfilme]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Testseite]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Video  und Audio]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Bilder]]&lt;br /&gt;
*[[/Test R-Quiz]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Aufgabe]]&lt;br /&gt;
*[[/Test Einbettungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Seiten==&lt;br /&gt;
Spezialseiten: https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Spezialseiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Nicht_kategorisierte_Seiten&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Verwaiste_Seiten&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Älteste_Seiten&lt;br /&gt;
*https://deutsch-lernen.zum.de/wiki/Spezial:Sackgassenseiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== KI und ZUM Apps und ZUM Deutsch Lernen ===&lt;br /&gt;
Hier kann man keine .txt Dateien ablegen. :-(&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorlagen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[/Vorlagen]]&lt;br /&gt;
*[[Vorlage:Tagcloud]]&lt;br /&gt;
{{Tagcloud}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Interactive_Book_(H5P)&amp;diff=89805</id>
		<title>Interactive Book (H5P)</title>
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		<updated>2026-09-05T05:34:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Birgyul Nier - H5P - Interactiv-book-b.png|mini|Interactive Book]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interactive Book&#039;&#039;&#039; ist ein komplexer Inhaltstyp zum Erstellen interaktiver Bücher. Es ermöglicht, große Mengen interaktiver Inhalte wie interaktive Videos, Fragen, Kurs-Präsentationen (course presentations) und mehr auf zahlreichen Seiten zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger komplex ist &#039;&#039;&#039;[[Interactive Book - Simple (H5P)|Interactive Book - Simple]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Kapitel eines Interactive Book ist technisch ein [[Page (Column) (H5P)|Page (früher: Column)]]. Der komplexe Inhaltstyp &#039;&#039;Interactive Book&#039;&#039; kann deshalb aktuell (September 2026) dieselben 35 Basisinhaltstypen kombinieren wie Page/Column:&lt;br /&gt;
# [[Accordion (H5P)|Accordion]] (Ausklapp-Liste) Frage-Antwort- oder Themenabschnitte lassen sich einzeln aufklappen.&lt;br /&gt;
# [[Agamotto (H5P)|Agamotto]] (Bildüberblendung) Mehrere Bilder werden nacheinander überblendet, z. B. für Vorher-Nachher-Vergleiche.&lt;br /&gt;
# [[Audio (H5P)|Audio]] Einzelne Audiodatei zum Abspielen.&lt;br /&gt;
# [[Audio Recorder (H5P)|Audio Recorder]] Lernende nehmen selbst eine Audioaufnahme auf.&lt;br /&gt;
# [[Fill in the Blanks (H5P)|Fill in the Blanks]] (Lückentext) Wörter werden in Lücken eingesetzt.&lt;br /&gt;
# [[Chart (H5P)|Chart]] Balken- oder Kreisdiagramm zur Visualisierung von Daten.&lt;br /&gt;
# [[Collage (H5P)|Collage]] Mehrere Bilder werden zu einer Bildcollage angeordnet.&lt;br /&gt;
# [[Course Presentation (H5P)|Course Presentation]] Eigene, kleinere Foliensammlung innerhalb des Kapitels.&lt;br /&gt;
# [[Dialog Cards (H5P)|Dialog Cards]] (Vokabelkarten) Karteikarten zum Umblättern, z. B. für Wortschatzarbeit.&lt;br /&gt;
# [[Documentation Tool (H5P)|Documentation Tool]] Formular, mit dem Lernende eigene Texte oder Dokumente zusammenstellen.&lt;br /&gt;
# [[Drag and Drop (H5P)|Drag and Drop]] Bild- oder Textelemente werden per Ziehen zugeordnet.&lt;br /&gt;
# [[Drag the Words (H5P)|Drag the Words]] Wörter werden per Ziehen in Lücken im Satz eingefügt.&lt;br /&gt;
# [[Essay (H5P)|Essay]] Freitextantwort mit automatischem Abgleich nach Schlüsselwörtern.&lt;br /&gt;
# [[Guess the Answer (H5P)|Guess the Answer]] Bild mit verdeckter Antwort, die sich per Klick aufdeckt.&lt;br /&gt;
# Table (Tabelle) Tabellarische Darstellung von Inhalten; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# Text (Advanced Text) Formatierbarer Fließtext mit Überschriften, Listen und Links; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# [[IFrame Embedder (H5P)|IFrame Embedder]] Externe Webseiten oder andere H5P-Inhalte werden eingebettet.&lt;br /&gt;
# Image (Bild) Einzelnes Bild; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# [[Image Hotspots (H5P)|Image Hotspots]] Anklickbare Punkte auf einem Bild öffnen zusätzliche Informationen.&lt;br /&gt;
# [[Find the Hotspot (H5P)|Find the Hotspot]] Der richtige Punkt auf einem Bild muss gefunden werden.&lt;br /&gt;
# [[Image Slider (H5P)|Image Slider]] Mehrere Bilder lassen sich durchblättern.&lt;br /&gt;
# [[Interactive Video (H5P)|Interactive Video]] Video mit eingebetteten Fragen und Zusatzinformationen.&lt;br /&gt;
# Link Verweis auf eine externe Seite; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# [[Mark the Words (H5P)|Mark the Words]] Gesuchte Wörter im Text werden markiert.&lt;br /&gt;
# [[Memory Game (H5P)|Memory Game]] Bildpaare werden durch Umdrehen von Karten gefunden.&lt;br /&gt;
# [[Multiple Choice (H5P)|Multiple Choice]] Mehrere Antworten können richtig sein.&lt;br /&gt;
# [[Questionnaire (H5P)|Questionnaire]] Umfrage mit verschiedenen Fragetypen, ohne Bewertung.&lt;br /&gt;
# [[Quiz (Question Set) (H5P)|Quiz (Question Set)]] Abfolge mehrerer Fragen unterschiedlichen Typs mit Gesamtauswertung.&lt;br /&gt;
# Row Layout-Element, mit dem sich zwei Inhalte nebeneinander anordnen lassen; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# [[Single Choice Set (H5P)|Single Choice Set]] Nur eine Antwort ist richtig.&lt;br /&gt;
# [[Summary (H5P)|Summary]] Verschiedene Aussagen werden präsentiert, eine ist richtig.&lt;br /&gt;
# [[Timeline (H5P)|Timeline]] Ereignisse werden chronologisch auf einem Zeitstrahl dargestellt.&lt;br /&gt;
# [[True/False Question (H5P)|True/False Question]] Wahr/Falsch-Frage.&lt;br /&gt;
# Video Einzelne Videodatei; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# Multi Media Choice Auswahlfrage mit Bildern oder Videos statt Text; neuerer Inhaltstyp, noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktischer Wert für DaF/DaZ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich der Inhaltstyp pro Kapitel frei wählen lässt (siehe Liste der Basisinhaltstypen oben), bedient ein einziges Interactive Book mehrere Lernfelder nacheinander, statt sie auf getrennte Arbeitsblätter zu verteilen: ein Kapitel mit Audio, Video oder Interactive Video für das Hörverstehen, ein Kapitel mit Text und Bild für Landeskunde oder Lesetexte, ein Kapitel mit Dialog Cards für Wortschatzarbeit – alle in derselben Kapitelnavigation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb eines Kapitelblocks lässt sich damit die Abfolge Input – Automatisierung – Output abbilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Input&#039;&#039;&#039;: Ein Kapitel mit Audio, Video, Interactive Video oder einem Text-Element liefert das Ausgangsmaterial – einen Hörtext, einen Lesetext, eine Bildreihe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Automatisierung&#039;&#039;&#039;: Ein folgendes Kapitel mit Fill in the Blanks, Drag the Words, Mark the Words, Multiple Choice oder True/False Question festigt Wortschatz oder Grammatik aus dem Input in wiederholten, automatisch ausgewerteten Durchgängen mit direkter Rückmeldung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sinnvoller Output&#039;&#039;&#039;: Ein Essay-Kapitel oder Audio Recorder lässt Lernende danach selbst schreiben oder sprechen, statt nur zu erkennen oder zuzuordnen. Essay prüft dabei lediglich, ob vom Autor festgelegte Schlüsselwörter im Text vorkommen, und ersetzt damit ausdrücklich keine Bewertung durch die Lehrkraft; Audio Recorder speichert die Aufnahme nur zum Anhören oder Herunterladen, ohne sie selbst auszuwerten. Für ein Produkt aus mehreren Kapiteln, etwa eine kurze Zusammenfassung oder einen Portfolio-Eintrag, eignet sich zusätzlich Documentation Tool.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Beispiele auf dieser Seite folgen diesem Aufbau: „Journalistische Textsorten“ verbindet Lesetexte mit Zuordnungs- und Lückenaufgaben, „Methoden vertiefen“ prüft nach der Erklärung einer Methode deren Anwendung, „Prüfungsleitfaden (SK, DSD I)“ verbindet Prüfungskriterien mit Übungsaufgaben zur Prüfungsform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil jedes Kapitel für sich abgeschlossen ist, können Lernende einzelne Kapitel wiederholen, ohne das gesamte Buch neu zu durchlaufen. Die Fortschrittsanzeige und die Zusammenfassungsseite am Ende geben eine Rückmeldung darüber, welche Kapitel bearbeitet und welche automatisierten Aufgaben bereits gelöst wurden. Bei den Output-Kapiteln bleibt die inhaltliche Rückmeldung dagegen Aufgabe der Lehrkraft, da Essay und Audio Recorder keine echte Sprachbewertung liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispielplanung: Rückwärtsplanung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das folgende Beispiel zeigt, wie sich ein Interactive Book in Rückwärtsplanung entwickeln lässt: Zuerst wird festgelegt, was Lernende am Ende können sollen und woran sich das zeigt, erst danach werden die Kapitel dafür ausgewählt. Thema (Wohnungssuche) und Niveau (B1) sind beispielhaft gewählt; das Vorgehen lässt sich auf jedes andere Thema und GER-Niveau übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schritt 1: Gewünschtes Ergebnis festlegen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grobziel: Die Lernenden können eine Wohnungsanzeige verstehen und eine schriftliche sowie eine mündliche Anfrage zu einer Wohnung formulieren, die für eine reale Wohnungssuche in Deutschland brauchbar wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feinziele, den vier Lernfeldern des [[Lernfeldermodell]]s zugeordnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Lernfeld !! Feinlernziel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Meaning-focused Input || Können eine Wohnungsanzeige und ein kurzes Erklärvideo zur Wohnungssuche global und selektiv verstehen (Zimmerzahl, Miete, Lage, Kontakt).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Language-focused Learning || Können Wortschatz zum Wohnen (Zimmer, Ausstattung, Kaltmiete, Nebenkosten, Kaution) und höfliche Frageformen (Konjunktiv II: „Könnten Sie mir sagen, ob …&amp;quot;) korrekt anwenden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fluency Training || Können bereits bekannte Redemittel für ein Besichtigungs-Telefonat flüssig und ohne langes Stocken sprechen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Meaning-focused Output || Können eine schriftliche Anfrage an eine vermietende Person verfassen, die inhaltlich vollständig und im Ton angemessen ist.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schritt 2: Nachweis festlegen, bevor die Kapitel geplant werden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leistungsnachweis am Ende des Buches bestimmt die Auswahl der vorherigen Kapitel, nicht umgekehrt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Schriftlich&#039;&#039;&#039;: ein Essay-Kapitel, in dem Lernende eine E-Mail-Anfrage zu einer vorgegebenen Anzeige schreiben. Schlüsselwörter für die automatische Rückmeldung, zum Beispiel „Sehr geehrte&amp;quot;, „Besichtigungstermin&amp;quot;, „Kaltmiete&amp;quot;, „mit freundlichen Grüßen&amp;quot;. Essay prüft dabei nur, ob diese Wörter vorkommen, keine inhaltliche Qualität – die inhaltliche Rückmeldung bleibt Aufgabe der Lehrkraft.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mündlich&#039;&#039;&#039;: Audio Recorder, mit dem Lernende eine kurze, simulierte Telefon-Anfrage einsprechen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kriterienraster&#039;&#039;&#039;: als eigenes Kapitel direkt vor der Aufgabe, damit Lernende vorab wissen, woran ihre Anfrage gemessen wird (Vollständigkeit der Angaben, Höflichkeitsform, Verständlichkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schritt 3: Kapitel rückwärts von diesem Nachweis aus planen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Kapitel !! Lernfeld !! Inhaltstyp !! Funktion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Cover || – || Buchcover (Bild einer Wohnungsanzeige, Kurzbeschreibung) || zeigt das Endziel vorab: „Am Ende schreibst du selbst eine Anfrage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. Anzeigen lesen || Meaning-focused Input || Text/Bild mit 2–3 echten Wohnungsanzeigen, dazu Multiple Choice zu den Kerninformationen || Globalverstehen sichern, ohne Grammatik zu thematisieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. Erklärvideo || Meaning-focused Input || Interactive Video mit 1–2 eingebetteten Verständnisfragen || Zusatzinformationen zum Ablauf einer Wohnungssuche&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. Wortschatz und Struktur || Language-focused Learning || Dialog Cards (Wohn-Wortschatz), Fill in the Blanks (Nebenkosten-Text), Drag the Words (Konjunktiv-II-Höflichkeitsfragen) || sprachliche Mittel für die Anfrage bereitstellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. Redemittel automatisieren || Fluency Training || Audio Recorder: Lernende lesen eine kurze Redemittel-Liste zweimal laut vor und vergleichen beide Aufnahmen || Flüssigkeit mit bereits bekanntem Material, ohne neue Inhalte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. Kriterienraster || – || Text || Bewertungskriterien vor der Leistungsaufgabe offenlegen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. Schriftliche Anfrage || Meaning-focused Output || Essay (Schlüsselwort-Konfiguration siehe Schritt 2) || Leistungsnachweis schriftlich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. Mündliche Anfrage || Meaning-focused Output / Fluency || Audio Recorder || Leistungsnachweis mündlich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. Rückblick || – || Summary, mit Bezug auf die Feinziele aus Schritt 1 || Selbsteinschätzung: „Was kann ich jetzt?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technische Hinweise zur Umsetzung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Cover, Inhaltsverzeichnis, Fortschrittsanzeige und Zusammenfassungsseite über die Buch-Einstellungen aktivieren (siehe oben, Abschnitt „Hinweise zu H5P-Einstellungen und Tutorials&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Eine Aussprache-Automatisierung mit automatischer Erkennung (Speak the Words Set) lässt sich nicht direkt in ein Kapitel einfügen, da dieser Inhaltstyp nicht zu den Basisinhaltstypen von Page/Column gehört. Als eigene H5P-Datei anlegen und über [[IFrame Embedder (H5P)|IFrame Embedder]] einbinden (siehe oben, Abschnitt „Nicht jeder Inhaltstyp lässt sich einfügen&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Automatischen Fortschritt nur für die Input- und Language-focused-Kapitel aktivieren; die beiden Leistungsnachweis-Kapitel benötigen ohnehin eine Durchsicht durch die Lehrkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiele==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsch: Journalistische Textsorten===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=21247|height=600}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/21247}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Methoden vertiefen===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=22061|height=800}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/22061}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prüfungsleitfaden (SK, DSD I) ===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=25856|height=900}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/25856}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Probleme, Lösungen und Tipps==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nicht jeder Inhaltstyp lässt sich einfügen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel im Interactive Book ist im Kern der Inhaltstyp [[Page (Column) (H5P)|Page (früher: Column)]]. Inhaltstypen, die nicht mit Page/Column kompatibel sind, etwa Image Choice, stehen deshalb beim Bearbeiten eines Kapitels nicht zur Auswahl, obwohl sie einzeln im H5P-Editor existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Problem: Inhaltstyp fehlt im Kapitel-Editor ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gewünschter Inhaltstyp taucht beim Bearbeiten eines Kapitels nicht in der Liste der einfügbaren Inhalte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Lösung: Column-kompatible Alternative oder Iframe Embedder ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt des fehlenden Inhaltstyps einen ähnlichen, kompatiblen Typ wählen (zum Beispiel Multiple Choice statt Image Choice) oder den gewünschten Inhalt als eigenständige H5P-Datei anlegen und über den Inhaltstyp [[IFrame Embedder (H5P)|IFrame Embedder]] in das Kapitel einbetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltsverzeichnis bleibt lückenhaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das linke Inhaltsverzeichnis wird nicht frei beschriftet. Es entsteht automatisch aus den Titeln eingefügter Aufgaben sowie aus Überschriften der Ebene „Überschrift 2&amp;quot; und „Überschrift 3&amp;quot; in Text-Elementen. Reiner Fließtext ohne solche Formatierung taucht im Inhaltsverzeichnis nicht auf, auch wenn er fett oder kursiv gesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Lösung: Zwischenüberschriften statt Fettung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer ein Kapitel im Inhaltsverzeichnis wiederfinden möchte, formatiert die entsprechende Textstelle im Editor als Überschrift 2 oder 3, statt sie nur fett zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zu H5P-Einstellungen und Tutorials==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Cover aktivieren&#039;&#039;&#039; („Enable book cover&amp;quot;): legt eine Startseite mit Titel, Kurzbeschreibung und optionalem Bild oder Video an. Lernende steigen erst über einen „Lesen&amp;quot;-Button in das Buch ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Inhaltsverzeichnis standardmäßig anzeigen&#039;&#039;&#039; („Display table of contents as default&amp;quot;): blendet die Kapitelnavigation von Beginn an ein, statt sie erst über ein Menü-Symbol öffnen zu lassen. Bei Büchern mit vielen Kapiteln erleichtert das die Orientierung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fortschrittsanzeige&#039;&#039;&#039; („Display Progress Indicators&amp;quot;): markiert bearbeitete Kapitel im Inhaltsverzeichnis.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Automatischen Fortschritt aktivieren&#039;&#039;&#039; („Enable automatic progress&amp;quot;): Kapitel ohne Aufgabe gelten automatisch als abgeschlossen, sobald Lernende sie geöffnet haben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zusammenfassung anzeigen&#039;&#039;&#039; („Display summary&amp;quot;): erzeugt am Ende des Buches eine Übersichtsseite mit Gesamtpunktzahl, bearbeiteten Kapiteln und dem Ergebnis jeder einzelnen Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Beispiel mit Sreencast ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ZUM-Apps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://apps.zum.de/apps?keys=&amp;amp;flagged=0&amp;amp;tags=&amp;amp;typ%5B4989%5D=4989&amp;amp;items_per_page=24 ZUM-Apps mit Interactive Book (H5P)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://h5p.org/content-types/interactive-book Interactive Book] – offizielle Beschreibung des Inhaltstyps auf h5p.org&lt;br /&gt;
* [https://h5p.org/node/1312602 Available content types in Interactive Book] – Übersicht der einbettbaren Inhaltstypen, H5P.org-Forum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[H5P-Inhaltstypen]]&lt;br /&gt;
* [[Interactive Book - Simple (H5P)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:H5P-Inhaltstypen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interactive Book (H5P)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Interactive_Book_(H5P)&amp;diff=89804</id>
		<title>Interactive Book (H5P)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Interactive_Book_(H5P)&amp;diff=89804"/>
		<updated>2026-09-05T05:29:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Rückwärtsplanung: Interactive Book „Wohnungssuche&amp;quot; (GER B1)&lt;br /&gt;
Beispielplanung für ein mögliches Interactive Book (H5P), Thema und Niveau exemplarisch gewählt. Rückwärtsplanung heißt: erst das Ziel und den Nachweis festlegen, danach die Kapitel dafür konstruieren – nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt&lt;br /&gt;
Thema: Wohnungssuche in Deutschland (Anzeigen lesen, nach einer Besichtigung fragen, eine Anfrage schreiben)&lt;br /&gt;
Niveau: B1 (GER)&lt;br /&gt;
Lernfelder-Bezug: [[Lernfeldermodell]] – die vier gleichgewichtigen Lernfelder nach Nation (Meaning-focused Input, Meaning-focused Output, Fluency Training, Language-focused Learning) bestimmen, welches Kapitel welchen Zweck verfolgt.&lt;br /&gt;
Schritt 1: Gewünschtes Ergebnis festlegen&lt;br /&gt;
Grobziel: Die Lernenden können eine Wohnungsanzeige verstehen und eine schriftliche sowie eine mündliche Anfrage zu einer Wohnung formulieren, die für eine reale Wohnungssuche in Deutschland brauchbar wäre.&lt;br /&gt;
Feinziele, den vier Lernfeldern zugeordnet:&lt;br /&gt;
Lernfeld&lt;br /&gt;
Feinlernziel&lt;br /&gt;
Meaning-focused Input&lt;br /&gt;
Können eine Wohnungsanzeige und ein kurzes Erklärvideo zur Wohnungssuche global und selektiv verstehen (zentrale Angaben: Zimmerzahl, Miete, Lage, Kontakt).&lt;br /&gt;
Language-focused Learning&lt;br /&gt;
Können Wortschatz zum Wohnen (Zimmer, Ausstattung, Kaltmiete, Nebenkosten, Kaution) und höfliche Frageformen (Konjunktiv II: „Könnten Sie mir sagen, ob …&amp;quot;) korrekt anwenden.&lt;br /&gt;
Fluency Training&lt;br /&gt;
Können bereits bekannte Redemittel für ein Besichtigungs-Telefonat flüssig und ohne langes Stocken sprechen.&lt;br /&gt;
Meaning-focused Output&lt;br /&gt;
Können eine schriftliche Anfrage an eine vermietende Person verfassen, die inhaltlich vollständig und im Ton angemessen ist.&lt;br /&gt;
Schritt 2: Nachweis festlegen (bevor die Kapitel geplant werden)&lt;br /&gt;
Der Leistungsnachweis am Ende des Buches, nicht die einzelnen Übungen, bestimmt die Auswahl der vorherigen Kapitel:&lt;br /&gt;
Schriftlich: Essay-Kapitel – Lernende schreiben eine E-Mail-Anfrage zu einer vorgegebenen Anzeige. Schlüsselwörter für die automatische Rückmeldung, z. B. „Sehr geehrte&amp;quot;, „Besichtigungstermin&amp;quot;, „Kaltmiete&amp;quot;, „mit freundlichen Grüßen&amp;quot;. Essay prüft dabei nur, ob diese Wörter vorkommen, keine inhaltliche Qualität – die inhaltliche Rückmeldung bleibt Aufgabe der Lehrkraft.&lt;br /&gt;
Mündlich: Audio Recorder – Lernende sprechen eine kurze Anfrage am Telefon simuliert ein, anhand vorgegebener Redemittel.&lt;br /&gt;
Kriterienraster: als Text- oder Documentation-Tool-Kapitel direkt vor der Aufgabe, damit Lernende vorab wissen, woran ihre Anfrage gemessen wird (Vollständigkeit der Angaben, Höflichkeitsform, Verständlichkeit).&lt;br /&gt;
Schritt 3: Kapitel rückwärts von diesem Nachweis aus planen&lt;br /&gt;
Kapitel&lt;br /&gt;
Lernfeld&lt;br /&gt;
Inhaltstyp&lt;br /&gt;
Funktion&lt;br /&gt;
1. Cover&lt;br /&gt;
–&lt;br /&gt;
Buchcover (Bild einer Wohnungsanzeige, Kurzbeschreibung)&lt;br /&gt;
Zeigt das Endziel vorab: „Am Ende schreibst du selbst eine Anfrage.&amp;quot;&lt;br /&gt;
2. Anzeigen lesen&lt;br /&gt;
Meaning-focused Input&lt;br /&gt;
Text/Bild mit 2–3 echten Wohnungsanzeigen + Multiple Choice zu den Kerninformationen&lt;br /&gt;
Globalverstehen sichern, ohne Grammatik zu thematisieren&lt;br /&gt;
3. Erklärvideo&lt;br /&gt;
Meaning-focused Input&lt;br /&gt;
Interactive Video mit 1–2 eingebetteten Verständnisfragen&lt;br /&gt;
Zusatzinformationen zum Ablauf einer Wohnungssuche&lt;br /&gt;
4. Wortschatz und Struktur&lt;br /&gt;
Language-focused Learning&lt;br /&gt;
Dialog Cards (Wohn-Wortschatz), Fill in the Blanks (Nebenkosten-Text), Drag the Words (Konjunktiv-II-Höflichkeitsfragen)&lt;br /&gt;
Sprachliche Mittel für die Anfrage bereitstellen&lt;br /&gt;
5. Redemittel automatisieren&lt;br /&gt;
Fluency Training&lt;br /&gt;
Audio Recorder: Lernende lesen eine kurze Redemittel-Liste zweimal laut vor und vergleichen beide Aufnahmen&lt;br /&gt;
Flüssigkeit mit bereits bekanntem Material, keine neuen Inhalte&lt;br /&gt;
6. Kriterienraster&lt;br /&gt;
–&lt;br /&gt;
Text oder Documentation Tool&lt;br /&gt;
Bewertungskriterien vor der Leistungsaufgabe offenlegen&lt;br /&gt;
7. Schriftliche Anfrage&lt;br /&gt;
Meaning-focused Output&lt;br /&gt;
Essay (Schlüsselwort-Konfiguration siehe Schritt 2)&lt;br /&gt;
Leistungsnachweis schriftlich&lt;br /&gt;
8. Mündliche Anfrage&lt;br /&gt;
Meaning-focused Output / Fluency&lt;br /&gt;
Audio Recorder&lt;br /&gt;
Leistungsnachweis mündlich&lt;br /&gt;
9. Rückblick&lt;br /&gt;
–&lt;br /&gt;
Summary oder Documentation Tool, Bezug auf die Feinziele aus Schritt 1&lt;br /&gt;
Selbsteinschätzung: „Was kann ich jetzt?&amp;quot;&lt;br /&gt;
Technische Hinweise zur Umsetzung&lt;br /&gt;
Cover, Inhaltsverzeichnis, Fortschrittsanzeige und Zusammenfassungsseite über die Buch-Einstellungen aktivieren (siehe Artikel [[Interactive Book (H5P)]], Abschnitt „Hinweise zu H5P-Einstellungen und Tutorials&amp;quot;).&lt;br /&gt;
Eine echte Aussprache-/Sprechautomatisierung mit automatischer Erkennung (Speak the Words Set) lässt sich nicht direkt in ein Kapitel einfügen, da dieser Inhaltstyp nicht zu den Basisinhaltstypen von Page/Column gehört. Falls gewünscht, als eigene H5P-Datei anlegen und über IFrame Embedder einbinden (siehe Artikel, Abschnitt „Nicht jeder Inhaltstyp lässt sich einfügen&amp;quot;).&lt;br /&gt;
Automatischen Fortschritt nur für die Input- und Language-focused-Kapitel aktivieren; für die beiden Leistungsnachweis-Kapitel (Essay, Audio Recorder) ist eine manuelle Durchsicht durch die Lehrkraft ohnehin nötig.&lt;br /&gt;
Offene Punkte&lt;br /&gt;
Die konkreten Wohnungsanzeigen und das Erklärvideo müssten noch ausgewählt werden (freie Lizenz beachten, keine kommerziellen Immobilienportale direkt einbetten).&lt;br /&gt;
Thema und Niveau sind hier beispielhaft gewählt; das Schema (erst Grobziel und Nachweis, dann Kapitel je Lernfeld) lässt sich auf jedes andere Thema und GER-Niveau übertragen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Interactive_Book_(H5P)&amp;diff=89803</id>
		<title>Interactive Book (H5P)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Interactive_Book_(H5P)&amp;diff=89803"/>
		<updated>2026-09-05T05:20:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Birgyul Nier - H5P - Interactiv-book-b.png|mini|Interactive Book]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interactive Book&#039;&#039;&#039; ist ein komplexer Inhaltstyp zum Erstellen interaktiver Bücher. Es ermöglicht, große Mengen interaktiver Inhalte wie interaktive Videos, Fragen, Kurs-Präsentationen (course presentations) und mehr auf zahlreichen Seiten zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger komplex ist &#039;&#039;&#039;[[Interactive Book - Simple (H5P)|Interactive Book - Simple]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Kapitel eines Interactive Book ist technisch ein [[Page (Column) (H5P)|Page (früher: Column)]]. Der komplexe Inhaltstyp &#039;&#039;Interactive Book&#039;&#039; kann deshalb aktuell (September 2026) dieselben 35 Basisinhaltstypen kombinieren wie Page/Column:&lt;br /&gt;
# [[Accordion (H5P)|Accordion]] (Ausklapp-Liste) Frage-Antwort- oder Themenabschnitte lassen sich einzeln aufklappen.&lt;br /&gt;
# [[Agamotto (H5P)|Agamotto]] (Bildüberblendung) Mehrere Bilder werden nacheinander überblendet, z. B. für Vorher-Nachher-Vergleiche.&lt;br /&gt;
# [[Audio (H5P)|Audio]] Einzelne Audiodatei zum Abspielen.&lt;br /&gt;
# [[Audio Recorder (H5P)|Audio Recorder]] Lernende nehmen selbst eine Audioaufnahme auf.&lt;br /&gt;
# [[Fill in the Blanks (H5P)|Fill in the Blanks]] (Lückentext) Wörter werden in Lücken eingesetzt.&lt;br /&gt;
# [[Chart (H5P)|Chart]] Balken- oder Kreisdiagramm zur Visualisierung von Daten.&lt;br /&gt;
# [[Collage (H5P)|Collage]] Mehrere Bilder werden zu einer Bildcollage angeordnet.&lt;br /&gt;
# [[Course Presentation (H5P)|Course Presentation]] Eigene, kleinere Foliensammlung innerhalb des Kapitels.&lt;br /&gt;
# [[Dialog Cards (H5P)|Dialog Cards]] (Vokabelkarten) Karteikarten zum Umblättern, z. B. für Wortschatzarbeit.&lt;br /&gt;
# [[Documentation Tool (H5P)|Documentation Tool]] Formular, mit dem Lernende eigene Texte oder Dokumente zusammenstellen.&lt;br /&gt;
# [[Drag and Drop (H5P)|Drag and Drop]] Bild- oder Textelemente werden per Ziehen zugeordnet.&lt;br /&gt;
# [[Drag the Words (H5P)|Drag the Words]] Wörter werden per Ziehen in Lücken im Satz eingefügt.&lt;br /&gt;
# [[Essay (H5P)|Essay]] Freitextantwort mit automatischem Abgleich nach Schlüsselwörtern.&lt;br /&gt;
# [[Guess the Answer (H5P)|Guess the Answer]] Bild mit verdeckter Antwort, die sich per Klick aufdeckt.&lt;br /&gt;
# Table (Tabelle) Tabellarische Darstellung von Inhalten; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# Text (Advanced Text) Formatierbarer Fließtext mit Überschriften, Listen und Links; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# [[IFrame Embedder (H5P)|IFrame Embedder]] Externe Webseiten oder andere H5P-Inhalte werden eingebettet.&lt;br /&gt;
# Image (Bild) Einzelnes Bild; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# [[Image Hotspots (H5P)|Image Hotspots]] Anklickbare Punkte auf einem Bild öffnen zusätzliche Informationen.&lt;br /&gt;
# [[Find the Hotspot (H5P)|Find the Hotspot]] Der richtige Punkt auf einem Bild muss gefunden werden.&lt;br /&gt;
# [[Image Slider (H5P)|Image Slider]] Mehrere Bilder lassen sich durchblättern.&lt;br /&gt;
# [[Interactive Video (H5P)|Interactive Video]] Video mit eingebetteten Fragen und Zusatzinformationen.&lt;br /&gt;
# Link Verweis auf eine externe Seite; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# [[Mark the Words (H5P)|Mark the Words]] Gesuchte Wörter im Text werden markiert.&lt;br /&gt;
# [[Memory Game (H5P)|Memory Game]] Bildpaare werden durch Umdrehen von Karten gefunden.&lt;br /&gt;
# [[Multiple Choice (H5P)|Multiple Choice]] Mehrere Antworten können richtig sein.&lt;br /&gt;
# [[Questionnaire (H5P)|Questionnaire]] Umfrage mit verschiedenen Fragetypen, ohne Bewertung.&lt;br /&gt;
# [[Quiz (Question Set) (H5P)|Quiz (Question Set)]] Abfolge mehrerer Fragen unterschiedlichen Typs mit Gesamtauswertung.&lt;br /&gt;
# Row Layout-Element, mit dem sich zwei Inhalte nebeneinander anordnen lassen; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# [[Single Choice Set (H5P)|Single Choice Set]] Nur eine Antwort ist richtig.&lt;br /&gt;
# [[Summary (H5P)|Summary]] Verschiedene Aussagen werden präsentiert, eine ist richtig.&lt;br /&gt;
# [[Timeline (H5P)|Timeline]] Ereignisse werden chronologisch auf einem Zeitstrahl dargestellt.&lt;br /&gt;
# [[True/False Question (H5P)|True/False Question]] Wahr/Falsch-Frage.&lt;br /&gt;
# Video Einzelne Videodatei; noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
# Multi Media Choice Auswahlfrage mit Bildern oder Videos statt Text; neuerer Inhaltstyp, noch ohne eigene Seite im Wiki ZUM Deutsch Lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktischer Wert für DaF/DaZ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sich der Inhaltstyp pro Kapitel frei wählen lässt (siehe Liste der Basisinhaltstypen oben), bedient ein einziges Interactive Book mehrere Lernfelder nacheinander, statt sie auf getrennte Arbeitsblätter zu verteilen: ein Kapitel mit Audio, Video oder Interactive Video für das Hörverstehen, ein Kapitel mit Text und Bild für Landeskunde oder Lesetexte, ein Kapitel mit Dialog Cards für Wortschatzarbeit – alle in derselben Kapitelnavigation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb eines Kapitelblocks lässt sich damit die Abfolge Input – Automatisierung – Output abbilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Input&#039;&#039;&#039;: Ein Kapitel mit Audio, Video, Interactive Video oder einem Text-Element liefert das Ausgangsmaterial – einen Hörtext, einen Lesetext, eine Bildreihe.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Automatisierung&#039;&#039;&#039;: Ein folgendes Kapitel mit Fill in the Blanks, Drag the Words, Mark the Words, Multiple Choice oder True/False Question festigt Wortschatz oder Grammatik aus dem Input in wiederholten, automatisch ausgewerteten Durchgängen mit direkter Rückmeldung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sinnvoller Output&#039;&#039;&#039;: Ein Essay-Kapitel oder Audio Recorder lässt Lernende danach selbst schreiben oder sprechen, statt nur zu erkennen oder zuzuordnen. Essay prüft dabei lediglich, ob vom Autor festgelegte Schlüsselwörter im Text vorkommen, und ersetzt damit ausdrücklich keine Bewertung durch die Lehrkraft; Audio Recorder speichert die Aufnahme nur zum Anhören oder Herunterladen, ohne sie selbst auszuwerten. Für ein Produkt aus mehreren Kapiteln, etwa eine kurze Zusammenfassung oder einen Portfolio-Eintrag, eignet sich zusätzlich Documentation Tool.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Beispiele auf dieser Seite folgen diesem Aufbau: „Journalistische Textsorten“ verbindet Lesetexte mit Zuordnungs- und Lückenaufgaben, „Methoden vertiefen“ prüft nach der Erklärung einer Methode deren Anwendung, „Prüfungsleitfaden (SK, DSD I)“ verbindet Prüfungskriterien mit Übungsaufgaben zur Prüfungsform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil jedes Kapitel für sich abgeschlossen ist, können Lernende einzelne Kapitel wiederholen, ohne das gesamte Buch neu zu durchlaufen. Die Fortschrittsanzeige und die Zusammenfassungsseite am Ende geben eine Rückmeldung darüber, welche Kapitel bearbeitet und welche automatisierten Aufgaben bereits gelöst wurden. Bei den Output-Kapiteln bleibt die inhaltliche Rückmeldung dagegen Aufgabe der Lehrkraft, da Essay und Audio Recorder keine echte Sprachbewertung liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsch: Journalistische Textsorten===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=21247|height=600}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/21247}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Methoden vertiefen===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=22061|height=800}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/22061}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prüfungsleitfaden (SK, DSD I) ===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=25856|height=900}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/25856}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Probleme, Lösungen und Tipps==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nicht jeder Inhaltstyp lässt sich einfügen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel im Interactive Book ist im Kern der Inhaltstyp [[Page (Column) (H5P)|Page (früher: Column)]]. Inhaltstypen, die nicht mit Page/Column kompatibel sind, etwa Image Choice, stehen deshalb beim Bearbeiten eines Kapitels nicht zur Auswahl, obwohl sie einzeln im H5P-Editor existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Problem: Inhaltstyp fehlt im Kapitel-Editor ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gewünschter Inhaltstyp taucht beim Bearbeiten eines Kapitels nicht in der Liste der einfügbaren Inhalte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Lösung: Column-kompatible Alternative oder Iframe Embedder ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt des fehlenden Inhaltstyps einen ähnlichen, kompatiblen Typ wählen (zum Beispiel Multiple Choice statt Image Choice) oder den gewünschten Inhalt als eigenständige H5P-Datei anlegen und über den Inhaltstyp [[IFrame Embedder (H5P)|IFrame Embedder]] in das Kapitel einbetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltsverzeichnis bleibt lückenhaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das linke Inhaltsverzeichnis wird nicht frei beschriftet. Es entsteht automatisch aus den Titeln eingefügter Aufgaben sowie aus Überschriften der Ebene „Überschrift 2&amp;quot; und „Überschrift 3&amp;quot; in Text-Elementen. Reiner Fließtext ohne solche Formatierung taucht im Inhaltsverzeichnis nicht auf, auch wenn er fett oder kursiv gesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Lösung: Zwischenüberschriften statt Fettung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer ein Kapitel im Inhaltsverzeichnis wiederfinden möchte, formatiert die entsprechende Textstelle im Editor als Überschrift 2 oder 3, statt sie nur fett zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zu H5P-Einstellungen und Tutorials==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Cover aktivieren&#039;&#039;&#039; („Enable book cover&amp;quot;): legt eine Startseite mit Titel, Kurzbeschreibung und optionalem Bild oder Video an. Lernende steigen erst über einen „Lesen&amp;quot;-Button in das Buch ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Inhaltsverzeichnis standardmäßig anzeigen&#039;&#039;&#039; („Display table of contents as default&amp;quot;): blendet die Kapitelnavigation von Beginn an ein, statt sie erst über ein Menü-Symbol öffnen zu lassen. Bei Büchern mit vielen Kapiteln erleichtert das die Orientierung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fortschrittsanzeige&#039;&#039;&#039; („Display Progress Indicators&amp;quot;): markiert bearbeitete Kapitel im Inhaltsverzeichnis.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Automatischen Fortschritt aktivieren&#039;&#039;&#039; („Enable automatic progress&amp;quot;): Kapitel ohne Aufgabe gelten automatisch als abgeschlossen, sobald Lernende sie geöffnet haben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zusammenfassung anzeigen&#039;&#039;&#039; („Display summary&amp;quot;): erzeugt am Ende des Buches eine Übersichtsseite mit Gesamtpunktzahl, bearbeiteten Kapiteln und dem Ergebnis jeder einzelnen Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Beispiel mit Sreencast ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ZUM-Apps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://apps.zum.de/apps?keys=&amp;amp;flagged=0&amp;amp;tags=&amp;amp;typ%5B4989%5D=4989&amp;amp;items_per_page=24 ZUM-Apps mit Interactive Book (H5P)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://h5p.org/content-types/interactive-book Interactive Book] – offizielle Beschreibung des Inhaltstyps auf h5p.org&lt;br /&gt;
* [https://h5p.org/node/1312602 Available content types in Interactive Book] – Übersicht der einbettbaren Inhaltstypen, H5P.org-Forum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[H5P-Inhaltstypen]]&lt;br /&gt;
* [[Interactive Book - Simple (H5P)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:H5P-Inhaltstypen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interactive Book (H5P)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Interactive_Book_(H5P)&amp;diff=89802</id>
		<title>Interactive Book (H5P)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Interactive_Book_(H5P)&amp;diff=89802"/>
		<updated>2026-09-04T20:14:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Birgyul Nier - H5P - Interactiv-book-b.png|mini|Interactive Book]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Interactive Book&#039;&#039;&#039; ist ein komplexer Inhaltstyp zum Erstellen interaktiver Bücher. Es ermöglicht, große Mengen interaktiver Inhalte wie interaktive Videos, Fragen, Kurs-Präsentationen (course presentations) und mehr auf zahlreichen Seiten zusammenzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger komplex ist &#039;&#039;&#039;[[Interactive Book - Simple (H5P)|Interactive Book - Simple]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Kapitel eines Interactive Book ist technisch ein [[Page (Column) (H5P)|Page (früher: Column)]]. Der komplexe Inhaltstyp &#039;&#039;Interactive Book&#039;&#039; kann deshalb aktuell (September 2026) dieselben 35 Basisinhaltstypen kombinieren wie Page/Column:&lt;br /&gt;
# [[Accordion (H5P)|Accordion]] (Ausklapp-Liste) Frage-Antwort- oder Themenabschnitte lassen sich einzeln aufklappen.&lt;br /&gt;
# [[Agamotto (H5P)|Agamotto]] (Bildüberblendung) Mehrere Bilder werden nacheinander überblendet, z. B. für Vorher-Nachher-Vergleiche.&lt;br /&gt;
# [[Audio (H5P)|Audio]] Einzelne Audiodatei zum Abspielen.&lt;br /&gt;
# [[Audio Recorder (H5P)|Audio Recorder]] Lernende nehmen selbst eine Audioaufnahme auf.&lt;br /&gt;
# [[Fill in the Blanks (H5P)|Fill in the Blanks]] (Lückentext) Wörter werden in Lücken eingesetzt.&lt;br /&gt;
# [[Chart (H5P)|Chart]] Balken- oder Kreisdiagramm zur Visualisierung von Daten.&lt;br /&gt;
# [[Collage (H5P)|Collage]] Mehrere Bilder werden zu einer Bildcollage angeordnet.&lt;br /&gt;
# [[Course Presentation (H5P)|Course Presentation]] Eigene, kleinere Foliensammlung innerhalb des Kapitels.&lt;br /&gt;
# [[Dialog Cards (H5P)|Dialog Cards]] (Vokabelkarten) Karteikarten zum Umblättern, z. B. für Wortschatzarbeit.&lt;br /&gt;
# [[Documentation Tool (H5P)|Documentation Tool]] Formular, mit dem Lernende eigene Texte oder Dokumente zusammenstellen.&lt;br /&gt;
# [[Drag and Drop (H5P)|Drag and Drop]] Bild- oder Textelemente werden per Ziehen zugeordnet.&lt;br /&gt;
# [[Drag the Words (H5P)|Drag the Words]] Wörter werden per Ziehen in Lücken im Satz eingefügt.&lt;br /&gt;
# [[Essay (H5P)|Essay]] Freitextantwort mit automatischem Abgleich nach Schlüsselwörtern.&lt;br /&gt;
# [[Guess the Answer (H5P)|Guess the Answer]] Bild mit verdeckter Antwort, die sich per Klick aufdeckt.&lt;br /&gt;
# Table (Tabelle) Tabellarische Darstellung von Inhalten; noch ohne eigene Seite im ZUM-Wiki.&lt;br /&gt;
# Text (Advanced Text) Formatierbarer Fließtext mit Überschriften, Listen und Links; noch ohne eigene Seite im ZUM-Wiki.&lt;br /&gt;
# [[IFrame Embedder (H5P)|IFrame Embedder]] Externe Webseiten oder andere H5P-Inhalte werden eingebettet.&lt;br /&gt;
# Image (Bild) Einzelnes Bild; noch ohne eigene Seite im ZUM-Wiki.&lt;br /&gt;
# [[Image Hotspots (H5P)|Image Hotspots]] Anklickbare Punkte auf einem Bild öffnen zusätzliche Informationen.&lt;br /&gt;
# [[Find the Hotspot (H5P)|Find the Hotspot]] Der richtige Punkt auf einem Bild muss gefunden werden.&lt;br /&gt;
# [[Image Slider (H5P)|Image Slider]] Mehrere Bilder lassen sich durchblättern.&lt;br /&gt;
# [[Interactive Video (H5P)|Interactive Video]] Video mit eingebetteten Fragen und Zusatzinformationen.&lt;br /&gt;
# Link Verweis auf eine externe Seite; noch ohne eigene Seite im ZUM-Wiki.&lt;br /&gt;
# [[Mark the Words (H5P)|Mark the Words]] Gesuchte Wörter im Text werden markiert.&lt;br /&gt;
# [[Memory Game (H5P)|Memory Game]] Bildpaare werden durch Umdrehen von Karten gefunden.&lt;br /&gt;
# [[Multiple Choice (H5P)|Multiple Choice]] Mehrere Antworten können richtig sein.&lt;br /&gt;
# [[Questionnaire (H5P)|Questionnaire]] Umfrage mit verschiedenen Fragetypen, ohne Bewertung.&lt;br /&gt;
# [[Quiz (Question Set) (H5P)|Quiz (Question Set)]] Abfolge mehrerer Fragen unterschiedlichen Typs mit Gesamtauswertung.&lt;br /&gt;
# Row Layout-Element, mit dem sich zwei Inhalte nebeneinander anordnen lassen; noch ohne eigene Seite im ZUM-Wiki.&lt;br /&gt;
# [[Single Choice Set (H5P)|Single Choice Set]] Nur eine Antwort ist richtig.&lt;br /&gt;
# [[Summary (H5P)|Summary]] Verschiedene Aussagen werden präsentiert, eine ist richtig.&lt;br /&gt;
# [[Timeline (H5P)|Timeline]] Ereignisse werden chronologisch auf einem Zeitstrahl dargestellt.&lt;br /&gt;
# [[True/False Question (H5P)|True/False Question]] Wahr/Falsch-Frage.&lt;br /&gt;
# Video Einzelne Videodatei; noch ohne eigene Seite im ZUM-Wiki.&lt;br /&gt;
# Multi Media Choice Auswahlfrage mit Bildern oder Videos statt Text; neuerer Inhaltstyp, noch ohne eigene Seite im ZUM-Wiki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Didaktischer Wert für DaF/DaZ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Interactive Book bündelt mehrere Kapitel zu einer Lerneinheit, die Lernende über eine Kapitelnavigation und eigene Seiten-URLs jederzeit übersichtlich durchlaufen. Für DaF/DaZ eignet sich der Inhaltstyp überall dort, wo mehrere Materialien und Aufgaben zu einem Thema zusammengehören: eine Textsorte mit Beispieltexten und Übungen, eine Methode mit Erklärung und Anwendungsaufgaben oder ein Prüfungsleitfaden mit Aufbau, Kriterien und Übungsaufgaben – wie es die Beispiele auf dieser Seite zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil jedes Kapitel für sich abgeschlossen ist, können Lernende einzelne Kapitel wiederholen, ohne das gesamte Buch neu zu durchlaufen. Die Fortschrittsanzeige und die Zusammenfassungsseite am Ende geben eine Rückmeldung darüber, welche Kapitel bereits bearbeitet und welche Aufgaben bereits gelöst wurden – nützlich für Hausaufgaben, die ohne Lehrkraft bearbeitet werden, oder für die selbstständige Prüfungsvorbereitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutsch: Journalistische Textsorten===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=21247|height=600}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/21247}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Methoden vertiefen===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=22061|height=800}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/22061}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prüfungsleitfaden (SK, DSD I) ===&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=25856|height=900}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/25856}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Probleme, Lösungen und Tipps==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nicht jeder Inhaltstyp lässt sich einfügen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kapitel im Interactive Book ist im Kern der Inhaltstyp [[Page (Column) (H5P)|Page (früher: Column)]]. Inhaltstypen, die nicht mit Page/Column kompatibel sind, etwa Image Choice, stehen deshalb beim Bearbeiten eines Kapitels nicht zur Auswahl, obwohl sie einzeln im H5P-Editor existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Problem: Inhaltstyp fehlt im Kapitel-Editor ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gewünschter Inhaltstyp taucht beim Bearbeiten eines Kapitels nicht in der Liste der einfügbaren Inhalte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Lösung: Column-kompatible Alternative oder Iframe Embedder ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt des fehlenden Inhaltstyps einen ähnlichen, kompatiblen Typ wählen (zum Beispiel Multiple Choice statt Image Choice) oder den gewünschten Inhalt als eigenständige H5P-Datei anlegen und über den Inhaltstyp [[IFrame Embedder (H5P)|IFrame Embedder]] in das Kapitel einbetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inhaltsverzeichnis bleibt lückenhaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das linke Inhaltsverzeichnis wird nicht frei beschriftet. Es entsteht automatisch aus den Titeln eingefügter Aufgaben sowie aus Überschriften der Ebene „Überschrift 2&amp;quot; und „Überschrift 3&amp;quot; in Text-Elementen. Reiner Fließtext ohne solche Formatierung taucht im Inhaltsverzeichnis nicht auf, auch wenn er fett oder kursiv gesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Lösung: Zwischenüberschriften statt Fettung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer ein Kapitel im Inhaltsverzeichnis wiederfinden möchte, formatiert die entsprechende Textstelle im Editor als Überschrift 2 oder 3, statt sie nur fett zu setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zu H5P-Einstellungen und Tutorials==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Cover aktivieren&#039;&#039;&#039; („Enable book cover&amp;quot;): legt eine Startseite mit Titel, Kurzbeschreibung und optionalem Bild oder Video an. Lernende steigen erst über einen „Lesen&amp;quot;-Button in das Buch ein.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Inhaltsverzeichnis standardmäßig anzeigen&#039;&#039;&#039; („Display table of contents as default&amp;quot;): blendet die Kapitelnavigation von Beginn an ein, statt sie erst über ein Menü-Symbol öffnen zu lassen. Bei Büchern mit vielen Kapiteln erleichtert das die Orientierung.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fortschrittsanzeige&#039;&#039;&#039; („Display Progress Indicators&amp;quot;): markiert bearbeitete Kapitel im Inhaltsverzeichnis.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Automatischen Fortschritt aktivieren&#039;&#039;&#039; („Enable automatic progress&amp;quot;): Kapitel ohne Aufgabe gelten automatisch als abgeschlossen, sobald Lernende sie geöffnet haben.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zusammenfassung anzeigen&#039;&#039;&#039; („Display summary&amp;quot;): erzeugt am Ende des Buches eine Übersichtsseite mit Gesamtpunktzahl, bearbeiteten Kapiteln und dem Ergebnis jeder einzelnen Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Beispiel mit Sreencast ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ZUM-Apps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://apps.zum.de/apps?keys=&amp;amp;flagged=0&amp;amp;tags=&amp;amp;typ%5B4989%5D=4989&amp;amp;items_per_page=24 ZUM-Apps mit Interactive Book (H5P)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weiterführende Links==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://h5p.org/content-types/interactive-book Interactive Book] – offizielle Beschreibung des Inhaltstyps auf h5p.org&lt;br /&gt;
* [https://h5p.org/node/1312602 Available content types in Interactive Book] – Übersicht der einbettbaren Inhaltstypen, H5P.org-Forum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[H5P-Inhaltstypen]]&lt;br /&gt;
* [[Interactive Book - Simple (H5P)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:H5P-Inhaltstypen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Interactive Book (H5P)|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Unterricht:_Kindergarten,_Schule,_Ausbildung/Schulausstattung&amp;diff=89117</id>
		<title>Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Unterricht:_Kindergarten,_Schule,_Ausbildung/Schulausstattung&amp;diff=89117"/>
		<updated>2026-08-21T15:10:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Ausstattung eines Klassenzimmers */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wort.Schule - Smartboard -.png|zentriert|150px|link=Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung]][[Datei:ZUM Deutsch Lernen - Unterricht - rot.png|rechts|150px|link=Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung]]&lt;br /&gt;
* [[A1]] kann die wichtigsten im Unterricht gebrauchten Möbel und Utensilien benennen.&lt;br /&gt;
== Schulsachen ==&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblätter, Unterrichtsideen ===&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsch.or.at/ Mit dem Smartphone Deutsch lernen] Fast jeder Asylwerber besitzt ein Smartphone. Damit kann man gut Deutsch üben.&lt;br /&gt;
* [https://www.schule.at/portale/deutsch-als-zweitsprache-und-ikl/sachthemen/schule/schulsachen/detail/daz-lernpaket-schulsachen-1.html DAZ-Lernpaket: Schulsachen]&lt;br /&gt;
*[https://aylince.files.wordpress.com/2015/10/im-sprachkurs2.pptx Im Sprachkurs] PP Präsentation von https://aylince.wordpress.com/&lt;br /&gt;
* [http://www.science-on-stage.de/page/display/de/7/7/2/laternenmond-und-heisse-ohren-sprachforderung-im-grundschulunterricht Arbeitsblätter Primar- und Sekundarstufe] Einfache Texte: Sprachförderung mit Naturwissenschaften (www.science-on-stage.de/laternenmond)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktive Übungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Interaktive Übungen - Liste|Schulsachen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filme / Videos zum Thema ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Deutsch mit Socke&amp;quot;: Film: [http://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?reihe=1419&amp;amp;film=10216 Folge 20: Alles für die Schule], Schulranzen packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere nützliche Links ===&lt;br /&gt;
*[http://www.languageguide.org/german/vocabulary/school/  Audio-Bild Wortschatz zum Thema Schulsachen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung eines Klassenzimmers ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemini Generated Image 4tpmrr4tpmrr4tpm.jpg|mini|erstellt mit KI: Gemini_Generated_Image_4tpmrr4tpmrr4tpm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemini Generated Image 59cb1859cb1859cb.jpg|mini|erstellt mit KI: Gemini_Generated_Image_59cb1859cb1859cb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblätter, Unterrichtsideen ===&lt;br /&gt;
* [https://daz.schule.at/portale/deutsch-als-zweitsprache-und-ikl/sachthemen/detail/daz-lernpaket-klassenzimmer-neu.html DAZ-Lernpaket: Klassenzimmer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktive Übungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Interaktive Übungen - Liste|Klassenzimmer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Unterrichtssprache|Unterrichtssprache]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung|Schulausstattung]]&lt;br /&gt;
** [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung#Schulsachen|Schulsachen]]&lt;br /&gt;
** [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung#Ausstattung eines Klassenzimmers|Ausstattung eines Klassenzimmers]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten der Kinder|Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten der Kinder]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Kommunikation mit Betreuungseinrichtungen, Schulen und Behörden|Kommunikation mit Betreuungseinrichtungen, Schulen und Behörden]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Kommunikation mit Erziehern, Lehrkräften bzw. Schulleitung|Kommunikation mit Erziehern, Lehrkräften bzw. Schulleitung]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Informationen zum Schulsystem|Informationen zum Schulsystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:A1]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsfelder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kindergarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulausstattung|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterricht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulsachen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassenzimmer|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Datei:Gemini_Generated_Image_59cb1859cb1859cb.jpg&amp;diff=89116</id>
		<title>Datei:Gemini Generated Image 59cb1859cb1859cb.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Datei:Gemini_Generated_Image_59cb1859cb1859cb.jpg&amp;diff=89116"/>
		<updated>2026-08-21T15:09:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: Hochgeladen mit VisualEditor Seite&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = wichtige Wörter zum Klassenzimmer&lt;br /&gt;
|source = Eigene Arbeit&lt;br /&gt;
|author = [[User:Ralf Klötzke|Ralf Klötzke]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by/4.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Unterricht:_Kindergarten,_Schule,_Ausbildung/Schulausstattung&amp;diff=89115</id>
		<title>Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Unterricht:_Kindergarten,_Schule,_Ausbildung/Schulausstattung&amp;diff=89115"/>
		<updated>2026-08-21T15:06:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Ausstattung eines Klassenzimmers */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wort.Schule - Smartboard -.png|zentriert|150px|link=Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung]][[Datei:ZUM Deutsch Lernen - Unterricht - rot.png|rechts|150px|link=Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung]]&lt;br /&gt;
* [[A1]] kann die wichtigsten im Unterricht gebrauchten Möbel und Utensilien benennen.&lt;br /&gt;
== Schulsachen ==&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblätter, Unterrichtsideen ===&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsch.or.at/ Mit dem Smartphone Deutsch lernen] Fast jeder Asylwerber besitzt ein Smartphone. Damit kann man gut Deutsch üben.&lt;br /&gt;
* [https://www.schule.at/portale/deutsch-als-zweitsprache-und-ikl/sachthemen/schule/schulsachen/detail/daz-lernpaket-schulsachen-1.html DAZ-Lernpaket: Schulsachen]&lt;br /&gt;
*[https://aylince.files.wordpress.com/2015/10/im-sprachkurs2.pptx Im Sprachkurs] PP Präsentation von https://aylince.wordpress.com/&lt;br /&gt;
* [http://www.science-on-stage.de/page/display/de/7/7/2/laternenmond-und-heisse-ohren-sprachforderung-im-grundschulunterricht Arbeitsblätter Primar- und Sekundarstufe] Einfache Texte: Sprachförderung mit Naturwissenschaften (www.science-on-stage.de/laternenmond)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktive Übungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Interaktive Übungen - Liste|Schulsachen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filme / Videos zum Thema ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Deutsch mit Socke&amp;quot;: Film: [http://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?reihe=1419&amp;amp;film=10216 Folge 20: Alles für die Schule], Schulranzen packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere nützliche Links ===&lt;br /&gt;
*[http://www.languageguide.org/german/vocabulary/school/  Audio-Bild Wortschatz zum Thema Schulsachen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung eines Klassenzimmers ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gemini Generated Image 4tpmrr4tpmrr4tpm.jpg|mini|erstellt mit KI: Gemini_Generated_Image_4tpmrr4tpmrr4tpm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblätter, Unterrichtsideen ===&lt;br /&gt;
* [https://daz.schule.at/portale/deutsch-als-zweitsprache-und-ikl/sachthemen/detail/daz-lernpaket-klassenzimmer-neu.html DAZ-Lernpaket: Klassenzimmer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktive Übungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Interaktive Übungen - Liste|Klassenzimmer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Unterrichtssprache|Unterrichtssprache]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung|Schulausstattung]]&lt;br /&gt;
** [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung#Schulsachen|Schulsachen]]&lt;br /&gt;
** [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung#Ausstattung eines Klassenzimmers|Ausstattung eines Klassenzimmers]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten der Kinder|Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten der Kinder]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Kommunikation mit Betreuungseinrichtungen, Schulen und Behörden|Kommunikation mit Betreuungseinrichtungen, Schulen und Behörden]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Kommunikation mit Erziehern, Lehrkräften bzw. Schulleitung|Kommunikation mit Erziehern, Lehrkräften bzw. Schulleitung]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Informationen zum Schulsystem|Informationen zum Schulsystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:A1]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsfelder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kindergarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulausstattung|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterricht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulsachen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassenzimmer|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Datei:Gemini_Generated_Image_4tpmrr4tpmrr4tpm.jpg&amp;diff=89114</id>
		<title>Datei:Gemini Generated Image 4tpmrr4tpmrr4tpm.jpg</title>
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		<updated>2026-08-21T15:05:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: Hochgeladen mit VisualEditor Seite&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Information&lt;br /&gt;
|description = Klassenzimmer mit interaktiver Tafel&lt;br /&gt;
|source = Eigene Arbeit&lt;br /&gt;
|author = [[User:Ralf Klötzke|Ralf Klötzke]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenz ==&lt;br /&gt;
{{Bild-CC-by/4.0/de}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Unterricht:_Kindergarten,_Schule,_Ausbildung/Schulausstattung&amp;diff=89113</id>
		<title>Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Unterricht:_Kindergarten,_Schule,_Ausbildung/Schulausstattung&amp;diff=89113"/>
		<updated>2026-08-21T15:01:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Arbeitsblätter, Unterrichtsideen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Wort.Schule - Smartboard -.png|zentriert|150px|link=Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung]][[Datei:ZUM Deutsch Lernen - Unterricht - rot.png|rechts|150px|link=Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung]]&lt;br /&gt;
* [[A1]] kann die wichtigsten im Unterricht gebrauchten Möbel und Utensilien benennen.&lt;br /&gt;
== Schulsachen ==&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblätter, Unterrichtsideen ===&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsch.or.at/ Mit dem Smartphone Deutsch lernen] Fast jeder Asylwerber besitzt ein Smartphone. Damit kann man gut Deutsch üben.&lt;br /&gt;
* [https://www.schule.at/portale/deutsch-als-zweitsprache-und-ikl/sachthemen/schule/schulsachen/detail/daz-lernpaket-schulsachen-1.html DAZ-Lernpaket: Schulsachen]&lt;br /&gt;
*[https://aylince.files.wordpress.com/2015/10/im-sprachkurs2.pptx Im Sprachkurs] PP Präsentation von https://aylince.wordpress.com/&lt;br /&gt;
* [http://www.science-on-stage.de/page/display/de/7/7/2/laternenmond-und-heisse-ohren-sprachforderung-im-grundschulunterricht Arbeitsblätter Primar- und Sekundarstufe] Einfache Texte: Sprachförderung mit Naturwissenschaften (www.science-on-stage.de/laternenmond)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktive Übungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Interaktive Übungen - Liste|Schulsachen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filme / Videos zum Thema ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Deutsch mit Socke&amp;quot;: Film: [http://www.planet-schule.de/sf/filme-online.php?reihe=1419&amp;amp;film=10216 Folge 20: Alles für die Schule], Schulranzen packen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere nützliche Links ===&lt;br /&gt;
*[http://www.languageguide.org/german/vocabulary/school/  Audio-Bild Wortschatz zum Thema Schulsachen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung eines Klassenzimmers ==&lt;br /&gt;
=== Arbeitsblätter, Unterrichtsideen ===&lt;br /&gt;
* [https://daz.schule.at/portale/deutsch-als-zweitsprache-und-ikl/sachthemen/detail/daz-lernpaket-klassenzimmer-neu.html DAZ-Lernpaket: Klassenzimmer]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Interaktive Übungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Interaktive Übungen - Liste|Klassenzimmer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Unterrichtssprache|Unterrichtssprache]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung|Schulausstattung]]&lt;br /&gt;
** [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung#Schulsachen|Schulsachen]]&lt;br /&gt;
** [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Schulausstattung#Ausstattung eines Klassenzimmers|Ausstattung eines Klassenzimmers]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten der Kinder|Betreuungs- und Ausbildungsmöglichkeiten der Kinder]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Kommunikation mit Betreuungseinrichtungen, Schulen und Behörden|Kommunikation mit Betreuungseinrichtungen, Schulen und Behörden]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Kommunikation mit Erziehern, Lehrkräften bzw. Schulleitung|Kommunikation mit Erziehern, Lehrkräften bzw. Schulleitung]]&lt;br /&gt;
* [[Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung/Informationen zum Schulsystem|Informationen zum Schulsystem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:A1]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungsfelder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kindergarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulausstattung|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterricht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unterricht: Kindergarten, Schule, Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulsachen|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassenzimmer|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Kommunikativer_Ansatz&amp;diff=89093</id>
		<title>Kommunikativer Ansatz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Kommunikativer_Ansatz&amp;diff=89093"/>
		<updated>2026-08-14T15:56:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;kommunikative Ansatz&#039;&#039;&#039; (auch &#039;&#039;kommunikative Didaktik&#039;&#039;, englisch &#039;&#039;Communicative Language Teaching&#039;&#039;, CLT) ist eine Richtung des Fremdsprachenunterrichts, in der die kommunikative Handlungsfähigkeit der Lernenden im Mittelpunkt steht. Ziel ist nicht die möglichst fehlerfreie Beherrschung des Sprachsystems, sondern die Fähigkeit, in realistischen Situationen zu verstehen und sich verständlich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ansatz entstand in den 1970er-Jahren als Reaktion auf die [[Grammatik-Übersetzungsmethode]] und die [[Audiolinguale Methode]], die Formen und Strukturen in den Vordergrund gestellt hatten. Sprache wird seither als Mittel zur Verständigung verstanden, nicht als reines Regelwissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Merkmale==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bedeutung und Mitteilungsabsicht haben Vorrang vor der grammatischen Form.&lt;br /&gt;
*Möglichst [[Authentizität|authentische]] Situationen, Texte und Sprechanlässe.&lt;br /&gt;
*[[Lernerorientierung]]: Themen und Aufgaben knüpfen an Interessen und Bedürfnisse der Lernenden an.&lt;br /&gt;
*Alle vier [[Fertigkeiten]] (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) werden einbezogen.&lt;br /&gt;
*Fehler gelten als normaler Teil des Lernprozesses (siehe [[Fehlertoleranz]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kommunikative Ansatz prägt bis heute die meisten Lehrwerke, Curricula und Prüfungen (etwa die Goethe-Zertifikate). Für die Lehrkraft verschiebt sich die Rolle: Statt Formen zu erklären und abzufragen, schafft sie Sprechanlässe, moderiert und aktiviert. Grammatik und Wortschatz werden nicht abgeschafft, sondern der Kommunikation untergeordnet. Formbezogenes Üben und Automatisieren bereiten die sprachliche Handlungsfähigkeit vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiel aus dem Unterricht==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Statt der Übung „Konjugieren Sie &#039;&#039;bestellen&#039;&#039; in allen Personen&amp;quot; wird eine Situation gestellt: Lernende A hat eine Speisekarte, Lernende B möchte im Restaurant bestellen. Über eine solche Informationslücke (&#039;&#039;information gap&#039;&#039;) entsteht echter Redebedarf; die Verbformen werden nebenbei angewendet statt isoliert abgefragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik und offene Fragen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ein einseitig verstandener kommunikativer Unterricht kann die formale Korrektheit vernachlässigen; unbearbeitete Fehler können sich verfestigen (siehe [[Fossilierung]]).&lt;br /&gt;
*Der Begriff „kommunikativ&amp;quot; ist unscharf und wird sehr unterschiedlich ausgelegt.&lt;br /&gt;
*In der [[Alphabetisierung]] und auf niedrigen Stufen stößt reine Kommunikationsorientierung an Grenzen.&lt;br /&gt;
*Nicht in allen Lernkulturen wird ein offener, sprechorientierter Unterricht erwartet oder geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Weiterentwicklungen gelten die [[Aufgabenorientierung]] (Task-Based Language Teaching) und die [[Handlungsorientierung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Aufgabenorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Handlungsorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Interaktionsorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Methoden des Fremdsprachenunterrichts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Neuner, Gerhard/Hunfeld, Hans (1993): &#039;&#039;Methoden des fremdsprachlichen Deutschunterrichts. Eine Einführung.&#039;&#039; Fernstudieneinheit 4. Berlin/München: Langenscheidt.&lt;br /&gt;
*Rösler, Dietmar (2012): &#039;&#039;Deutsch als Fremdsprache. Eine Einführung.&#039;&#039; Stuttgart/Weimar: Metzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden des Fremdsprachenunterrichts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikativer Ansatz|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vorwegnehmender_Gebrauch&amp;diff=89092</id>
		<title>Vorwegnehmender Gebrauch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vorwegnehmender_Gebrauch&amp;diff=89092"/>
		<updated>2026-08-14T15:52:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: KI-generiert wurde von mir geprüft.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Vorwegnehmender Gebrauch&#039;&#039;&#039; wird auch &#039;&#039;&#039;Boomerang-Modell&#039;&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorwegnehmender Gebrauch basiert auf dem Konzept der [[Aufgabenorientierung]]. Dabei wird eine Lernsituation erzeugt, bei der die Lernenden dazu aufgefordert werden, eine grammatische Struktur, die sie später lernen sollen, zu gebrauchen. Die Methode folgt der Erkenntnis, dass die Entwicklung von [[Sprachbewusstheit|Sprachlernbewusstheit]] wichtig für erfolgreiches Lernen ist. Ziel ist es, die gebrauchte Struktur zu reflektieren und dabei zu analysieren, wie diese Struktur gebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Möglicher Verlauf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorüberlegung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Unterrichtsplanung steht eine Einschätzung der Lerngruppe: Bildungsstand, Erstsprache(n) sowie beruflicher oder lebensweltlicher Hintergrund der Lernenden bilden die Folie, vor der sich [[Kommunikativer Ansatz|kommunikative]] Aufgaben sinnvoll gestalten lassen. Parallel dazu wird überlegt, wie sich sprachliche Strukturen vom Einfachen zum Komplexeren ordnen lassen und wie sich diese Progression mit der Lebensumgebung der Lernenden verknüpfen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einstieg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Motivation, Türöffner, Interesse wecken&lt;br /&gt;
* Aufgabenstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erarbeitung / Gebrauch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anwendung der Fragestellung/Bearbeitung einer Aufgabe&lt;br /&gt;
* Automatisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reflexion sprachlicher Phänomene oder von Bearbeitungsmethoden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hinführung zur Systematisierung: Lehrkraft zeichnet Tabelle an die Tafel, die Lernenden füllen sie mit Fragen aus dem Puzzle&lt;br /&gt;
* Systematisierung: Entdeckung des Unterschieds zwischen Ja-Nein-Fragen und Wortstellung durch Anleitung der Lehrkraft; Lernende notieren die Regel im Heft&lt;br /&gt;
* Erarbeitung der sprachlichen Mittel zur Erfüllung der Aufgaben, unterstützt durch Lehrkraft und Lehrmaterial, sowie Präsentation der Arbeitsergebnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Üben ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neu entdeckte Regel wird in gelenkten Wiederholungsübungen gefestigt, bevor sie in offeneren Aufgaben zur Anwendung kommt. Ziel dieser Phase ist die Automatisierung der Form, nicht mehr ihre Entdeckung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anwendung/Transfer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend wenden die Lernenden die Struktur in neuen, für sie bedeutsamen Kommunikationssituationen frei an, etwa in einem eigenen Text oder Gespräch, das nicht mehr an die Ausgangsaufgabe gebunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eignung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* geeignet für Unterrichtseinheiten, deren Lernziele im Bereich der mündlichen oder schriftlichen Produktion liegen (einen Leserbrief verfassen, ein Referat halten usw.)&lt;br /&gt;
* Reflektieren/Erarbeiten von sprachlichen Regularitäten eignet sich vor allem für Sprachlerngewohnte; höhere Niveaustufen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselpräpositionen: Wo? und Wohin? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein möglicher Einstieg nutzt eine Reihe von Fotos aus dem Klassenraum oder von zu Hause, auf denen Alltagsgegenstände an bestimmten Orten liegen, stehen oder hängen. Mit der Struktur &#039;&#039;Der/Die/Das X ist ...&#039;&#039; beschreiben die Lernenden zunächst nur die Lage der Dinge (auf dem Tisch, unter dem Stuhl, in der Tasche), ohne dass Dativ oder Akkusativ benannt werden; dabei prägt sich zugleich der Wortschatz für Alltagsgegenstände und Räume ein. In einem zweiten Schritt werden kurze Bewegungen gezeigt oder gespielt, bei denen ein Gegenstand irgendwohin gelegt, gestellt oder geworfen wird, und die Lernenden beschreiben mit denselben Präpositionen, wohin die Bewegung führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewusstmachung der Regel eignet sich ein kontrastives Bildpaar: Auf dem einen Bild liegt ein Ball unter dem Stuhl (Zustand, Frage &#039;&#039;Wo?&#039;&#039;), auf dem anderen rollt derselbe Ball unter den Stuhl (Bewegung, Frage &#039;&#039;Wohin?&#039;&#039;). Die meisten Lernenden erschließen aus dem Vergleich selbst die Regel: Bei einer Ortsangabe steht der Dativ, bei einer Richtungsangabe der Akkusativ. Auf dieser Grundlage lassen sich anschließend weitere Wechselpräpositionen (an, in, neben, zwischen) und die dazugehörigen Verbpaare (legen/liegen, stellen/stehen, hängen) einführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trennbare Verben ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein möglicher Einstieg beschreibt anhand einer Bildergeschichte einen typischen Tagesablauf, etwa von einer Person, die morgens aufsteht, einkauft und abends fernsieht. Die Lernenden ordnen den Bildern passende Sätze zu oder erzählen den Tagesablauf in eigenen Worten nach; die Verben werden dabei zunächst nur im Kontext gebraucht, ohne dass ihre Trennbarkeit thematisiert wird. Anschließend erhalten die Lernenden Kärtchen mit Verb und Vorsilbe getrennt (auf/stehen, ein/kaufen, an/rufen) und bilden daraus passende Sätze zum Tagesablauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bewusstmachung der Regel eignet sich ein kontrastives Beispiel: &#039;&#039;Ich rufe meine Schwester an&#039;&#039; neben &#039;&#039;Ich besuche meine Schwester&#039;&#039;. Die Lernenden vergleichen die Satzstellung und erschließen die Regel: Bei manchen Verben wandert die betonte Vorsilbe im Hauptsatz ans Satzende, bei anderen bleibt sie am Verb. Auf dieser Grundlage lassen sich anschließend weitere trennbare und nicht trennbare Verben sowie ihr Verhalten im Nebensatz und im Perfekt einführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele im Internet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://aspektedergermanistik.blogspot.hr/2017/02/die-planung-des-unterrichts-nach-dem.html Die TN können die Häufigkeit beschreiben.]&lt;br /&gt;
* [http://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?3,107833 Foren-Diskussion zum Thema]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aufgabenorientierung]]&lt;br /&gt;
* [[Entdeckendes Lernen]]&lt;br /&gt;
* [[Kommunikativer Ansatz]]&lt;br /&gt;
* [[Grammatikvermittlung]]&lt;br /&gt;
* [[Formfokussierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rösler, Dietmar (2012): &#039;&#039;Deutsch als Fremdsprache. Eine Einführung.&#039;&#039; Stuttgart/Weimar: Metzler (2. Aufl. 2023).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorwegnehmender Gebrauch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgabenorientierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Brainstorming&amp;diff=89091</id>
		<title>Brainstorming</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Brainstorming&amp;diff=89091"/>
		<updated>2026-08-14T15:06:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: KI-generiert wurde von mir geprüft.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Brainstorming&#039;&#039;&#039; ist eine von Alex F. Osborn 1939 entwickelte und von Charles Hutchison Clark modifizierte Methode zur Ideenfindung, die die Erzeugung neuer, ungewöhnlicher Ideen in einer Gruppe fördern soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming Brainstorming], Wikipedia; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name geht auf die Vorstellung zurück, &#039;&#039;das Gehirn zu benutzen, um ein Problem zu stürmen&#039;&#039; (&#039;&#039;using the brain to storm a problem&#039;&#039;). Als deutsche Übersetzungsvorschläge nennt Hilbert Meyer in seinem Werk &#039;&#039;Unterrichtsmethoden&#039;&#039; den Begriff „Kopfsalat&amp;quot;, der Verein Deutsche Sprache schlägt „Denkrunde&amp;quot; oder „Ideensammlung&amp;quot; vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Hilbert Meyer: &#039;&#039;Unterrichtsmethoden.&#039;&#039; Band II, 1. Auflage, Frankfurt am Main 1987; zitiert nach [https://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming Brainstorming], Wikipedia; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Wortschatzsammlung), freie Ideenäußerung eher ab B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppe/Plenum&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 5–30 Minuten für die eigentliche Ideensammlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || Tafel, Plakat oder digitales Whiteboard, ggf. Moderationskarten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Sprechen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gruppe sammelt in kurzer Zeit möglichst viele, auch ungewöhnliche Ideen zu einer Fragestellung. Dabei gelten vier Grundregeln: Bereits geäußerte Ideen dürfen aufgegriffen und kombiniert werden, Kommentare, Korrekturen und Kritik sind während der Sammelphase verboten, es sollen viele Ideen in kurzer Zeit entstehen, und freies Assoziieren ist ausdrücklich erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming Brainstorming], Wikipedia, Abschnitt „Grundregeln&amp;quot;; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf/Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Gruppenleitung führt in das Problem ein und formuliert eine Frage- oder Aufgabenstellung, die weder zu allgemein noch zu kleinteilig ist.&lt;br /&gt;
* In der Sammelphase (ca. 5–30 Minuten) nennen die Teilnehmenden spontan Ideen; diese werden protokolliert, ohne bewertet oder kommentiert zu werden.&lt;br /&gt;
* Nach einer Pause werden die gesammelten Ideen gemeinsam vorgelesen, bewertet und sortiert; problemferne Ideen werden aussortiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming Brainstorming], Wikipedia, Abschnitt „Ablauf&amp;quot;; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Fremdsprachenunterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im DaF-/DaZ-Unterricht wird Brainstorming zur Vorentlastung von Texten, Hörtexten und Seh-/Hörmedien genutzt, ebenso zur Vorbereitung von Schreibaktivitäten wie kreativem Schreiben oder Erörterungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brainstorming aktiviert vor einer neuen Aufgabe gezielt vorhandenen Wortschatz und Vorwissen zu einem Thema, sodass anschließende Texte oder Höraufgaben leichter zugänglich sind. Weil in der Sammelphase ausdrücklich keine Korrektur erfolgt, ist die Methode besonders fehlertolerant: Es zählt die Menge der Beiträge, nicht deren sprachliche Korrektheit. Das senkt die Hemmschwelle, sich auch mit noch unsicherem Wortschatz zu beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor dem Brainstorming einen kleinen Wortspeicher mit thematisch naheliegenden Begriffen bereitstellen, an dem sich unsichere Lernende orientieren können.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; einzelne Wörter oder auch Bilder als Beitrag zulassen, statt ganze Sätze zu verlangen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; bei der anschließenden Sortierung der Ideen in gemischten Kleingruppen arbeiten, damit sprachlich stärkere Lernende beim Formulieren von Oberbegriffen unterstützen können.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; Ideen zusätzlich zum Stichwort mit einem kleinen Symbol oder Bild an der Tafel festhalten.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema !! Einfache Formulierung !! Erweiterte Formulierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorentlastung Lesetext „Umzug&amp;quot; || einzelne Wörter zum Thema Umzug nennen (Kisten, Möbel, LKW) || einen kurzen Satz mit dem genannten Wort bilden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorbereitung Erörterung „Handyverbot in der Schule&amp;quot; || Pro- oder Contra-Stichwort nennen || Stichwort mit einem weil-Satz begründen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Vorentlastung vor einem Lesetext zum Thema „Wohnen&amp;quot; || einzelne Nomen mit Artikel || Vor dem Lesen sammelt die Klasse an der Tafel alle Wörter, die ihr zum Thema „Wohnen&amp;quot; einfallen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Vorbereitung einer schriftlichen Erörterung || Pro-/Contra-Argumente, Begründungen || Die Klasse sammelt in zwei Spalten Pro- und Contra-Argumente zu einer These, bevor die eigentliche Erörterung geschrieben wird.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brainwriting:&#039;&#039;&#039; schriftliche statt mündliche Ideensammlung, besser geeignet für stillere Lernende oder Gruppen mit Spannungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Brainwalking:&#039;&#039;&#039; Ideensammlung in Bewegung an im Raum verteilten Plakaten mit unterschiedlichen Fragestellungen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;ABC-Brainstorming:&#039;&#039;&#039; Zu jedem Buchstaben des Alphabets wird ein passender Begriff gesucht; geeignet, wenn das gewöhnliche Brainstorming stockt oder ein erster Wortschatzüberblick zu einem Thema entstehen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming Brainstorming], Wikipedia, Abschnitt „Varianten&amp;quot;; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Mehrere Studien deuten darauf hin, dass klassisches Gruppen-Brainstorming weniger effektiv sein kann als Einzelarbeit, unter anderem wegen sogenannter Produktionsblockierung: Teilnehmende müssen warten, bis andere ausgeredet haben, was die eigene Ideenfindung hemmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Brainstorming Brainstorming], Wikipedia, Abschnitt „Kritik&amp;quot;; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Erfolg hängt stark von der Zusammensetzung und Dynamik der Gruppe ab; dominante Teilnehmende können ruhigere blockieren.&lt;br /&gt;
* Ohne anschließende Sortierung und Auswertung bleibt Brainstorming reines Sammeln ohne Lernertrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Digitale Tools ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brainstorming braucht kein digitales Tool – Tafel, Plakat oder Moderationskarten reichen aus. Für eine digitale, gemeinsam bearbeitbare Fläche gibt es mehrere Angebote, die sich in Kosten, Registrierungspflicht und Datenschutz deutlich unterscheiden. Die folgende Übersicht nennt bewusst beide Gruppen – nicht-kommerzielle/datensparsame Angebote ebenso wie kommerzielle Tools mit Registrierung –, damit Lehrkräfte selbst und informiert entscheiden können. Vor dem Einsatz an einer Schule sollte zusätzlich immer die jeweils aktuelle Handreichung der zuständigen Datenschutzaufsicht geprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Tool !! Anbieter/Sitz !! Kosten !! Registrierung !! Datenschutz-Einschätzung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://pad.zum.de/ ZUMPad] || ZUM e. V., Deutschland || kostenlos || keine, weder für Lehrkraft noch Lernende || ZUM-eigenes Angebot, unkompliziert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://idea.kits.app/ Mindwendel (kits)] || Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) || kostenlos || keine, weder für Lehrkraft noch Lernende || staatliches, non-profit Bildungsangebot, deutsche Server, keine personenbezogenen Daten nötig&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://kits.app/ kits App-Launcher] und [https://kits.blog/datenschutz/ Datenschutzerklärung kits]; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.oncoo.de/Kartenabfrage ONCOO – Kartenabfrage] || Olaf Müller/Thomas Rohde, Deutschland (privates, gewinnfreies Projekt aus der Lehrer:innenausbildung Osnabrück) || kostenlos || keine, weder für Lehrkraft noch Lernende || deutscher Server, bewusst ohne Login konzipiert, keine Weitergabe an Dritte; ausdrücklich als Brainstorming-Werkzeug gelistet&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://www.oncoo.de/oncoo.php ONCOO – online kooperieren], Abschnitte „Kartenabfrage&amp;quot; und „Umgang mit Daten&amp;quot;; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://answergarden.ch/ AnswerGarden] || Creative Heroes, Niederlande || kostenlos, werbefinanziert || keine, weder für Lehrkraft noch Lernende || EU-Anbieter, aber mit Werbeeinblendungen (Google Ad Network)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://datenschutz-schule.info/datenschutz-check/answergarden-wortwolken-aus-umfragen-erstellen/ AnswerGarden – Datenschutz-Check], datenschutz-schule.info; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.taskcards.de/ Taskcards] || dSign Systems GmbH, Deutschland || kostenlos bis 3 Pinnwände, sonst kostenpflichtig || Lehrkraft ja, Lernende in der Regel nein || deutsche Server, von mehreren Landesdatenschutzbeauftragten als DSGVO-konforme Padlet-Alternative genannt&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://unterrichten.digital/2021/03/08/padlet-alternative-taskcards/ „Alternative zu Padlet? TaskCards – DSGVO-konforme Pinnwand&amp;quot;]; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://conceptboard.com/ Conceptboard] || Deutschland || kostenlose Basisversion, ohne Vertragsbindung || Lehrkraft ja || deutsche Server, DSGVO-konform, ISO-27001-zertifiziert; eher auf Unternehmen als auf Schule zugeschnitten&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://conceptboard.com/de/datensicherheit/ „Datensicherheit bei Conceptboard&amp;quot;]; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://flinga.fi/ Flinga] || Nordtouch, Finnland || kostenlos bis 5 Boards, sonst kostenpflichtig || Lehrkraft ja (Name, E-Mail, Institution), Lernende nein || EU-Anbieter&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://datenschutz-schule.info/datenschutz-check/flinga-kollaborativ-ideen-sammeln/ Flinga – Datenschutz-Check], datenschutz-schule.info; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://www.mentimeter.com/ Mentimeter] || Mentimeter AB, Schweden (mit US-Subauftragsverarbeitern) || kostenlos mit Einschränkungen || Lehrkraft ja, Lernende nein (Beitritt per Code) || Datenverarbeitung teils über US-Dienstleister, im Gratistarif Wiederverwendung anonymisierter Fragen möglich – für sensible Inhalte ungeeignet&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://datenschutz-schule.info/datenschutz-check/mentimeter-interaktive-umfragen/ Mentimeter – Datenschutz-Check], datenschutz-schule.info; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://miro.com/ Miro] || Miro/RealtimeBoard Inc., USA || kostenlose Basisversion || Lehrkraft ja || Standardmäßig US-Server (AWS USA); für kostenlose Schulkonten wird eine EU-Datenverarbeitung zugesagt, aber nicht unabhängig verifiziert&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://datenschutz-schule.info/datenschutz-check/miro-board-online-whiteboard/ Miro – Datenschutz-Check], datenschutz-schule.info; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [https://de.padlet.com/ Padlet] || Padlet Inc., USA || kostenlos mit Einschränkungen || Lehrkraft ja || von mehreren deutschen Datenschutzaufsichten (u. a. Hessen, NRW) als nicht DSGVO-konform kritisiert; einzelne Bundesländer raten Schulen von der Nutzung ab&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [https://datenschutz.hessen.de/datenschutz/hochschulen-schulen-und-archive/kein-ausreichender-datenschutz-bei-der-nutzung-von-padlet „Kein ausreichender Datenschutz bei der Nutzung von Padlet&amp;quot;], datenschutz.hessen.de; abgerufen am 14.08.2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [http://scrumblr.ca/ scrumblr.ca] || quelloffenes Projekt, gehostete Instanz in Kanada || kostenlos || keine || Anbieter außerhalb der EU, Wartungs- und Datenschutzstatus der konkreten Instanz nicht abschließend geklärt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Jamboard (Google) || Google, USA || – || – || von Google zum 31.12.2024 eingestellt, nicht mehr verfügbar&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mindmapping]]&lt;br /&gt;
* [[Kooperatives Schreiben]]&lt;br /&gt;
* [[Visual FlexCards]] (kein Brainstorming-Tool im engeren Sinn, aber verwandtes ZUM-eigenes Kartensortierwerkzeug, z. B. zum farblichen Sortieren von Nomen nach Artikeln)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Osborn, Alex F. (1957): &#039;&#039;Applied Imagination.&#039;&#039; New York: Charles Scribner&#039;s Sons. (Originalquelle der Methode; Inhalt hier nicht im Volltext geprüft, nur bibliografisch über die deutsche Wikipedia bestätigt.)&lt;br /&gt;
* Clark, Charles Hutchison (1989): &#039;&#039;Brainstorming: How to Create Successful Ideas.&#039;&#039; Wilshire Book Company. ISBN 0-87980-423-8. (ebenfalls nur bibliografisch bestätigt.)&lt;br /&gt;
* Meyer, Hilbert (1987): &#039;&#039;Unterrichtsmethoden.&#039;&#039; Band II, 1. Auflage. Frankfurt am Main. (Quelle für den deutschen Übersetzungsvorschlag „Kopfsalat&amp;quot;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{wpde|Brainstorming}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89090</id>
		<title>Scaffolding</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89090"/>
		<updated>2026-08-14T10:18:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Scaffolding und H5P (ZUM-Apps) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scaffolding&#039;&#039;&#039; (wörtlich: „Baugerüst&amp;quot;) bezeichnet eine zeitlich begrenzte sprachliche und inhaltliche Unterstützung, die einer lernenden Person hilft, eine Aufgabe zu bewältigen, die sie allein noch nicht schaffen würde – und die schrittweise abgebaut wird, sobald die eigene Kompetenz wächst. Im [[Sprachsensibler Unterricht|sprachsensiblen Unterricht]] gilt Scaffolding als zentrales Rahmenkonzept, um fachliche und sprachliche Lernziele gleichzeitig zu verfolgen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ursprung und Grundidee ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von Wood, Bruner und Ross geprägt, die scaffolding als Prozess beschrieben, der es einem Kind oder einer lernenden Person ermöglicht, ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu erreichen, das ohne Unterstützung außerhalb der eigenen Reichweite läge.&amp;lt;ref&amp;gt;Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theoretisch knüpft das Konzept an Lew Vygotskys „Zone der nächsten Entwicklung&amp;quot; an – den Abstand zwischen dem, was eine Person allein leisten kann, und dem, was sie mit Unterstützung einer erfahreneren Person oder eines kompetenteren Gegenübers leisten kann. Vygotsky selbst verwendete den Begriff &#039;&#039;scaffolding&#039;&#039; allerdings nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zentral für das Konzept ist, dass die Unterstützung erstens vorübergehend ist und zweitens gezielt wieder abgebaut wird – anders als bei einer dauerhaften [[Binnendifferenzierung|Vereinfachung]] der Aufgabe, die das Anforderungsniveau nicht anhebt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Makro- und Mikro-Scaffolding ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für den Sprachunterricht wurde das Konzept vor allem von Pauline Gibbons ausgearbeitet, die es auf Zweitsprachlernende im Regelunterricht (nicht nur im gesonderten Sprachförderunterricht) anwendet und zwischen zwei Ebenen unterscheidet:&amp;lt;ref&amp;gt;Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Makro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die langfristige, vorausschauende Unterrichtsplanung: Welche sprachlichen Hürden hat eine Aufgabe, und welche Hilfen (Wortspeicher, Redemittel, Textmuster) werden vorab bereitgestellt?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mikro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die spontane Unterstützung im Unterrichtsgespräch: gezieltes Nachfragen, Umformulieren, Weiterführen von Schülerbeiträgen im Moment der Interaktion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wurde das Konzept insbesondere von Josef Leisen für den sprachsensiblen Fachunterricht aufgegriffen und mit konkreten Methoden (Wortspeicher, Satzbaukästen, Textgerüste) verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Scaffolding erlaubt es, Lernende mit unterschiedlichem Sprachstand an derselben [[Aufgaben|Aufgabe]] arbeiten zu lassen, ohne das inhaltliche Anforderungsniveau abzusenken: Wer noch wenig Sprache hat, erhält mehr Gerüst (Wortkarten, Satzmuster, vorstrukturierte [[Interaktion]]), wer sprachlich sicherer ist, kommt mit weniger Unterstützung aus oder springt Zwischenschritte. Damit ist Scaffolding ein zentrales Prinzip der [[Binnendifferenzierung]] im sprachlich heterogenen Unterricht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wichtig ist die Unterscheidung zu bloßer Vereinfachung: Scaffolding reduziert nicht dauerhaft die fachliche Komplexität, sondern die sprachliche Zugangshürde – und zwar nur so lange, bis die Lernperson die Aufgabe auch ohne diese Hilfe bewältigen kann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Beispiel aus dem Unterricht ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei der kooperativen Lernmethode [[Placemat]] lässt sich der Abbau des Sprachgerüsts über eine ganze Aufgabensequenz hinweg beobachten: Ein Wortspeicher mit Bild und Satzmuster liefert zunächst den vollständigen Wortschatz, in der Einzelschreibphase reicht ein einzelnes Wort oder Bildkärtchen, beim Lesen der Beiträge anderer Gruppenmitglieder dient deren Sprache bereits als Modell, und für die abschließende mündliche Konsensfindung braucht es nur noch Redemittel für Zustimmung und Begründung. Am Ende steht die freie Präsentation ganz ohne vorgegebenes Gerüst. Ein vergleichbares, stufenweises Vorgehen (Wort → Satz → Frage → freie Präsentation) findet sich auch bei der [[Vier-Ecken-Methode]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Scaffolding und H5P (ZUM-Apps) ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Makro-Scaffolding – die vorausschauende Planung – lässt sich mit H5P gut vorbereiten; Mikro-Scaffolding dagegen, die spontane Reaktion im Unterrichtsgespräch, kann ein statischer digitaler Inhalt grundsätzlich nicht ersetzen. Ein H5P-Inhalt kann aber ein digitales Äquivalent bieten: unmittelbares, erklärendes Feedback auf jede einzelne Antwort, statt nur richtig/falsch zu markieren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Element des Scaffolding !! Passender H5P-Inhaltstyp !! Hinweis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wortspeicher (Vorentlastung, Makro-Scaffolding) || [[Dialog Cards (H5P)|Dialog Cards]] (H5P) oder [[Image Hotspots ZUM Edition (H5P)|Image Hotspots]] (ZUM Edition) || Begriff, Bild und kurze Erklärung vor der eigentlichen Übung bereitstellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Satzmuster/Redemittel als Gerüst || H5P.Blanks (Lückentext) || Tipp-Funktion (&amp;quot;:&amp;quot;) zeigt bei Bedarf eine Formulierungshilfe, ohne die Lösung vorwegzunehmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stufenweiser Abbau der Hilfe || mehrere Fragen in einem H5P.[[Quiz (Question Set) (H5P)|Question Set]], mit sinkendem Hilfeanteil || z. B. erste Fragen mit Bildstütze/Tipp, spätere ganz ohne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Unmittelbares Feedback als digitales Mikro-Scaffolding || chosenFeedback/notChosenFeedback bei H5P.[[Multiple Choice (H5P)|MultiChoice]]|| jede Antwortoption erklärt den Fehlertyp, nicht nur „falsch&amp;quot; – siehe Verständnischeck unten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freie Produktion ganz ohne Gerüst || H5P.[[Essay (H5P)|Essay]]|| offene Aufgabe, ggf. mit stichwortbasiertem Feedback statt vorgegebener Struktur&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Was H5P *nicht* leisten kann: die eigentliche Pointe von Mikro-Scaffolding, das gemeinsame, situative Weiterformulieren einer unvollständigen Schüleräußerung im Gespräch, bleibt an die Lehrkraft gebunden. H5P kann diese Interaktion vorbereiten und nachbereiten, aber nicht ersetzen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Wird das Gerüst nicht rechtzeitig abgebaut, kann daraus eine dauerhafte Abhängigkeit von der Unterstützung entstehen, statt eigenständiger [[Lernerautonomie|Lernerautonomie]].&lt;br /&gt;
* Wann genau eine Hilfe reduziert werden sollte, ist keine exakte Wissenschaft, sondern verlangt die fortlaufende Einschätzung der Lehrkraft – ähnlich wie bei der [[Fehlerkorrektur]].&lt;br /&gt;
* In sehr heterogenen Gruppen ist es aufwendig, für unterschiedliche Sprachstände gleichzeitig passende Gerüste bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* Der Begriff wird in der Praxis teils inflationär für jede Art von Hilfestellung verwendet, wodurch die ursprüngliche Pointe – zeitlich begrenzt und gezielt abbaubar – verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* [[Sprachsensibler Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Fehlertoleranz]]&lt;br /&gt;
* [[Interaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Wortschatzarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Placemat]]&lt;br /&gt;
* [[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&lt;br /&gt;
* Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&lt;br /&gt;
* Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&lt;br /&gt;
* Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
* [https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Verständnischeck können Sie selbst testen, ob Sie den Inhalt dieser Seite verstanden haben. Er ist als H5P-&#039;&#039;Question Set&#039;&#039; unter CC BY 4.0 eingebunden und lässt sich frei nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=48073|height=600}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/48073}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89089</id>
		<title>Scaffolding</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89089"/>
		<updated>2026-08-14T10:14:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: Inhalte teilweise mit KI erstellt und überprüft.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scaffolding&#039;&#039;&#039; (wörtlich: „Baugerüst&amp;quot;) bezeichnet eine zeitlich begrenzte sprachliche und inhaltliche Unterstützung, die einer lernenden Person hilft, eine Aufgabe zu bewältigen, die sie allein noch nicht schaffen würde – und die schrittweise abgebaut wird, sobald die eigene Kompetenz wächst. Im [[Sprachsensibler Unterricht|sprachsensiblen Unterricht]] gilt Scaffolding als zentrales Rahmenkonzept, um fachliche und sprachliche Lernziele gleichzeitig zu verfolgen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ursprung und Grundidee ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von Wood, Bruner und Ross geprägt, die scaffolding als Prozess beschrieben, der es einem Kind oder einer lernenden Person ermöglicht, ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu erreichen, das ohne Unterstützung außerhalb der eigenen Reichweite läge.&amp;lt;ref&amp;gt;Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theoretisch knüpft das Konzept an Lew Vygotskys „Zone der nächsten Entwicklung&amp;quot; an – den Abstand zwischen dem, was eine Person allein leisten kann, und dem, was sie mit Unterstützung einer erfahreneren Person oder eines kompetenteren Gegenübers leisten kann. Vygotsky selbst verwendete den Begriff &#039;&#039;scaffolding&#039;&#039; allerdings nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zentral für das Konzept ist, dass die Unterstützung erstens vorübergehend ist und zweitens gezielt wieder abgebaut wird – anders als bei einer dauerhaften [[Binnendifferenzierung|Vereinfachung]] der Aufgabe, die das Anforderungsniveau nicht anhebt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Makro- und Mikro-Scaffolding ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für den Sprachunterricht wurde das Konzept vor allem von Pauline Gibbons ausgearbeitet, die es auf Zweitsprachlernende im Regelunterricht (nicht nur im gesonderten Sprachförderunterricht) anwendet und zwischen zwei Ebenen unterscheidet:&amp;lt;ref&amp;gt;Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Makro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die langfristige, vorausschauende Unterrichtsplanung: Welche sprachlichen Hürden hat eine Aufgabe, und welche Hilfen (Wortspeicher, Redemittel, Textmuster) werden vorab bereitgestellt?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mikro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die spontane Unterstützung im Unterrichtsgespräch: gezieltes Nachfragen, Umformulieren, Weiterführen von Schülerbeiträgen im Moment der Interaktion.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wurde das Konzept insbesondere von Josef Leisen für den sprachsensiblen Fachunterricht aufgegriffen und mit konkreten Methoden (Wortspeicher, Satzbaukästen, Textgerüste) verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Scaffolding erlaubt es, Lernende mit unterschiedlichem Sprachstand an derselben [[Aufgaben|Aufgabe]] arbeiten zu lassen, ohne das inhaltliche Anforderungsniveau abzusenken: Wer noch wenig Sprache hat, erhält mehr Gerüst (Wortkarten, Satzmuster, vorstrukturierte [[Interaktion]]), wer sprachlich sicherer ist, kommt mit weniger Unterstützung aus oder springt Zwischenschritte. Damit ist Scaffolding ein zentrales Prinzip der [[Binnendifferenzierung]] im sprachlich heterogenen Unterricht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wichtig ist die Unterscheidung zu bloßer Vereinfachung: Scaffolding reduziert nicht dauerhaft die fachliche Komplexität, sondern die sprachliche Zugangshürde – und zwar nur so lange, bis die Lernperson die Aufgabe auch ohne diese Hilfe bewältigen kann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Beispiel aus dem Unterricht ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei der kooperativen Lernmethode [[Placemat]] lässt sich der Abbau des Sprachgerüsts über eine ganze Aufgabensequenz hinweg beobachten: Ein Wortspeicher mit Bild und Satzmuster liefert zunächst den vollständigen Wortschatz, in der Einzelschreibphase reicht ein einzelnes Wort oder Bildkärtchen, beim Lesen der Beiträge anderer Gruppenmitglieder dient deren Sprache bereits als Modell, und für die abschließende mündliche Konsensfindung braucht es nur noch Redemittel für Zustimmung und Begründung. Am Ende steht die freie Präsentation ganz ohne vorgegebenes Gerüst. Ein vergleichbares, stufenweises Vorgehen (Wort → Satz → Frage → freie Präsentation) findet sich auch bei der [[Vier-Ecken-Methode]].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Scaffolding und H5P (ZUM-Apps) ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Makro-Scaffolding – die vorausschauende Planung – lässt sich mit H5P gut vorbereiten; Mikro-Scaffolding dagegen, die spontane Reaktion im Unterrichtsgespräch, kann ein statischer digitaler Inhalt grundsätzlich nicht ersetzen. Ein H5P-Inhalt kann aber ein digitales Äquivalent bieten: unmittelbares, erklärendes Feedback auf jede einzelne Antwort, statt nur richtig/falsch zu markieren.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Element des Scaffolding !! Passender H5P-Inhaltstyp !! Hinweis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wortspeicher (Vorentlastung, Makro-Scaffolding) || H5P.Dialog Cards oder Image Hotspots (ZUM Edition) || Begriff, Bild und kurze Erklärung vor der eigentlichen Übung bereitstellen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Satzmuster/Redemittel als Gerüst || H5P.Blanks (Lückentext) || Tipp-Funktion (&amp;quot;:&amp;quot;) zeigt bei Bedarf eine Formulierungshilfe, ohne die Lösung vorwegzunehmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stufenweiser Abbau der Hilfe || mehrere Fragen in einem H5P.QuestionSet, mit sinkendem Hilfeanteil || z. B. erste Fragen mit Bildstütze/Tipp, spätere ganz ohne&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Unmittelbares Feedback als digitales Mikro-Scaffolding || chosenFeedback/notChosenFeedback bei H5P.MultiChoice || jede Antwortoption erklärt den Fehlertyp, nicht nur „falsch&amp;quot; – siehe Verständnischeck unten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freie Produktion ganz ohne Gerüst || H5P.Essay || offene Aufgabe, ggf. mit stichwortbasiertem Feedback statt vorgegebener Struktur&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Was H5P *nicht* leisten kann: die eigentliche Pointe von Mikro-Scaffolding, das gemeinsame, situative Weiterformulieren einer unvollständigen Schüleräußerung im Gespräch, bleibt an die Lehrkraft gebunden. H5P kann diese Interaktion vorbereiten und nachbereiten, aber nicht ersetzen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Wird das Gerüst nicht rechtzeitig abgebaut, kann daraus eine dauerhafte Abhängigkeit von der Unterstützung entstehen, statt eigenständiger [[Lernerautonomie|Lernerautonomie]].&lt;br /&gt;
* Wann genau eine Hilfe reduziert werden sollte, ist keine exakte Wissenschaft, sondern verlangt die fortlaufende Einschätzung der Lehrkraft – ähnlich wie bei der [[Fehlerkorrektur]].&lt;br /&gt;
* In sehr heterogenen Gruppen ist es aufwendig, für unterschiedliche Sprachstände gleichzeitig passende Gerüste bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* Der Begriff wird in der Praxis teils inflationär für jede Art von Hilfestellung verwendet, wodurch die ursprüngliche Pointe – zeitlich begrenzt und gezielt abbaubar – verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* [[Sprachsensibler Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Fehlertoleranz]]&lt;br /&gt;
* [[Interaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Wortschatzarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Placemat]]&lt;br /&gt;
* [[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&lt;br /&gt;
* Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&lt;br /&gt;
* Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&lt;br /&gt;
* Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
* [https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Verständnischeck können Sie selbst testen, ob Sie den Inhalt dieser Seite verstanden haben. Er ist als H5P-&#039;&#039;Question Set&#039;&#039; unter CC BY 4.0 eingebunden und lässt sich frei nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=48073|height=600}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/48073}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89088</id>
		<title>Scaffolding</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89088"/>
		<updated>2026-08-14T09:41:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Verständnischeck: Scaffolding */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- ENTWURF für einen neuen DaF-Glossar-Artikel &amp;quot;Scaffolding&amp;quot;, Stand 14.08.2026.&lt;br /&gt;
Recherche-Gate durchgeführt: Lemma-Liste der Kategorie:DaF-Glossar vollständig abgerufen (209 Seiten, zwei Kategorienseiten); &amp;quot;Scaffolding&amp;quot; existiert dort nicht (Rohtext-Abruf war leer) und fehlt damit tatsächlich. Als Referenzschema diente der bereits gut ausgearbeitete Artikel &amp;quot;Fehlertoleranz&amp;quot; (siehe &amp;quot;DaF-Glossar_Artikelschema.md&amp;quot;).&lt;br /&gt;
Alle Literaturangaben einzeln per Websuche verifiziert (Autor, Jahr, Titel, Verlag/Zeitschrift) – siehe Abschnitt Literatur.&lt;br /&gt;
Interne Links wurden nur auf im Glossar bestehende Lemmata gesetzt (Sprachsensibler Unterricht, Binnendifferenzierung, Fehlertoleranz, Interaktion, Input, Output, Sozialformen, Wortschatzarbeit, Handlungsorientierung, Kollaboratives Lernen) sowie auf zwei bestätigt existierende Methodenseiten außerhalb des Glossars (Placemat, Vier-Ecken-Methode), die inzwischen ein ausführliches Scaffolding-Beispiel bzw. einen sprachsensiblen Abschnitt enthalten.&lt;br /&gt;
Kategorie: Es existiert bereits die Kategorie &amp;quot;Sprachsensibler Unterricht&amp;quot; (siehe dortigen Artikel) – diese wird hier mitgenutzt statt einer neuen, ähnlich benannten Kategorie. Die Kategorie &amp;quot;Scaffolding&amp;quot; selbst ist neu und muss ggf. anders benannt/abgestimmt werden, falls im Wiki bereits eine Konvention dafür existiert.&lt;br /&gt;
Verständnischeck: Platzhalter gesetzt, H5P-Datei muss noch erstellt und die ID eingetragen werden (siehe Skill zum-h5p-werkstatt). --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scaffolding&#039;&#039;&#039; (wörtlich: „Baugerüst&amp;quot;) bezeichnet eine zeitlich begrenzte sprachliche und inhaltliche Unterstützung, die einer lernenden Person hilft, eine Aufgabe zu bewältigen, die sie allein noch nicht schaffen würde – und die schrittweise abgebaut wird, sobald die eigene Kompetenz wächst. Im [[Sprachsensibler Unterricht|sprachsensiblen Unterricht]] gilt Scaffolding als zentrales Rahmenkonzept, um fachliche und sprachliche Lernziele gleichzeitig zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Grundidee ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von Wood, Bruner und Ross geprägt, die scaffolding als Prozess beschrieben, der es einem Kind oder einer lernenden Person ermöglicht, ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu erreichen, das ohne Unterstützung außerhalb der eigenen Reichweite läge.&amp;lt;ref&amp;gt;Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theoretisch knüpft das Konzept an Lew Vygotskys „Zone der nächsten Entwicklung&amp;quot; an – den Abstand zwischen dem, was eine Person allein leisten kann, und dem, was sie mit Unterstützung einer erfahreneren Person oder eines kompetenteren Gegenübers leisten kann. Vygotsky selbst verwendete den Begriff &#039;&#039;scaffolding&#039;&#039; allerdings nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für das Konzept ist, dass die Unterstützung erstens vorübergehend ist und zweitens gezielt wieder abgebaut wird – anders als bei einer dauerhaften [[Binnendifferenzierung|Vereinfachung]] der Aufgabe, die das Anforderungsniveau nicht anhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Makro- und Mikro-Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Sprachunterricht wurde das Konzept vor allem von Pauline Gibbons ausgearbeitet, die es auf Zweitsprachlernende im Regelunterricht (nicht nur im gesonderten Sprachförderunterricht) anwendet und zwischen zwei Ebenen unterscheidet:&amp;lt;ref&amp;gt;Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Makro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die langfristige, vorausschauende Unterrichtsplanung: Welche sprachlichen Hürden hat eine Aufgabe, und welche Hilfen (Wortspeicher, Redemittel, Textmuster) werden vorab bereitgestellt?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mikro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die spontane Unterstützung im Unterrichtsgespräch: gezieltes Nachfragen, Umformulieren, Weiterführen von Schülerbeiträgen im Moment der Interaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wurde das Konzept insbesondere von Josef Leisen für den sprachsensiblen Fachunterricht aufgegriffen und mit konkreten Methoden (Wortspeicher, Satzbaukästen, Textgerüste) verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scaffolding erlaubt es, Lernende mit unterschiedlichem Sprachstand an derselben [[Aufgaben|Aufgabe]] arbeiten zu lassen, ohne das inhaltliche Anforderungsniveau abzusenken: Wer noch wenig Sprache hat, erhält mehr Gerüst (Wortkarten, Satzmuster, vorstrukturierte [[Interaktion]]), wer sprachlich sicherer ist, kommt mit weniger Unterstützung aus oder springt Zwischenschritte. Damit ist Scaffolding ein zentrales Prinzip der [[Binnendifferenzierung]] im sprachlich heterogenen Unterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Unterscheidung zu bloßer Vereinfachung: Scaffolding reduziert nicht dauerhaft die fachliche Komplexität, sondern die sprachliche Zugangshürde – und zwar nur so lange, bis die Lernperson die Aufgabe auch ohne diese Hilfe bewältigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel aus dem Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der kooperativen Lernmethode [[Placemat]] lässt sich der Abbau des Sprachgerüsts über eine ganze Aufgabensequenz hinweg beobachten: Ein Wortspeicher mit Bild und Satzmuster liefert zunächst den vollständigen Wortschatz, in der Einzelschreibphase reicht ein einzelnes Wort oder Bildkärtchen, beim Lesen der Beiträge anderer Gruppenmitglieder dient deren Sprache bereits als Modell, und für die abschließende mündliche Konsensfindung braucht es nur noch Redemittel für Zustimmung und Begründung. Am Ende steht die freie Präsentation ganz ohne vorgegebenes Gerüst. Ein vergleichbares, stufenweises Vorgehen (Wort → Satz → Frage → freie Präsentation) findet sich auch bei der [[Vier-Ecken-Methode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wird das Gerüst nicht rechtzeitig abgebaut, kann daraus eine dauerhafte Abhängigkeit von der Unterstützung entstehen, statt eigenständiger [[Lernerautonomie|Lernerautonomie]].&lt;br /&gt;
* Wann genau eine Hilfe reduziert werden sollte, ist keine exakte Wissenschaft, sondern verlangt die fortlaufende Einschätzung der Lehrkraft – ähnlich wie bei der [[Fehlerkorrektur]].&lt;br /&gt;
* In sehr heterogenen Gruppen ist es aufwendig, für unterschiedliche Sprachstände gleichzeitig passende Gerüste bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* Der Begriff wird in der Praxis teils inflationär für jede Art von Hilfestellung verwendet, wodurch die ursprüngliche Pointe – zeitlich begrenzt und gezielt abbaubar – verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sprachsensibler Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Fehlertoleranz]]&lt;br /&gt;
* [[Interaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Wortschatzarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Placemat]]&lt;br /&gt;
* [[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&lt;br /&gt;
* Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&lt;br /&gt;
* Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&lt;br /&gt;
* Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
* [https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Verständnischeck können Sie selbst testen, ob Sie den Inhalt dieser Seite verstanden haben. Er ist als H5P-&#039;&#039;Question Set&#039;&#039; unter CC BY 4.0 eingebunden und lässt sich frei nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=48073|height=600}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/48073}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89087</id>
		<title>Scaffolding</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89087"/>
		<updated>2026-08-14T09:38:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Verständnischeck: Scaffolding */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- ENTWURF für einen neuen DaF-Glossar-Artikel &amp;quot;Scaffolding&amp;quot;, Stand 14.08.2026.&lt;br /&gt;
Recherche-Gate durchgeführt: Lemma-Liste der Kategorie:DaF-Glossar vollständig abgerufen (209 Seiten, zwei Kategorienseiten); &amp;quot;Scaffolding&amp;quot; existiert dort nicht (Rohtext-Abruf war leer) und fehlt damit tatsächlich. Als Referenzschema diente der bereits gut ausgearbeitete Artikel &amp;quot;Fehlertoleranz&amp;quot; (siehe &amp;quot;DaF-Glossar_Artikelschema.md&amp;quot;).&lt;br /&gt;
Alle Literaturangaben einzeln per Websuche verifiziert (Autor, Jahr, Titel, Verlag/Zeitschrift) – siehe Abschnitt Literatur.&lt;br /&gt;
Interne Links wurden nur auf im Glossar bestehende Lemmata gesetzt (Sprachsensibler Unterricht, Binnendifferenzierung, Fehlertoleranz, Interaktion, Input, Output, Sozialformen, Wortschatzarbeit, Handlungsorientierung, Kollaboratives Lernen) sowie auf zwei bestätigt existierende Methodenseiten außerhalb des Glossars (Placemat, Vier-Ecken-Methode), die inzwischen ein ausführliches Scaffolding-Beispiel bzw. einen sprachsensiblen Abschnitt enthalten.&lt;br /&gt;
Kategorie: Es existiert bereits die Kategorie &amp;quot;Sprachsensibler Unterricht&amp;quot; (siehe dortigen Artikel) – diese wird hier mitgenutzt statt einer neuen, ähnlich benannten Kategorie. Die Kategorie &amp;quot;Scaffolding&amp;quot; selbst ist neu und muss ggf. anders benannt/abgestimmt werden, falls im Wiki bereits eine Konvention dafür existiert.&lt;br /&gt;
Verständnischeck: Platzhalter gesetzt, H5P-Datei muss noch erstellt und die ID eingetragen werden (siehe Skill zum-h5p-werkstatt). --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scaffolding&#039;&#039;&#039; (wörtlich: „Baugerüst&amp;quot;) bezeichnet eine zeitlich begrenzte sprachliche und inhaltliche Unterstützung, die einer lernenden Person hilft, eine Aufgabe zu bewältigen, die sie allein noch nicht schaffen würde – und die schrittweise abgebaut wird, sobald die eigene Kompetenz wächst. Im [[Sprachsensibler Unterricht|sprachsensiblen Unterricht]] gilt Scaffolding als zentrales Rahmenkonzept, um fachliche und sprachliche Lernziele gleichzeitig zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Grundidee ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von Wood, Bruner und Ross geprägt, die scaffolding als Prozess beschrieben, der es einem Kind oder einer lernenden Person ermöglicht, ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu erreichen, das ohne Unterstützung außerhalb der eigenen Reichweite läge.&amp;lt;ref&amp;gt;Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theoretisch knüpft das Konzept an Lew Vygotskys „Zone der nächsten Entwicklung&amp;quot; an – den Abstand zwischen dem, was eine Person allein leisten kann, und dem, was sie mit Unterstützung einer erfahreneren Person oder eines kompetenteren Gegenübers leisten kann. Vygotsky selbst verwendete den Begriff &#039;&#039;scaffolding&#039;&#039; allerdings nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für das Konzept ist, dass die Unterstützung erstens vorübergehend ist und zweitens gezielt wieder abgebaut wird – anders als bei einer dauerhaften [[Binnendifferenzierung|Vereinfachung]] der Aufgabe, die das Anforderungsniveau nicht anhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Makro- und Mikro-Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Sprachunterricht wurde das Konzept vor allem von Pauline Gibbons ausgearbeitet, die es auf Zweitsprachlernende im Regelunterricht (nicht nur im gesonderten Sprachförderunterricht) anwendet und zwischen zwei Ebenen unterscheidet:&amp;lt;ref&amp;gt;Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Makro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die langfristige, vorausschauende Unterrichtsplanung: Welche sprachlichen Hürden hat eine Aufgabe, und welche Hilfen (Wortspeicher, Redemittel, Textmuster) werden vorab bereitgestellt?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mikro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die spontane Unterstützung im Unterrichtsgespräch: gezieltes Nachfragen, Umformulieren, Weiterführen von Schülerbeiträgen im Moment der Interaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wurde das Konzept insbesondere von Josef Leisen für den sprachsensiblen Fachunterricht aufgegriffen und mit konkreten Methoden (Wortspeicher, Satzbaukästen, Textgerüste) verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scaffolding erlaubt es, Lernende mit unterschiedlichem Sprachstand an derselben [[Aufgaben|Aufgabe]] arbeiten zu lassen, ohne das inhaltliche Anforderungsniveau abzusenken: Wer noch wenig Sprache hat, erhält mehr Gerüst (Wortkarten, Satzmuster, vorstrukturierte [[Interaktion]]), wer sprachlich sicherer ist, kommt mit weniger Unterstützung aus oder springt Zwischenschritte. Damit ist Scaffolding ein zentrales Prinzip der [[Binnendifferenzierung]] im sprachlich heterogenen Unterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Unterscheidung zu bloßer Vereinfachung: Scaffolding reduziert nicht dauerhaft die fachliche Komplexität, sondern die sprachliche Zugangshürde – und zwar nur so lange, bis die Lernperson die Aufgabe auch ohne diese Hilfe bewältigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel aus dem Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der kooperativen Lernmethode [[Placemat]] lässt sich der Abbau des Sprachgerüsts über eine ganze Aufgabensequenz hinweg beobachten: Ein Wortspeicher mit Bild und Satzmuster liefert zunächst den vollständigen Wortschatz, in der Einzelschreibphase reicht ein einzelnes Wort oder Bildkärtchen, beim Lesen der Beiträge anderer Gruppenmitglieder dient deren Sprache bereits als Modell, und für die abschließende mündliche Konsensfindung braucht es nur noch Redemittel für Zustimmung und Begründung. Am Ende steht die freie Präsentation ganz ohne vorgegebenes Gerüst. Ein vergleichbares, stufenweises Vorgehen (Wort → Satz → Frage → freie Präsentation) findet sich auch bei der [[Vier-Ecken-Methode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wird das Gerüst nicht rechtzeitig abgebaut, kann daraus eine dauerhafte Abhängigkeit von der Unterstützung entstehen, statt eigenständiger [[Lernerautonomie|Lernerautonomie]].&lt;br /&gt;
* Wann genau eine Hilfe reduziert werden sollte, ist keine exakte Wissenschaft, sondern verlangt die fortlaufende Einschätzung der Lehrkraft – ähnlich wie bei der [[Fehlerkorrektur]].&lt;br /&gt;
* In sehr heterogenen Gruppen ist es aufwendig, für unterschiedliche Sprachstände gleichzeitig passende Gerüste bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* Der Begriff wird in der Praxis teils inflationär für jede Art von Hilfestellung verwendet, wodurch die ursprüngliche Pointe – zeitlich begrenzt und gezielt abbaubar – verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sprachsensibler Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Fehlertoleranz]]&lt;br /&gt;
* [[Interaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Wortschatzarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Placemat]]&lt;br /&gt;
* [[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&lt;br /&gt;
* Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&lt;br /&gt;
* Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&lt;br /&gt;
* Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
* [https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Verständnischeck können Sie selbst testen, ob Sie den Inhalt dieser Seite verstanden haben. Er ist als H5P-&#039;&#039;Question Set&#039;&#039; unter CC BY 4.0 eingebunden und lässt sich frei nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
h5p id=&amp;quot;48073&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
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		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89086</id>
		<title>Scaffolding</title>
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		<updated>2026-08-14T09:38:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Verständnischeck: Scaffolding */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- ENTWURF für einen neuen DaF-Glossar-Artikel &amp;quot;Scaffolding&amp;quot;, Stand 14.08.2026.&lt;br /&gt;
Recherche-Gate durchgeführt: Lemma-Liste der Kategorie:DaF-Glossar vollständig abgerufen (209 Seiten, zwei Kategorienseiten); &amp;quot;Scaffolding&amp;quot; existiert dort nicht (Rohtext-Abruf war leer) und fehlt damit tatsächlich. Als Referenzschema diente der bereits gut ausgearbeitete Artikel &amp;quot;Fehlertoleranz&amp;quot; (siehe &amp;quot;DaF-Glossar_Artikelschema.md&amp;quot;).&lt;br /&gt;
Alle Literaturangaben einzeln per Websuche verifiziert (Autor, Jahr, Titel, Verlag/Zeitschrift) – siehe Abschnitt Literatur.&lt;br /&gt;
Interne Links wurden nur auf im Glossar bestehende Lemmata gesetzt (Sprachsensibler Unterricht, Binnendifferenzierung, Fehlertoleranz, Interaktion, Input, Output, Sozialformen, Wortschatzarbeit, Handlungsorientierung, Kollaboratives Lernen) sowie auf zwei bestätigt existierende Methodenseiten außerhalb des Glossars (Placemat, Vier-Ecken-Methode), die inzwischen ein ausführliches Scaffolding-Beispiel bzw. einen sprachsensiblen Abschnitt enthalten.&lt;br /&gt;
Kategorie: Es existiert bereits die Kategorie &amp;quot;Sprachsensibler Unterricht&amp;quot; (siehe dortigen Artikel) – diese wird hier mitgenutzt statt einer neuen, ähnlich benannten Kategorie. Die Kategorie &amp;quot;Scaffolding&amp;quot; selbst ist neu und muss ggf. anders benannt/abgestimmt werden, falls im Wiki bereits eine Konvention dafür existiert.&lt;br /&gt;
Verständnischeck: Platzhalter gesetzt, H5P-Datei muss noch erstellt und die ID eingetragen werden (siehe Skill zum-h5p-werkstatt). --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scaffolding&#039;&#039;&#039; (wörtlich: „Baugerüst&amp;quot;) bezeichnet eine zeitlich begrenzte sprachliche und inhaltliche Unterstützung, die einer lernenden Person hilft, eine Aufgabe zu bewältigen, die sie allein noch nicht schaffen würde – und die schrittweise abgebaut wird, sobald die eigene Kompetenz wächst. Im [[Sprachsensibler Unterricht|sprachsensiblen Unterricht]] gilt Scaffolding als zentrales Rahmenkonzept, um fachliche und sprachliche Lernziele gleichzeitig zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Grundidee ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von Wood, Bruner und Ross geprägt, die scaffolding als Prozess beschrieben, der es einem Kind oder einer lernenden Person ermöglicht, ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu erreichen, das ohne Unterstützung außerhalb der eigenen Reichweite läge.&amp;lt;ref&amp;gt;Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theoretisch knüpft das Konzept an Lew Vygotskys „Zone der nächsten Entwicklung&amp;quot; an – den Abstand zwischen dem, was eine Person allein leisten kann, und dem, was sie mit Unterstützung einer erfahreneren Person oder eines kompetenteren Gegenübers leisten kann. Vygotsky selbst verwendete den Begriff &#039;&#039;scaffolding&#039;&#039; allerdings nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für das Konzept ist, dass die Unterstützung erstens vorübergehend ist und zweitens gezielt wieder abgebaut wird – anders als bei einer dauerhaften [[Binnendifferenzierung|Vereinfachung]] der Aufgabe, die das Anforderungsniveau nicht anhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Makro- und Mikro-Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Sprachunterricht wurde das Konzept vor allem von Pauline Gibbons ausgearbeitet, die es auf Zweitsprachlernende im Regelunterricht (nicht nur im gesonderten Sprachförderunterricht) anwendet und zwischen zwei Ebenen unterscheidet:&amp;lt;ref&amp;gt;Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Makro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die langfristige, vorausschauende Unterrichtsplanung: Welche sprachlichen Hürden hat eine Aufgabe, und welche Hilfen (Wortspeicher, Redemittel, Textmuster) werden vorab bereitgestellt?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mikro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die spontane Unterstützung im Unterrichtsgespräch: gezieltes Nachfragen, Umformulieren, Weiterführen von Schülerbeiträgen im Moment der Interaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wurde das Konzept insbesondere von Josef Leisen für den sprachsensiblen Fachunterricht aufgegriffen und mit konkreten Methoden (Wortspeicher, Satzbaukästen, Textgerüste) verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scaffolding erlaubt es, Lernende mit unterschiedlichem Sprachstand an derselben [[Aufgaben|Aufgabe]] arbeiten zu lassen, ohne das inhaltliche Anforderungsniveau abzusenken: Wer noch wenig Sprache hat, erhält mehr Gerüst (Wortkarten, Satzmuster, vorstrukturierte [[Interaktion]]), wer sprachlich sicherer ist, kommt mit weniger Unterstützung aus oder springt Zwischenschritte. Damit ist Scaffolding ein zentrales Prinzip der [[Binnendifferenzierung]] im sprachlich heterogenen Unterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Unterscheidung zu bloßer Vereinfachung: Scaffolding reduziert nicht dauerhaft die fachliche Komplexität, sondern die sprachliche Zugangshürde – und zwar nur so lange, bis die Lernperson die Aufgabe auch ohne diese Hilfe bewältigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel aus dem Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der kooperativen Lernmethode [[Placemat]] lässt sich der Abbau des Sprachgerüsts über eine ganze Aufgabensequenz hinweg beobachten: Ein Wortspeicher mit Bild und Satzmuster liefert zunächst den vollständigen Wortschatz, in der Einzelschreibphase reicht ein einzelnes Wort oder Bildkärtchen, beim Lesen der Beiträge anderer Gruppenmitglieder dient deren Sprache bereits als Modell, und für die abschließende mündliche Konsensfindung braucht es nur noch Redemittel für Zustimmung und Begründung. Am Ende steht die freie Präsentation ganz ohne vorgegebenes Gerüst. Ein vergleichbares, stufenweises Vorgehen (Wort → Satz → Frage → freie Präsentation) findet sich auch bei der [[Vier-Ecken-Methode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wird das Gerüst nicht rechtzeitig abgebaut, kann daraus eine dauerhafte Abhängigkeit von der Unterstützung entstehen, statt eigenständiger [[Lernerautonomie|Lernerautonomie]].&lt;br /&gt;
* Wann genau eine Hilfe reduziert werden sollte, ist keine exakte Wissenschaft, sondern verlangt die fortlaufende Einschätzung der Lehrkraft – ähnlich wie bei der [[Fehlerkorrektur]].&lt;br /&gt;
* In sehr heterogenen Gruppen ist es aufwendig, für unterschiedliche Sprachstände gleichzeitig passende Gerüste bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* Der Begriff wird in der Praxis teils inflationär für jede Art von Hilfestellung verwendet, wodurch die ursprüngliche Pointe – zeitlich begrenzt und gezielt abbaubar – verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sprachsensibler Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Fehlertoleranz]]&lt;br /&gt;
* [[Interaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Wortschatzarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Placemat]]&lt;br /&gt;
* [[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&lt;br /&gt;
* Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&lt;br /&gt;
* Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&lt;br /&gt;
* Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
* [https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Verständnischeck können Sie selbst testen, ob Sie den Inhalt dieser Seite verstanden haben. Er ist als H5P-&#039;&#039;Question Set&#039;&#039; unter CC BY 4.0 eingebunden und lässt sich frei nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h5p id=&amp;quot;48073&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
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		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Scaffolding&amp;diff=89085</id>
		<title>Scaffolding</title>
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		<updated>2026-08-14T09:29:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: mithilfe von KI erstellt und überprüft&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!-- ENTWURF für einen neuen DaF-Glossar-Artikel &amp;quot;Scaffolding&amp;quot;, Stand 14.08.2026.&lt;br /&gt;
Recherche-Gate durchgeführt: Lemma-Liste der Kategorie:DaF-Glossar vollständig abgerufen (209 Seiten, zwei Kategorienseiten); &amp;quot;Scaffolding&amp;quot; existiert dort nicht (Rohtext-Abruf war leer) und fehlt damit tatsächlich. Als Referenzschema diente der bereits gut ausgearbeitete Artikel &amp;quot;Fehlertoleranz&amp;quot; (siehe &amp;quot;DaF-Glossar_Artikelschema.md&amp;quot;).&lt;br /&gt;
Alle Literaturangaben einzeln per Websuche verifiziert (Autor, Jahr, Titel, Verlag/Zeitschrift) – siehe Abschnitt Literatur.&lt;br /&gt;
Interne Links wurden nur auf im Glossar bestehende Lemmata gesetzt (Sprachsensibler Unterricht, Binnendifferenzierung, Fehlertoleranz, Interaktion, Input, Output, Sozialformen, Wortschatzarbeit, Handlungsorientierung, Kollaboratives Lernen) sowie auf zwei bestätigt existierende Methodenseiten außerhalb des Glossars (Placemat, Vier-Ecken-Methode), die inzwischen ein ausführliches Scaffolding-Beispiel bzw. einen sprachsensiblen Abschnitt enthalten.&lt;br /&gt;
Kategorie: Es existiert bereits die Kategorie &amp;quot;Sprachsensibler Unterricht&amp;quot; (siehe dortigen Artikel) – diese wird hier mitgenutzt statt einer neuen, ähnlich benannten Kategorie. Die Kategorie &amp;quot;Scaffolding&amp;quot; selbst ist neu und muss ggf. anders benannt/abgestimmt werden, falls im Wiki bereits eine Konvention dafür existiert.&lt;br /&gt;
Verständnischeck: Platzhalter gesetzt, H5P-Datei muss noch erstellt und die ID eingetragen werden (siehe Skill zum-h5p-werkstatt). --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scaffolding&#039;&#039;&#039; (wörtlich: „Baugerüst&amp;quot;) bezeichnet eine zeitlich begrenzte sprachliche und inhaltliche Unterstützung, die einer lernenden Person hilft, eine Aufgabe zu bewältigen, die sie allein noch nicht schaffen würde – und die schrittweise abgebaut wird, sobald die eigene Kompetenz wächst. Im [[Sprachsensibler Unterricht|sprachsensiblen Unterricht]] gilt Scaffolding als zentrales Rahmenkonzept, um fachliche und sprachliche Lernziele gleichzeitig zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Grundidee ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wurde von Wood, Bruner und Ross geprägt, die scaffolding als Prozess beschrieben, der es einem Kind oder einer lernenden Person ermöglicht, ein Problem zu lösen oder ein Ziel zu erreichen, das ohne Unterstützung außerhalb der eigenen Reichweite läge.&amp;lt;ref&amp;gt;Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Theoretisch knüpft das Konzept an Lew Vygotskys „Zone der nächsten Entwicklung&amp;quot; an – den Abstand zwischen dem, was eine Person allein leisten kann, und dem, was sie mit Unterstützung einer erfahreneren Person oder eines kompetenteren Gegenübers leisten kann. Vygotsky selbst verwendete den Begriff &#039;&#039;scaffolding&#039;&#039; allerdings nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentral für das Konzept ist, dass die Unterstützung erstens vorübergehend ist und zweitens gezielt wieder abgebaut wird – anders als bei einer dauerhaften [[Binnendifferenzierung|Vereinfachung]] der Aufgabe, die das Anforderungsniveau nicht anhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Makro- und Mikro-Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Sprachunterricht wurde das Konzept vor allem von Pauline Gibbons ausgearbeitet, die es auf Zweitsprachlernende im Regelunterricht (nicht nur im gesonderten Sprachförderunterricht) anwendet und zwischen zwei Ebenen unterscheidet:&amp;lt;ref&amp;gt;Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Makro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die langfristige, vorausschauende Unterrichtsplanung: Welche sprachlichen Hürden hat eine Aufgabe, und welche Hilfen (Wortspeicher, Redemittel, Textmuster) werden vorab bereitgestellt?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Mikro-Scaffolding&#039;&#039;&#039; – die spontane Unterstützung im Unterrichtsgespräch: gezieltes Nachfragen, Umformulieren, Weiterführen von Schülerbeiträgen im Moment der Interaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum wurde das Konzept insbesondere von Josef Leisen für den sprachsensiblen Fachunterricht aufgegriffen und mit konkreten Methoden (Wortspeicher, Satzbaukästen, Textgerüste) verbunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scaffolding erlaubt es, Lernende mit unterschiedlichem Sprachstand an derselben [[Aufgaben|Aufgabe]] arbeiten zu lassen, ohne das inhaltliche Anforderungsniveau abzusenken: Wer noch wenig Sprache hat, erhält mehr Gerüst (Wortkarten, Satzmuster, vorstrukturierte [[Interaktion]]), wer sprachlich sicherer ist, kommt mit weniger Unterstützung aus oder springt Zwischenschritte. Damit ist Scaffolding ein zentrales Prinzip der [[Binnendifferenzierung]] im sprachlich heterogenen Unterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Unterscheidung zu bloßer Vereinfachung: Scaffolding reduziert nicht dauerhaft die fachliche Komplexität, sondern die sprachliche Zugangshürde – und zwar nur so lange, bis die Lernperson die Aufgabe auch ohne diese Hilfe bewältigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel aus dem Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der kooperativen Lernmethode [[Placemat]] lässt sich der Abbau des Sprachgerüsts über eine ganze Aufgabensequenz hinweg beobachten: Ein Wortspeicher mit Bild und Satzmuster liefert zunächst den vollständigen Wortschatz, in der Einzelschreibphase reicht ein einzelnes Wort oder Bildkärtchen, beim Lesen der Beiträge anderer Gruppenmitglieder dient deren Sprache bereits als Modell, und für die abschließende mündliche Konsensfindung braucht es nur noch Redemittel für Zustimmung und Begründung. Am Ende steht die freie Präsentation ganz ohne vorgegebenes Gerüst. Ein vergleichbares, stufenweises Vorgehen (Wort → Satz → Frage → freie Präsentation) findet sich auch bei der [[Vier-Ecken-Methode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wird das Gerüst nicht rechtzeitig abgebaut, kann daraus eine dauerhafte Abhängigkeit von der Unterstützung entstehen, statt eigenständiger [[Lernerautonomie|Lernerautonomie]].&lt;br /&gt;
* Wann genau eine Hilfe reduziert werden sollte, ist keine exakte Wissenschaft, sondern verlangt die fortlaufende Einschätzung der Lehrkraft – ähnlich wie bei der [[Fehlerkorrektur]].&lt;br /&gt;
* In sehr heterogenen Gruppen ist es aufwendig, für unterschiedliche Sprachstände gleichzeitig passende Gerüste bereitzustellen.&lt;br /&gt;
* Der Begriff wird in der Praxis teils inflationär für jede Art von Hilfestellung verwendet, wodurch die ursprüngliche Pointe – zeitlich begrenzt und gezielt abbaubar – verloren gehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sprachsensibler Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Fehlertoleranz]]&lt;br /&gt;
* [[Interaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Wortschatzarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Placemat]]&lt;br /&gt;
* [[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&lt;br /&gt;
* Vygotsky, Lev S. (1978): &#039;&#039;Mind in Society: The Development of Higher Psychological Processes.&#039;&#039; Cambridge, MA: Harvard University Press.&lt;br /&gt;
* Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&lt;br /&gt;
* Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
* [https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln)&lt;br /&gt;
* [https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Scaffolding ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Verständnischeck können Sie selbst testen, ob Sie den Inhalt dieser Seite verstanden haben. Er ist als H5P-&#039;&#039;Question Set&#039;&#039; unter CC BY 4.0 eingebunden und lässt sich frei nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h5p id=&amp;quot;ID_DER_HOCHGELADENEN_DATEI&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die ID der auf ZUM Deutsch Lernen hochgeladenen H5P-Datei eintragen. Falls eine andere Einbindungssyntax genutzt wird, diese Zeile entsprechend ersetzen. Noch nicht erstellt - siehe Skill zum-h5p-werkstatt. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=DaF-Glossar&amp;diff=89084</id>
		<title>DaF-Glossar</title>
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		<updated>2026-08-14T09:28:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;geist&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portalseite/Titel&lt;br /&gt;
  |titel=DaF-Glossar&lt;br /&gt;
  |icon=hdg-book03&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{2Spalten|&lt;br /&gt;
{{Portalseite/BlockThemenliste|kategorie=DaF-Glossar}}&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{{Portalseite/BlockSuche|kategorie=DaF-Glossar}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Box|Info zum DaF-Glossar|&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;DaF-Glossar&#039;&#039;&#039; erhebt nicht den Anspruch ein wissenschaftliches Lexikon zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;DaF-Glossar&#039;&#039; möchte DaF/DaZ-Lehrende mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen weltweit einen einfachen Einstieg in wichtige Themen des Fremdsprachen- und Zweitsprachen-Unterrichts bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Begriffe sind noch nicht oder nur teilweise erklärt. - &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier sind [[Erste Schritte in ZUM Deutsch Lernen|weitere Helferinnen und Helfer]] herzlich willkommen!&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Kurzinfo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TOC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[4K-Modell des Lernens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==A==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[ABCD-Thesen]]&lt;br /&gt;
*[[Adaption eines Lehrwerkes]]&lt;br /&gt;
*[[Agile Didaktik]]&lt;br /&gt;
*[[Alphabetisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Alphabetschrift]]&lt;br /&gt;
*[[Anwendung]]&lt;br /&gt;
*[[Arbeitsblätter für DaF|Arbeitsblatt]]&lt;br /&gt;
*[[Audiolinguale Methode]] (ALM)&lt;br /&gt;
*[[Audiovisuelle Methode]] (AVM)&lt;br /&gt;
*[[Aufgabe]]&lt;br /&gt;
*[[Aufgabenorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Aussprache]]&lt;br /&gt;
*[[Authentizität]]&lt;br /&gt;
*[[Automatisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==B==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bewegtes Lernen]]&lt;br /&gt;
*[[Bias]]&lt;br /&gt;
*[[Bildergeschichten]]&lt;br /&gt;
*[[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
*[[Blended Learning]]&lt;br /&gt;
*[[Blogs im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Brainstorming]]&lt;br /&gt;
*[[Bring Your Own Device (BYOD)]]&lt;br /&gt;
*[[Brückensprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==C==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Chunks]]&lt;br /&gt;
*[[Clustering]]&lt;br /&gt;
*[[CLIL]]&lt;br /&gt;
*[[Code-Switching]]&lt;br /&gt;
*[[Comics im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[DACH-Prinzip]]&lt;br /&gt;
*[[Deskriptoren]]&lt;br /&gt;
*[[Detailliertes Verstehen]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsch als Fremdsprache]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsch als Zweitsprache]]&lt;br /&gt;
*[[Didaktisch-methodische Prinzipien]]&lt;br /&gt;
* [[Digitale Tools im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Digital Storytelling]]&lt;br /&gt;
* [[Diktat]]&lt;br /&gt;
*[[Direkte Methode]] (DM)&lt;br /&gt;
*[[Distraktor]]&lt;br /&gt;
*[[Dogme]]&lt;br /&gt;
*[[Domänen]]&lt;br /&gt;
*[[Dramapädagogik]]&lt;br /&gt;
*[[Dreifachoption]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==E==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Einstieg]]&lt;br /&gt;
* [[Einstufungstests]]&lt;br /&gt;
*[[Entdeckendes Lernen]]&lt;br /&gt;
*[[EPOSA]]: Das &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;uropäische &#039;&#039;&#039;Po&#039;&#039;&#039;rtfolio für &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;prachlehrende in &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;usbildung&lt;br /&gt;
*[[Erarbeitung]]&lt;br /&gt;
* [[Erinnerungsorte]]&lt;br /&gt;
*[[Erstsprache]]&lt;br /&gt;
*[[Europäisches Profilraster für Sprachlehrende (EPR)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==F==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Falsche Freunde]]&lt;br /&gt;
*[[Fehler]]&lt;br /&gt;
*[[Fehlerkorrektur]]&lt;br /&gt;
*[[Fehlertoleranz]]&lt;br /&gt;
*[[Fertigkeiten]]&lt;br /&gt;
* [[Filme und Videos im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Formfokussierung]]&lt;br /&gt;
*[[Formelhafte Wendungen]]&lt;br /&gt;
*[[Fossilierung]]&lt;br /&gt;
*[[Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==G==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Gamification]]&lt;br /&gt;
*[[Ganzheitlichkeit]] (Fremdsprachenunterricht)&lt;br /&gt;
*[[Gelenktes Sprechen]]&lt;br /&gt;
*[[Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen]] ([[Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen|GER]])&lt;br /&gt;
*[[Generative KI]]&lt;br /&gt;
* [[Geschlossene Übungen]]&lt;br /&gt;
*[[Gesprächsroutinen]]&lt;br /&gt;
*[[Glücksrad]] (Unterrichtswerkzeug)&lt;br /&gt;
*[[Grammatik-Übersetzungsmethode]] (GÜM)&lt;br /&gt;
*[[Grammatikvermittlung]]&lt;br /&gt;
*[[Graphomotorische Fähigkeiten]]&lt;br /&gt;
*[[Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Gruppenpuzzle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==H==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Handlungsorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Hausaufgaben]]&lt;br /&gt;
*[[Hörverstehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ICAP]]&lt;br /&gt;
*[[Imitatives Nachsprechen]]&lt;br /&gt;
*[[Impuls]]&lt;br /&gt;
* [[Inklusion]]&lt;br /&gt;
*[[Input]]&lt;br /&gt;
*[[Inszenierungen im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Intake]]&lt;br /&gt;
*[[Interaktion]]&lt;br /&gt;
*[[Interaktionsorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Interferenz]]&lt;br /&gt;
*[[Interkulturelle Grammatik]]&lt;br /&gt;
*[[Interkulturelle Kompetenz]]&lt;br /&gt;
*[[Interkultureller Ansatz]]&lt;br /&gt;
*[[Interkulturelles Lernen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==J==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==K==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kann-Beschreibung]]&lt;br /&gt;
* [[Kinder- und Jugendliteratur im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[KMK]], die&lt;br /&gt;
* [[Kognitive Aktivierung]]&lt;br /&gt;
* [[Kollokation]]&lt;br /&gt;
*[[Kollaboratives Lernen]]&lt;br /&gt;
*[[Kollaboratives Schreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Kompetenzorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Kommunikativer Ansatz]]&lt;br /&gt;
*[[Konstruktivistische Lerntheorie]]&lt;br /&gt;
*[[Kontextualisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
* [[Kreatives Schreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Kugellager]] (Methode)&lt;br /&gt;
*[[Kultur]]&lt;br /&gt;
*[[Kulturelles Lernen]]&lt;br /&gt;
*[[Kulturwissenschaftlicher Ansatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==L==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Landeskunde]]&lt;br /&gt;
* [[language awareness]] / [[language learning awareness]] - siehe: [[Sprachbewusstheit|Sprachbewusstheit / Sprach(lern)bewusstheit]]&lt;br /&gt;
* [[Laufdiktat]]&lt;br /&gt;
* [[Learning Analytics]]&lt;br /&gt;
* [[Lehraktivitäten]]&lt;br /&gt;
* [[Lehrphasenmodell nach Zimmermann]]&lt;br /&gt;
* [[Lernen durch Lehren]]&lt;br /&gt;
* [[Lerneraktivierung]]&lt;br /&gt;
* [[Lernaktivitäten]]&lt;br /&gt;
* [[Lernerautonomie]]&lt;br /&gt;
* [[Lernerorientierung]]&lt;br /&gt;
* [[Lernersprachenbezogene Strategien]]&lt;br /&gt;
* [[Lern(er)typen]]&lt;br /&gt;
* [[Lernfeldermodell]]&lt;br /&gt;
* [[Lernkompetenz]]&lt;br /&gt;
* [[Lerntypen]]&lt;br /&gt;
* [[Lernstil]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Lern(er)typen#Unterscheidung_nach_dem_vorherrschenden_Lernstils|Lernstile]] (sollte gelöscht werden)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Lernstrategien]]&lt;br /&gt;
* [[Lernstrategien im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Lernpfade]] (siehe auch: [[Hinweise für die Arbeit mit Lernpfaden]])&lt;br /&gt;
* [[Lernziel]]&lt;br /&gt;
* [[Lesefertigkeitsstrategien]]&lt;br /&gt;
* [[Lesestrategien]]&lt;br /&gt;
* [[(Neo-)Linguizismus]]&lt;br /&gt;
* [[Logographische Schrift]]&lt;br /&gt;
* [[Lyrik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==M==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Makroprojekt]]&lt;br /&gt;
*[[Märchen]]&lt;br /&gt;
*[[Mehrsprachigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Metasprache]]&lt;br /&gt;
*[[Methoden des Fremdsprachenunterrichts]]&lt;br /&gt;
*[[Mind Mapping]]&lt;br /&gt;
*[[Mikroprojekt]]&lt;br /&gt;
*[[Motivation]]&lt;br /&gt;
*[[Multiple Choice]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==N==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[(Neo-)Linguizismus]]&lt;br /&gt;
*[[Neurodidaktik]]&lt;br /&gt;
*[[Niveaustufe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==O==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Offene Übungen]]&lt;br /&gt;
* [[Open Educational Resources]]&lt;br /&gt;
* [[Orientierungskurs]]&lt;br /&gt;
* [[Output]]&lt;br /&gt;
* [[Output-Orientierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==P==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Performative Kompetenz]]&lt;br /&gt;
*[[Performatives Fremdsprachenlernen]]&lt;br /&gt;
*[[Präsentation]]&lt;br /&gt;
*[[Profile Deutsch]]&lt;br /&gt;
*[[Progression]]&lt;br /&gt;
*[[Projekt]]&lt;br /&gt;
*[[Prompt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Q==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Quiz-Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==R==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Referenzrahmen]]&lt;br /&gt;
*[[Reflexion]]&lt;br /&gt;
*[[Reflexive Praxis]]&lt;br /&gt;
*[[Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen]] (REPA)&lt;br /&gt;
*[[Rollendistanz]]&lt;br /&gt;
*[[Rückwärtsplanung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==S==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Scaffolding]]&lt;br /&gt;
*[[Schriftsystem]]&lt;br /&gt;
*[[Schülerorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Selbstevaluation]]&lt;br /&gt;
*[[Semantisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Simulation]]&lt;br /&gt;
*[[S-O-S-Modell]]&lt;br /&gt;
*[[Soziale Strategien]]&lt;br /&gt;
*[[Sozialformen]]&lt;br /&gt;
*[[Speeddating]] (Methode)&lt;br /&gt;
*[[Spiele]]&lt;br /&gt;
*[[Sprache]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachanimation]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachaufmerksamkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachbarrieren]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachbewusstheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sprach(lern)bewusstheit]]&lt;br /&gt;
*[[Spracheinstellungen]]&lt;br /&gt;
*[[Spracherwerb]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachförderung]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachförderprogramme]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachlernkompetenz]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachliche Flüssigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachmittlung]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachsensibler Unterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachprestige]]&lt;br /&gt;
*[[Storytelling]] im Fremdsprachenunterricht&lt;br /&gt;
*[[Systematisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==T==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tablets im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Teekesselchen]] (Homonyme finden)&lt;br /&gt;
*[[Test]]&lt;br /&gt;
*[[Textproduktion]]&lt;br /&gt;
*[[Time-on-Task]]&lt;br /&gt;
*[[Transfer]]&lt;br /&gt;
*[[Translanguaging]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==U==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Unterrichtsgespräch]]&lt;br /&gt;
*[[Unterrichtsphasen]]&lt;br /&gt;
*[[Unterrichtsplanung]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachsensibler Unterricht|(sprachsensibler) Unterricht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ü==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Übergeneralisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Übung]]&lt;br /&gt;
*[[Übungsgeneratoren für Arbeitsblätter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==V==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Valenzgrammatik]]&lt;br /&gt;
* [[Verbtrainer - Perfekt und Präteritum]] (Lernwerkzeug)&lt;br /&gt;
*[[Verstehen]]&lt;br /&gt;
*[[Visualisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Visual FlexCards]]&lt;br /&gt;
*[[Vorentlastung]]&lt;br /&gt;
*[[Vorwegnehmender Gebrauch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==W==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Web2.0-Tools im DaF-Unterricht|Web2.0-Tools]]&lt;br /&gt;
*[[Webinar]]&lt;br /&gt;
*[[WebQuest]]&lt;br /&gt;
*[[W-Fragen]]&lt;br /&gt;
*[[Wikis im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Wirbelgruppen]]&lt;br /&gt;
*[[Wortfeld]]&lt;br /&gt;
*[[Wortschatz]]&lt;br /&gt;
*[[Wortschatzarbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==X==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Y==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Z==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zickzack-Dialog]]&lt;br /&gt;
* [[Zielaufgabe]]&lt;br /&gt;
* [[Zielsprache]]&lt;br /&gt;
* [[Zufallsprinzip]]&lt;br /&gt;
* [[Zweisprachiges Klassenzimmer]]&lt;br /&gt;
* [[Zyklisches Phasenmodell]]&lt;br /&gt;
* [[Zyklische Progression]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Online-Glossare und -Nachschlagewerke zu DaF/DaZ-Themen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] ein Angebot der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
* [https://www.mercator-institut-sprachfoerderung.de//de/publikationen/material-fuer-die-praxis/methodenpool/ Methodenpool für sprachsensiblen Fachunterricht]&lt;br /&gt;
*[http://www.kulturglossar.de/index.html Kulturglossar]: Interkulturelle Themen&lt;br /&gt;
*[http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/glo/deindex.htm#5066955 Migration und Integration - Glossar - D - Goethe-Institut]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Fremdsprachenunterricht Kategorie: Fremdsprachenunterricht / Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Deutsch_als_Fremdsprache Kategorie: Deutsch als Fremdsprache / Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[https://www.netzwerk-digitale-bildung.de/glossar/ Glossar: Fachbegriffe aus dem Bereich Digitale Bildung] von netzwerk-digitale-bildung.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autorenbox|kategorie=DaF-Glossar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portalseite]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Placemat&amp;diff=89083</id>
		<title>Placemat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Placemat&amp;diff=89083"/>
		<updated>2026-08-14T09:10:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Placemat-Vorlage.jpg|mini|Placemat-Arbeitsblatt (Schema)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kooperatives lernen-pixabay.jpg|mini|Kooperatives Lernszenario]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Placemat&#039;&#039;&#039; ist eine Unterrichtsmethode des [[Kooperatives Lernen|kooperativen Lernens]], die dem &#039;&#039;Schreibgespräch&#039;&#039; ähnelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Placemat&#039;&#039; (oder &#039;&#039;Placemat Activity&#039;&#039;) bedeutet Tischdeckchen und bezieht sich auf die Form des dabei benutzten Arbeitsblattes.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemats sind gut geeignet für den Einstieg in ein Thema als Methode zur (kollaborativen) Aktivierung von Vorwissen, Vorerfahrungen oder Assoziationsfeldern.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (einfache Aussagesätze für die Randfelder); Konsensfindung in der Mitte eher ab B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (3–4 Personen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Placemat-Bogen pro Gruppe (Vorlage, siehe Materialien), Stifte; digital auch über ONCOO möglich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Schreiben, Lesen, Sprechen (Konsensbildung und Präsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Reihum ergänzen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Schüler finden sich in Gruppen zu drei oder vier Schülern zusammen. Jede Gruppe erhält ein vorbereitetes Blatt, auf dem in der Mitte ein großer Kasten und zum Rand so viele Felder wie Schüler (also hier drei bzw. vier Felder) aufgezeichnet sind. Dieses Blatt liegt in der Tischmitte, die Schüler sitzen drumherum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jeder Schüler schreibt nun still nach dem vorgegebenen Thema oder der Aufgabenstellung einen Kommentar in eines der Eckfelder. Anschließend wird das Blatt gedreht, sodass jeder Schüler die nächste Ecke erhält.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn jeder Schüler in jeder Ecke einen Kommentar geschrieben hat, werden die Schreibgespräche in einem ersten Schritt ausgewertet. Dazu fasst die gesamte Gruppe ihre Ergebnisse zusammen und schreibt die gewonnenen Erkenntnisse in das Feld in der Mitte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese werden anschließend im Klassenverband gesammelt und z. B. auf einem Flipchart fixiert, um im weiteren Verlauf darauf eingehen oder damit arbeiten zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Einzeln schreiben, dann lesen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Variation kann sein, dass zuerst jede Person nur im vor sich liegenden Randbereich ihre Gedanken zur gegebenen Aufgabenstellung aufschreibt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend wird die Placemat jeweils um eine Position gedreht, bis alle die Gedanken aller Personen der Arbeitsgruppe gelesen haben. In dieser Phase sollten nur unmittelbare Verständnisfragen kurz geklärt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hierauf folgt die Erarbeitung eines Gruppenergebnisses und dessen Fixierung in der Mitte der Placemat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Gemeinsamkeiten feststellen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für die Phase des Kennenlernens in neuen Arbeitsgruppen können die Felder am Seitenrand der Placemat genutzt werden, um den Grad von Übereinstimmungen festzustellen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da es um Gruppenbildung geht, kann auch die Vorbereitung der Placemat schon gemeinsam erfolgen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Person 1 zeichnet das Rechteck in die Mitte des Blattes.&lt;br /&gt;
*Person 2 und dann die folgenden zeichnen jeweils eine Linie vom Rechteck in der Mitte zum Seitenrand, sodass so viele Felder am Seitenrand entstehen, wie es Teilnehmer in der Gruppe gibt (in der Regel vier, aber eventuell auch drei oder fünf).&lt;br /&gt;
*Die letzte Person nummeriert die so entstandenen Seitenflächen von 1 bis 4 (bzw. bis 3 oder 5).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jetzt stellt der Reihe nach jeweils eine Person eine Vermutung über Gemeinsamkeiten in der Gruppe an, z. B. „Alle sehen gerne fern.&amp;quot; Je nachdem, wie viele Personen dieser Aussage zustimmen, wird sie anschließend in das Feld mit dieser Zahl geschrieben, also in Feld 4, wenn vier Personen zustimmen usw. Dies kann über einen vorgegebenen Zeitraum oder eine bestimmte Zahl von Runden (z. B. drei) erfolgen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend werten die Mitglieder der Arbeitsgruppe ihr Ergebnis aus und geben sich einen dazu passenden Gruppennamen, der in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abschließend präsentiert ein nach Zufallsprinzip bestimmtes Mitglied der Arbeitsgruppe die Auswertung der Gruppe und den Gruppennamen im Plenum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Materialien ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vorlagen zum Ausdrucken:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-Vorlage.jpg|für 4 Personen&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-vorlage4.jpg|für 4 Personen&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-vorlage5.jpg|für 5 Personen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine kurze, klare Einführung findet sich auf dem Server von Kooperatives-Lernen.de: (aktuell beide Seiten nicht online)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[http://www.kooperatives-lernen.de PLACEMAT - Das &amp;quot;Schweizermesser&amp;quot; des kooperativen Lernens]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:„Die Methode ist in allen Fächern und Altersgruppen sowie vielen pädagogischen Kontexten variabel einsetzbar und gilt als besonders wirksam in der Stimulierung kognitiver Aktivität von Schülerinnen und Schülern, da die Lernenden erst allein nachdenken und Ideen/Antworten aufschreiben, bevor sie dann in einer zweiten Phase mit anderen zusammen Ideen austauschen, dabei strukturieren und möglicherweise weiterentwickeln. Sie ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, zunächst allein – ohne den Druck der Gruppenkommunikation – Antworten auf eine Fragestellung zu suchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[https://www.tutory.de/w/ff2b2d20 Kooperatives Lernen - Placemat] 4-seitiges Arbeitsblatt mit Einführung, Tipps und einer Placemat-Vorlage; Gert Egle auf tutory.de; CC BY-SA 4.0&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemat verbindet drei sprachlich unterschiedlich anspruchsvolle Phasen, die sich als Scaffolding lesen lassen: erst stilles, druckfreies Schreiben allein, dann Lesen der Beiträge anderer als Modell für eigene Formulierungen, schließlich mündliches Aushandeln eines gemeinsamen Ergebnisses. Die Einzelschreibphase nimmt sprachlich unsicheren Lernenden den Druck der Gruppenkommunikation und lässt Zeit zum Nachschlagen und Formulieren, bevor überhaupt gesprochen wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Konsensphase in der Mitte ist der sprachlich anspruchsvollste Teil: Hier müssen Lernende Zustimmung, Ablehnung oder Kompromisse aushandeln – eine reale Kommunikationssituation mit echter Verhandlung von Bedeutung, nicht nur eine künstliche Übung. Die Methode eignet sich damit besonders gut, um Redemittel der Zustimmung, Ablehnung und Zusammenfassung gezielt zu üben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Einzelschreibphase einen Wortspeicher zum Thema bereitstellen sowie Redemittelkarten für die Konsensphase auslegen, z. B. „Ich stimme zu, weil …&amp;quot;, „Das sehe ich auch so.&amp;quot;, „Ich bin nicht sicher, aber …&amp;quot;, „Wir sind uns einig, dass …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; In der Einzelschreibphase dürfen sprachlich schwächere Lernende statt ganzer Sätze auch einzelne Wörter oder Bildkärtchen in ihr Randfeld legen – die inhaltliche Beteiligung bleibt vollständig erhalten, auch ohne vollständige Sätze.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Gruppe eine sprachlich sichere Person einteilen, die die Konsensphase moderiert, ohne die Beiträge der anderen zu übergehen; die Randfelder aller Personen – auch die mit Bildern oder Einzelwörtern – fließen sichtbar in das Ergebnis in der Mitte ein.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; bei jüngeren Gruppen oder niedrigen Niveaus Symbol- oder Bildkärtchen bereitstellen, die in die Randfelder geklebt statt geschrieben werden können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Randfeld) !! Erweiterte Formulierung (Randfeld)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Was Pflanzen brauchen (Sachunterricht/Biologie) || Bildkärtchen legen (Sonne, Wasser, Erde) || Satz bilden: „Eine Pflanze braucht Wasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit (Deutsch/DaZ, Kennenlernen) || Wort notieren (z. B. „Fußball&amp;quot;) || Satz bilden: „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ursachen des Klimawandels (Politik/Sachunterricht) || Stichwort notieren (z. B. „Autos&amp;quot;) || Satz mit Begründung: „Autos verursachen viele Abgase, weil sie Benzin verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserkreislauf (Naturwissenschaften) || Bildkärtchen zuordnen (Wolke, Regen, Fluss, Meer) || Fachbegriff notieren und in einem Satz verwenden (z. B. „Verdunstung&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Ausführliches Beispiel: „Was Pflanzen zum Wachsen brauchen&amp;quot; (Sachunterricht/Biologie) ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage:&#039;&#039;&#039; Sachunterricht oder Biologie, Klasse 5/6, Regelklasse mit DaZ-Lernenden auf unterschiedlichem Sprachstand. Aufgabenstellung in der Mitte des Placemat-Bogens: „Was braucht eine Pflanze zum Wachsen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorentlastung vor der Übung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Wortspeicher mit Bildkarten und Wörtern: Sonne/Licht, Wasser, Erde/Boden, Luft, Wärme.&lt;br /&gt;
*Satzmuster als Redemittelkarte: „Eine Pflanze braucht ___.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einzelschreibphase (Randfelder):&#039;&#039;&#039; Jede Person trägt in ihr Randfeld mindestens einen Begriff ein. Sprachlich unsichere Lernende wählen eine passende Bildkarte aus dem Wortspeicher und kleben sie ins Feld; sprachlich sicherere Lernende schreiben einen vollständigen Satz nach dem Muster.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesephase:&#039;&#039;&#039; Das Blatt wird gedreht, jede Person liest die Beiträge der anderen. Verständnisfragen werden kurz geklärt, z. B. mithilfe der Bildkarten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konsensphase (Mitte):&#039;&#039;&#039; Die Gruppe einigt sich auf die wichtigsten Punkte und trägt sie gemeinsam in die Mitte ein. Redemittelkarte zur Unterstützung: „Wir sind uns einig, dass eine Pflanze ___ und ___ braucht.&amp;quot; Bei Uneinigkeit: „Wichtig ist auch …&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Präsentation:&#039;&#039;&#039; Ein Gruppenmitglied stellt das Ergebnis im Plenum vor; wer sprachlich noch unsicher ist, liest den in der Mitte notierten Satz vor.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung – Vorwissen als Ressource:&#039;&#039;&#039; Viele DaZ-Lernende kennen die Grundbedürfnisse von Pflanzen bereits aus dem Herkunftsland oder aus dem Alltag (z. B. Gartenarbeit) – dieses Sachwissen kann unabhängig vom Sprachstand aktiv in die Gruppe eingebracht werden, etwa durch Zeigen, Zeichnen oder einzelne Wörter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Scaffolding-Analyse: Wie Placemat sprachliches Gerüst auf- und wieder abbaut ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Scaffolding bezeichnet eine zeitlich begrenzte Unterstützung, die einer lernenden Person hilft, eine Aufgabe zu bewältigen, die sie allein noch nicht schaffen würde – und die schrittweise abgebaut wird, sobald die Kompetenz wächst.&amp;lt;ref&amp;gt;Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Sprachunterricht in gemischtsprachigen Regelklassen wurde das Konzept u. a. von Gibbons ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemat eignet sich zur Veranschaulichung dieses Prinzips besonders gut, weil die Methode selbst schon in Phasen mit sinkender externer Unterstützung verläuft – am Beispiel „Was Pflanzen zum Wachsen brauchen&amp;quot;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Phase !! Sprachliches Gerüst (Scaffold) !! Was der Scaffold übernimmt !! Abbau in der nächsten Phase&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorentlastung || Wortspeicher mit Bild und Wort, Satzmuster-Karte „Eine Pflanze braucht ___.&amp;quot; || liefert Wortschatz und Satzstruktur vollständig im Voraus || entfällt ab der Einzelschreibphase; nur noch als Nachschlagehilfe im Raum verfügbar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einzelschreibphase (Randfeld) || Bildkärtchen als Alternative zum Wort; Satzmuster als Lückentext || reduziert die Produktionsleistung auf Wortebene bzw. Lückenfüllen statt freiem Satzbau || in der Lesephase muss dieselbe Sprache bereits ohne weitere Hilfe rezeptiv verarbeitet werden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lesephase || Peer-Texte der Gruppe als Sprachmodell (verständlicher Input von Mitlernenden) || liefert weitere Formulierungsbeispiele, ohne dass die Lehrkraft eingreifen muss || in der Konsensphase muss selbst aktiv formuliert werden, nicht mehr nur gelesen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Konsensphase (Mitte) || Redemittelkarte „Wir sind uns einig, dass …&amp;quot; || strukturiert die mündliche Aushandlung sprachlich vor || bei der Präsentation ist die Karte meist nicht mehr nötig, weil der Satz in der Mitte bereits als fertiges Modell steht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsentation || der gemeinsam erarbeitete Satz in der Mitte || dient als vollständig vorformulierter Text zum Vorlesen für sprachlich unsichere Lernende || sprachlich sichere Lernende sprechen frei über den notierten Satz hinaus, ganz ohne Gerüst&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vorteile des Scaffolding-Prinzips: Innerhalb eines einzigen Durchgangs der Methode wird das sprachliche Gerüst fünfmal in Folge etwas weiter abgebaut, ohne dass eine Lernperson dabei je vollständig ohne Unterstützung dasteht. Wer Runde für Runde etwas sicherer wird, kann jede Stufe überspringen, auf der sie den Scaffold nicht mehr braucht. Die Methode differenziert sich damit von selbst, ohne dass unterschiedliche Arbeitsblätter nötig wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1/A2 || Freizeit, „Meine Freizeit&amp;quot; || einzelne Wörter/Nomen, „Ich mag …&amp;quot;, einfache Aussagesätze || Variante „Reihum ergänzen&amp;quot;: Randfelder mit Aktivitäten (Lesen, Fußball, Musik) füllen, in der Mitte die drei häufigsten Aktivitäten der Gruppe notieren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2/B1 || Wie ich lerne (Gemeinsamkeiten feststellen) || „Ich lerne am liebsten …&amp;quot;, einfache Begründungssätze mit weil || Variante „Gemeinsamkeiten feststellen&amp;quot;: Vermutungen wie „Alle lernen gern mit Musik&amp;quot; abstimmen und in das passende Zahlenfeld eintragen; Gruppenname in der Mitte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Aufsatzthema: „Die Zukunft des Buches – digital oder analog?&amp;quot; || Pro-/Contra-Argumente, Nebensätze mit weil/dass, Redemittel der Zustimmung/Ablehnung || Variante „Einzeln schreiben, dann lesen&amp;quot;: jede Person schreibt zunächst eigene Argumente, anschließend gemeinsame Gewichtung und Formulierung einer Gruppenthese in der Mitte.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Wie geht das digital? ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das geht mit [https://www.oncoo.de/oncoo.php ONCOO].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine gute Beschreibung dazu gibt es auf den Seiten von [https://unterrichten.digital/2019/08/13/oncoo-online-kollaborativ-arbeiten/#Placemat Unterrichten digital]:&lt;br /&gt;
*Anstelle eines Posters bietet ONCOO eine Art digitale Tabelle, in der die Ergebnisse, der jeweilige Bearbeitungsstand jedes Teilnehmers und die verbleibenden Bearbeitungszeiten angezeigt werden.&lt;br /&gt;
*Die Schüler erarbeiten zunächst in Einzelarbeit (Think-Phase) ihre Inhalte, dann erst zeigt die App ihre Partner an, mit denen sie anschließend an einer Gruppenlösung (Pair-Phase) arbeiten.&lt;br /&gt;
*Im Plenum (Share-Phase) können dann abschließend sowohl Einzel- als auch Gruppenlösungen angezeigt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Quelle: Text zitiert und angepasst aus https://unterrichten.digital/2019/08/13/oncoo-online-kollaborativ-arbeiten/#Placemat&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Die Konsensphase in der Mitte setzt voraus, dass die Gruppe sprachlich in der Lage ist, Zustimmung, Ablehnung und Kompromisse auszudrücken; ohne vorbereitete Redemittel bleibt diese Phase auf niedrigeren Niveaus oberflächlich.&lt;br /&gt;
*Bei sehr heterogenen Sprachständen kann eine einzelne sprachlich starke Person die Formulierung des Mittelfelds dominieren, wenn die Moderation nicht bewusst gesteuert wird.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (Placemat-Bogen je Gruppe) bzw. bei der digitalen Variante Zugang zu Endgeräten und Internet.&lt;br /&gt;
*Die drei Ablaufvarianten unterscheiden sich in Zielsetzung und Sprachanforderung deutlich; ohne klare Auswahl vorab kann die Methode beliebig wirken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ideen für DaF/DaZ ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Lerner suchen Gemeinsamkeiten: Meine Freizeit, Wie ich lerne usw.&lt;br /&gt;
* Lerner brainstormen zu einem Aufsatzthema ab B1: Die Zukunft des Buches: digital oder doch noch analog?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Ausführlich umgesetzt in den Abschnitten „Sprachsensibler Einsatz&amp;quot; und „Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau&amp;quot; oben.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[Gruppenpuzzle]]&lt;br /&gt;
*[[Gruppen-Karussell]]&lt;br /&gt;
*[[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Michalak, Magdalena (2015): &#039;&#039;Sprache im Fachunterricht.&#039;&#039; Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
*Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100. (Ursprung des Scaffolding-Begriffs)&lt;br /&gt;
*Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann. (Scaffolding für Zweitsprachlernende im Regelunterricht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Placemat|Placemat]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* Online funktioniert die Methode über das Tool https://www.oncoo.de/Placemat/.&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Placemat&amp;diff=89082</id>
		<title>Placemat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Placemat&amp;diff=89082"/>
		<updated>2026-08-14T09:09:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Ausführliches Beispiel: „Was Pflanzen zum Wachsen brauchen&amp;quot; (Sachunterricht/Biologie) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Placemat-Vorlage.jpg|mini|Placemat-Arbeitsblatt (Schema)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kooperatives lernen-pixabay.jpg|mini|Kooperatives Lernszenario]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Placemat&#039;&#039;&#039; ist eine Unterrichtsmethode des [[Kooperatives Lernen|kooperativen Lernens]], die dem &#039;&#039;Schreibgespräch&#039;&#039; ähnelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Placemat&#039;&#039; (oder &#039;&#039;Placemat Activity&#039;&#039;) bedeutet Tischdeckchen und bezieht sich auf die Form des dabei benutzten Arbeitsblattes.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemats sind gut geeignet für den Einstieg in ein Thema als Methode zur (kollaborativen) Aktivierung von Vorwissen, Vorerfahrungen oder Assoziationsfeldern.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (einfache Aussagesätze für die Randfelder); Konsensfindung in der Mitte eher ab B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (3–4 Personen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Placemat-Bogen pro Gruppe (Vorlage, siehe Materialien), Stifte; digital auch über ONCOO möglich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Schreiben, Lesen, Sprechen (Konsensbildung und Präsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Reihum ergänzen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Schüler finden sich in Gruppen zu drei oder vier Schülern zusammen. Jede Gruppe erhält ein vorbereitetes Blatt, auf dem in der Mitte ein großer Kasten und zum Rand so viele Felder wie Schüler (also hier drei bzw. vier Felder) aufgezeichnet sind. Dieses Blatt liegt in der Tischmitte, die Schüler sitzen drumherum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jeder Schüler schreibt nun still nach dem vorgegebenen Thema oder der Aufgabenstellung einen Kommentar in eines der Eckfelder. Anschließend wird das Blatt gedreht, sodass jeder Schüler die nächste Ecke erhält.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn jeder Schüler in jeder Ecke einen Kommentar geschrieben hat, werden die Schreibgespräche in einem ersten Schritt ausgewertet. Dazu fasst die gesamte Gruppe ihre Ergebnisse zusammen und schreibt die gewonnenen Erkenntnisse in das Feld in der Mitte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese werden anschließend im Klassenverband gesammelt und z. B. auf einem Flipchart fixiert, um im weiteren Verlauf darauf eingehen oder damit arbeiten zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Einzeln schreiben, dann lesen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Variation kann sein, dass zuerst jede Person nur im vor sich liegenden Randbereich ihre Gedanken zur gegebenen Aufgabenstellung aufschreibt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend wird die Placemat jeweils um eine Position gedreht, bis alle die Gedanken aller Personen der Arbeitsgruppe gelesen haben. In dieser Phase sollten nur unmittelbare Verständnisfragen kurz geklärt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hierauf folgt die Erarbeitung eines Gruppenergebnisses und dessen Fixierung in der Mitte der Placemat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Gemeinsamkeiten feststellen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für die Phase des Kennenlernens in neuen Arbeitsgruppen können die Felder am Seitenrand der Placemat genutzt werden, um den Grad von Übereinstimmungen festzustellen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da es um Gruppenbildung geht, kann auch die Vorbereitung der Placemat schon gemeinsam erfolgen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Person 1 zeichnet das Rechteck in die Mitte des Blattes.&lt;br /&gt;
*Person 2 und dann die folgenden zeichnen jeweils eine Linie vom Rechteck in der Mitte zum Seitenrand, sodass so viele Felder am Seitenrand entstehen, wie es Teilnehmer in der Gruppe gibt (in der Regel vier, aber eventuell auch drei oder fünf).&lt;br /&gt;
*Die letzte Person nummeriert die so entstandenen Seitenflächen von 1 bis 4 (bzw. bis 3 oder 5).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jetzt stellt der Reihe nach jeweils eine Person eine Vermutung über Gemeinsamkeiten in der Gruppe an, z. B. „Alle sehen gerne fern.&amp;quot; Je nachdem, wie viele Personen dieser Aussage zustimmen, wird sie anschließend in das Feld mit dieser Zahl geschrieben, also in Feld 4, wenn vier Personen zustimmen usw. Dies kann über einen vorgegebenen Zeitraum oder eine bestimmte Zahl von Runden (z. B. drei) erfolgen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend werten die Mitglieder der Arbeitsgruppe ihr Ergebnis aus und geben sich einen dazu passenden Gruppennamen, der in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abschließend präsentiert ein nach Zufallsprinzip bestimmtes Mitglied der Arbeitsgruppe die Auswertung der Gruppe und den Gruppennamen im Plenum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Materialien ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vorlagen zum Ausdrucken:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-Vorlage.jpg|für 4 Personen&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-vorlage4.jpg|für 4 Personen&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-vorlage5.jpg|für 5 Personen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine kurze, klare Einführung findet sich auf dem Server von Kooperatives-Lernen.de: (aktuell beide Seiten nicht online)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[http://www.kooperatives-lernen.de PLACEMAT - Das &amp;quot;Schweizermesser&amp;quot; des kooperativen Lernens]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:„Die Methode ist in allen Fächern und Altersgruppen sowie vielen pädagogischen Kontexten variabel einsetzbar und gilt als besonders wirksam in der Stimulierung kognitiver Aktivität von Schülerinnen und Schülern, da die Lernenden erst allein nachdenken und Ideen/Antworten aufschreiben, bevor sie dann in einer zweiten Phase mit anderen zusammen Ideen austauschen, dabei strukturieren und möglicherweise weiterentwickeln. Sie ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, zunächst allein – ohne den Druck der Gruppenkommunikation – Antworten auf eine Fragestellung zu suchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[https://www.tutory.de/w/ff2b2d20 Kooperatives Lernen - Placemat] 4-seitiges Arbeitsblatt mit Einführung, Tipps und einer Placemat-Vorlage; Gert Egle auf tutory.de; CC BY-SA 4.0&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemat verbindet drei sprachlich unterschiedlich anspruchsvolle Phasen, die sich als Scaffolding lesen lassen: erst stilles, druckfreies Schreiben allein, dann Lesen der Beiträge anderer als Modell für eigene Formulierungen, schließlich mündliches Aushandeln eines gemeinsamen Ergebnisses. Die Einzelschreibphase nimmt sprachlich unsicheren Lernenden den Druck der Gruppenkommunikation und lässt Zeit zum Nachschlagen und Formulieren, bevor überhaupt gesprochen wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Konsensphase in der Mitte ist der sprachlich anspruchsvollste Teil: Hier müssen Lernende Zustimmung, Ablehnung oder Kompromisse aushandeln – eine reale Kommunikationssituation mit echter Verhandlung von Bedeutung, nicht nur eine künstliche Übung. Die Methode eignet sich damit besonders gut, um Redemittel der Zustimmung, Ablehnung und Zusammenfassung gezielt zu üben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Einzelschreibphase einen Wortspeicher zum Thema bereitstellen sowie Redemittelkarten für die Konsensphase auslegen, z. B. „Ich stimme zu, weil …&amp;quot;, „Das sehe ich auch so.&amp;quot;, „Ich bin nicht sicher, aber …&amp;quot;, „Wir sind uns einig, dass …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; In der Einzelschreibphase dürfen sprachlich schwächere Lernende statt ganzer Sätze auch einzelne Wörter oder Bildkärtchen in ihr Randfeld legen – die inhaltliche Beteiligung bleibt vollständig erhalten, auch ohne vollständige Sätze.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Gruppe eine sprachlich sichere Person einteilen, die die Konsensphase moderiert, ohne die Beiträge der anderen zu übergehen; die Randfelder aller Personen – auch die mit Bildern oder Einzelwörtern – fließen sichtbar in das Ergebnis in der Mitte ein.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; bei jüngeren Gruppen oder niedrigen Niveaus Symbol- oder Bildkärtchen bereitstellen, die in die Randfelder geklebt statt geschrieben werden können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Randfeld) !! Erweiterte Formulierung (Randfeld)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Was Pflanzen brauchen (Sachunterricht/Biologie) || Bildkärtchen legen (Sonne, Wasser, Erde) || Satz bilden: „Eine Pflanze braucht Wasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit (Deutsch/DaZ, Kennenlernen) || Wort notieren (z. B. „Fußball&amp;quot;) || Satz bilden: „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ursachen des Klimawandels (Politik/Sachunterricht) || Stichwort notieren (z. B. „Autos&amp;quot;) || Satz mit Begründung: „Autos verursachen viele Abgase, weil sie Benzin verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserkreislauf (Naturwissenschaften) || Bildkärtchen zuordnen (Wolke, Regen, Fluss, Meer) || Fachbegriff notieren und in einem Satz verwenden (z. B. „Verdunstung&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Ausführliches Beispiel: „Was Pflanzen zum Wachsen brauchen&amp;quot; (Sachunterricht/Biologie) ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage:&#039;&#039;&#039; Sachunterricht oder Biologie, Klasse 5/6, Regelklasse mit DaZ-Lernenden auf unterschiedlichem Sprachstand. Aufgabenstellung in der Mitte des Placemat-Bogens: „Was braucht eine Pflanze zum Wachsen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorentlastung vor der Übung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Wortspeicher mit Bildkarten und Wörtern: Sonne/Licht, Wasser, Erde/Boden, Luft, Wärme.&lt;br /&gt;
*Satzmuster als Redemittelkarte: „Eine Pflanze braucht ___.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einzelschreibphase (Randfelder):&#039;&#039;&#039; Jede Person trägt in ihr Randfeld mindestens einen Begriff ein. Sprachlich unsichere Lernende wählen eine passende Bildkarte aus dem Wortspeicher und kleben sie ins Feld; sprachlich sicherere Lernende schreiben einen vollständigen Satz nach dem Muster.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesephase:&#039;&#039;&#039; Das Blatt wird gedreht, jede Person liest die Beiträge der anderen. Verständnisfragen werden kurz geklärt, z. B. mithilfe der Bildkarten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konsensphase (Mitte):&#039;&#039;&#039; Die Gruppe einigt sich auf die wichtigsten Punkte und trägt sie gemeinsam in die Mitte ein. Redemittelkarte zur Unterstützung: „Wir sind uns einig, dass eine Pflanze ___ und ___ braucht.&amp;quot; Bei Uneinigkeit: „Wichtig ist auch …&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Präsentation:&#039;&#039;&#039; Ein Gruppenmitglied stellt das Ergebnis im Plenum vor; wer sprachlich noch unsicher ist, liest den in der Mitte notierten Satz vor.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung – Vorwissen als Ressource:&#039;&#039;&#039; Viele DaZ-Lernende kennen die Grundbedürfnisse von Pflanzen bereits aus dem Herkunftsland oder aus dem Alltag (z. B. Gartenarbeit) – dieses Sachwissen kann unabhängig vom Sprachstand aktiv in die Gruppe eingebracht werden, etwa durch Zeigen, Zeichnen oder einzelne Wörter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Scaffolding-Analyse: Wie Placemat sprachliches Gerüst auf- und wieder abbaut ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Scaffolding bezeichnet eine zeitlich begrenzte Unterstützung, die einer lernenden Person hilft, eine Aufgabe zu bewältigen, die sie allein noch nicht schaffen würde – und die schrittweise abgebaut wird, sobald die Kompetenz wächst.&amp;lt;ref&amp;gt;Wood, David J. / Bruner, Jerome S. / Ross, Gail (1976): The Role of Tutoring in Problem Solving. In: &#039;&#039;Journal of Child Psychology and Psychiatry&#039;&#039;, 17, S. 89–100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Sprachunterricht in gemischtsprachigen Regelklassen wurde das Konzept u. a. von Gibbons ausgearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gibbons, Pauline (2002): &#039;&#039;Scaffolding Language, Scaffolding Learning: Teaching Second Language Learners in the Mainstream Classroom.&#039;&#039; Portsmouth, NH: Heinemann.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemat eignet sich zur Veranschaulichung dieses Prinzips besonders gut, weil die Methode selbst schon in Phasen mit sinkender externer Unterstützung verläuft – am Beispiel „Was Pflanzen zum Wachsen brauchen&amp;quot;:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Phase !! Sprachliches Gerüst (Scaffold) !! Was der Scaffold übernimmt !! Abbau in der nächsten Phase&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vorentlastung || Wortspeicher mit Bild und Wort, Satzmuster-Karte „Eine Pflanze braucht ___.&amp;quot; || liefert Wortschatz und Satzstruktur vollständig im Voraus || entfällt ab der Einzelschreibphase; nur noch als Nachschlagehilfe im Raum verfügbar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einzelschreibphase (Randfeld) || Bildkärtchen als Alternative zum Wort; Satzmuster als Lückentext || reduziert die Produktionsleistung auf Wortebene bzw. Lückenfüllen statt freiem Satzbau || in der Lesephase muss dieselbe Sprache bereits ohne weitere Hilfe rezeptiv verarbeitet werden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lesephase || Peer-Texte der Gruppe als Sprachmodell (verständlicher Input von Mitlernenden) || liefert weitere Formulierungsbeispiele, ohne dass die Lehrkraft eingreifen muss || in der Konsensphase muss selbst aktiv formuliert werden, nicht mehr nur gelesen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Konsensphase (Mitte) || Redemittelkarte „Wir sind uns einig, dass …&amp;quot; || strukturiert die mündliche Aushandlung sprachlich vor || bei der Präsentation ist die Karte meist nicht mehr nötig, weil der Satz in der Mitte bereits als fertiges Modell steht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsentation || der gemeinsam erarbeitete Satz in der Mitte || dient als vollständig vorformulierter Text zum Vorlesen für sprachlich unsichere Lernende || sprachlich sichere Lernende sprechen frei über den notierten Satz hinaus, ganz ohne Gerüst&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vorteile des Scaffolding-Prinzips: Innerhalb eines einzigen Durchgangs der Methode wird das sprachliche Gerüst fünfmal in Folge etwas weiter abgebaut, ohne dass eine Lernperson dabei je vollständig ohne Unterstützung dasteht. Wer Runde für Runde etwas sicherer wird, kann jede Stufe überspringen, auf der sie den Scaffold nicht mehr braucht. Die Methode differenziert sich damit von selbst, ohne dass unterschiedliche Arbeitsblätter nötig wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1/A2 || Freizeit, „Meine Freizeit&amp;quot; || einzelne Wörter/Nomen, „Ich mag …&amp;quot;, einfache Aussagesätze || Variante „Reihum ergänzen&amp;quot;: Randfelder mit Aktivitäten (Lesen, Fußball, Musik) füllen, in der Mitte die drei häufigsten Aktivitäten der Gruppe notieren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2/B1 || Wie ich lerne (Gemeinsamkeiten feststellen) || „Ich lerne am liebsten …&amp;quot;, einfache Begründungssätze mit weil || Variante „Gemeinsamkeiten feststellen&amp;quot;: Vermutungen wie „Alle lernen gern mit Musik&amp;quot; abstimmen und in das passende Zahlenfeld eintragen; Gruppenname in der Mitte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Aufsatzthema: „Die Zukunft des Buches – digital oder analog?&amp;quot; || Pro-/Contra-Argumente, Nebensätze mit weil/dass, Redemittel der Zustimmung/Ablehnung || Variante „Einzeln schreiben, dann lesen&amp;quot;: jede Person schreibt zunächst eigene Argumente, anschließend gemeinsame Gewichtung und Formulierung einer Gruppenthese in der Mitte.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Wie geht das digital? ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das geht mit [https://www.oncoo.de/oncoo.php ONCOO].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine gute Beschreibung dazu gibt es auf den Seiten von [https://unterrichten.digital/2019/08/13/oncoo-online-kollaborativ-arbeiten/#Placemat Unterrichten digital]:&lt;br /&gt;
*Anstelle eines Posters bietet ONCOO eine Art digitale Tabelle, in der die Ergebnisse, der jeweilige Bearbeitungsstand jedes Teilnehmers und die verbleibenden Bearbeitungszeiten angezeigt werden.&lt;br /&gt;
*Die Schüler erarbeiten zunächst in Einzelarbeit (Think-Phase) ihre Inhalte, dann erst zeigt die App ihre Partner an, mit denen sie anschließend an einer Gruppenlösung (Pair-Phase) arbeiten.&lt;br /&gt;
*Im Plenum (Share-Phase) können dann abschließend sowohl Einzel- als auch Gruppenlösungen angezeigt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Quelle: Text zitiert und angepasst aus https://unterrichten.digital/2019/08/13/oncoo-online-kollaborativ-arbeiten/#Placemat&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Die Konsensphase in der Mitte setzt voraus, dass die Gruppe sprachlich in der Lage ist, Zustimmung, Ablehnung und Kompromisse auszudrücken; ohne vorbereitete Redemittel bleibt diese Phase auf niedrigeren Niveaus oberflächlich.&lt;br /&gt;
*Bei sehr heterogenen Sprachständen kann eine einzelne sprachlich starke Person die Formulierung des Mittelfelds dominieren, wenn die Moderation nicht bewusst gesteuert wird.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (Placemat-Bogen je Gruppe) bzw. bei der digitalen Variante Zugang zu Endgeräten und Internet.&lt;br /&gt;
*Die drei Ablaufvarianten unterscheiden sich in Zielsetzung und Sprachanforderung deutlich; ohne klare Auswahl vorab kann die Methode beliebig wirken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ideen für DaF/DaZ ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Lerner suchen Gemeinsamkeiten: Meine Freizeit, Wie ich lerne usw.&lt;br /&gt;
* Lerner brainstormen zu einem Aufsatzthema ab B1: Die Zukunft des Buches: digital oder doch noch analog?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Ausführlich umgesetzt in den Abschnitten „Sprachsensibler Einsatz&amp;quot; und „Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau&amp;quot; oben.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[Gruppenpuzzle]]&lt;br /&gt;
*[[Gruppen-Karussell]]&lt;br /&gt;
*[[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Michalak, Magdalena (2015): &#039;&#039;Sprache im Fachunterricht.&#039;&#039; Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Placemat|Placemat]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* Online funktioniert die Methode über das Tool https://www.oncoo.de/Placemat/.&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Placemat&amp;diff=89081</id>
		<title>Placemat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Placemat&amp;diff=89081"/>
		<updated>2026-08-14T09:00:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Materialien */ Inhalte teilweise mit KI erstellt und überprüft.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Placemat-Vorlage.jpg|mini|Placemat-Arbeitsblatt (Schema)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kooperatives lernen-pixabay.jpg|mini|Kooperatives Lernszenario]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Placemat&#039;&#039;&#039; ist eine Unterrichtsmethode des [[Kooperatives Lernen|kooperativen Lernens]], die dem &#039;&#039;Schreibgespräch&#039;&#039; ähnelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Placemat&#039;&#039; (oder &#039;&#039;Placemat Activity&#039;&#039;) bedeutet Tischdeckchen und bezieht sich auf die Form des dabei benutzten Arbeitsblattes.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemats sind gut geeignet für den Einstieg in ein Thema als Methode zur (kollaborativen) Aktivierung von Vorwissen, Vorerfahrungen oder Assoziationsfeldern.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (einfache Aussagesätze für die Randfelder); Konsensfindung in der Mitte eher ab B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (3–4 Personen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Placemat-Bogen pro Gruppe (Vorlage, siehe Materialien), Stifte; digital auch über ONCOO möglich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Schreiben, Lesen, Sprechen (Konsensbildung und Präsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Reihum ergänzen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Schüler finden sich in Gruppen zu drei oder vier Schülern zusammen. Jede Gruppe erhält ein vorbereitetes Blatt, auf dem in der Mitte ein großer Kasten und zum Rand so viele Felder wie Schüler (also hier drei bzw. vier Felder) aufgezeichnet sind. Dieses Blatt liegt in der Tischmitte, die Schüler sitzen drumherum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jeder Schüler schreibt nun still nach dem vorgegebenen Thema oder der Aufgabenstellung einen Kommentar in eines der Eckfelder. Anschließend wird das Blatt gedreht, sodass jeder Schüler die nächste Ecke erhält.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn jeder Schüler in jeder Ecke einen Kommentar geschrieben hat, werden die Schreibgespräche in einem ersten Schritt ausgewertet. Dazu fasst die gesamte Gruppe ihre Ergebnisse zusammen und schreibt die gewonnenen Erkenntnisse in das Feld in der Mitte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese werden anschließend im Klassenverband gesammelt und z. B. auf einem Flipchart fixiert, um im weiteren Verlauf darauf eingehen oder damit arbeiten zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Einzeln schreiben, dann lesen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Variation kann sein, dass zuerst jede Person nur im vor sich liegenden Randbereich ihre Gedanken zur gegebenen Aufgabenstellung aufschreibt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend wird die Placemat jeweils um eine Position gedreht, bis alle die Gedanken aller Personen der Arbeitsgruppe gelesen haben. In dieser Phase sollten nur unmittelbare Verständnisfragen kurz geklärt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hierauf folgt die Erarbeitung eines Gruppenergebnisses und dessen Fixierung in der Mitte der Placemat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Gemeinsamkeiten feststellen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für die Phase des Kennenlernens in neuen Arbeitsgruppen können die Felder am Seitenrand der Placemat genutzt werden, um den Grad von Übereinstimmungen festzustellen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da es um Gruppenbildung geht, kann auch die Vorbereitung der Placemat schon gemeinsam erfolgen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Person 1 zeichnet das Rechteck in die Mitte des Blattes.&lt;br /&gt;
*Person 2 und dann die folgenden zeichnen jeweils eine Linie vom Rechteck in der Mitte zum Seitenrand, sodass so viele Felder am Seitenrand entstehen, wie es Teilnehmer in der Gruppe gibt (in der Regel vier, aber eventuell auch drei oder fünf).&lt;br /&gt;
*Die letzte Person nummeriert die so entstandenen Seitenflächen von 1 bis 4 (bzw. bis 3 oder 5).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jetzt stellt der Reihe nach jeweils eine Person eine Vermutung über Gemeinsamkeiten in der Gruppe an, z. B. „Alle sehen gerne fern.&amp;quot; Je nachdem, wie viele Personen dieser Aussage zustimmen, wird sie anschließend in das Feld mit dieser Zahl geschrieben, also in Feld 4, wenn vier Personen zustimmen usw. Dies kann über einen vorgegebenen Zeitraum oder eine bestimmte Zahl von Runden (z. B. drei) erfolgen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend werten die Mitglieder der Arbeitsgruppe ihr Ergebnis aus und geben sich einen dazu passenden Gruppennamen, der in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abschließend präsentiert ein nach Zufallsprinzip bestimmtes Mitglied der Arbeitsgruppe die Auswertung der Gruppe und den Gruppennamen im Plenum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Materialien ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vorlagen zum Ausdrucken:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-Vorlage.jpg|für 4 Personen&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-vorlage4.jpg|für 4 Personen&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-vorlage5.jpg|für 5 Personen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine kurze, klare Einführung findet sich auf dem Server von Kooperatives-Lernen.de: (aktuell beide Seiten nicht online)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[http://www.kooperatives-lernen.de PLACEMAT - Das &amp;quot;Schweizermesser&amp;quot; des kooperativen Lernens]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:„Die Methode ist in allen Fächern und Altersgruppen sowie vielen pädagogischen Kontexten variabel einsetzbar und gilt als besonders wirksam in der Stimulierung kognitiver Aktivität von Schülerinnen und Schülern, da die Lernenden erst allein nachdenken und Ideen/Antworten aufschreiben, bevor sie dann in einer zweiten Phase mit anderen zusammen Ideen austauschen, dabei strukturieren und möglicherweise weiterentwickeln. Sie ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, zunächst allein – ohne den Druck der Gruppenkommunikation – Antworten auf eine Fragestellung zu suchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[https://www.tutory.de/w/ff2b2d20 Kooperatives Lernen - Placemat] 4-seitiges Arbeitsblatt mit Einführung, Tipps und einer Placemat-Vorlage; Gert Egle auf tutory.de; CC BY-SA 4.0&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemat verbindet drei sprachlich unterschiedlich anspruchsvolle Phasen, die sich als Scaffolding lesen lassen: erst stilles, druckfreies Schreiben allein, dann Lesen der Beiträge anderer als Modell für eigene Formulierungen, schließlich mündliches Aushandeln eines gemeinsamen Ergebnisses. Die Einzelschreibphase nimmt sprachlich unsicheren Lernenden den Druck der Gruppenkommunikation und lässt Zeit zum Nachschlagen und Formulieren, bevor überhaupt gesprochen wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Konsensphase in der Mitte ist der sprachlich anspruchsvollste Teil: Hier müssen Lernende Zustimmung, Ablehnung oder Kompromisse aushandeln – eine reale Kommunikationssituation mit echter Verhandlung von Bedeutung, nicht nur eine künstliche Übung. Die Methode eignet sich damit besonders gut, um Redemittel der Zustimmung, Ablehnung und Zusammenfassung gezielt zu üben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Einzelschreibphase einen Wortspeicher zum Thema bereitstellen sowie Redemittelkarten für die Konsensphase auslegen, z. B. „Ich stimme zu, weil …&amp;quot;, „Das sehe ich auch so.&amp;quot;, „Ich bin nicht sicher, aber …&amp;quot;, „Wir sind uns einig, dass …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; In der Einzelschreibphase dürfen sprachlich schwächere Lernende statt ganzer Sätze auch einzelne Wörter oder Bildkärtchen in ihr Randfeld legen – die inhaltliche Beteiligung bleibt vollständig erhalten, auch ohne vollständige Sätze.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Gruppe eine sprachlich sichere Person einteilen, die die Konsensphase moderiert, ohne die Beiträge der anderen zu übergehen; die Randfelder aller Personen – auch die mit Bildern oder Einzelwörtern – fließen sichtbar in das Ergebnis in der Mitte ein.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; bei jüngeren Gruppen oder niedrigen Niveaus Symbol- oder Bildkärtchen bereitstellen, die in die Randfelder geklebt statt geschrieben werden können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Randfeld) !! Erweiterte Formulierung (Randfeld)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Was Pflanzen brauchen (Sachunterricht/Biologie) || Bildkärtchen legen (Sonne, Wasser, Erde) || Satz bilden: „Eine Pflanze braucht Wasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit (Deutsch/DaZ, Kennenlernen) || Wort notieren (z. B. „Fußball&amp;quot;) || Satz bilden: „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ursachen des Klimawandels (Politik/Sachunterricht) || Stichwort notieren (z. B. „Autos&amp;quot;) || Satz mit Begründung: „Autos verursachen viele Abgase, weil sie Benzin verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserkreislauf (Naturwissenschaften) || Bildkärtchen zuordnen (Wolke, Regen, Fluss, Meer) || Fachbegriff notieren und in einem Satz verwenden (z. B. „Verdunstung&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Ausführliches Beispiel: „Was Pflanzen zum Wachsen brauchen&amp;quot; (Sachunterricht/Biologie) ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage:&#039;&#039;&#039; Sachunterricht oder Biologie, Klasse 5/6, Regelklasse mit DaZ-Lernenden auf unterschiedlichem Sprachstand. Aufgabenstellung in der Mitte des Placemat-Bogens: „Was braucht eine Pflanze zum Wachsen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorentlastung vor der Übung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Wortspeicher mit Bildkarten und Wörtern: Sonne/Licht, Wasser, Erde/Boden, Luft, Wärme.&lt;br /&gt;
*Satzmuster als Redemittelkarte: „Eine Pflanze braucht ___.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einzelschreibphase (Randfelder):&#039;&#039;&#039; Jede Person trägt in ihr Randfeld mindestens einen Begriff ein. Sprachlich unsichere Lernende wählen eine passende Bildkarte aus dem Wortspeicher und kleben sie ins Feld; sprachlich sicherere Lernende schreiben einen vollständigen Satz nach dem Muster.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesephase:&#039;&#039;&#039; Das Blatt wird gedreht, jede Person liest die Beiträge der anderen. Verständnisfragen werden kurz geklärt, z. B. mithilfe der Bildkarten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konsensphase (Mitte):&#039;&#039;&#039; Die Gruppe einigt sich auf die wichtigsten Punkte und trägt sie gemeinsam in die Mitte ein. Redemittelkarte zur Unterstützung: „Wir sind uns einig, dass eine Pflanze ___ und ___ braucht.&amp;quot; Bei Uneinigkeit: „Wichtig ist auch …&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Präsentation:&#039;&#039;&#039; Ein Gruppenmitglied stellt das Ergebnis im Plenum vor; wer sprachlich noch unsicher ist, liest den in der Mitte notierten Satz vor.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung – Vorwissen als Ressource:&#039;&#039;&#039; Viele DaZ-Lernende kennen die Grundbedürfnisse von Pflanzen bereits aus dem Herkunftsland oder aus dem Alltag (z. B. Gartenarbeit) – dieses Sachwissen kann unabhängig vom Sprachstand aktiv in die Gruppe eingebracht werden, etwa durch Zeigen, Zeichnen oder einzelne Wörter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1/A2 || Freizeit, „Meine Freizeit&amp;quot; || einzelne Wörter/Nomen, „Ich mag …&amp;quot;, einfache Aussagesätze || Variante „Reihum ergänzen&amp;quot;: Randfelder mit Aktivitäten (Lesen, Fußball, Musik) füllen, in der Mitte die drei häufigsten Aktivitäten der Gruppe notieren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2/B1 || Wie ich lerne (Gemeinsamkeiten feststellen) || „Ich lerne am liebsten …&amp;quot;, einfache Begründungssätze mit weil || Variante „Gemeinsamkeiten feststellen&amp;quot;: Vermutungen wie „Alle lernen gern mit Musik&amp;quot; abstimmen und in das passende Zahlenfeld eintragen; Gruppenname in der Mitte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Aufsatzthema: „Die Zukunft des Buches – digital oder analog?&amp;quot; || Pro-/Contra-Argumente, Nebensätze mit weil/dass, Redemittel der Zustimmung/Ablehnung || Variante „Einzeln schreiben, dann lesen&amp;quot;: jede Person schreibt zunächst eigene Argumente, anschließend gemeinsame Gewichtung und Formulierung einer Gruppenthese in der Mitte.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Wie geht das digital? ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das geht mit [https://www.oncoo.de/oncoo.php ONCOO].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine gute Beschreibung dazu gibt es auf den Seiten von [https://unterrichten.digital/2019/08/13/oncoo-online-kollaborativ-arbeiten/#Placemat Unterrichten digital]:&lt;br /&gt;
*Anstelle eines Posters bietet ONCOO eine Art digitale Tabelle, in der die Ergebnisse, der jeweilige Bearbeitungsstand jedes Teilnehmers und die verbleibenden Bearbeitungszeiten angezeigt werden.&lt;br /&gt;
*Die Schüler erarbeiten zunächst in Einzelarbeit (Think-Phase) ihre Inhalte, dann erst zeigt die App ihre Partner an, mit denen sie anschließend an einer Gruppenlösung (Pair-Phase) arbeiten.&lt;br /&gt;
*Im Plenum (Share-Phase) können dann abschließend sowohl Einzel- als auch Gruppenlösungen angezeigt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Quelle: Text zitiert und angepasst aus https://unterrichten.digital/2019/08/13/oncoo-online-kollaborativ-arbeiten/#Placemat&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Die Konsensphase in der Mitte setzt voraus, dass die Gruppe sprachlich in der Lage ist, Zustimmung, Ablehnung und Kompromisse auszudrücken; ohne vorbereitete Redemittel bleibt diese Phase auf niedrigeren Niveaus oberflächlich.&lt;br /&gt;
*Bei sehr heterogenen Sprachständen kann eine einzelne sprachlich starke Person die Formulierung des Mittelfelds dominieren, wenn die Moderation nicht bewusst gesteuert wird.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (Placemat-Bogen je Gruppe) bzw. bei der digitalen Variante Zugang zu Endgeräten und Internet.&lt;br /&gt;
*Die drei Ablaufvarianten unterscheiden sich in Zielsetzung und Sprachanforderung deutlich; ohne klare Auswahl vorab kann die Methode beliebig wirken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ideen für DaF/DaZ ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Lerner suchen Gemeinsamkeiten: Meine Freizeit, Wie ich lerne usw.&lt;br /&gt;
* Lerner brainstormen zu einem Aufsatzthema ab B1: Die Zukunft des Buches: digital oder doch noch analog?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Ausführlich umgesetzt in den Abschnitten „Sprachsensibler Einsatz&amp;quot; und „Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau&amp;quot; oben.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[Gruppenpuzzle]]&lt;br /&gt;
*[[Gruppen-Karussell]]&lt;br /&gt;
*[[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Michalak, Magdalena (2015): &#039;&#039;Sprache im Fachunterricht.&#039;&#039; Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Placemat|Placemat]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* Online funktioniert die Methode über das Tool https://www.oncoo.de/Placemat/.&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Placemat&amp;diff=89080</id>
		<title>Placemat</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Placemat&amp;diff=89080"/>
		<updated>2026-08-14T08:57:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: Ausgangslage: Die bisherige Seite enthielt Einleitung, drei Ablaufvarianten, Materialien/Bildvorlagen, einen digitalen Abschnitt (ONCOO) und zwei knappe Stichpunkte &amp;quot;Ideen für DaF/DaZ&amp;quot; ohne Niveauangabe oder Sprachhilfen. Unverändert übernommen: Einleitung, alle drei Ablaufvarianten (Reihum ergänzen / Einzeln schreiben, dann lesen / Gemeinsamkeiten feststellen), Materialbilder/-vorlagen (bestehende Dateien im Wiki), Abschnitt zur digitalen Umsetzung mit ONCOO, Linktipps. Neu ergänzt: Infobox&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Placemat-Vorlage.jpg|mini|Placemat-Arbeitsblatt (Schema)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kooperatives lernen-pixabay.jpg|mini|Kooperatives Lernszenario]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Placemat&#039;&#039;&#039; ist eine Unterrichtsmethode des [[Kooperatives Lernen|kooperativen Lernens]], die dem &#039;&#039;Schreibgespräch&#039;&#039; ähnelt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;Placemat&#039;&#039; (oder &#039;&#039;Placemat Activity&#039;&#039;) bedeutet Tischdeckchen und bezieht sich auf die Form des dabei benutzten Arbeitsblattes.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemats sind gut geeignet für den Einstieg in ein Thema als Methode zur (kollaborativen) Aktivierung von Vorwissen, Vorerfahrungen oder Assoziationsfeldern.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (einfache Aussagesätze für die Randfelder); Konsensfindung in der Mitte eher ab B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (3–4 Personen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Placemat-Bogen pro Gruppe (Vorlage, siehe Materialien), Stifte; digital auch über ONCOO möglich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Schreiben, Lesen, Sprechen (Konsensbildung und Präsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Reihum ergänzen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Schüler finden sich in Gruppen zu drei oder vier Schülern zusammen. Jede Gruppe erhält ein vorbereitetes Blatt, auf dem in der Mitte ein großer Kasten und zum Rand so viele Felder wie Schüler (also hier drei bzw. vier Felder) aufgezeichnet sind. Dieses Blatt liegt in der Tischmitte, die Schüler sitzen drumherum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jeder Schüler schreibt nun still nach dem vorgegebenen Thema oder der Aufgabenstellung einen Kommentar in eines der Eckfelder. Anschließend wird das Blatt gedreht, sodass jeder Schüler die nächste Ecke erhält.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn jeder Schüler in jeder Ecke einen Kommentar geschrieben hat, werden die Schreibgespräche in einem ersten Schritt ausgewertet. Dazu fasst die gesamte Gruppe ihre Ergebnisse zusammen und schreibt die gewonnenen Erkenntnisse in das Feld in der Mitte.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese werden anschließend im Klassenverband gesammelt und z. B. auf einem Flipchart fixiert, um im weiteren Verlauf darauf eingehen oder damit arbeiten zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Einzeln schreiben, dann lesen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Variation kann sein, dass zuerst jede Person nur im vor sich liegenden Randbereich ihre Gedanken zur gegebenen Aufgabenstellung aufschreibt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend wird die Placemat jeweils um eine Position gedreht, bis alle die Gedanken aller Personen der Arbeitsgruppe gelesen haben. In dieser Phase sollten nur unmittelbare Verständnisfragen kurz geklärt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Hierauf folgt die Erarbeitung eines Gruppenergebnisses und dessen Fixierung in der Mitte der Placemat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Gemeinsamkeiten feststellen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für die Phase des Kennenlernens in neuen Arbeitsgruppen können die Felder am Seitenrand der Placemat genutzt werden, um den Grad von Übereinstimmungen festzustellen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da es um Gruppenbildung geht, kann auch die Vorbereitung der Placemat schon gemeinsam erfolgen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Person 1 zeichnet das Rechteck in die Mitte des Blattes.&lt;br /&gt;
*Person 2 und dann die folgenden zeichnen jeweils eine Linie vom Rechteck in der Mitte zum Seitenrand, sodass so viele Felder am Seitenrand entstehen, wie es Teilnehmer in der Gruppe gibt (in der Regel vier, aber eventuell auch drei oder fünf).&lt;br /&gt;
*Die letzte Person nummeriert die so entstandenen Seitenflächen von 1 bis 4 (bzw. bis 3 oder 5).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Jetzt stellt der Reihe nach jeweils eine Person eine Vermutung über Gemeinsamkeiten in der Gruppe an, z. B. „Alle sehen gerne fern.&amp;quot; Je nachdem, wie viele Personen dieser Aussage zustimmen, wird sie anschließend in das Feld mit dieser Zahl geschrieben, also in Feld 4, wenn vier Personen zustimmen usw. Dies kann über einen vorgegebenen Zeitraum oder eine bestimmte Zahl von Runden (z. B. drei) erfolgen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Anschließend werten die Mitglieder der Arbeitsgruppe ihr Ergebnis aus und geben sich einen dazu passenden Gruppennamen, der in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Abschließend präsentiert ein nach Zufallsprinzip bestimmtes Mitglied der Arbeitsgruppe die Auswertung der Gruppe und den Gruppennamen im Plenum.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Materialien ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vorlagen zum Ausdrucken:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-Vorlage.jpg|für 4 Personen&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-vorlage4.jpg|für 4 Personen&lt;br /&gt;
Datei:Placemat-vorlage5.jpg|für 5 Personen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine kurze, klare Einführung findet sich auf dem Server von Kooperatives-Lernen.de:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[http://www.kooperatives-lernen.de PLACEMAT - Das &amp;quot;Schweizermesser&amp;quot; des kooperativen Lernens]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
:„Die Methode ist in allen Fächern und Altersgruppen sowie vielen pädagogischen Kontexten variabel einsetzbar und gilt als besonders wirksam in der Stimulierung kognitiver Aktivität von Schülerinnen und Schülern, da die Lernenden erst allein nachdenken und Ideen/Antworten aufschreiben, bevor sie dann in einer zweiten Phase mit anderen zusammen Ideen austauschen, dabei strukturieren und möglicherweise weiterentwickeln. Sie ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, zunächst allein – ohne den Druck der Gruppenkommunikation – Antworten auf eine Fragestellung zu suchen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[https://www.tutory.de/w/ff2b2d20 Kooperatives Lernen - Placemat] 4-seitiges Arbeitsblatt mit Einführung, Tipps und einer Placemat-Vorlage; Gert Egle auf tutory.de; CC BY-SA 4.0&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Placemat verbindet drei sprachlich unterschiedlich anspruchsvolle Phasen, die sich als Scaffolding lesen lassen: erst stilles, druckfreies Schreiben allein, dann Lesen der Beiträge anderer als Modell für eigene Formulierungen, schließlich mündliches Aushandeln eines gemeinsamen Ergebnisses. Die Einzelschreibphase nimmt sprachlich unsicheren Lernenden den Druck der Gruppenkommunikation und lässt Zeit zum Nachschlagen und Formulieren, bevor überhaupt gesprochen wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Konsensphase in der Mitte ist der sprachlich anspruchsvollste Teil: Hier müssen Lernende Zustimmung, Ablehnung oder Kompromisse aushandeln – eine reale Kommunikationssituation mit echter Verhandlung von Bedeutung, nicht nur eine künstliche Übung. Die Methode eignet sich damit besonders gut, um Redemittel der Zustimmung, Ablehnung und Zusammenfassung gezielt zu üben.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Einzelschreibphase einen Wortspeicher zum Thema bereitstellen sowie Redemittelkarten für die Konsensphase auslegen, z. B. „Ich stimme zu, weil …&amp;quot;, „Das sehe ich auch so.&amp;quot;, „Ich bin nicht sicher, aber …&amp;quot;, „Wir sind uns einig, dass …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; In der Einzelschreibphase dürfen sprachlich schwächere Lernende statt ganzer Sätze auch einzelne Wörter oder Bildkärtchen in ihr Randfeld legen – die inhaltliche Beteiligung bleibt vollständig erhalten, auch ohne vollständige Sätze.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Gruppe eine sprachlich sichere Person einteilen, die die Konsensphase moderiert, ohne die Beiträge der anderen zu übergehen; die Randfelder aller Personen – auch die mit Bildern oder Einzelwörtern – fließen sichtbar in das Ergebnis in der Mitte ein.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; bei jüngeren Gruppen oder niedrigen Niveaus Symbol- oder Bildkärtchen bereitstellen, die in die Randfelder geklebt statt geschrieben werden können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Randfeld) !! Erweiterte Formulierung (Randfeld)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Was Pflanzen brauchen (Sachunterricht/Biologie) || Bildkärtchen legen (Sonne, Wasser, Erde) || Satz bilden: „Eine Pflanze braucht Wasser.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit (Deutsch/DaZ, Kennenlernen) || Wort notieren (z. B. „Fußball&amp;quot;) || Satz bilden: „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ursachen des Klimawandels (Politik/Sachunterricht) || Stichwort notieren (z. B. „Autos&amp;quot;) || Satz mit Begründung: „Autos verursachen viele Abgase, weil sie Benzin verbrennen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasserkreislauf (Naturwissenschaften) || Bildkärtchen zuordnen (Wolke, Regen, Fluss, Meer) || Fachbegriff notieren und in einem Satz verwenden (z. B. „Verdunstung&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Ausführliches Beispiel: „Was Pflanzen zum Wachsen brauchen&amp;quot; (Sachunterricht/Biologie) ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage:&#039;&#039;&#039; Sachunterricht oder Biologie, Klasse 5/6, Regelklasse mit DaZ-Lernenden auf unterschiedlichem Sprachstand. Aufgabenstellung in der Mitte des Placemat-Bogens: „Was braucht eine Pflanze zum Wachsen?&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorentlastung vor der Übung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Wortspeicher mit Bildkarten und Wörtern: Sonne/Licht, Wasser, Erde/Boden, Luft, Wärme.&lt;br /&gt;
*Satzmuster als Redemittelkarte: „Eine Pflanze braucht ___.&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einzelschreibphase (Randfelder):&#039;&#039;&#039; Jede Person trägt in ihr Randfeld mindestens einen Begriff ein. Sprachlich unsichere Lernende wählen eine passende Bildkarte aus dem Wortspeicher und kleben sie ins Feld; sprachlich sicherere Lernende schreiben einen vollständigen Satz nach dem Muster.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Lesephase:&#039;&#039;&#039; Das Blatt wird gedreht, jede Person liest die Beiträge der anderen. Verständnisfragen werden kurz geklärt, z. B. mithilfe der Bildkarten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konsensphase (Mitte):&#039;&#039;&#039; Die Gruppe einigt sich auf die wichtigsten Punkte und trägt sie gemeinsam in die Mitte ein. Redemittelkarte zur Unterstützung: „Wir sind uns einig, dass eine Pflanze ___ und ___ braucht.&amp;quot; Bei Uneinigkeit: „Wichtig ist auch …&amp;quot;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Präsentation:&#039;&#039;&#039; Ein Gruppenmitglied stellt das Ergebnis im Plenum vor; wer sprachlich noch unsicher ist, liest den in der Mitte notierten Satz vor.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung – Vorwissen als Ressource:&#039;&#039;&#039; Viele DaZ-Lernende kennen die Grundbedürfnisse von Pflanzen bereits aus dem Herkunftsland oder aus dem Alltag (z. B. Gartenarbeit) – dieses Sachwissen kann unabhängig vom Sprachstand aktiv in die Gruppe eingebracht werden, etwa durch Zeigen, Zeichnen oder einzelne Wörter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1/A2 || Freizeit, „Meine Freizeit&amp;quot; || einzelne Wörter/Nomen, „Ich mag …&amp;quot;, einfache Aussagesätze || Variante „Reihum ergänzen&amp;quot;: Randfelder mit Aktivitäten (Lesen, Fußball, Musik) füllen, in der Mitte die drei häufigsten Aktivitäten der Gruppe notieren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2/B1 || Wie ich lerne (Gemeinsamkeiten feststellen) || „Ich lerne am liebsten …&amp;quot;, einfache Begründungssätze mit weil || Variante „Gemeinsamkeiten feststellen&amp;quot;: Vermutungen wie „Alle lernen gern mit Musik&amp;quot; abstimmen und in das passende Zahlenfeld eintragen; Gruppenname in der Mitte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Aufsatzthema: „Die Zukunft des Buches – digital oder analog?&amp;quot; || Pro-/Contra-Argumente, Nebensätze mit weil/dass, Redemittel der Zustimmung/Ablehnung || Variante „Einzeln schreiben, dann lesen&amp;quot;: jede Person schreibt zunächst eigene Argumente, anschließend gemeinsame Gewichtung und Formulierung einer Gruppenthese in der Mitte.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Wie geht das digital? ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das geht mit [https://www.oncoo.de/oncoo.php ONCOO].&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine gute Beschreibung dazu gibt es auf den Seiten von [https://unterrichten.digital/2019/08/13/oncoo-online-kollaborativ-arbeiten/#Placemat Unterrichten digital]:&lt;br /&gt;
*Anstelle eines Posters bietet ONCOO eine Art digitale Tabelle, in der die Ergebnisse, der jeweilige Bearbeitungsstand jedes Teilnehmers und die verbleibenden Bearbeitungszeiten angezeigt werden.&lt;br /&gt;
*Die Schüler erarbeiten zunächst in Einzelarbeit (Think-Phase) ihre Inhalte, dann erst zeigt die App ihre Partner an, mit denen sie anschließend an einer Gruppenlösung (Pair-Phase) arbeiten.&lt;br /&gt;
*Im Plenum (Share-Phase) können dann abschließend sowohl Einzel- als auch Gruppenlösungen angezeigt werden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Quelle: Text zitiert und angepasst aus https://unterrichten.digital/2019/08/13/oncoo-online-kollaborativ-arbeiten/#Placemat&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Die Konsensphase in der Mitte setzt voraus, dass die Gruppe sprachlich in der Lage ist, Zustimmung, Ablehnung und Kompromisse auszudrücken; ohne vorbereitete Redemittel bleibt diese Phase auf niedrigeren Niveaus oberflächlich.&lt;br /&gt;
*Bei sehr heterogenen Sprachständen kann eine einzelne sprachlich starke Person die Formulierung des Mittelfelds dominieren, wenn die Moderation nicht bewusst gesteuert wird.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (Placemat-Bogen je Gruppe) bzw. bei der digitalen Variante Zugang zu Endgeräten und Internet.&lt;br /&gt;
*Die drei Ablaufvarianten unterscheiden sich in Zielsetzung und Sprachanforderung deutlich; ohne klare Auswahl vorab kann die Methode beliebig wirken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Ideen für DaF/DaZ ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Lerner suchen Gemeinsamkeiten: Meine Freizeit, Wie ich lerne usw.&lt;br /&gt;
* Lerner brainstormen zu einem Aufsatzthema ab B1: Die Zukunft des Buches: digital oder doch noch analog?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
(Ausführlich umgesetzt in den Abschnitten „Sprachsensibler Einsatz&amp;quot; und „Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau&amp;quot; oben.)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[Gruppenpuzzle]]&lt;br /&gt;
*[[Gruppen-Karussell]]&lt;br /&gt;
*[[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Michalak, Magdalena (2015): &#039;&#039;Sprache im Fachunterricht.&#039;&#039; Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Placemat|Placemat]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* Online funktioniert die Methode über das Tool https://www.oncoo.de/Placemat/.&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89079</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89079"/>
		<updated>2026-08-14T08:45:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Ausführliches Beispiel: Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Vier-Ecken-Raster_leer.png|400px|miniatur|Leere Vorlage zum Ausdrucken: Vier-Ecken-Raster mit Platz für Wort und Satz in jeder Ecke]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der folgende Ablauf ist auf eine DaF-/DaZ-Klasse des Niveaus A2 zugeschnitten und sprachlich vereinfacht (allgemeines Verfahren nach Lin-Klitzing&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;, für den Sprachunterricht auf zwei schriftliche Runden reduziert):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
# Die Lehrkraft trägt das Thema in die Mitte des Vier-Ecken-Rasters ein, z. B. „Tagesablauf&amp;quot;.&lt;br /&gt;
# Die Lernenden setzen sich in Vierergruppen um einen Tisch; jede Gruppe erhält ein leeres Raster (Vorlage siehe Abbildung).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Runde 1 (Wort):&#039;&#039;&#039; Jede Person schreibt in ihre Ecke ein Wort zum Thema, z. B. eine Alltagsaktivität („aufstehen&amp;quot;, „frühstücken&amp;quot;). Ein kleiner Wortspeicher mit 8–10 passenden Aktivitäten an der Tafel oder als Kärtchen unterstützt beim Finden eines Worts.&lt;br /&gt;
# Das Blatt wird um 90° weitergedreht, sodass jede Person nun die Ecke der Nachbarperson vor sich hat.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Runde 2 (Satz):&#039;&#039;&#039; Jede Person bildet aus dem vorgefundenen Wort einen einfachen Satz im Präsens nach dem Muster „Ich ___ um ___ Uhr.&amp;quot; Eine Redemittelkarte mit diesem Satzmuster liegt bereit.&lt;br /&gt;
# Bei A2 endet die schriftliche Arbeit an dieser Stelle. Runde 3 (Frage) und die schriftliche Präsentation entfallen; stattdessen liest jede Gruppe ihre vier Sätze am Ende gemeinsam im Plenum vor, die Lehrkraft sammelt bei Bedarf einzelne Sätze an der Tafel.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Vier-Ecken-Raster_Beispiel_Tagesablauf.png|400px|miniatur|Ausgefülltes Beispiel zum Thema „Tagesablauf&amp;quot; (A2): jede Ecke enthält ein Wort und einen einfachen Satz]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für höhere Niveaus (ab B1) lässt sich der ursprüngliche vierstufige Ablauf (Wort → Satz → Frage → Präsentation) unverändert nutzen; siehe Abschnitt „Varianten&amp;quot; und die Beispieltabelle unten.&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Variante eignet sich gut für den Regelunterricht, weil die vier Runden unterschiedlich hohe Sprachanforderungen stellen und sich damit natürlich differenzieren lassen, ohne dass DaZ-Lernende sichtbar eine „andere&amp;quot; Aufgabe bekommen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung einen kleinen Wortspeicher zum Thema anlegen (Tafel oder Kärtchen) sowie Redemittelkarten mit Satzbausteinen für Runde 2 und 3 auslegen, z. B. „___ ist/hat/macht …&amp;quot; und „Was …? / Wie …? / Warum …?&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Runde 1 (ein Wort notieren) ist sprachlich niedrigschwellig und für DaZ-Lernende genauso gut zugänglich wie für alle anderen; wer noch unsicher ist, kann hier gleichberechtigt einsteigen, auch mithilfe von Bildkärtchen statt eines freien Worts.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Vierergruppe möglichst eine sprachlich sichere Person einteilen, die bei Bedarf beim Formulieren des Satzes (Runde 2) oder der Frage (Runde 3) unterstützt – ohne der Gruppe die Aufgabe abzunehmen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; zum Ausgangsbegriff passende Bildkarten neben das Raster legen, damit auch Lernende mit noch geringem Wortschatz eine inhaltliche Anknüpfung finden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Runde 1, sprachliche Anfänger) !! Erweiterte Formulierung (Runde 1, sprachlich sicherer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Berufe (Deutsch/DaZ) || Wort-Bild-Kärtchen (z. B. Bäckerin, Arzt) auswählen und einlegen || Beruf frei und ohne Bildstütze notieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wetter und Klima (Erdkunde) || Bildkärtchen zuordnen (Sonne, Regen, Wolke) || Fachbegriff selbst notieren (z. B. „Niederschlag&amp;quot;, „Temperatur&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tiere und Lebensräume (Biologie/Sachunterricht) || Tier-Bildkarte benennen (z. B. „Fuchs&amp;quot;) || zusätzlich ein Lebensraum-Merkmal notieren (z. B. „lebt im Wald&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zahlen im Alltag (Mathematik, z. B. Einstieg Bruchrechnung) || Alltagsgegenstand mit Zahl notieren (z. B. „2 Äpfel&amp;quot;) || Fachbegriff notieren (z. B. „Hälfte&amp;quot;, „Bruchteil&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter (Geschichte) || Bildkärtchen zuordnen (Ritter, Burg, Bauer) || Begriff frei notieren, ggf. mit Datum/Zeitangabe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Ausführliches Beispiel: Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das historische Ausgangsbeispiel dieser Methode (nach Lin-Klitzing, siehe Abschnitt „Ablauf/Durchführung&amp;quot;) behandelt das Thema „Nationalsozialismus&amp;quot; im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I. Gerade an einem fachlich und sprachlich anspruchsvollen Thema wie diesem lässt sich sprachsensibler Fachunterricht besonders konkret zeigen – nicht nur als allgemeines Prinzip, sondern Schritt für Schritt.&lt;br /&gt;
Hier der ursprüngliche Unterrichtsverlauf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierecken-Methode.gif|miniatur|Schema eines Arbeitsblattes für die Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Lehrer fertigt das folgende Vierecken-Raster an und schreibt in die Mitte den Ausgangsbegriff (Bsp.: Nationalsozialismus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Schüler setzen sich in vier Gruppen (entspricht den vier Ecken!) um den Tisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* In der ersten Runde muss jeder Schüler in seine innere Ecke ein Wort schreiben, das ihm zu dem Begriff einfällt (Bsp.: Hitler, Judenverfolgung, Ideologie, Reichskristallnacht); Dopplungen sollten, wenn möglich, vermieden werden; sie sind aber auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Schüler drehen das Papier weiter, so dass nun Schüler 2 den Begriff von Schüler 1 bearbeiten muss. Die Anweisung könnte lauten: &amp;quot;Schreibe in die Ecke einen erklärenden, wertneutralen Satz zu dem dir vorliegenden Begriff.&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Adolf Hitler kam im Januar 1933 an die Macht&amp;quot; oder &amp;quot;Die Nationalsozialisten verfolgten Juden wegen ihres Glaubens und ermordeten viele von ihnen.&amp;quot;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein weiteres Mal gedreht. Schüler 3 bearbeitet nun den wertneutralen Satz von Schüler 2, der sich wiederum auf den Begriff von Schüler 1 bezogen hat. Die Anweisung könnte nun lauten: &amp;quot;Welche Fragen fallen dir zu dem Begriff ein, die im Laufe der Unterrichtseinheit behandelt werden sollen?&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Wie kam Hitler an die Macht?&amp;quot; oder &amp;quot;Gab es Widerstand gegen die Judenverfolgung?&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein letztes Mal gedreht. Schüler 4 muss nun den Begriff von Schüler 1, den Erklärungssatz von Schüler 2 und die Frage von Schüler 3 der Klasse vorstellen und, wenn möglich, die Frage beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Präsentation aller Ergebnisse erhalten die Schüler Gelegenheit, alle Vierecken-Bögen zu lesen und sich einen weiteren Einblick in das Thema zu verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Lehrer hat nach Durchführung der Methode einen sehr guten Einblick in das Vorwissen, in Vorurteile oder in falsche Grundlagen der Schüler gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Lehrer kann bei der Durchführung der Unterrichtseinheit nun auf besondere Interessen der Schüler eingehen und Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage:&#039;&#039;&#039; Geschichtsunterricht, Klasse 9/10, Regelklasse mit mehreren DaZ-Lernenden auf unterschiedlichem Sprachstand (etwa A2–B1 in der Fachsprache Geschichte, unabhängig vom inhaltlichen Vorwissen). Thema in der Mitte des Rasters: „Nationalsozialismus&amp;quot;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprachliche Herausforderung:&#039;&#039;&#039; Das Thema arbeitet mit abstrakten, oft mehrteiligen Fachbegriffen (Nationalsozialismus, Machtergreifung, Ideologie, Judenverfolgung) ohne direkten Alltagsbezug – eine besonders hohe Hürde für Lernende, die diese Begriffe weder in der Erst- noch in der Zweitsprache kennen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorentlastung vor der Übung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Wortspeicher mit den zentralen Begriffen, jeweils mit kurzer Erklärung in einfacher Sprache, z. B.: „Diktatur – ein Land wird von einer Person oder einer Gruppe beherrscht, ohne freie Wahlen&amp;quot;; „Ideologie – eine feste Vorstellung davon, wie die Welt sein soll&amp;quot;; „Verfolgung – Menschen werden bedroht, aus dem Land vertrieben oder ermordet, oft wegen ihrer Herkunft oder Religion&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*Ein Zeitstrahl (1933 Machtübernahme – 1938 Novemberpogrome – 1939 Kriegsbeginn – 1945 Kriegsende) an der Tafel oder als Poster gibt eine zeitliche Orientierung unabhängig vom Wortschatz.&lt;br /&gt;
*Redemittelkarten für Runde 2 und 3 (siehe unten).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Runde !! Sprachliche Hilfe !! Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 (Wort) || Statt eines völlig freien Worts erhalten sprachlich unsichere Lernende 6–8 vorbereitete Wortkarten zur Auswahl; sprachlich sichere Lernende schreiben frei. || Auswahlkarten: Diktatur, Verfolgung, Krieg, Angst, Propaganda, Widerstand&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 (Satz) || Redemittelkarte mit Satzmuster || „[Begriff] bedeutet, dass …&amp;quot; → „Diktatur bedeutet, dass eine Person allein bestimmt.&amp;quot; Oder: „Im Jahr [Jahreszahl] …&amp;quot; → „Im Jahr 1933 kam Hitler an die Macht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 (Frage) || Fragewort-Karten als Formulierungshilfe || „Warum …?&amp;quot; → „Warum haben viele Menschen mitgemacht?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 (Präsentation) || Redemittel zur Präsentation; wer unsicher ist, liest den vorbereiteten Satz vor, statt frei zu sprechen || „Wir haben herausgefunden, dass …&amp;quot; / „Eine offene Frage für uns ist …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung – Vorwissen als Ressource:&#039;&#039;&#039; Bei diesem Thema ist es besonders wichtig, DaZ-Lernende nicht nur als sprachlich zu unterstützende Personen zu behandeln. Manche bringen aus dem Herkunftsland eigenes Vorwissen zu Diktatur, Krieg oder Verfolgung mit – dieses Wissen kann in Runde 1 und 3 aktiv eingebunden werden, statt es zu übergehen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sensibler Umgang:&#039;&#039;&#039; Bei Klassen mit Lernenden mit eigener Flucht- oder Kriegserfahrung ist neben der sprachlichen auch eine behutsame inhaltliche Begleitung nötig, z. B. Ankündigung des Themas vorab, eine Rückzugsmöglichkeit während der Stunde und keine bildliche Darstellung von Gewalt auf den Wortkarten. Diese Hinweise ersetzen keine fachdidaktische Vorbereitung zur Erinnerungspädagogik, ergänzen sie aber um die sprachliche Dimension.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Schulsachen, Alltagsgegenstände || einzelne Nomen mit Artikel, ggf. nur Bildkärtchen statt Schrift || Thema in der Mitte: „Schulsachen&amp;quot;. Nur Runde 1: Lernende wählen ein Wort-Bild-Kärtchen (Heft, Stift, Buch) und legen es in ihre Ecke. Runden 2–4 entfallen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Tagesablauf, Familie, Wohnen || einfache Aussagesätze im Präsens, Possessivartikel, trennbare Verben || Thema „Tagesablauf&amp;quot;. Runde 1: Aktivität notieren (z. B. „aufstehen&amp;quot;). Runde 2: Satz nach Muster „Ich stehe um ___ Uhr auf.&amp;quot; Runde 3 und 4 entfallen oder werden mündlich im Plenum ergänzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Berufe, Migration, gesellschaftliche Themen || W-Fragen, einfache Nebensätze, freie mündliche Präsentation || Thema „Berufe in Deutschland&amp;quot;: Runde 1 „Ärztin&amp;quot; → Runde 2 „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot; → Runde 3 „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot; → Runde 4 Präsentation und Beantwortung vor der Klasse. Alternativ Thema „Migration&amp;quot;: Frage in Runde 3 z. B. „Warum entscheiden sich Menschen für einen Neuanfang in einem anderen Land?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Redemittelkarte mit Begründungsformeln auslegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;, „Ich bin nicht ganz sicher, aber …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst ist bereits eine vollständige inhaltliche Aussage, die keine Sprache erfordert – DaZ-Lernende können gleichberechtigt teilnehmen, auch wenn sie sich (noch) nicht mündlich äußern möchten oder können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; die Ecken-Kleingruppen entstehen automatisch sprachlich gemischt, weil sich Lernende nach Meinung und nicht nach Sprachniveau zuordnen. Die Gruppe kann vereinbaren, dass eine sprachlich sicherere Person die gemeinsamen Argumente im Plenum vorträgt, damit DaZ-Lernende zunächst im Kleinen mitreden, ohne sich sofort vor der ganzen Klasse äußern zu müssen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die vier Aussagen zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus-Icon, WG-Icon), damit der Einstieg auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema !! Einfache Formulierung !! Erweiterte Formulierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnen || „Ich wohne gern allein.&amp;quot; || „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit || „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot; || „Ich spiele lieber Fußball, weil ich gern draußen bin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hausaufgaben (fächerübergreifend) || „Hausaufgaben sind gut.&amp;quot; || „Ich finde Hausaufgaben gut, weil ich zu Hause in Ruhe üben kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Umweltschutz/Mülltrennung (Sachunterricht) || „Mülltrennung ist wichtig.&amp;quot; || „Ich finde Mülltrennung wichtig, weil wir so die Umwelt schützen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Handynutzung im Unterricht || „Handys im Unterricht sind gut/schlecht.&amp;quot; || „Meiner Meinung nach sollten Handys erlaubt sein, weil man schnell etwas nachschauen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Lieblingsessen, einfache Vorlieben || „Ich mag …&amp;quot; / „Ich mag … nicht&amp;quot;, einfache Adjektive || Vier Ecken: „Pizza&amp;quot; / „Nudeln&amp;quot; / „Reis&amp;quot; / „Suppe&amp;quot;. Lernende stellen sich zur bevorzugten Ecke und sagen nur: „Ich mag Pizza.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Wohnen, Freizeit || „Ich finde … gut/nicht so gut&amp;quot;, einfache weil-Sätze in Hauptsatzstellung || Thema „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen). Vier Aussagen: „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot; / „… mit meiner Familie.&amp;quot; / „… in einer WG.&amp;quot; / „… bei einer Gastfamilie.&amp;quot; Begründung mit Redemittelkarte: „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Gesellschaftliche Fragen (Handynutzung, Hausaufgaben, Umweltschutz) || Nebensätze mit weil/dass, Zustimmung/Ablehnung ausdrücken, Konjunktiv II für Vorschläge || Thema „Handynutzung im Unterricht&amp;quot; mit vier Positionen von „sollte ganz verboten sein&amp;quot; bis „sollte immer erlaubt sein&amp;quot;; anschließende Kleingruppendiskussion mit Begründung und Gegenargumenten.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen drei Beispielen gilt: Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/1/3_2.htm Methode 2 – Vier-Ecken-Spiel (Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten; Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung)]&lt;br /&gt;
:gibt Beispiele für Fragestellungen; erläutert schrittweise das Vorgehen&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89078</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89078"/>
		<updated>2026-08-14T08:37:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen */ ki generiert und überüft&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Vier-Ecken-Raster_leer.png|400px|miniatur|Leere Vorlage zum Ausdrucken: Vier-Ecken-Raster mit Platz für Wort und Satz in jeder Ecke]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der folgende Ablauf ist auf eine DaF-/DaZ-Klasse des Niveaus A2 zugeschnitten und sprachlich vereinfacht (allgemeines Verfahren nach Lin-Klitzing&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;, für den Sprachunterricht auf zwei schriftliche Runden reduziert):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
# Die Lehrkraft trägt das Thema in die Mitte des Vier-Ecken-Rasters ein, z. B. „Tagesablauf&amp;quot;.&lt;br /&gt;
# Die Lernenden setzen sich in Vierergruppen um einen Tisch; jede Gruppe erhält ein leeres Raster (Vorlage siehe Abbildung).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Runde 1 (Wort):&#039;&#039;&#039; Jede Person schreibt in ihre Ecke ein Wort zum Thema, z. B. eine Alltagsaktivität („aufstehen&amp;quot;, „frühstücken&amp;quot;). Ein kleiner Wortspeicher mit 8–10 passenden Aktivitäten an der Tafel oder als Kärtchen unterstützt beim Finden eines Worts.&lt;br /&gt;
# Das Blatt wird um 90° weitergedreht, sodass jede Person nun die Ecke der Nachbarperson vor sich hat.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Runde 2 (Satz):&#039;&#039;&#039; Jede Person bildet aus dem vorgefundenen Wort einen einfachen Satz im Präsens nach dem Muster „Ich ___ um ___ Uhr.&amp;quot; Eine Redemittelkarte mit diesem Satzmuster liegt bereit.&lt;br /&gt;
# Bei A2 endet die schriftliche Arbeit an dieser Stelle. Runde 3 (Frage) und die schriftliche Präsentation entfallen; stattdessen liest jede Gruppe ihre vier Sätze am Ende gemeinsam im Plenum vor, die Lehrkraft sammelt bei Bedarf einzelne Sätze an der Tafel.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Vier-Ecken-Raster_Beispiel_Tagesablauf.png|400px|miniatur|Ausgefülltes Beispiel zum Thema „Tagesablauf&amp;quot; (A2): jede Ecke enthält ein Wort und einen einfachen Satz]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für höhere Niveaus (ab B1) lässt sich der ursprüngliche vierstufige Ablauf (Wort → Satz → Frage → Präsentation) unverändert nutzen; siehe Abschnitt „Varianten&amp;quot; und die Beispieltabelle unten.&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Variante eignet sich gut für den Regelunterricht, weil die vier Runden unterschiedlich hohe Sprachanforderungen stellen und sich damit natürlich differenzieren lassen, ohne dass DaZ-Lernende sichtbar eine „andere&amp;quot; Aufgabe bekommen:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung einen kleinen Wortspeicher zum Thema anlegen (Tafel oder Kärtchen) sowie Redemittelkarten mit Satzbausteinen für Runde 2 und 3 auslegen, z. B. „___ ist/hat/macht …&amp;quot; und „Was …? / Wie …? / Warum …?&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Runde 1 (ein Wort notieren) ist sprachlich niedrigschwellig und für DaZ-Lernende genauso gut zugänglich wie für alle anderen; wer noch unsicher ist, kann hier gleichberechtigt einsteigen, auch mithilfe von Bildkärtchen statt eines freien Worts.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Vierergruppe möglichst eine sprachlich sichere Person einteilen, die bei Bedarf beim Formulieren des Satzes (Runde 2) oder der Frage (Runde 3) unterstützt – ohne der Gruppe die Aufgabe abzunehmen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; zum Ausgangsbegriff passende Bildkarten neben das Raster legen, damit auch Lernende mit noch geringem Wortschatz eine inhaltliche Anknüpfung finden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Runde 1, sprachliche Anfänger) !! Erweiterte Formulierung (Runde 1, sprachlich sicherer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Berufe (Deutsch/DaZ) || Wort-Bild-Kärtchen (z. B. Bäckerin, Arzt) auswählen und einlegen || Beruf frei und ohne Bildstütze notieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wetter und Klima (Erdkunde) || Bildkärtchen zuordnen (Sonne, Regen, Wolke) || Fachbegriff selbst notieren (z. B. „Niederschlag&amp;quot;, „Temperatur&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tiere und Lebensräume (Biologie/Sachunterricht) || Tier-Bildkarte benennen (z. B. „Fuchs&amp;quot;) || zusätzlich ein Lebensraum-Merkmal notieren (z. B. „lebt im Wald&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zahlen im Alltag (Mathematik, z. B. Einstieg Bruchrechnung) || Alltagsgegenstand mit Zahl notieren (z. B. „2 Äpfel&amp;quot;) || Fachbegriff notieren (z. B. „Hälfte&amp;quot;, „Bruchteil&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter (Geschichte) || Bildkärtchen zuordnen (Ritter, Burg, Bauer) || Begriff frei notieren, ggf. mit Datum/Zeitangabe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==== Ausführliches Beispiel: Nationalsozialismus im Geschichtsunterricht ====&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das historische Ausgangsbeispiel dieser Methode (nach Lin-Klitzing, siehe Abschnitt „Ablauf/Durchführung&amp;quot;) behandelt das Thema „Nationalsozialismus&amp;quot; im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I. Gerade an einem fachlich und sprachlich anspruchsvollen Thema wie diesem lässt sich sprachsensibler Fachunterricht besonders konkret zeigen – nicht nur als allgemeines Prinzip, sondern Schritt für Schritt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausgangslage:&#039;&#039;&#039; Geschichtsunterricht, Klasse 9/10, Regelklasse mit mehreren DaZ-Lernenden auf unterschiedlichem Sprachstand (etwa A2–B1 in der Fachsprache Geschichte, unabhängig vom inhaltlichen Vorwissen). Thema in der Mitte des Rasters: „Nationalsozialismus&amp;quot;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sprachliche Herausforderung:&#039;&#039;&#039; Das Thema arbeitet mit abstrakten, oft mehrteiligen Fachbegriffen (Nationalsozialismus, Machtergreifung, Ideologie, Judenverfolgung) ohne direkten Alltagsbezug – eine besonders hohe Hürde für Lernende, die diese Begriffe weder in der Erst- noch in der Zweitsprache kennen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorentlastung vor der Übung:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Wortspeicher mit den zentralen Begriffen, jeweils mit kurzer Erklärung in einfacher Sprache, z. B.: „Diktatur – ein Land wird von einer Person oder einer Gruppe beherrscht, ohne freie Wahlen&amp;quot;; „Ideologie – eine feste Vorstellung davon, wie die Welt sein soll&amp;quot;; „Verfolgung – Menschen werden bedroht, aus dem Land vertrieben oder ermordet, oft wegen ihrer Herkunft oder Religion&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*Ein Zeitstrahl (1933 Machtübernahme – 1938 Novemberpogrome – 1939 Kriegsbeginn – 1945 Kriegsende) an der Tafel oder als Poster gibt eine zeitliche Orientierung unabhängig vom Wortschatz.&lt;br /&gt;
*Redemittelkarten für Runde 2 und 3 (siehe unten).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Runde !! Sprachliche Hilfe !! Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1 (Wort) || Statt eines völlig freien Worts erhalten sprachlich unsichere Lernende 6–8 vorbereitete Wortkarten zur Auswahl; sprachlich sichere Lernende schreiben frei. || Auswahlkarten: Diktatur, Verfolgung, Krieg, Angst, Propaganda, Widerstand&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2 (Satz) || Redemittelkarte mit Satzmuster || „[Begriff] bedeutet, dass …&amp;quot; → „Diktatur bedeutet, dass eine Person allein bestimmt.&amp;quot; Oder: „Im Jahr [Jahreszahl] …&amp;quot; → „Im Jahr 1933 kam Hitler an die Macht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3 (Frage) || Fragewort-Karten als Formulierungshilfe || „Warum …?&amp;quot; → „Warum haben viele Menschen mitgemacht?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4 (Präsentation) || Redemittel zur Präsentation; wer unsicher ist, liest den vorbereiteten Satz vor, statt frei zu sprechen || „Wir haben herausgefunden, dass …&amp;quot; / „Eine offene Frage für uns ist …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung – Vorwissen als Ressource:&#039;&#039;&#039; Bei diesem Thema ist es besonders wichtig, DaZ-Lernende nicht nur als sprachlich zu unterstützende Personen zu behandeln. Manche bringen aus dem Herkunftsland eigenes Vorwissen zu Diktatur, Krieg oder Verfolgung mit – dieses Wissen kann in Runde 1 und 3 aktiv eingebunden werden, statt es zu übergehen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sensibler Umgang:&#039;&#039;&#039; Bei Klassen mit Lernenden mit eigener Flucht- oder Kriegserfahrung ist neben der sprachlichen auch eine behutsame inhaltliche Begleitung nötig, z. B. Ankündigung des Themas vorab, eine Rückzugsmöglichkeit während der Stunde und keine bildliche Darstellung von Gewalt auf den Wortkarten. Diese Hinweise ersetzen keine fachdidaktische Vorbereitung zur Erinnerungspädagogik, ergänzen sie aber um die sprachliche Dimension.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Schulsachen, Alltagsgegenstände || einzelne Nomen mit Artikel, ggf. nur Bildkärtchen statt Schrift || Thema in der Mitte: „Schulsachen&amp;quot;. Nur Runde 1: Lernende wählen ein Wort-Bild-Kärtchen (Heft, Stift, Buch) und legen es in ihre Ecke. Runden 2–4 entfallen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Tagesablauf, Familie, Wohnen || einfache Aussagesätze im Präsens, Possessivartikel, trennbare Verben || Thema „Tagesablauf&amp;quot;. Runde 1: Aktivität notieren (z. B. „aufstehen&amp;quot;). Runde 2: Satz nach Muster „Ich stehe um ___ Uhr auf.&amp;quot; Runde 3 und 4 entfallen oder werden mündlich im Plenum ergänzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Berufe, Migration, gesellschaftliche Themen || W-Fragen, einfache Nebensätze, freie mündliche Präsentation || Thema „Berufe in Deutschland&amp;quot;: Runde 1 „Ärztin&amp;quot; → Runde 2 „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot; → Runde 3 „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot; → Runde 4 Präsentation und Beantwortung vor der Klasse. Alternativ Thema „Migration&amp;quot;: Frage in Runde 3 z. B. „Warum entscheiden sich Menschen für einen Neuanfang in einem anderen Land?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Redemittelkarte mit Begründungsformeln auslegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;, „Ich bin nicht ganz sicher, aber …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst ist bereits eine vollständige inhaltliche Aussage, die keine Sprache erfordert – DaZ-Lernende können gleichberechtigt teilnehmen, auch wenn sie sich (noch) nicht mündlich äußern möchten oder können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; die Ecken-Kleingruppen entstehen automatisch sprachlich gemischt, weil sich Lernende nach Meinung und nicht nach Sprachniveau zuordnen. Die Gruppe kann vereinbaren, dass eine sprachlich sicherere Person die gemeinsamen Argumente im Plenum vorträgt, damit DaZ-Lernende zunächst im Kleinen mitreden, ohne sich sofort vor der ganzen Klasse äußern zu müssen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die vier Aussagen zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus-Icon, WG-Icon), damit der Einstieg auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema !! Einfache Formulierung !! Erweiterte Formulierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnen || „Ich wohne gern allein.&amp;quot; || „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit || „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot; || „Ich spiele lieber Fußball, weil ich gern draußen bin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hausaufgaben (fächerübergreifend) || „Hausaufgaben sind gut.&amp;quot; || „Ich finde Hausaufgaben gut, weil ich zu Hause in Ruhe üben kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Umweltschutz/Mülltrennung (Sachunterricht) || „Mülltrennung ist wichtig.&amp;quot; || „Ich finde Mülltrennung wichtig, weil wir so die Umwelt schützen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Handynutzung im Unterricht || „Handys im Unterricht sind gut/schlecht.&amp;quot; || „Meiner Meinung nach sollten Handys erlaubt sein, weil man schnell etwas nachschauen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Lieblingsessen, einfache Vorlieben || „Ich mag …&amp;quot; / „Ich mag … nicht&amp;quot;, einfache Adjektive || Vier Ecken: „Pizza&amp;quot; / „Nudeln&amp;quot; / „Reis&amp;quot; / „Suppe&amp;quot;. Lernende stellen sich zur bevorzugten Ecke und sagen nur: „Ich mag Pizza.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Wohnen, Freizeit || „Ich finde … gut/nicht so gut&amp;quot;, einfache weil-Sätze in Hauptsatzstellung || Thema „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen). Vier Aussagen: „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot; / „… mit meiner Familie.&amp;quot; / „… in einer WG.&amp;quot; / „… bei einer Gastfamilie.&amp;quot; Begründung mit Redemittelkarte: „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Gesellschaftliche Fragen (Handynutzung, Hausaufgaben, Umweltschutz) || Nebensätze mit weil/dass, Zustimmung/Ablehnung ausdrücken, Konjunktiv II für Vorschläge || Thema „Handynutzung im Unterricht&amp;quot; mit vier Positionen von „sollte ganz verboten sein&amp;quot; bis „sollte immer erlaubt sein&amp;quot;; anschließende Kleingruppendiskussion mit Begründung und Gegenargumenten.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen drei Beispielen gilt: Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/1/3_2.htm Methode 2 – Vier-Ecken-Spiel (Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten; Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung)]&lt;br /&gt;
:gibt Beispiele für Fragestellungen; erläutert schrittweise das Vorgehen&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Datei:Vier-Ecken-Raster_Beispiel_Tagesablauf.png&amp;diff=89076</id>
		<title>Datei:Vier-Ecken-Raster Beispiel Tagesablauf.png</title>
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		<updated>2026-08-14T08:08:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: Ralf Klötzke lud eine neue Version von Datei:Vier-Ecken-Raster Beispiel Tagesablauf.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=={{int:filedesc}}==&lt;br /&gt;
{{Information&lt;br /&gt;
|description={{de|1=Mit KI erstellt und überprüft.}}&lt;br /&gt;
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|author=[[User:Ralf Klötzke|Ralf Klötzke]]&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=={{int:license-header}}==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
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	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Datei:Vier-Ecken-Raster_leer.png&amp;diff=89074</id>
		<title>Datei:Vier-Ecken-Raster leer.png</title>
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		<updated>2026-08-14T08:06:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: Ralf Klötzke lud eine neue Version von Datei:Vier-Ecken-Raster leer.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=={{int:filedesc}}==&lt;br /&gt;
{{Information&lt;br /&gt;
|description={{de|1=Mit KI erstellt und überprüft.}}&lt;br /&gt;
|date=2026-08-14&lt;br /&gt;
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|author=[[User:Ralf Klötzke|Ralf Klötzke]]&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
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		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89072</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
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		<updated>2026-08-14T08:02:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Vier-Ecken-Raster_leer.png|400px|miniatur|Leere Vorlage zum Ausdrucken: Vier-Ecken-Raster mit Platz für Wort und Satz in jeder Ecke]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der folgende Ablauf ist auf eine DaF-/DaZ-Klasse des Niveaus A2 zugeschnitten und sprachlich vereinfacht (allgemeines Verfahren nach Lin-Klitzing&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;, für den Sprachunterricht auf zwei schriftliche Runden reduziert):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
# Die Lehrkraft trägt das Thema in die Mitte des Vier-Ecken-Rasters ein, z. B. „Tagesablauf&amp;quot;.&lt;br /&gt;
# Die Lernenden setzen sich in Vierergruppen um einen Tisch; jede Gruppe erhält ein leeres Raster (Vorlage siehe Abbildung).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Runde 1 (Wort):&#039;&#039;&#039; Jede Person schreibt in ihre Ecke ein Wort zum Thema, z. B. eine Alltagsaktivität („aufstehen&amp;quot;, „frühstücken&amp;quot;). Ein kleiner Wortspeicher mit 8–10 passenden Aktivitäten an der Tafel oder als Kärtchen unterstützt beim Finden eines Worts.&lt;br /&gt;
# Das Blatt wird um 90° weitergedreht, sodass jede Person nun die Ecke der Nachbarperson vor sich hat.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Runde 2 (Satz):&#039;&#039;&#039; Jede Person bildet aus dem vorgefundenen Wort einen einfachen Satz im Präsens nach dem Muster „Ich ___ um ___ Uhr.&amp;quot; Eine Redemittelkarte mit diesem Satzmuster liegt bereit.&lt;br /&gt;
# Bei A2 endet die schriftliche Arbeit an dieser Stelle. Runde 3 (Frage) und die schriftliche Präsentation entfallen; stattdessen liest jede Gruppe ihre vier Sätze am Ende gemeinsam im Plenum vor, die Lehrkraft sammelt bei Bedarf einzelne Sätze an der Tafel.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Vier-Ecken-Raster_Beispiel_Tagesablauf.png|400px|miniatur|Ausgefülltes Beispiel zum Thema „Tagesablauf&amp;quot; (A2): jede Ecke enthält ein Wort und einen einfachen Satz]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für höhere Niveaus (ab B1) lässt sich der ursprüngliche vierstufige Ablauf (Wort → Satz → Frage → Präsentation) unverändert nutzen; siehe Abschnitt „Varianten&amp;quot; und die Beispieltabelle unten.&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Variante eignet sich gut für den Regelunterricht, weil die vier Runden unterschiedlich hohe Sprachanforderungen stellen und sich damit natürlich differenzieren lassen, ohne dass DaZ-Lernende sichtbar eine „andere&amp;quot; Aufgabe bekommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung einen kleinen Wortspeicher zum Thema anlegen (Tafel oder Kärtchen) sowie Redemittelkarten mit Satzbausteinen für Runde 2 und 3 auslegen, z. B. „___ ist/hat/macht …&amp;quot; und „Was …? / Wie …? / Warum …?&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Runde 1 (ein Wort notieren) ist sprachlich niedrigschwellig und für DaZ-Lernende genauso gut zugänglich wie für alle anderen; wer noch unsicher ist, kann hier gleichberechtigt einsteigen, auch mithilfe von Bildkärtchen statt eines freien Worts.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Vierergruppe möglichst eine sprachlich sichere Person einteilen, die bei Bedarf beim Formulieren des Satzes (Runde 2) oder der Frage (Runde 3) unterstützt – ohne der Gruppe die Aufgabe abzunehmen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; zum Ausgangsbegriff passende Bildkarten neben das Raster legen, damit auch Lernende mit noch geringem Wortschatz eine inhaltliche Anknüpfung finden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Runde 1, sprachliche Anfänger) !! Erweiterte Formulierung (Runde 1, sprachlich sicherer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Berufe (Deutsch/DaZ) || Wort-Bild-Kärtchen (z. B. Bäckerin, Arzt) auswählen und einlegen || Beruf frei und ohne Bildstütze notieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wetter und Klima (Erdkunde) || Bildkärtchen zuordnen (Sonne, Regen, Wolke) || Fachbegriff selbst notieren (z. B. „Niederschlag&amp;quot;, „Temperatur&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tiere und Lebensräume (Biologie/Sachunterricht) || Tier-Bildkarte benennen (z. B. „Fuchs&amp;quot;) || zusätzlich ein Lebensraum-Merkmal notieren (z. B. „lebt im Wald&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zahlen im Alltag (Mathematik, z. B. Einstieg Bruchrechnung) || Alltagsgegenstand mit Zahl notieren (z. B. „2 Äpfel&amp;quot;) || Fachbegriff notieren (z. B. „Hälfte&amp;quot;, „Bruchteil&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter (Geschichte) || Bildkärtchen zuordnen (Ritter, Burg, Bauer) || Begriff frei notieren, ggf. mit Datum/Zeitangabe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Schulsachen, Alltagsgegenstände || einzelne Nomen mit Artikel, ggf. nur Bildkärtchen statt Schrift || Thema in der Mitte: „Schulsachen&amp;quot;. Nur Runde 1: Lernende wählen ein Wort-Bild-Kärtchen (Heft, Stift, Buch) und legen es in ihre Ecke. Runden 2–4 entfallen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Tagesablauf, Familie, Wohnen || einfache Aussagesätze im Präsens, Possessivartikel, trennbare Verben || Thema „Tagesablauf&amp;quot;. Runde 1: Aktivität notieren (z. B. „aufstehen&amp;quot;). Runde 2: Satz nach Muster „Ich stehe um ___ Uhr auf.&amp;quot; Runde 3 und 4 entfallen oder werden mündlich im Plenum ergänzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Berufe, Migration, gesellschaftliche Themen || W-Fragen, einfache Nebensätze, freie mündliche Präsentation || Thema „Berufe in Deutschland&amp;quot;: Runde 1 „Ärztin&amp;quot; → Runde 2 „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot; → Runde 3 „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot; → Runde 4 Präsentation und Beantwortung vor der Klasse. Alternativ Thema „Migration&amp;quot;: Frage in Runde 3 z. B. „Warum entscheiden sich Menschen für einen Neuanfang in einem anderen Land?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Redemittelkarte mit Begründungsformeln auslegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;, „Ich bin nicht ganz sicher, aber …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst ist bereits eine vollständige inhaltliche Aussage, die keine Sprache erfordert – DaZ-Lernende können gleichberechtigt teilnehmen, auch wenn sie sich (noch) nicht mündlich äußern möchten oder können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; die Ecken-Kleingruppen entstehen automatisch sprachlich gemischt, weil sich Lernende nach Meinung und nicht nach Sprachniveau zuordnen. Die Gruppe kann vereinbaren, dass eine sprachlich sicherere Person die gemeinsamen Argumente im Plenum vorträgt, damit DaZ-Lernende zunächst im Kleinen mitreden, ohne sich sofort vor der ganzen Klasse äußern zu müssen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die vier Aussagen zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus-Icon, WG-Icon), damit der Einstieg auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema !! Einfache Formulierung !! Erweiterte Formulierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnen || „Ich wohne gern allein.&amp;quot; || „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit || „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot; || „Ich spiele lieber Fußball, weil ich gern draußen bin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hausaufgaben (fächerübergreifend) || „Hausaufgaben sind gut.&amp;quot; || „Ich finde Hausaufgaben gut, weil ich zu Hause in Ruhe üben kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Umweltschutz/Mülltrennung (Sachunterricht) || „Mülltrennung ist wichtig.&amp;quot; || „Ich finde Mülltrennung wichtig, weil wir so die Umwelt schützen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Handynutzung im Unterricht || „Handys im Unterricht sind gut/schlecht.&amp;quot; || „Meiner Meinung nach sollten Handys erlaubt sein, weil man schnell etwas nachschauen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Lieblingsessen, einfache Vorlieben || „Ich mag …&amp;quot; / „Ich mag … nicht&amp;quot;, einfache Adjektive || Vier Ecken: „Pizza&amp;quot; / „Nudeln&amp;quot; / „Reis&amp;quot; / „Suppe&amp;quot;. Lernende stellen sich zur bevorzugten Ecke und sagen nur: „Ich mag Pizza.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Wohnen, Freizeit || „Ich finde … gut/nicht so gut&amp;quot;, einfache weil-Sätze in Hauptsatzstellung || Thema „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen). Vier Aussagen: „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot; / „… mit meiner Familie.&amp;quot; / „… in einer WG.&amp;quot; / „… bei einer Gastfamilie.&amp;quot; Begründung mit Redemittelkarte: „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Gesellschaftliche Fragen (Handynutzung, Hausaufgaben, Umweltschutz) || Nebensätze mit weil/dass, Zustimmung/Ablehnung ausdrücken, Konjunktiv II für Vorschläge || Thema „Handynutzung im Unterricht&amp;quot; mit vier Positionen von „sollte ganz verboten sein&amp;quot; bis „sollte immer erlaubt sein&amp;quot;; anschließende Kleingruppendiskussion mit Begründung und Gegenargumenten.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen drei Beispielen gilt: Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/1/3_2.htm Methode 2 – Vier-Ecken-Spiel (Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten; Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung)]&lt;br /&gt;
:gibt Beispiele für Fragestellungen; erläutert schrittweise das Vorgehen&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: eigenes Werk mit dem Hochlade-Assistenten hochgeladen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|author=[[User:Ralf Klötzke|Ralf Klötzke]]&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=={{int:license-header}}==&lt;br /&gt;
{{self|cc-by-4.0}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89067</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
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		<updated>2026-08-14T07:57:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: KI erstellt von mir überprüft.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Vier-Ecken-Raster_leer.png|400px|miniatur|Leere Vorlage zum Ausdrucken: Vier-Ecken-Raster mit Platz für Wort und Satz in jeder Ecke]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der folgende Ablauf ist auf eine DaF-/DaZ-Klasse des Niveaus A2 zugeschnitten und sprachlich vereinfacht (allgemeines Verfahren nach Lin-Klitzing&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;, für den Sprachunterricht auf zwei schriftliche Runden reduziert):&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
# Die Lehrkraft trägt das Thema in die Mitte des Vier-Ecken-Rasters ein, z. B. „Tagesablauf&amp;quot;.&lt;br /&gt;
# Die Lernenden setzen sich in Vierergruppen um einen Tisch; jede Gruppe erhält ein leeres Raster (Vorlage siehe Abbildung).&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Runde 1 (Wort):&#039;&#039;&#039; Jede Person schreibt in ihre Ecke ein Wort zum Thema, z. B. eine Alltagsaktivität („aufstehen&amp;quot;, „frühstücken&amp;quot;). Ein kleiner Wortspeicher mit 8–10 passenden Aktivitäten an der Tafel oder als Kärtchen unterstützt beim Finden eines Worts.&lt;br /&gt;
# Das Blatt wird um 90° weitergedreht, sodass jede Person nun die Ecke der Nachbarperson vor sich hat.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Runde 2 (Satz):&#039;&#039;&#039; Jede Person bildet aus dem vorgefundenen Wort einen einfachen Satz im Präsens nach dem Muster „Ich ___ um ___ Uhr.&amp;quot; Eine Redemittelkarte mit diesem Satzmuster liegt bereit.&lt;br /&gt;
# Bei A2 endet die schriftliche Arbeit an dieser Stelle. Runde 3 (Frage) und die schriftliche Präsentation entfallen; stattdessen liest jede Gruppe ihre vier Sätze am Ende gemeinsam im Plenum vor, die Lehrkraft sammelt bei Bedarf einzelne Sätze an der Tafel.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Vier-Ecken-Raster_Beispiel_Tagesablauf.png|400px|miniatur|Ausgefülltes Beispiel zum Thema „Tagesablauf&amp;quot; (A2): jede Ecke enthält ein Wort und einen einfachen Satz]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Für höhere Niveaus (ab B1) lässt sich der ursprüngliche vierstufige Ablauf (Wort → Satz → Frage → Präsentation) unverändert nutzen; siehe Abschnitt „Varianten&amp;quot; und die Beispieltabelle unten.&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Variante eignet sich gut für den Regelunterricht, weil die vier Runden unterschiedlich hohe Sprachanforderungen stellen und sich damit natürlich differenzieren lassen, ohne dass DaZ-Lernende sichtbar eine „andere&amp;quot; Aufgabe bekommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung einen kleinen Wortspeicher zum Thema anlegen (Tafel oder Kärtchen) sowie Redemittelkarten mit Satzbausteinen für Runde 2 und 3 auslegen, z. B. „___ ist/hat/macht …&amp;quot; und „Was …? / Wie …? / Warum …?&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Runde 1 (ein Wort notieren) ist sprachlich niedrigschwellig und für DaZ-Lernende genauso gut zugänglich wie für alle anderen; wer noch unsicher ist, kann hier gleichberechtigt einsteigen, auch mithilfe von Bildkärtchen statt eines freien Worts.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Vierergruppe möglichst eine sprachlich sichere Person einteilen, die bei Bedarf beim Formulieren des Satzes (Runde 2) oder der Frage (Runde 3) unterstützt – ohne der Gruppe die Aufgabe abzunehmen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; zum Ausgangsbegriff passende Bildkarten neben das Raster legen, damit auch Lernende mit noch geringem Wortschatz eine inhaltliche Anknüpfung finden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Runde 1, sprachliche Anfänger) !! Erweiterte Formulierung (Runde 1, sprachlich sicherer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Berufe (Deutsch/DaZ) || Wort-Bild-Kärtchen (z. B. Bäckerin, Arzt) auswählen und einlegen || Beruf frei und ohne Bildstütze notieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wetter und Klima (Erdkunde) || Bildkärtchen zuordnen (Sonne, Regen, Wolke) || Fachbegriff selbst notieren (z. B. „Niederschlag&amp;quot;, „Temperatur&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tiere und Lebensräume (Biologie/Sachunterricht) || Tier-Bildkarte benennen (z. B. „Fuchs&amp;quot;) || zusätzlich ein Lebensraum-Merkmal notieren (z. B. „lebt im Wald&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zahlen im Alltag (Mathematik, z. B. Einstieg Bruchrechnung) || Alltagsgegenstand mit Zahl notieren (z. B. „2 Äpfel&amp;quot;) || Fachbegriff notieren (z. B. „Hälfte&amp;quot;, „Bruchteil&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter (Geschichte) || Bildkärtchen zuordnen (Ritter, Burg, Bauer) || Begriff frei notieren, ggf. mit Datum/Zeitangabe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Schulsachen, Alltagsgegenstände || einzelne Nomen mit Artikel, ggf. nur Bildkärtchen statt Schrift || Thema in der Mitte: „Schulsachen&amp;quot;. Nur Runde 1: Lernende wählen ein Wort-Bild-Kärtchen (Heft, Stift, Buch) und legen es in ihre Ecke. Runden 2–4 entfallen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Tagesablauf, Familie, Wohnen || einfache Aussagesätze im Präsens, Possessivartikel, trennbare Verben || Thema „Tagesablauf&amp;quot;. Runde 1: Aktivität notieren (z. B. „aufstehen&amp;quot;). Runde 2: Satz nach Muster „Ich stehe um ___ Uhr auf.&amp;quot; Runde 3 und 4 entfallen oder werden mündlich im Plenum ergänzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Berufe, Migration, gesellschaftliche Themen || W-Fragen, einfache Nebensätze, freie mündliche Präsentation || Thema „Berufe in Deutschland&amp;quot;: Runde 1 „Ärztin&amp;quot; → Runde 2 „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot; → Runde 3 „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot; → Runde 4 Präsentation und Beantwortung vor der Klasse. Alternativ Thema „Migration&amp;quot;: Frage in Runde 3 z. B. „Warum entscheiden sich Menschen für einen Neuanfang in einem anderen Land?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Redemittelkarte mit Begründungsformeln auslegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;, „Ich bin nicht ganz sicher, aber …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst ist bereits eine vollständige inhaltliche Aussage, die keine Sprache erfordert – DaZ-Lernende können gleichberechtigt teilnehmen, auch wenn sie sich (noch) nicht mündlich äußern möchten oder können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; die Ecken-Kleingruppen entstehen automatisch sprachlich gemischt, weil sich Lernende nach Meinung und nicht nach Sprachniveau zuordnen. Die Gruppe kann vereinbaren, dass eine sprachlich sicherere Person die gemeinsamen Argumente im Plenum vorträgt, damit DaZ-Lernende zunächst im Kleinen mitreden, ohne sich sofort vor der ganzen Klasse äußern zu müssen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die vier Aussagen zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus-Icon, WG-Icon), damit der Einstieg auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema !! Einfache Formulierung !! Erweiterte Formulierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnen || „Ich wohne gern allein.&amp;quot; || „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit || „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot; || „Ich spiele lieber Fußball, weil ich gern draußen bin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hausaufgaben (fächerübergreifend) || „Hausaufgaben sind gut.&amp;quot; || „Ich finde Hausaufgaben gut, weil ich zu Hause in Ruhe üben kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Umweltschutz/Mülltrennung (Sachunterricht) || „Mülltrennung ist wichtig.&amp;quot; || „Ich finde Mülltrennung wichtig, weil wir so die Umwelt schützen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Handynutzung im Unterricht || „Handys im Unterricht sind gut/schlecht.&amp;quot; || „Meiner Meinung nach sollten Handys erlaubt sein, weil man schnell etwas nachschauen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Lieblingsessen, einfache Vorlieben || „Ich mag …&amp;quot; / „Ich mag … nicht&amp;quot;, einfache Adjektive || Vier Ecken: „Pizza&amp;quot; / „Nudeln&amp;quot; / „Reis&amp;quot; / „Suppe&amp;quot;. Lernende stellen sich zur bevorzugten Ecke und sagen nur: „Ich mag Pizza.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Wohnen, Freizeit || „Ich finde … gut/nicht so gut&amp;quot;, einfache weil-Sätze in Hauptsatzstellung || Thema „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen). Vier Aussagen: „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot; / „… mit meiner Familie.&amp;quot; / „… in einer WG.&amp;quot; / „… bei einer Gastfamilie.&amp;quot; Begründung mit Redemittelkarte: „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Gesellschaftliche Fragen (Handynutzung, Hausaufgaben, Umweltschutz) || Nebensätze mit weil/dass, Zustimmung/Ablehnung ausdrücken, Konjunktiv II für Vorschläge || Thema „Handynutzung im Unterricht&amp;quot; mit vier Positionen von „sollte ganz verboten sein&amp;quot; bis „sollte immer erlaubt sein&amp;quot;; anschließende Kleingruppendiskussion mit Begründung und Gegenargumenten.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen drei Beispielen gilt: Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/1/3_2.htm Methode 2 – Vier-Ecken-Spiel (Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten; Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung)]&lt;br /&gt;
:gibt Beispiele für Fragestellungen; erläutert schrittweise das Vorgehen&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89063</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89063"/>
		<updated>2026-08-14T07:43:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Ablauf/Durchführung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung (Beispiel aus dem Regelunterricht) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierecken-Methode.gif|miniatur|Schema eines Arbeitsblattes für die Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
* Der Lehrer fertigt das folgende Vierecken-Raster an und schreibt in die Mitte den Ausgangsbegriff (Bsp.: Nationalsozialismus).&lt;br /&gt;
* Die Schüler setzen sich in vier Gruppen (entspricht den vier Ecken!) um den Tisch.&lt;br /&gt;
* In der ersten Runde muss jeder Schüler in seine innere Ecke ein Wort schreiben, das ihm zu dem Begriff einfällt (Bsp.: Hitler, Judenverfolgung, Ideologie, Reichskristallnacht); Dopplungen sollten, wenn möglich, vermieden werden; sie sind aber auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
* Die Schüler drehen das Papier weiter, so dass nun Schüler 2 den Begriff von Schüler 1 bearbeiten muss. Die Anweisung könnte lauten: &amp;quot;Schreibe in die Ecke einen erklärenden, wertneutralen Satz zu dem dir vorliegenden Begriff.&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Adolf Hitler kam im Januar 1933 an die Macht&amp;quot; oder &amp;quot;Die Nationalsozialisten verfolgten Juden wegen ihres Glaubens und ermordeten viele von ihnen.&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein weiteres Mal gedreht. Schüler 3 bearbeitet nun den wertneutralen Satz von Schüler 2, der sich wiederum auf den Begriff von Schüler 1 bezogen hat. Die Anweisung könnte nun lauten: &amp;quot;Welche Fragen fallen dir zu dem Begriff ein, die im Laufe der Unterrichtseinheit behandelt werden sollen?&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Wie kam Hitler an die Macht?&amp;quot; oder &amp;quot;Gab es Widerstand gegen die Judenverfolgung?&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein letztes Mal gedreht. Schüler 4 muss nun den Begriff von Schüler 1, den Erklärungssatz von Schüler 2 und die Frage von Schüler 3 der Klasse vorstellen und, wenn möglich, die Frage beantworten.&lt;br /&gt;
* Nach Präsentation aller Ergebnisse erhalten die Schüler Gelegenheit, alle Vierecken-Bögen zu lesen und sich einen weiteren Einblick in das Thema zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer hat nach Durchführung der Methode einen sehr guten Einblick in das Vorwissen, in Vorurteile oder in falsche Grundlagen der Schüler gewonnen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer kann bei der Durchführung der Unterrichtseinheit nun auf besondere Interessen der Schüler eingehen und Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung setzen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Variante eignet sich gut für den Regelunterricht, weil die vier Runden unterschiedlich hohe Sprachanforderungen stellen und sich damit natürlich differenzieren lassen, ohne dass DaZ-Lernende sichtbar eine „andere&amp;quot; Aufgabe bekommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung einen kleinen Wortspeicher zum Thema anlegen (Tafel oder Kärtchen) sowie Redemittelkarten mit Satzbausteinen für Runde 2 und 3 auslegen, z. B. „___ ist/hat/macht …&amp;quot; und „Was …? / Wie …? / Warum …?&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Runde 1 (ein Wort notieren) ist sprachlich niedrigschwellig und für DaZ-Lernende genauso gut zugänglich wie für alle anderen; wer noch unsicher ist, kann hier gleichberechtigt einsteigen, auch mithilfe von Bildkärtchen statt eines freien Worts.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Vierergruppe möglichst eine sprachlich sichere Person einteilen, die bei Bedarf beim Formulieren des Satzes (Runde 2) oder der Frage (Runde 3) unterstützt – ohne der Gruppe die Aufgabe abzunehmen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; zum Ausgangsbegriff passende Bildkarten neben das Raster legen, damit auch Lernende mit noch geringem Wortschatz eine inhaltliche Anknüpfung finden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Runde 1, sprachliche Anfänger) !! Erweiterte Formulierung (Runde 1, sprachlich sicherer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Berufe (Deutsch/DaZ) || Wort-Bild-Kärtchen (z. B. Bäckerin, Arzt) auswählen und einlegen || Beruf frei und ohne Bildstütze notieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wetter und Klima (Erdkunde) || Bildkärtchen zuordnen (Sonne, Regen, Wolke) || Fachbegriff selbst notieren (z. B. „Niederschlag&amp;quot;, „Temperatur&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tiere und Lebensräume (Biologie/Sachunterricht) || Tier-Bildkarte benennen (z. B. „Fuchs&amp;quot;) || zusätzlich ein Lebensraum-Merkmal notieren (z. B. „lebt im Wald&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zahlen im Alltag (Mathematik, z. B. Einstieg Bruchrechnung) || Alltagsgegenstand mit Zahl notieren (z. B. „2 Äpfel&amp;quot;) || Fachbegriff notieren (z. B. „Hälfte&amp;quot;, „Bruchteil&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter (Geschichte) || Bildkärtchen zuordnen (Ritter, Burg, Bauer) || Begriff frei notieren, ggf. mit Datum/Zeitangabe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Schulsachen, Alltagsgegenstände || einzelne Nomen mit Artikel, ggf. nur Bildkärtchen statt Schrift || Thema in der Mitte: „Schulsachen&amp;quot;. Nur Runde 1: Lernende wählen ein Wort-Bild-Kärtchen (Heft, Stift, Buch) und legen es in ihre Ecke. Runden 2–4 entfallen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Tagesablauf, Familie, Wohnen || einfache Aussagesätze im Präsens, Possessivartikel, trennbare Verben || Thema „Tagesablauf&amp;quot;. Runde 1: Aktivität notieren (z. B. „aufstehen&amp;quot;). Runde 2: Satz nach Muster „Ich stehe um ___ Uhr auf.&amp;quot; Runde 3 und 4 entfallen oder werden mündlich im Plenum ergänzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Berufe, Migration, gesellschaftliche Themen || W-Fragen, einfache Nebensätze, freie mündliche Präsentation || Thema „Berufe in Deutschland&amp;quot;: Runde 1 „Ärztin&amp;quot; → Runde 2 „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot; → Runde 3 „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot; → Runde 4 Präsentation und Beantwortung vor der Klasse. Alternativ Thema „Migration&amp;quot;: Frage in Runde 3 z. B. „Warum entscheiden sich Menschen für einen Neuanfang in einem anderen Land?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Redemittelkarte mit Begründungsformeln auslegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;, „Ich bin nicht ganz sicher, aber …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst ist bereits eine vollständige inhaltliche Aussage, die keine Sprache erfordert – DaZ-Lernende können gleichberechtigt teilnehmen, auch wenn sie sich (noch) nicht mündlich äußern möchten oder können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; die Ecken-Kleingruppen entstehen automatisch sprachlich gemischt, weil sich Lernende nach Meinung und nicht nach Sprachniveau zuordnen. Die Gruppe kann vereinbaren, dass eine sprachlich sicherere Person die gemeinsamen Argumente im Plenum vorträgt, damit DaZ-Lernende zunächst im Kleinen mitreden, ohne sich sofort vor der ganzen Klasse äußern zu müssen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die vier Aussagen zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus-Icon, WG-Icon), damit der Einstieg auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema !! Einfache Formulierung !! Erweiterte Formulierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnen || „Ich wohne gern allein.&amp;quot; || „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit || „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot; || „Ich spiele lieber Fußball, weil ich gern draußen bin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hausaufgaben (fächerübergreifend) || „Hausaufgaben sind gut.&amp;quot; || „Ich finde Hausaufgaben gut, weil ich zu Hause in Ruhe üben kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Umweltschutz/Mülltrennung (Sachunterricht) || „Mülltrennung ist wichtig.&amp;quot; || „Ich finde Mülltrennung wichtig, weil wir so die Umwelt schützen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Handynutzung im Unterricht || „Handys im Unterricht sind gut/schlecht.&amp;quot; || „Meiner Meinung nach sollten Handys erlaubt sein, weil man schnell etwas nachschauen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Lieblingsessen, einfache Vorlieben || „Ich mag …&amp;quot; / „Ich mag … nicht&amp;quot;, einfache Adjektive || Vier Ecken: „Pizza&amp;quot; / „Nudeln&amp;quot; / „Reis&amp;quot; / „Suppe&amp;quot;. Lernende stellen sich zur bevorzugten Ecke und sagen nur: „Ich mag Pizza.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Wohnen, Freizeit || „Ich finde … gut/nicht so gut&amp;quot;, einfache weil-Sätze in Hauptsatzstellung || Thema „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen). Vier Aussagen: „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot; / „… mit meiner Familie.&amp;quot; / „… in einer WG.&amp;quot; / „… bei einer Gastfamilie.&amp;quot; Begründung mit Redemittelkarte: „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Gesellschaftliche Fragen (Handynutzung, Hausaufgaben, Umweltschutz) || Nebensätze mit weil/dass, Zustimmung/Ablehnung ausdrücken, Konjunktiv II für Vorschläge || Thema „Handynutzung im Unterricht&amp;quot; mit vier Positionen von „sollte ganz verboten sein&amp;quot; bis „sollte immer erlaubt sein&amp;quot;; anschließende Kleingruppendiskussion mit Begründung und Gegenargumenten.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen drei Beispielen gilt: Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/1/3_2.htm Methode 2 – Vier-Ecken-Spiel (Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten; Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung)]&lt;br /&gt;
:gibt Beispiele für Fragestellungen; erläutert schrittweise das Vorgehen&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89062</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89062"/>
		<updated>2026-08-14T07:38:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierecken-Methode.gif|miniatur|Schema eines Arbeitsblattes für die Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
* Der Lehrer fertigt das folgende Vierecken-Raster an und schreibt in die Mitte den Ausgangsbegriff (Bsp.: Nationalsozialismus).&lt;br /&gt;
* Die Schüler setzen sich in vier Gruppen (entspricht den vier Ecken!) um den Tisch.&lt;br /&gt;
* In der ersten Runde muss jeder Schüler in seine innere Ecke ein Wort schreiben, das ihm zu dem Begriff einfällt (Bsp.: Hitler, Judenverfolgung, Ideologie, Reichskristallnacht); Dopplungen sollten, wenn möglich, vermieden werden; sie sind aber auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
* Die Schüler drehen das Papier weiter, so dass nun Schüler 2 den Begriff von Schüler 1 bearbeiten muss. Die Anweisung könnte lauten: &amp;quot;Schreibe in die Ecke einen erklärenden, wertneutralen Satz zu dem dir vorliegenden Begriff.&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Adolf Hitler kam im Januar 1933 an die Macht&amp;quot; oder &amp;quot;Die Nationalsozialisten verfolgten Juden wegen ihres Glaubens und ermordeten viele von ihnen.&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein weiteres Mal gedreht. Schüler 3 bearbeitet nun den wertneutralen Satz von Schüler 2, der sich wiederum auf den Begriff von Schüler 1 bezogen hat. Die Anweisung könnte nun lauten: &amp;quot;Welche Fragen fallen dir zu dem Begriff ein, die im Laufe der Unterrichtseinheit behandelt werden sollen?&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Wie kam Hitler an die Macht?&amp;quot; oder &amp;quot;Gab es Widerstand gegen die Judenverfolgung?&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein letztes Mal gedreht. Schüler 4 muss nun den Begriff von Schüler 1, den Erklärungssatz von Schüler 2 und die Frage von Schüler 3 der Klasse vorstellen und, wenn möglich, die Frage beantworten.&lt;br /&gt;
* Nach Präsentation aller Ergebnisse erhalten die Schüler Gelegenheit, alle Vierecken-Bögen zu lesen und sich einen weiteren Einblick in das Thema zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer hat nach Durchführung der Methode einen sehr guten Einblick in das Vorwissen, in Vorurteile oder in falsche Grundlagen der Schüler gewonnen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer kann bei der Durchführung der Unterrichtseinheit nun auf besondere Interessen der Schüler eingehen und Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung setzen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Variante eignet sich gut für den Regelunterricht, weil die vier Runden unterschiedlich hohe Sprachanforderungen stellen und sich damit natürlich differenzieren lassen, ohne dass DaZ-Lernende sichtbar eine „andere&amp;quot; Aufgabe bekommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung einen kleinen Wortspeicher zum Thema anlegen (Tafel oder Kärtchen) sowie Redemittelkarten mit Satzbausteinen für Runde 2 und 3 auslegen, z. B. „___ ist/hat/macht …&amp;quot; und „Was …? / Wie …? / Warum …?&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Runde 1 (ein Wort notieren) ist sprachlich niedrigschwellig und für DaZ-Lernende genauso gut zugänglich wie für alle anderen; wer noch unsicher ist, kann hier gleichberechtigt einsteigen, auch mithilfe von Bildkärtchen statt eines freien Worts.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Vierergruppe möglichst eine sprachlich sichere Person einteilen, die bei Bedarf beim Formulieren des Satzes (Runde 2) oder der Frage (Runde 3) unterstützt – ohne der Gruppe die Aufgabe abzunehmen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; zum Ausgangsbegriff passende Bildkarten neben das Raster legen, damit auch Lernende mit noch geringem Wortschatz eine inhaltliche Anknüpfung finden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema/Fach !! Einfache Formulierung (Runde 1, sprachliche Anfänger) !! Erweiterte Formulierung (Runde 1, sprachlich sicherer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Berufe (Deutsch/DaZ) || Wort-Bild-Kärtchen (z. B. Bäckerin, Arzt) auswählen und einlegen || Beruf frei und ohne Bildstütze notieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wetter und Klima (Erdkunde) || Bildkärtchen zuordnen (Sonne, Regen, Wolke) || Fachbegriff selbst notieren (z. B. „Niederschlag&amp;quot;, „Temperatur&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tiere und Lebensräume (Biologie/Sachunterricht) || Tier-Bildkarte benennen (z. B. „Fuchs&amp;quot;) || zusätzlich ein Lebensraum-Merkmal notieren (z. B. „lebt im Wald&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zahlen im Alltag (Mathematik, z. B. Einstieg Bruchrechnung) || Alltagsgegenstand mit Zahl notieren (z. B. „2 Äpfel&amp;quot;) || Fachbegriff notieren (z. B. „Hälfte&amp;quot;, „Bruchteil&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mittelalter (Geschichte) || Bildkärtchen zuordnen (Ritter, Burg, Bauer) || Begriff frei notieren, ggf. mit Datum/Zeitangabe&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Schulsachen, Alltagsgegenstände || einzelne Nomen mit Artikel, ggf. nur Bildkärtchen statt Schrift || Thema in der Mitte: „Schulsachen&amp;quot;. Nur Runde 1: Lernende wählen ein Wort-Bild-Kärtchen (Heft, Stift, Buch) und legen es in ihre Ecke. Runden 2–4 entfallen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Tagesablauf, Familie, Wohnen || einfache Aussagesätze im Präsens, Possessivartikel, trennbare Verben || Thema „Tagesablauf&amp;quot;. Runde 1: Aktivität notieren (z. B. „aufstehen&amp;quot;). Runde 2: Satz nach Muster „Ich stehe um ___ Uhr auf.&amp;quot; Runde 3 und 4 entfallen oder werden mündlich im Plenum ergänzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Berufe, Migration, gesellschaftliche Themen || W-Fragen, einfache Nebensätze, freie mündliche Präsentation || Thema „Berufe in Deutschland&amp;quot;: Runde 1 „Ärztin&amp;quot; → Runde 2 „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot; → Runde 3 „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot; → Runde 4 Präsentation und Beantwortung vor der Klasse. Alternativ Thema „Migration&amp;quot;: Frage in Runde 3 z. B. „Warum entscheiden sich Menschen für einen Neuanfang in einem anderen Land?&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Redemittelkarte mit Begründungsformeln auslegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;, „Ich bin nicht ganz sicher, aber …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst ist bereits eine vollständige inhaltliche Aussage, die keine Sprache erfordert – DaZ-Lernende können gleichberechtigt teilnehmen, auch wenn sie sich (noch) nicht mündlich äußern möchten oder können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; die Ecken-Kleingruppen entstehen automatisch sprachlich gemischt, weil sich Lernende nach Meinung und nicht nach Sprachniveau zuordnen. Die Gruppe kann vereinbaren, dass eine sprachlich sicherere Person die gemeinsamen Argumente im Plenum vorträgt, damit DaZ-Lernende zunächst im Kleinen mitreden, ohne sich sofort vor der ganzen Klasse äußern zu müssen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die vier Aussagen zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus-Icon, WG-Icon), damit der Einstieg auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema !! Einfache Formulierung !! Erweiterte Formulierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnen || „Ich wohne gern allein.&amp;quot; || „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Freizeit || „Ich spiele gern Fußball.&amp;quot; || „Ich spiele lieber Fußball, weil ich gern draußen bin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hausaufgaben (fächerübergreifend) || „Hausaufgaben sind gut.&amp;quot; || „Ich finde Hausaufgaben gut, weil ich zu Hause in Ruhe üben kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Umweltschutz/Mülltrennung (Sachunterricht) || „Mülltrennung ist wichtig.&amp;quot; || „Ich finde Mülltrennung wichtig, weil wir so die Umwelt schützen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Handynutzung im Unterricht || „Handys im Unterricht sind gut/schlecht.&amp;quot; || „Meiner Meinung nach sollten Handys erlaubt sein, weil man schnell etwas nachschauen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Lieblingsessen, einfache Vorlieben || „Ich mag …&amp;quot; / „Ich mag … nicht&amp;quot;, einfache Adjektive || Vier Ecken: „Pizza&amp;quot; / „Nudeln&amp;quot; / „Reis&amp;quot; / „Suppe&amp;quot;. Lernende stellen sich zur bevorzugten Ecke und sagen nur: „Ich mag Pizza.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Wohnen, Freizeit || „Ich finde … gut/nicht so gut&amp;quot;, einfache weil-Sätze in Hauptsatzstellung || Thema „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen). Vier Aussagen: „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot; / „… mit meiner Familie.&amp;quot; / „… in einer WG.&amp;quot; / „… bei einer Gastfamilie.&amp;quot; Begründung mit Redemittelkarte: „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Gesellschaftliche Fragen (Handynutzung, Hausaufgaben, Umweltschutz) || Nebensätze mit weil/dass, Zustimmung/Ablehnung ausdrücken, Konjunktiv II für Vorschläge || Thema „Handynutzung im Unterricht&amp;quot; mit vier Positionen von „sollte ganz verboten sein&amp;quot; bis „sollte immer erlaubt sein&amp;quot;; anschließende Kleingruppendiskussion mit Begründung und Gegenargumenten.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen drei Beispielen gilt: Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/1/3_2.htm Methode 2 – Vier-Ecken-Spiel (Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten; Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung)]&lt;br /&gt;
:gibt Beispiele für Fragestellungen; erläutert schrittweise das Vorgehen&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Meinungslinie&amp;diff=89060</id>
		<title>Meinungslinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Meinungslinie&amp;diff=89060"/>
		<updated>2026-08-14T07:34:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;´Bei der &#039;&#039;&#039;Meinungslinie&#039;&#039;&#039; handelt es sich um eine [[Unterrichtsmethoden|Methode]] für den Unterricht. Die Meinungslinie eignet sich besonders für Phasen, wenn Lernende sich zu einem inhaltlichen Problem positionieren müssen, sowie zur Ermittlung von Voreinstellungen und Vorwissen zu Beginn eines Themas.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester, Franz / Soltau, Andreas / Paradies, Liane (2006): &#039;&#039;Methodenbox Selbstevaluation – Meinungslinie.&#039;&#039; Landesinstitut für Schule, Bremen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A1 (reine Positionierung), Begründung sinnvoll ab A2/B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe (ganzer Kurs)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–25 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || Kreppband oder Seil für die Linie, zwei Pol-Karten/Plakate (DIN A4 oder größer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Hören, Sprechen, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels Kreppband wird im Raum auf dem Boden eine Linie gezogen; die eine Seite der Klasse ist dann „Pro …“, die andere Seite im Raum ist dann „Contra …“. Die Lernenden haben dann die Möglichkeit, sich im Raum zu positionieren und so hinsichtlich eines Problems oder einer Frage eine Position einzunehmen („Ich bin für oder gegen etwas“). Die Methode ist besonders bei unteren Klassen bzw. niedrigeren Sprachniveaus gut geeignet, da eine erste Positionierung auch ohne viel Sprache möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf/Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorbereitung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eine Frage oder ein Thema mit zwei klaren, gegensätzlichen Polen auswählen. Nur Fragen, bei denen es zwei eindeutige Enden gibt, eignen sich für die Methode; in der Mitte stehen die Unentschiedenen oder jene, die bewusst eine mittlere Position wählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer, Hilbert / Diepold, Siga: &#039;&#039;Eine neue Methode: „Meinungslinie“.&#039;&#039; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Teilnehmerzahl sollte nicht unter fünf bis sechs liegen, da sich erst ab dieser Gruppengröße erkennbare „Ballungen“ an bestimmten Standorten bilden. Nach oben ist die Methode mit sehr großen Gruppen durchführbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester/Soltau/Paradies (2006), a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auf dem Boden wird eine imaginierte oder mit Kreppband geklebte Linie hergestellt. Bei 10 Teilnehmenden sollte sie etwa 6 m lang sein, bei 20 Teilnehmenden bis zu 10 m.&lt;br /&gt;
*An beiden Enden werden Pappen oder Blätter mit dem jeweiligen Pol-Stichwort ausgelegt.&lt;br /&gt;
*Die Lernenden beziehen an der Stelle auf der Linie Position, die ihrer Einstellung am ehesten entspricht.&lt;br /&gt;
*Die Lehrkraft oder Kursleitung führt Regie und befragt jeweils nur eine Person zur Zeit, damit alle anderen zuhören können.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswertung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die eingenommenen Positionen können ausgezählt werden (z. B. „Ein Fünftel der Gruppe steht bei …“).&lt;br /&gt;
*Einzelne Personen werden befragt, warum sie gerade dort stehen – am besten beginnend mit den Extrempositionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester/Soltau/Paradies (2006), a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Positionierung erlaubt eine erste, nonverbale Meinungsäußerung, bevor überhaupt gesprochen werden muss – dadurch ist die Methode schon auf niedrigen Niveaus (A1) einsetzbar, ohne dass mangelnder Wortschatz zur Hürde wird. Erst im zweiten Schritt, bei der Befragung Einzelner, wird tatsächlich gesprochen: ein gestufter Sprechanlass, der die Hemmschwelle senkt, weil sich niemand aus dem Stand heraus spontan äußern muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode eignet sich besonders zur Aktivierung von Vorwissen und Voreinstellungen vor einem neuen Thema und lässt sich ebenso zur Selbsteinschätzung nutzen (vgl. die Herkunft der Methode als Evaluationsinstrument). Für den Sprachunterricht heißt das: Lernende können nicht nur zu inhaltlichen Themen, sondern auch zum eigenen Lernstand oder Kursfortschritt Position beziehen. Die freie Wahl der Position ermöglicht zudem Binnendifferenzierung: sprachlich stärkere Lernende können ihre Position ausführlich begründen, schwächere sich zunächst auf die Positionierung selbst beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Meinungslinie eignet sich besonders gut für sprachlich heterogene Regelklassen, weil die reine Positionierung bereits eine vollständige inhaltliche Aussage ist, für die kein einziges Wort nötig ist – die Begründung ist ein optionaler, zeitlich getrennter zweiter Schritt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung Redemittelkarten mit Begründungsformeln bereitlegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst verlangt keine Sprachproduktion; DaZ-Lernende nehmen dadurch gleichberechtigt teil, auch wenn die anschließende mündliche Begründung (noch) schwerfällt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppen-/Befragungsreihenfolge:&#039;&#039;&#039; bei der Befragung Einzelner zunächst sprachlich sicherere Lernende von den Extrempositionen befragen. So hören DaZ-Lernende passende Formulierungen als Modell, bevor sie selbst an die Reihe kommen (Scaffolding durch Mitlernende).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die beiden Pol-Karten zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus- und WG-Icon beim Beispiel „Wohnen&amp;quot;), damit die Positionierung auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiele für sprachlich gestufte Aufgabenstellungen zu verschiedenen Unterrichtsthemen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Unterrichtsthema !! Einfache Formulierung (zur Begründung) !! Erweiterte Formulierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wohnen || „Ich wohne gern allein.&amp;quot; || „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Pausenregeln (Schule) || „Die Pause ist zu kurz.&amp;quot; || „Ich finde die Pause zu kurz, weil ich mein Essen nicht schaffe.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Klimaschutz (Sachunterricht/Politik) || „Fahrrad fahren ist gut für die Umwelt.&amp;quot; || „Ich finde, wir sollten mehr Fahrrad fahren, weil das gut für die Umwelt ist.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mediennutzung || „Ich finde Handys im Unterricht gut/schlecht.&amp;quot; || „Meiner Meinung nach sollten Handys erlaubt sein, weil man damit schnell etwas nachschauen kann.&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht nach Niveau ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Niveau !! Thema !! Sprachliche Mittel !! Konkretes Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A1 || Lieblingsjahreszeit, einfache Vorlieben || reine Positionierung, auf Nachfrage höchstens ein Wort oder Zeigen/Nicken || Pole „Sommer&amp;quot; – „Winter&amp;quot;. Die Lernenden positionieren sich; auf die Frage „Warum?&amp;quot; reicht als Antwort ein Wort („Sommer!&amp;quot;) oder eine Geste.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A2 || Wohnen, Freizeit || „Ich … gern/lieber …&amp;quot;, einfache weil-Sätze in Hauptsatzstellung || Ein Ende der Linie steht für „Ich lebe lieber in der Stadt&amp;quot;, das andere für „Ich lebe lieber auf dem Land&amp;quot;. Begründung mit Redemittelkarte: „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ab B1 || Selbsteinschätzung Sprachstand, gesellschaftliche Themen (z. B. Handyverbot in der Pause) || differenzierte Begründungen, Konzessivsätze, Vergleiche || Ein Ende steht für „Die deutsche Grammatik ist für mich sehr leicht&amp;quot;, das andere für „… sehr schwer&amp;quot;. Positionierung zu Kursbeginn und -ende (Frage 1: „Wo stehst du heute?&amp;quot;, Frage 2: „Wo stehst du jetzt?&amp;quot;). Alternativ Thema „Handyverbot in der Pause&amp;quot; mit ausführlicher Pro-/Contra-Begründung.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Meinungsdreieck/-viereck:&#039;&#039;&#039; Statt einer Linie können auch drei oder vier Positionen im Raum verteilt werden, wenn ein Thema mehr als zwei klar definierte Pole hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zwei-Fragen-Variante zur Reflexion:&#039;&#039;&#039; „Wo stehst du heute?“ und „Wo würdest du gerne stehen, wenn du könntest, wie du wolltest?“ – geeignet, um zwischen Ist-Zustand und Wunschzustand zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Vertiefende Inszenierungstechniken für fortgeschrittene Niveaus (B2+):&#039;&#039;&#039; etwa „Dialog“ (die Kursleitung befragt gezielt eine Person mit interessanter Position), „Hilfs-Ich“ (die Kursleitung legt einer Person die Hand auf die Schulter und formuliert stellvertretend deren Position mit) oder „Haltungen einnehmen“ (Körperhaltung und Mimik sollen die eingenommene Position zusätzlich ausdrücken). Diese Techniken verlangen spontane mündliche Produktion und eignen sich daher eher für höhere Niveaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt eine Mindestgruppengröße von fünf bis sechs Personen voraus; in sehr kleinen Kursen (2–4 Teilnehmende) bilden sich kaum erkennbare „Ballungen“, wodurch die Auswertung wenig aussagekräftig wird.&lt;br /&gt;
*Themen benötigen zwei klare Pole – bei mehrdimensionalen Fragestellungen zu vereinfachend (teilweise durch die Dreieck-/Viereck-Variante auffangbar).&lt;br /&gt;
*Benötigt freien Raum für die Bewegung, was nicht in jedem Kursraum gegeben ist.&lt;br /&gt;
*Ohne vorbereitete Redemittel bleibt die Methode auf niedrigeren Niveaus bei der reinen Positionierung stehen; der eigentliche Sprachlerneffekt entsteht erst durch die anschließende Begründung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
*[[Anders-Spiel]]&lt;br /&gt;
*[[Argumentieren]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meyer, Hilbert (2007): &#039;&#039;Übungen zum guten Unterricht. Eine Handreichung für Aus- und Fortbildung.&#039;&#039; Seelze: Erhard Friedrich Verlag, S. 8–10.&lt;br /&gt;
*Wester, Franz / Soltau, Andreas / Paradies, Liane (2006): &#039;&#039;Methodenbox Selbstevaluation – Meinungslinie.&#039;&#039; Landesinstitut für Schule, Bremen. &amp;lt;!-- bisheriger Link tot; https://www.lis.bremen.de/sixcms/media.php/13/Meinungslinie.pdf zur Prüfung, siehe Hinweis am Dateianfang --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Meyer, Hilbert / Diepold, Siga: &#039;&#039;Eine neue Methode: „Meinungslinie”.&#039;&#039; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Michalak, Magdalena (2015): &#039;&#039;Sprache im Fachunterricht.&#039;&#039; Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.member.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/download/Meinungslinie2.pdf Hilbert Meyer / Siga Diepold – Eine neue Methode: &amp;quot;Meinungslinie&amp;quot;] (Carl von Ossietzky Universität) (PDF) – beim Abruf in dieser Sitzung noch erreichbar&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Kooperatives Schreiben|Kooperatives Schreiben]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argumentieren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A1]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Meinungslinie&amp;diff=89059</id>
		<title>Meinungslinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Meinungslinie&amp;diff=89059"/>
		<updated>2026-08-14T07:00:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;´Bei der &#039;&#039;&#039;Meinungslinie&#039;&#039;&#039; handelt es sich um eine [[Unterrichtsmethoden|Methode]] für den Unterricht. Die Meinungslinie eignet sich besonders für Phasen, wenn Lernende sich zu einem inhaltlichen Problem positionieren müssen, sowie zur Ermittlung von Voreinstellungen und Vorwissen zu Beginn eines Themas.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester, Franz / Soltau, Andreas / Paradies, Liane (2006): &#039;&#039;Methodenbox Selbstevaluation – Meinungslinie.&#039;&#039; Landesinstitut für Schule, Bremen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A1 (reine Positionierung), Begründung sinnvoll ab A2/B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe (ganzer Kurs)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–25 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || Kreppband oder Seil für die Linie, zwei Pol-Karten/Plakate (DIN A4 oder größer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Hören, Sprechen, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels Kreppband wird im Raum auf dem Boden eine Linie gezogen; die eine Seite der Klasse ist dann „Pro …“, die andere Seite im Raum ist dann „Contra …“. Die Lernenden haben dann die Möglichkeit, sich im Raum zu positionieren und so hinsichtlich eines Problems oder einer Frage eine Position einzunehmen („Ich bin für oder gegen etwas“). Die Methode ist besonders bei unteren Klassen bzw. niedrigeren Sprachniveaus gut geeignet, da eine erste Positionierung auch ohne viel Sprache möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf/Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorbereitung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eine Frage oder ein Thema mit zwei klaren, gegensätzlichen Polen auswählen. Nur Fragen, bei denen es zwei eindeutige Enden gibt, eignen sich für die Methode; in der Mitte stehen die Unentschiedenen oder jene, die bewusst eine mittlere Position wählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer, Hilbert / Diepold, Siga: &#039;&#039;Eine neue Methode: „Meinungslinie“.&#039;&#039; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Teilnehmerzahl sollte nicht unter fünf bis sechs liegen, da sich erst ab dieser Gruppengröße erkennbare „Ballungen“ an bestimmten Standorten bilden. Nach oben ist die Methode mit sehr großen Gruppen durchführbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester/Soltau/Paradies (2006), a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auf dem Boden wird eine imaginierte oder mit Kreppband geklebte Linie hergestellt. Bei 10 Teilnehmenden sollte sie etwa 6 m lang sein, bei 20 Teilnehmenden bis zu 10 m.&lt;br /&gt;
*An beiden Enden werden Pappen oder Blätter mit dem jeweiligen Pol-Stichwort ausgelegt.&lt;br /&gt;
*Die Lernenden beziehen an der Stelle auf der Linie Position, die ihrer Einstellung am ehesten entspricht.&lt;br /&gt;
*Die Lehrkraft oder Kursleitung führt Regie und befragt jeweils nur eine Person zur Zeit, damit alle anderen zuhören können.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswertung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die eingenommenen Positionen können ausgezählt werden (z. B. „Ein Fünftel der Gruppe steht bei …“).&lt;br /&gt;
*Einzelne Personen werden befragt, warum sie gerade dort stehen – am besten beginnend mit den Extrempositionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester/Soltau/Paradies (2006), a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Positionierung erlaubt eine erste, nonverbale Meinungsäußerung, bevor überhaupt gesprochen werden muss – dadurch ist die Methode schon auf niedrigen Niveaus (A1) einsetzbar, ohne dass mangelnder Wortschatz zur Hürde wird. Erst im zweiten Schritt, bei der Befragung Einzelner, wird tatsächlich gesprochen: ein gestufter Sprechanlass, der die Hemmschwelle senkt, weil sich niemand aus dem Stand heraus spontan äußern muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode eignet sich besonders zur Aktivierung von Vorwissen und Voreinstellungen vor einem neuen Thema und lässt sich ebenso zur Selbsteinschätzung nutzen (vgl. die Herkunft der Methode als Evaluationsinstrument). Für den Sprachunterricht heißt das: Lernende können nicht nur zu inhaltlichen Themen, sondern auch zum eigenen Lernstand oder Kursfortschritt Position beziehen. Die freie Wahl der Position ermöglicht zudem Binnendifferenzierung: sprachlich stärkere Lernende können ihre Position ausführlich begründen, schwächere sich zunächst auf die Positionierung selbst beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meinungslinie eignet sich besonders gut für sprachlich heterogene Regelklassen, weil die reine Positionierung bereits eine vollständige inhaltliche Aussage ist, für die kein einziges Wort nötig ist – die Begründung ist ein optionaler, zeitlich getrennter zweiter Schritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung Redemittelkarten mit Begründungsformeln bereitlegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst verlangt keine Sprachproduktion; DaZ-Lernende nehmen dadurch gleichberechtigt teil, auch wenn die anschließende mündliche Begründung (noch) schwerfällt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppen-/Befragungsreihenfolge:&#039;&#039;&#039; bei der Befragung Einzelner zunächst sprachlich sicherere Lernende von den Extrempositionen befragen. So hören DaZ-Lernende passende Formulierungen als Modell, bevor sie selbst an die Reihe kommen (Scaffolding durch Mitlernende).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die beiden Pol-Karten zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus- und WG-Icon beim Beispiel „Wohnen&amp;quot;), damit die Positionierung auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiel für eine sprachlich gestufte Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; zur Begründung zwei Redemittelkarten auf unterschiedlichem Niveau anbieten – einfach: „Ich wohne gern allein.&amp;quot;; erweitert: „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel 1 – Meinungsbildung:&#039;&#039;&#039; Thema „Wohnen“. Ein Ende der Linie steht für „Ich lebe lieber in der Stadt“, das andere für „Ich lebe lieber auf dem Land“. Die Lernenden positionieren sich und werden anschließend gebeten, ihre Position mit vorbereiteten Redemitteln zu begründen („Ich stehe hier, weil …“, „Für mich ist wichtig, dass …“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel 2 – Selbsteinschätzung:&#039;&#039;&#039; Ein Ende der Linie steht für „Die deutsche Grammatik ist für mich sehr leicht“, das andere für „Die deutsche Grammatik ist für mich sehr schwer“. Die Lernenden positionieren sich zu Kursbeginn und erneut am Kursende, um den eigenen Lernfortschritt sichtbar zu machen (Frage 1: „Wo stehst du heute?“, Frage 2 am Kursende: „Wo stehst du jetzt?“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Meinungsdreieck/-viereck:&#039;&#039;&#039; Statt einer Linie können auch drei oder vier Positionen im Raum verteilt werden, wenn ein Thema mehr als zwei klar definierte Pole hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zwei-Fragen-Variante zur Reflexion:&#039;&#039;&#039; „Wo stehst du heute?“ und „Wo würdest du gerne stehen, wenn du könntest, wie du wolltest?“ – geeignet, um zwischen Ist-Zustand und Wunschzustand zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Vertiefende Inszenierungstechniken für fortgeschrittene Niveaus (B2+):&#039;&#039;&#039; etwa „Dialog“ (die Kursleitung befragt gezielt eine Person mit interessanter Position), „Hilfs-Ich“ (die Kursleitung legt einer Person die Hand auf die Schulter und formuliert stellvertretend deren Position mit) oder „Haltungen einnehmen“ (Körperhaltung und Mimik sollen die eingenommene Position zusätzlich ausdrücken). Diese Techniken verlangen spontane mündliche Produktion und eignen sich daher eher für höhere Niveaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt eine Mindestgruppengröße von fünf bis sechs Personen voraus; in sehr kleinen Kursen (2–4 Teilnehmende) bilden sich kaum erkennbare „Ballungen“, wodurch die Auswertung wenig aussagekräftig wird.&lt;br /&gt;
*Themen benötigen zwei klare Pole – bei mehrdimensionalen Fragestellungen zu vereinfachend (teilweise durch die Dreieck-/Viereck-Variante auffangbar).&lt;br /&gt;
*Benötigt freien Raum für die Bewegung, was nicht in jedem Kursraum gegeben ist.&lt;br /&gt;
*Ohne vorbereitete Redemittel bleibt die Methode auf niedrigeren Niveaus bei der reinen Positionierung stehen; der eigentliche Sprachlerneffekt entsteht erst durch die anschließende Begründung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
*[[Anders-Spiel]]&lt;br /&gt;
*[[Argumentieren]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meyer, Hilbert (2007): &#039;&#039;Übungen zum guten Unterricht. Eine Handreichung für Aus- und Fortbildung.&#039;&#039; Seelze: Erhard Friedrich Verlag, S. 8–10.&lt;br /&gt;
*Wester, Franz / Soltau, Andreas / Paradies, Liane (2006): &#039;&#039;Methodenbox Selbstevaluation – Meinungslinie.&#039;&#039; Landesinstitut für Schule, Bremen. &amp;lt;!-- bisheriger Link tot; https://www.lis.bremen.de/sixcms/media.php/13/Meinungslinie.pdf zur Prüfung, siehe Hinweis am Dateianfang --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Meyer, Hilbert / Diepold, Siga: &#039;&#039;Eine neue Methode: „Meinungslinie”.&#039;&#039; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Michalak, Magdalena (2015): &#039;&#039;Sprache im Fachunterricht.&#039;&#039; Tübingen: Narr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.member.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/download/Meinungslinie2.pdf Hilbert Meyer / Siga Diepold – Eine neue Methode: &amp;quot;Meinungslinie&amp;quot;] (Carl von Ossietzky Universität) (PDF) – beim Abruf in dieser Sitzung noch erreichbar&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Kooperatives Schreiben|Kooperatives Schreiben]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argumentieren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A1]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89058</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89058"/>
		<updated>2026-08-14T06:57:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierecken-Methode.gif|miniatur|Schema eines Arbeitsblattes für die Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
* Der Lehrer fertigt das folgende Vierecken-Raster an und schreibt in die Mitte den Ausgangsbegriff (Bsp.: Nationalsozialismus).&lt;br /&gt;
* Die Schüler setzen sich in vier Gruppen (entspricht den vier Ecken!) um den Tisch.&lt;br /&gt;
* In der ersten Runde muss jeder Schüler in seine innere Ecke ein Wort schreiben, das ihm zu dem Begriff einfällt (Bsp.: Hitler, Judenverfolgung, Ideologie, Reichskristallnacht); Dopplungen sollten, wenn möglich, vermieden werden; sie sind aber auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
* Die Schüler drehen das Papier weiter, so dass nun Schüler 2 den Begriff von Schüler 1 bearbeiten muss. Die Anweisung könnte lauten: &amp;quot;Schreibe in die Ecke einen erklärenden, wertneutralen Satz zu dem dir vorliegenden Begriff.&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Adolf Hitler kam im Januar 1933 an die Macht&amp;quot; oder &amp;quot;Die Nationalsozialisten verfolgten Juden wegen ihres Glaubens und ermordeten viele von ihnen.&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein weiteres Mal gedreht. Schüler 3 bearbeitet nun den wertneutralen Satz von Schüler 2, der sich wiederum auf den Begriff von Schüler 1 bezogen hat. Die Anweisung könnte nun lauten: &amp;quot;Welche Fragen fallen dir zu dem Begriff ein, die im Laufe der Unterrichtseinheit behandelt werden sollen?&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Wie kam Hitler an die Macht?&amp;quot; oder &amp;quot;Gab es Widerstand gegen die Judenverfolgung?&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein letztes Mal gedreht. Schüler 4 muss nun den Begriff von Schüler 1, den Erklärungssatz von Schüler 2 und die Frage von Schüler 3 der Klasse vorstellen und, wenn möglich, die Frage beantworten.&lt;br /&gt;
* Nach Präsentation aller Ergebnisse erhalten die Schüler Gelegenheit, alle Vierecken-Bögen zu lesen und sich einen weiteren Einblick in das Thema zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer hat nach Durchführung der Methode einen sehr guten Einblick in das Vorwissen, in Vorurteile oder in falsche Grundlagen der Schüler gewonnen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer kann bei der Durchführung der Unterrichtseinheit nun auf besondere Interessen der Schüler eingehen und Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung setzen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Variante eignet sich gut für den Regelunterricht, weil die vier Runden unterschiedlich hohe Sprachanforderungen stellen und sich damit natürlich differenzieren lassen, ohne dass DaZ-Lernende sichtbar eine „andere&amp;quot; Aufgabe bekommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; vor der Übung einen kleinen Wortspeicher zum Thema anlegen (Tafel oder Kärtchen) sowie Redemittelkarten mit Satzbausteinen für Runde 2 und 3 auslegen, z. B. „___ ist/hat/macht …&amp;quot; und „Was …? / Wie …? / Warum …?&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Runde 1 (ein Wort notieren) ist sprachlich niedrigschwellig und für DaZ-Lernende genauso gut zugänglich wie für alle anderen; wer noch unsicher ist, kann hier gleichberechtigt einsteigen, auch mithilfe von Bildkärtchen statt eines freien Worts.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; in jeder Vierergruppe möglichst eine sprachlich sichere Person einteilen, die bei Bedarf beim Formulieren des Satzes (Runde 2) oder der Frage (Runde 3) unterstützt – ohne der Gruppe die Aufgabe abzunehmen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; zum Ausgangsbegriff passende Bildkarten neben das Raster legen, damit auch Lernende mit noch geringem Wortschatz eine inhaltliche Anknüpfung finden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiel für eine sprachlich gestufte Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; statt freier Wortsuche in Runde 1 ein vorbereitetes Set von 8–10 Wort-Bild-Kärtchen zum Thema anbieten, aus dem ausgewählt werden darf, statt frei produzieren zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema in der Mitte des Rasters: „Berufe in Deutschland&amp;quot; (Einstieg vor einer Unterrichtseinheit zum Wortfeld Beruf/Arbeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Schüler 1 schreibt einen Beruf in die Ecke: „Ärztin&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 2 bildet einen einfachen Satz im Präsens: „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 3 formuliert eine W-Frage dazu: „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 4 stellt Begriff, Satz und Frage der Klasse vor und beantwortet die Frage, wenn möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise werden in einer Übung Berufsbezeichnungen, einfache Aussagesätze im Präsens, W-Fragen und freies Sprechen vor der Klasse miteinander verknüpft, statt sie isoliert zu üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Auch für sprachlich heterogene Regelklassen || Ja, mit Sprachhilfen (siehe unten)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprachsensibler Einsatz in heterogenen Regelklassen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Sprachliche Vorentlastung:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Redemittelkarte mit Begründungsformeln auslegen, z. B. „Ich stehe hier, weil …&amp;quot;, „Für mich ist wichtig, dass …&amp;quot;, „Ich bin nicht ganz sicher, aber …&amp;quot;.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Trennung von Inhalt und Sprache:&#039;&#039;&#039; Die Positionierung selbst ist bereits eine vollständige inhaltliche Aussage, die keine Sprache erfordert – DaZ-Lernende können gleichberechtigt teilnehmen, auch wenn sie sich (noch) nicht mündlich äußern möchten oder können.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Heterogene Gruppenbildung:&#039;&#039;&#039; die Ecken-Kleingruppen entstehen automatisch sprachlich gemischt, weil sich Lernende nach Meinung und nicht nach Sprachniveau zuordnen. Die Gruppe kann vereinbaren, dass eine sprachlich sicherere Person die gemeinsamen Argumente im Plenum vorträgt, damit DaZ-Lernende zunächst im Kleinen mitreden, ohne sich sofort vor der ganzen Klasse äußern zu müssen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Visualisierung:&#039;&#039;&#039; die vier Aussagen zusätzlich mit einem Symbolbild versehen (z. B. Haus-Icon, WG-Icon), damit der Einstieg auch ohne vollständiges Textverständnis gelingt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Beispiel für eine sprachlich gestufte Aufgabenstellung:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke zwei Redemittelkarten auf unterschiedlichem Niveau anbieten – einfach: „Ich wohne gern allein.&amp;quot;; erweitert: „Ich wohne lieber allein, weil ich meine Ruhe brauche.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Aussagen an den Raumecken:&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich mit meiner Familie zusammen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich in einer Wohngemeinschaft (WG).&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich bei einer Gastfamilie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor; die Lehrkraft kann bei Bedarf Redemittelkarten mit Formulierungshilfen zur Begründung an den Ecken auslegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Leisen, Josef (2013): &#039;&#039;Handbuch Sprachförderung im Fach – Sprachsensibler Fachunterricht in der Praxis.&#039;&#039; Stuttgart: Klett Sprachen. (Grundlage der Hinweise zum sprachsensiblen Einsatz)&lt;br /&gt;
*Tajmel, Tanja / Hägi-Mead, Sara (2017): &#039;&#039;Sprachbewusste Unterrichtsplanung.&#039;&#039; Münster: Waxmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[https://mercator-institut.uni-koeln.de/publikationen-material/material-fuer-die-praxis/methodenpool Methodenpool für sprachsensiblen Unterricht] (Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung, Universität zu Köln) – filterbare Methoden- und Sprachhilfen-Datenbank mit Eignungsbewertung&lt;br /&gt;
*[https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/themen/sprachbildung/sprachsensibler-fachuntericht Sprachsensibler Fachunterricht – Handreichung zur Wortschatzarbeit] (Bildungsserver Berlin-Brandenburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Vier-Ecken-Methode (Methodentraining, Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried)] &amp;lt;!-- Link von 2010, vor Veröffentlichung auf Erreichbarkeit prüfen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/1/3_2.htm Methode 2 – Vier-Ecken-Spiel (Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten; Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung)]&lt;br /&gt;
:gibt Beispiele für Fragestellungen; erläutert schrittweise das Vorgehen&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachsensibler Regelunterricht]]&lt;br /&gt;
Vor Aktivierung mit dem übrigen Facettenkonzept abstimmen, damit Kategorienamen wiki-weit einheitlich sind. --&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Meinungslinie&amp;diff=89057</id>
		<title>Meinungslinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Meinungslinie&amp;diff=89057"/>
		<updated>2026-08-13T19:42:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: KI-unterstützt erstellt, fachlich geprüft von mir.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der &#039;&#039;&#039;Meinungslinie&#039;&#039;&#039; handelt es sich um eine [[Unterrichtsmethoden|Methode]] für den Unterricht. Die Meinungslinie eignet sich besonders für Phasen, wenn Lernende sich zu einem inhaltlichen Problem positionieren müssen, sowie zur Ermittlung von Voreinstellungen und Vorwissen zu Beginn eines Themas.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester, Franz / Soltau, Andreas / Paradies, Liane (2006): &#039;&#039;Methodenbox Selbstevaluation – Meinungslinie.&#039;&#039; Landesinstitut für Schule, Bremen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A1 (reine Positionierung), Begründung sinnvoll ab A2/B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe (ganzer Kurs)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–25 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || Kreppband oder Seil für die Linie, zwei Pol-Karten/Plakate (DIN A4 oder größer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Hören, Sprechen, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels Kreppband wird im Raum auf dem Boden eine Linie gezogen; die eine Seite der Klasse ist dann „Pro …“, die andere Seite im Raum ist dann „Contra …“. Die Lernenden haben dann die Möglichkeit, sich im Raum zu positionieren und so hinsichtlich eines Problems oder einer Frage eine Position einzunehmen („Ich bin für oder gegen etwas“). Die Methode ist besonders bei unteren Klassen bzw. niedrigeren Sprachniveaus gut geeignet, da eine erste Positionierung auch ohne viel Sprache möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf/Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorbereitung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eine Frage oder ein Thema mit zwei klaren, gegensätzlichen Polen auswählen. Nur Fragen, bei denen es zwei eindeutige Enden gibt, eignen sich für die Methode; in der Mitte stehen die Unentschiedenen oder jene, die bewusst eine mittlere Position wählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer, Hilbert / Diepold, Siga: &#039;&#039;Eine neue Methode: „Meinungslinie“.&#039;&#039; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Teilnehmerzahl sollte nicht unter fünf bis sechs liegen, da sich erst ab dieser Gruppengröße erkennbare „Ballungen“ an bestimmten Standorten bilden. Nach oben ist die Methode mit sehr großen Gruppen durchführbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester/Soltau/Paradies (2006), a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auf dem Boden wird eine imaginierte oder mit Kreppband geklebte Linie hergestellt. Bei 10 Teilnehmenden sollte sie etwa 6 m lang sein, bei 20 Teilnehmenden bis zu 10 m.&lt;br /&gt;
*An beiden Enden werden Pappen oder Blätter mit dem jeweiligen Pol-Stichwort ausgelegt.&lt;br /&gt;
*Die Lernenden beziehen an der Stelle auf der Linie Position, die ihrer Einstellung am ehesten entspricht.&lt;br /&gt;
*Die Lehrkraft oder Kursleitung führt Regie und befragt jeweils nur eine Person zur Zeit, damit alle anderen zuhören können.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswertung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die eingenommenen Positionen können ausgezählt werden (z. B. „Ein Fünftel der Gruppe steht bei …“).&lt;br /&gt;
*Einzelne Personen werden befragt, warum sie gerade dort stehen – am besten beginnend mit den Extrempositionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester/Soltau/Paradies (2006), a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Positionierung erlaubt eine erste, nonverbale Meinungsäußerung, bevor überhaupt gesprochen werden muss – dadurch ist die Methode schon auf niedrigen Niveaus (A1) einsetzbar, ohne dass mangelnder Wortschatz zur Hürde wird. Erst im zweiten Schritt, bei der Befragung Einzelner, wird tatsächlich gesprochen: ein gestufter Sprechanlass, der die Hemmschwelle senkt, weil sich niemand aus dem Stand heraus spontan äußern muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode eignet sich besonders zur Aktivierung von Vorwissen und Voreinstellungen vor einem neuen Thema und lässt sich ebenso zur Selbsteinschätzung nutzen (vgl. die Herkunft der Methode als Evaluationsinstrument). Für den Sprachunterricht heißt das: Lernende können nicht nur zu inhaltlichen Themen, sondern auch zum eigenen Lernstand oder Kursfortschritt Position beziehen. Die freie Wahl der Position ermöglicht zudem Binnendifferenzierung: sprachlich stärkere Lernende können ihre Position ausführlich begründen, schwächere sich zunächst auf die Positionierung selbst beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel 1 – Meinungsbildung:&#039;&#039;&#039; Thema „Wohnen“. Ein Ende der Linie steht für „Ich lebe lieber in der Stadt“, das andere für „Ich lebe lieber auf dem Land“. Die Lernenden positionieren sich und werden anschließend gebeten, ihre Position mit vorbereiteten Redemitteln zu begründen („Ich stehe hier, weil …“, „Für mich ist wichtig, dass …“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel 2 – Selbsteinschätzung:&#039;&#039;&#039; Ein Ende der Linie steht für „Die deutsche Grammatik ist für mich sehr leicht“, das andere für „Die deutsche Grammatik ist für mich sehr schwer“. Die Lernenden positionieren sich zu Kursbeginn und erneut am Kursende, um den eigenen Lernfortschritt sichtbar zu machen (Frage 1: „Wo stehst du heute?“, Frage 2 am Kursende: „Wo stehst du jetzt?“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Meinungsdreieck/-viereck:&#039;&#039;&#039; Statt einer Linie können auch drei oder vier Positionen im Raum verteilt werden, wenn ein Thema mehr als zwei klar definierte Pole hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zwei-Fragen-Variante zur Reflexion:&#039;&#039;&#039; „Wo stehst du heute?“ und „Wo würdest du gerne stehen, wenn du könntest, wie du wolltest?“ – geeignet, um zwischen Ist-Zustand und Wunschzustand zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Vertiefende Inszenierungstechniken für fortgeschrittene Niveaus (B2+):&#039;&#039;&#039; etwa „Dialog“ (die Kursleitung befragt gezielt eine Person mit interessanter Position), „Hilfs-Ich“ (die Kursleitung legt einer Person die Hand auf die Schulter und formuliert stellvertretend deren Position mit) oder „Haltungen einnehmen“ (Körperhaltung und Mimik sollen die eingenommene Position zusätzlich ausdrücken). Diese Techniken verlangen spontane mündliche Produktion und eignen sich daher eher für höhere Niveaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt eine Mindestgruppengröße von fünf bis sechs Personen voraus; in sehr kleinen Kursen (2–4 Teilnehmende) bilden sich kaum erkennbare „Ballungen“, wodurch die Auswertung wenig aussagekräftig wird.&lt;br /&gt;
*Themen benötigen zwei klare Pole – bei mehrdimensionalen Fragestellungen zu vereinfachend (teilweise durch die Dreieck-/Viereck-Variante auffangbar).&lt;br /&gt;
*Benötigt freien Raum für die Bewegung, was nicht in jedem Kursraum gegeben ist.&lt;br /&gt;
*Ohne vorbereitete Redemittel bleibt die Methode auf niedrigeren Niveaus bei der reinen Positionierung stehen; der eigentliche Sprachlerneffekt entsteht erst durch die anschließende Begründung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
*[[Anders-Spiel]]&lt;br /&gt;
*[[Argumentieren]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meyer, Hilbert (2007): &#039;&#039;Übungen zum guten Unterricht. Eine Handreichung für Aus- und Fortbildung.&#039;&#039; Seelze: Erhard Friedrich Verlag, S. 8–10.&lt;br /&gt;
*Meyer, Hilbert / Diepold, Siga: &#039;&#039;Eine neue Methode: „Meinungslinie“.&#039;&#039; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.member.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/download/Meinungslinie2.pdf Hilbert Meyer / Siga Diepold – Eine neue Methode: &amp;quot;Meinungslinie&amp;quot;] (Carl von Ossietzky Universität) (PDF) – beim Abruf in dieser Sitzung noch erreichbar&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Kooperatives Schreiben|Kooperatives Schreiben]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argumentieren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A1]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Meinungslinie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Meinungslinie&amp;diff=89056"/>
		<updated>2026-08-13T19:40:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei der &#039;&#039;&#039;Meinungslinie&#039;&#039;&#039; handelt es sich um eine [[Unterrichtsmethoden|Methode]] für den Unterricht. Die Meinungslinie eignet sich besonders für Phasen, wenn Lernende sich zu einem inhaltlichen Problem positionieren müssen, sowie zur Ermittlung von Voreinstellungen und Vorwissen zu Beginn eines Themas.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester, Franz / Soltau, Andreas / Paradies, Liane (2006): &#039;&#039;Methodenbox Selbstevaluation – Meinungslinie.&#039;&#039; Landesinstitut für Schule, Bremen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A1 (reine Positionierung), Begründung sinnvoll ab A2/B1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe (ganzer Kurs)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–25 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || Kreppband oder Seil für die Linie, zwei Pol-Karten/Plakate (DIN A4 oder größer)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Hören, Sprechen, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurzbeschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittels Kreppband wird im Raum auf dem Boden eine Linie gezogen; die eine Seite der Klasse ist dann „Pro …“, die andere Seite im Raum ist dann „Contra …“. Die Lernenden haben dann die Möglichkeit, sich im Raum zu positionieren und so hinsichtlich eines Problems oder einer Frage eine Position einzunehmen („Ich bin für oder gegen etwas“). Die Methode ist besonders bei unteren Klassen bzw. niedrigeren Sprachniveaus gut geeignet, da eine erste Positionierung auch ohne viel Sprache möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf/Durchführung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorbereitung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eine Frage oder ein Thema mit zwei klaren, gegensätzlichen Polen auswählen. Nur Fragen, bei denen es zwei eindeutige Enden gibt, eignen sich für die Methode; in der Mitte stehen die Unentschiedenen oder jene, die bewusst eine mittlere Position wählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer, Hilbert / Diepold, Siga: &#039;&#039;Eine neue Methode: „Meinungslinie“.&#039;&#039; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Teilnehmerzahl sollte nicht unter fünf bis sechs liegen, da sich erst ab dieser Gruppengröße erkennbare „Ballungen“ an bestimmten Standorten bilden. Nach oben ist die Methode mit sehr großen Gruppen durchführbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester/Soltau/Paradies (2006), a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Auf dem Boden wird eine imaginierte oder mit Kreppband geklebte Linie hergestellt. Bei 10 Teilnehmenden sollte sie etwa 6 m lang sein, bei 20 Teilnehmenden bis zu 10 m.&lt;br /&gt;
*An beiden Enden werden Pappen oder Blätter mit dem jeweiligen Pol-Stichwort ausgelegt.&lt;br /&gt;
*Die Lernenden beziehen an der Stelle auf der Linie Position, die ihrer Einstellung am ehesten entspricht.&lt;br /&gt;
*Die Lehrkraft oder Kursleitung führt Regie und befragt jeweils nur eine Person zur Zeit, damit alle anderen zuhören können.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auswertung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die eingenommenen Positionen können ausgezählt werden (z. B. „Ein Fünftel der Gruppe steht bei …“).&lt;br /&gt;
*Einzelne Personen werden befragt, warum sie gerade dort stehen – am besten beginnend mit den Extrempositionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wester/Soltau/Paradies (2006), a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Positionierung erlaubt eine erste, nonverbale Meinungsäußerung, bevor überhaupt gesprochen werden muss – dadurch ist die Methode schon auf niedrigen Niveaus (A1) einsetzbar, ohne dass mangelnder Wortschatz zur Hürde wird. Erst im zweiten Schritt, bei der Befragung Einzelner, wird tatsächlich gesprochen: ein gestufter Sprechanlass, der die Hemmschwelle senkt, weil sich niemand aus dem Stand heraus spontan äußern muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode eignet sich besonders zur Aktivierung von Vorwissen und Voreinstellungen vor einem neuen Thema und lässt sich ebenso zur Selbsteinschätzung nutzen (vgl. die Herkunft der Methode als Evaluationsinstrument). Für den Sprachunterricht heißt das: Lernende können nicht nur zu inhaltlichen Themen, sondern auch zum eigenen Lernstand oder Kursfortschritt Position beziehen. Die freie Wahl der Position ermöglicht zudem Binnendifferenzierung: sprachlich stärkere Lernende können ihre Position ausführlich begründen, schwächere sich zunächst auf die Positionierung selbst beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel 1 – Meinungsbildung:&#039;&#039;&#039; Thema „Wohnen“. Ein Ende der Linie steht für „Ich lebe lieber in der Stadt“, das andere für „Ich lebe lieber auf dem Land“. Die Lernenden positionieren sich und werden anschließend gebeten, ihre Position mit vorbereiteten Redemitteln zu begründen („Ich stehe hier, weil …“, „Für mich ist wichtig, dass …“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Beispiel 2 – Selbsteinschätzung:&#039;&#039;&#039; Ein Ende der Linie steht für „Die deutsche Grammatik ist für mich sehr leicht“, das andere für „Die deutsche Grammatik ist für mich sehr schwer“. Die Lernenden positionieren sich zu Kursbeginn und erneut am Kursende, um den eigenen Lernfortschritt sichtbar zu machen (Frage 1: „Wo stehst du heute?“, Frage 2 am Kursende: „Wo stehst du jetzt?“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varianten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Meinungsdreieck/-viereck:&#039;&#039;&#039; Statt einer Linie können auch drei oder vier Positionen im Raum verteilt werden, wenn ein Thema mehr als zwei klar definierte Pole hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Zwei-Fragen-Variante zur Reflexion:&#039;&#039;&#039; „Wo stehst du heute?“ und „Wo würdest du gerne stehen, wenn du könntest, wie du wolltest?“ – geeignet, um zwischen Ist-Zustand und Wunschzustand zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Vertiefende Inszenierungstechniken für fortgeschrittene Niveaus (B2+):&#039;&#039;&#039; etwa „Dialog“ (die Kursleitung befragt gezielt eine Person mit interessanter Position), „Hilfs-Ich“ (die Kursleitung legt einer Person die Hand auf die Schulter und formuliert stellvertretend deren Position mit) oder „Haltungen einnehmen“ (Körperhaltung und Mimik sollen die eingenommene Position zusätzlich ausdrücken). Diese Techniken verlangen spontane mündliche Produktion und eignen sich daher eher für höhere Niveaus.&amp;lt;ref&amp;gt;Meyer/Diepold, a. a. O.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik/Grenzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt eine Mindestgruppengröße von fünf bis sechs Personen voraus; in sehr kleinen Kursen (2–4 Teilnehmende) bilden sich kaum erkennbare „Ballungen“, wodurch die Auswertung wenig aussagekräftig wird.&lt;br /&gt;
*Themen benötigen zwei klare Pole – bei mehrdimensionalen Fragestellungen zu vereinfachend (teilweise durch die Dreieck-/Viereck-Variante auffangbar).&lt;br /&gt;
*Benötigt freien Raum für die Bewegung, was nicht in jedem Kursraum gegeben ist.&lt;br /&gt;
*Ohne vorbereitete Redemittel bleibt die Methode auf niedrigeren Niveaus bei der reinen Positionierung stehen; der eigentliche Sprachlerneffekt entsteht erst durch die anschließende Begründung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Vier-Ecken-Methode]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
*[[Anders-Spiel]]&lt;br /&gt;
*[[Argumentieren]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Meyer, Hilbert (2007): &#039;&#039;Übungen zum guten Unterricht. Eine Handreichung für Aus- und Fortbildung.&#039;&#039; Seelze: Erhard Friedrich Verlag, S. 8–10.&lt;br /&gt;
*Wester, Franz / Soltau, Andreas / Paradies, Liane (2006): &#039;&#039;Methodenbox Selbstevaluation – Meinungslinie.&#039;&#039; Landesinstitut für Schule, Bremen. &amp;lt;!-- bisheriger Link tot; https://www.lis.bremen.de/sixcms/media.php/13/Meinungslinie.pdf zur Prüfung, siehe Hinweis am Dateianfang --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Meyer, Hilbert / Diepold, Siga: &#039;&#039;Eine neue Methode: „Meinungslinie“.&#039;&#039; Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.member.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/download/Meinungslinie2.pdf Hilbert Meyer / Siga Diepold – Eine neue Methode: &amp;quot;Meinungslinie&amp;quot;] (Carl von Ossietzky Universität) (PDF) – beim Abruf in dieser Sitzung noch erreichbar&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Kooperatives Schreiben|Kooperatives Schreiben]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argumentieren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A1]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89055</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89055"/>
		<updated>2026-08-13T19:38:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Linktipps */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierecken-Methode.gif|miniatur|Schema eines Arbeitsblattes für die Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
* Der Lehrer fertigt das folgende Vierecken-Raster an und schreibt in die Mitte den Ausgangsbegriff (Bsp.: Nationalsozialismus).&lt;br /&gt;
* Die Schüler setzen sich in vier Gruppen (entspricht den vier Ecken!) um den Tisch.&lt;br /&gt;
* In der ersten Runde muss jeder Schüler in seine innere Ecke ein Wort schreiben, das ihm zu dem Begriff einfällt (Bsp.: Hitler, Judenverfolgung, Ideologie, Reichskristallnacht); Dopplungen sollten, wenn möglich, vermieden werden; sie sind aber auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
* Die Schüler drehen das Papier weiter, so dass nun Schüler 2 den Begriff von Schüler 1 bearbeiten muss. Die Anweisung könnte lauten: &amp;quot;Schreibe in die Ecke einen erklärenden, wertneutralen Satz zu dem dir vorliegenden Begriff.&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Adolf Hitler kam im Januar 1933 an die Macht&amp;quot; oder &amp;quot;Die Nationalsozialisten verfolgten Juden wegen ihres Glaubens und ermordeten viele von ihnen.&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein weiteres Mal gedreht. Schüler 3 bearbeitet nun den wertneutralen Satz von Schüler 2, der sich wiederum auf den Begriff von Schüler 1 bezogen hat. Die Anweisung könnte nun lauten: &amp;quot;Welche Fragen fallen dir zu dem Begriff ein, die im Laufe der Unterrichtseinheit behandelt werden sollen?&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Wie kam Hitler an die Macht?&amp;quot; oder &amp;quot;Gab es Widerstand gegen die Judenverfolgung?&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein letztes Mal gedreht. Schüler 4 muss nun den Begriff von Schüler 1, den Erklärungssatz von Schüler 2 und die Frage von Schüler 3 der Klasse vorstellen und, wenn möglich, die Frage beantworten.&lt;br /&gt;
* Nach Präsentation aller Ergebnisse erhalten die Schüler Gelegenheit, alle Vierecken-Bögen zu lesen und sich einen weiteren Einblick in das Thema zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer hat nach Durchführung der Methode einen sehr guten Einblick in das Vorwissen, in Vorurteile oder in falsche Grundlagen der Schüler gewonnen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer kann bei der Durchführung der Unterrichtseinheit nun auf besondere Interessen der Schüler eingehen und Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung setzen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema in der Mitte des Rasters: „Berufe in Deutschland&amp;quot; (Einstieg vor einer Unterrichtseinheit zum Wortfeld Beruf/Arbeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Schüler 1 schreibt einen Beruf in die Ecke: „Ärztin&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 2 bildet einen einfachen Satz im Präsens: „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 3 formuliert eine W-Frage dazu: „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 4 stellt Begriff, Satz und Frage der Klasse vor und beantwortet die Frage, wenn möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise werden in einer Übung Berufsbezeichnungen, einfache Aussagesätze im Präsens, W-Fragen und freies Sprechen vor der Klasse miteinander verknüpft, statt sie isoliert zu üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Aussagen an den Raumecken:&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich mit meiner Familie zusammen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich in einer Wohngemeinschaft (WG).&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich bei einer Gastfamilie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor; die Lehrkraft kann bei Bedarf Redemittelkarten mit Formulierungshilfen zur Begründung an den Ecken auslegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89054</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89054"/>
		<updated>2026-08-13T19:37:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Linktipps */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierecken-Methode.gif|miniatur|Schema eines Arbeitsblattes für die Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
* Der Lehrer fertigt das folgende Vierecken-Raster an und schreibt in die Mitte den Ausgangsbegriff (Bsp.: Nationalsozialismus).&lt;br /&gt;
* Die Schüler setzen sich in vier Gruppen (entspricht den vier Ecken!) um den Tisch.&lt;br /&gt;
* In der ersten Runde muss jeder Schüler in seine innere Ecke ein Wort schreiben, das ihm zu dem Begriff einfällt (Bsp.: Hitler, Judenverfolgung, Ideologie, Reichskristallnacht); Dopplungen sollten, wenn möglich, vermieden werden; sie sind aber auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
* Die Schüler drehen das Papier weiter, so dass nun Schüler 2 den Begriff von Schüler 1 bearbeiten muss. Die Anweisung könnte lauten: &amp;quot;Schreibe in die Ecke einen erklärenden, wertneutralen Satz zu dem dir vorliegenden Begriff.&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Adolf Hitler kam im Januar 1933 an die Macht&amp;quot; oder &amp;quot;Die Nationalsozialisten verfolgten Juden wegen ihres Glaubens und ermordeten viele von ihnen.&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein weiteres Mal gedreht. Schüler 3 bearbeitet nun den wertneutralen Satz von Schüler 2, der sich wiederum auf den Begriff von Schüler 1 bezogen hat. Die Anweisung könnte nun lauten: &amp;quot;Welche Fragen fallen dir zu dem Begriff ein, die im Laufe der Unterrichtseinheit behandelt werden sollen?&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Wie kam Hitler an die Macht?&amp;quot; oder &amp;quot;Gab es Widerstand gegen die Judenverfolgung?&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein letztes Mal gedreht. Schüler 4 muss nun den Begriff von Schüler 1, den Erklärungssatz von Schüler 2 und die Frage von Schüler 3 der Klasse vorstellen und, wenn möglich, die Frage beantworten.&lt;br /&gt;
* Nach Präsentation aller Ergebnisse erhalten die Schüler Gelegenheit, alle Vierecken-Bögen zu lesen und sich einen weiteren Einblick in das Thema zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer hat nach Durchführung der Methode einen sehr guten Einblick in das Vorwissen, in Vorurteile oder in falsche Grundlagen der Schüler gewonnen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer kann bei der Durchführung der Unterrichtseinheit nun auf besondere Interessen der Schüler eingehen und Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung setzen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema in der Mitte des Rasters: „Berufe in Deutschland&amp;quot; (Einstieg vor einer Unterrichtseinheit zum Wortfeld Beruf/Arbeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Schüler 1 schreibt einen Beruf in die Ecke: „Ärztin&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 2 bildet einen einfachen Satz im Präsens: „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 3 formuliert eine W-Frage dazu: „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 4 stellt Begriff, Satz und Frage der Klasse vor und beantwortet die Frage, wenn möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise werden in einer Übung Berufsbezeichnungen, einfache Aussagesätze im Präsens, W-Fragen und freies Sprechen vor der Klasse miteinander verknüpft, statt sie isoliert zu üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Aussagen an den Raumecken:&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich mit meiner Familie zusammen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich in einer Wohngemeinschaft (WG).&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich bei einer Gastfamilie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor; die Lehrkraft kann bei Bedarf Redemittelkarten mit Formulierungshilfen zur Begründung an den Ecken auslegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Vier-Ecken-Methode (Methodentraining, Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried)] &amp;lt;!-- Link von 2010, vor Veröffentlichung auf Erreichbarkeit prüfen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89053</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89053"/>
		<updated>2026-08-13T19:37:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Linktipps */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierecken-Methode.gif|miniatur|Schema eines Arbeitsblattes für die Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
* Der Lehrer fertigt das folgende Vierecken-Raster an und schreibt in die Mitte den Ausgangsbegriff (Bsp.: Nationalsozialismus).&lt;br /&gt;
* Die Schüler setzen sich in vier Gruppen (entspricht den vier Ecken!) um den Tisch.&lt;br /&gt;
* In der ersten Runde muss jeder Schüler in seine innere Ecke ein Wort schreiben, das ihm zu dem Begriff einfällt (Bsp.: Hitler, Judenverfolgung, Ideologie, Reichskristallnacht); Dopplungen sollten, wenn möglich, vermieden werden; sie sind aber auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
* Die Schüler drehen das Papier weiter, so dass nun Schüler 2 den Begriff von Schüler 1 bearbeiten muss. Die Anweisung könnte lauten: &amp;quot;Schreibe in die Ecke einen erklärenden, wertneutralen Satz zu dem dir vorliegenden Begriff.&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Adolf Hitler kam im Januar 1933 an die Macht&amp;quot; oder &amp;quot;Die Nationalsozialisten verfolgten Juden wegen ihres Glaubens und ermordeten viele von ihnen.&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein weiteres Mal gedreht. Schüler 3 bearbeitet nun den wertneutralen Satz von Schüler 2, der sich wiederum auf den Begriff von Schüler 1 bezogen hat. Die Anweisung könnte nun lauten: &amp;quot;Welche Fragen fallen dir zu dem Begriff ein, die im Laufe der Unterrichtseinheit behandelt werden sollen?&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Wie kam Hitler an die Macht?&amp;quot; oder &amp;quot;Gab es Widerstand gegen die Judenverfolgung?&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein letztes Mal gedreht. Schüler 4 muss nun den Begriff von Schüler 1, den Erklärungssatz von Schüler 2 und die Frage von Schüler 3 der Klasse vorstellen und, wenn möglich, die Frage beantworten.&lt;br /&gt;
* Nach Präsentation aller Ergebnisse erhalten die Schüler Gelegenheit, alle Vierecken-Bögen zu lesen und sich einen weiteren Einblick in das Thema zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer hat nach Durchführung der Methode einen sehr guten Einblick in das Vorwissen, in Vorurteile oder in falsche Grundlagen der Schüler gewonnen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer kann bei der Durchführung der Unterrichtseinheit nun auf besondere Interessen der Schüler eingehen und Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung setzen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema in der Mitte des Rasters: „Berufe in Deutschland&amp;quot; (Einstieg vor einer Unterrichtseinheit zum Wortfeld Beruf/Arbeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Schüler 1 schreibt einen Beruf in die Ecke: „Ärztin&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 2 bildet einen einfachen Satz im Präsens: „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 3 formuliert eine W-Frage dazu: „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 4 stellt Begriff, Satz und Frage der Klasse vor und beantwortet die Frage, wenn möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise werden in einer Übung Berufsbezeichnungen, einfache Aussagesätze im Präsens, W-Fragen und freies Sprechen vor der Klasse miteinander verknüpft, statt sie isoliert zu üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Aussagen an den Raumecken:&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich mit meiner Familie zusammen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich in einer Wohngemeinschaft (WG).&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich bei einer Gastfamilie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor; die Lehrkraft kann bei Bedarf Redemittelkarten mit Formulierungshilfen zur Begründung an den Ecken auslegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Vier-Ecken-Methode (Methodentraining, Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried)] &amp;lt;!-- Link von 2010, vor Veröffentlichung auf Erreichbarkeit prüfen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89052</id>
		<title>Vier-Ecken-Methode</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Vier-Ecken-Methode&amp;diff=89052"/>
		<updated>2026-08-13T19:36:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: KI-unterstützt erstellt, fachlich geprüft von mir.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Vier-Ecken-Methode&#039;&#039;&#039; (bzw. Vierecken-Methode) wird in zweifacher Bedeutung verwendet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen|Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
*[[#Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung|Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2 (Variante für A1 siehe unten)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Gruppenarbeit (4er-Gruppen)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 20–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || ein Vier-Ecken-Raster pro Gruppe (Vorlage, siehe Abbildung), Stifte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Wortschatz, Schreiben, Sprechen (Abschlusspräsentation)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vierecken-Methode eignet sich zur &#039;&#039;&#039;Aktivierung von Vorwissen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Die Schüler machen sich Gedanken zu einem Thema, zu dem sie bereits über unsystematisches Vorwissen verfügen. Sie schreiben ihr Wissen nieder und ordnen ihr Vorwissen anhand gezielter Vorgaben. Sie präsentieren ihr Vorwissen der Klasse und tauschen darüber aus.&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1204.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ablauf/Durchführung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Vierecken-Methode.gif|miniatur|Schema eines Arbeitsblattes für die Vier-Ecken-Methode zur Aktivierung von Vorwissen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|&lt;br /&gt;
* Der Lehrer fertigt das folgende Vierecken-Raster an und schreibt in die Mitte den Ausgangsbegriff (Bsp.: Nationalsozialismus).&lt;br /&gt;
* Die Schüler setzen sich in vier Gruppen (entspricht den vier Ecken!) um den Tisch.&lt;br /&gt;
* In der ersten Runde muss jeder Schüler in seine innere Ecke ein Wort schreiben, das ihm zu dem Begriff einfällt (Bsp.: Hitler, Judenverfolgung, Ideologie, Reichskristallnacht); Dopplungen sollten, wenn möglich, vermieden werden; sie sind aber auch nicht schlimm.&lt;br /&gt;
* Die Schüler drehen das Papier weiter, so dass nun Schüler 2 den Begriff von Schüler 1 bearbeiten muss. Die Anweisung könnte lauten: &amp;quot;Schreibe in die Ecke einen erklärenden, wertneutralen Satz zu dem dir vorliegenden Begriff.&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Adolf Hitler kam im Januar 1933 an die Macht&amp;quot; oder &amp;quot;Die Nationalsozialisten verfolgten Juden wegen ihres Glaubens und ermordeten viele von ihnen.&amp;quot;).&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein weiteres Mal gedreht. Schüler 3 bearbeitet nun den wertneutralen Satz von Schüler 2, der sich wiederum auf den Begriff von Schüler 1 bezogen hat. Die Anweisung könnte nun lauten: &amp;quot;Welche Fragen fallen dir zu dem Begriff ein, die im Laufe der Unterrichtseinheit behandelt werden sollen?&amp;quot; (Bsp.: &amp;quot;Wie kam Hitler an die Macht?&amp;quot; oder &amp;quot;Gab es Widerstand gegen die Judenverfolgung?&amp;quot;)&lt;br /&gt;
* Nun wird die Ecke ein letztes Mal gedreht. Schüler 4 muss nun den Begriff von Schüler 1, den Erklärungssatz von Schüler 2 und die Frage von Schüler 3 der Klasse vorstellen und, wenn möglich, die Frage beantworten.&lt;br /&gt;
* Nach Präsentation aller Ergebnisse erhalten die Schüler Gelegenheit, alle Vierecken-Bögen zu lesen und sich einen weiteren Einblick in das Thema zu verschaffen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer hat nach Durchführung der Methode einen sehr guten Einblick in das Vorwissen, in Vorurteile oder in falsche Grundlagen der Schüler gewonnen.&lt;br /&gt;
* Der Lehrer kann bei der Durchführung der Unterrichtseinheit nun auf besondere Interessen der Schüler eingehen und Schwerpunkte bei der Unterrichtsgestaltung setzen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1207.htm und http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1208.htm; 18.12.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier Runden bauen sprachlich aufeinander auf und wirken damit wie ein eingebautes Scaffolding: Wort → einfacher Satz → Frage → freie mündliche Präsentation. Jede Ecke liefert der nächsten bereits vorformulierten Sprachstoff, sodass auch schwächere Lernende nicht vor einem leeren Blatt sitzen, sondern von den Beiträgen der Gruppe profitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode aktiviert vor einer neuen Unterrichtseinheit gezielt den vorhandenen Wortschatz zu einem Thema – wichtig für verständlichen Input, weil neue Texte oder Hörübungen leichter zugänglich sind, wenn das Vorwissen vorher versprachlicht wurde. Die Schreibphasen sind zudem fehlertolerant: Es entsteht kein bewertetes Produkt, sondern ein Arbeitsstand, den die Gruppe gemeinsam verantwortet. Die Abschlusspräsentation gibt zurückhaltenden Lernenden einen vorbereiteten, schriftlich fixierten Sprechanlass statt einer freien Spontanäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema in der Mitte des Rasters: „Berufe in Deutschland&amp;quot; (Einstieg vor einer Unterrichtseinheit zum Wortfeld Beruf/Arbeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Schüler 1 schreibt einen Beruf in die Ecke: „Ärztin&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 2 bildet einen einfachen Satz im Präsens: „Meine Nachbarin ist Ärztin.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 3 formuliert eine W-Frage dazu: „Was macht eine Ärztin genau?&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Schüler 4 stellt Begriff, Satz und Frage der Klasse vor und beantwortet die Frage, wenn möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese Weise werden in einer Übung Berufsbezeichnungen, einfache Aussagesätze im Präsens, W-Fragen und freies Sprechen vor der Klasse miteinander verknüpft, statt sie isoliert zu üben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für Niveau A1:&#039;&#039;&#039; nur die ersten beiden Runden durchführen (Wort sammeln, dann einfacher Satz nach vorgegebenem Muster, z. B. „Das ist ein/eine ___.&amp;quot;). Die Frage- und Präsentationsrunde entfällt oder wird gemeinsam mit der Lehrkraft mündlich ergänzt.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für höhere Niveaus (B1+):&#039;&#039;&#039; die Frage in Runde 3 als echte Diskussionsfrage stellen lassen, die anschließend im Plenum tatsächlich besprochen wird, statt nur präsentiert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung zur Placemat-Methode ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vierecken-Methode ähnelt in mancher Hinsicht der Arbeit mit einer [[Placemat]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mehrere Personen (im Normalfall vier) arbeiten zusammen.&lt;br /&gt;
*Jede Person schreibt zunächst für sich alleine in einer &amp;quot;Ecke&amp;quot; des in der Tischmitte liegenden Blattes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Unterschied ist jedoch Folgendes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Bei der Arbeit mit einer Placemat geht es darum, ausgehend von Aussagen der einzelnen Personen schließlich zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen, das in der Mitte notiert wird.&lt;br /&gt;
*Bei der Vierecken-Methode steht in der Mitte ein Ausgangsbegriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt ab Runde 2 Schreibkompetenz auf Satzebene voraus; ohne vorgegebene Satzmuster für A1 kaum durchführbar.&lt;br /&gt;
*Das Ergebnis hängt stark vom Vorwissen und Sprachstand der jeweiligen Gruppe ab – bei sehr heterogenen Gruppen können einzelne Ecken deutlich dünner ausfallen als andere.&lt;br /&gt;
*Benötigt vorbereitetes Material (gedrucktes Raster oder großformatiges Papier je Gruppe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Niveau || ab A2/B1 (Redemittel zur Begründung erforderlich)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Sozialform || Plenum/Großgruppe, anschließend Kleingruppendiskussion in der Ecke&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Zeitbedarf || ca. 15–30 Minuten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Material || vier Aussagen/Positionen, an den Raumecken ausgehängt oder auf Plakaten notiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Fertigkeit(en) || Sprechen, Hören, Meinungsäußerung und Begründung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kurzbeschreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vier-Ecken-Methode zur Meinungsbildung kann in einem Prozess der &#039;&#039;&#039;Meinungsbildung&#039;&#039;&#039; genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Box|Zitat|Günstig bei der Meinungsbildung, bei Bewertungen oder bei der Vorbereitung von Entscheidungen. Möglich auch als Sprechanreiz zu Beginn eines Kurses oder als abschließende Bewertung am Ende eines Kurses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu einer Frage, einem Thema oder einem Problem, bei dem es verschiedene Sichtweisen gibt, kann der Leiter in jede Ecke des Raumes eine Aussage aufhängen. Die Teilnehmer ordnen sich jener Aussage zu, der sie am ehesten zustimmen können, indem sie sich in die entsprechende Ecke des Raumes begeben. Dort diskutieren die Teilnehmer untereinander, wie sie zu der gewählten Aussage stehen (Begründungen, Problematisierungen). Im Anschluss daran wird im Plenum oder im &amp;quot;Aquarium&amp;quot; diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Methodentraining (Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried]; 21.09.2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Zitat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die körperliche Bewegung in eine Ecke senkt die Hemmschwelle, sich sprachlich festzulegen: Die Positionierung selbst ist noch keine sprachliche Leistung, das Sprechen kommt erst danach, in der kleineren, gleichgesinnten Gruppe – ein niedrigschwelliger Einstieg vor der eigentlichen Redeleistung. In der Ecke entsteht echte Interaktion und Verhandlung von Bedeutung zwischen Lernenden mit ähnlicher Position, bevor im Plenum vor der ganzen Gruppe gesprochen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode trainiert gezielt Redemittel der Meinungsäußerung und Begründung („Ich finde …, weil …&amp;quot;, „Meiner Meinung nach …&amp;quot;, „Ich stimme nicht zu, denn …&amp;quot;) in einer realen Kommunikationssituation mit echtem Meinungsaustausch statt in einer künstlichen Übung. Durch die freie Wahl der Ecke differenziert sich die Methode von selbst: Lernende können sich sprachlich stärkeren Mitstreitenden anschließen, bevor sie selbst aktiv werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiel aus dem DaF-/DaZ-Unterricht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thema: „Die ideale Wohnform&amp;quot; (Integrationskurs, Modul Wohnen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Aussagen an den Raumecken:&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich allein.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich mit meiner Familie zusammen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich in einer Wohngemeinschaft (WG).&amp;quot;&lt;br /&gt;
# „Am liebsten wohne ich bei einer Gastfamilie.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnehmenden stellen sich zu der Aussage, der sie am ehesten zustimmen, tauschen sich in der Ecke über ihre Gründe aus und einigen sich auf zwei bis drei gemeinsame Argumente. Anschließend stellt jede Ecke ihre Argumente im Plenum vor; die Lehrkraft kann bei Bedarf Redemittelkarten mit Formulierungshilfen zur Begründung an den Ecken auslegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Varianten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Für schwächere Niveaus:&#039;&#039;&#039; an jeder Ecke eine Karte mit vorbereiteten Redemitteln zur Begründung auslegen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Einstieg:&#039;&#039;&#039; zu Kursbeginn mit persönlichen Aussagen zum Kennenlernen nutzen (z. B. „Meine Lieblingsjahreszeit ist …&amp;quot;).&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Als Abschluss:&#039;&#039;&#039; am Kursende zur Selbsteinschätzung des eigenen Lernfortschritts einsetzen.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;&#039;Weiterführung:&#039;&#039;&#039; die anschließende Plenumsdiskussion als [[Fishbowl]] gestalten, wenn die Gruppe insgesamt groß ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik/Grenzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Setzt voraus, dass Lernende sich mündlich zu einer Meinung äußern und diese begründen können; ohne vorbereitete Redemittel für schwächere Niveaus schwierig durchzuführen.&lt;br /&gt;
*Bei sehr einheitlichen Meinungen in der Gruppe (fast alle wählen dieselbe Ecke) fehlt die Diskussionsdynamik.&lt;br /&gt;
*Das Bewegungselement benötigt ausreichend Platz und passt nicht zu jedem Lernkontext (z. B. sehr formelle Kurse, beengte Räume).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Placemat]]&lt;br /&gt;
*[[Meinungslinie]]&lt;br /&gt;
*[[Fishbowl]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linktipps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[:unterrichten:Anders-Spiel|Anders-Spiel]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
* [http://didaktik.zum.de/lin-klitzing/kapitel/1203.htm Vierecken-Methode - Offene Unterrichtsmethoden Online]&lt;br /&gt;
*[http://www.igmh.de/index.php?menue=unterricht&amp;amp;seite=unterricht/methodentraining/methodentraining.htm#Vier-Ecken-Methode Vier-Ecken-Methode (Methodentraining, Integrierte Gesamtschule Mannheim-Herzogenried)] &amp;lt;!-- Link von 2010, vor Veröffentlichung auf Erreichbarkeit prüfen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[http://www.supervising.ch/kursgestaltung/doc/kursgestalltung-37.htm Vier-Ecken-Methode (supervising.ch)]&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Die in der Regel gegensätzlich gestalteten Aussagen sind ein Anreiz, sich selbst nach der Meinung zu fragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
*[http://www.sn.schule.de/~sud/methodenkompendium/module/1/3_2.htm Methode 2 – Vier-Ecken-Spiel (Schulleben und Unterricht demokratisch gestalten; Sächsisches Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung)]&lt;br /&gt;
:gibt Beispiele für Fragestellungen; erläutert schrittweise das Vorgehen&lt;br /&gt;
* [[:unterrichten:Vier-Ecken-Methode|Vier-Ecken-Methode]] - in ZUM-Unterrichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methoden und Spiele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Vorgeschlagene neue Facettenkategorien (noch nicht im Wiki angelegt, siehe Strukturvorschlag Abschnitt 3.1):&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Schreiben]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fertigkeit: Sprechen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialform: Plenum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niveau: A2]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontext: Integrationskurs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Generative_KI&amp;diff=88713</id>
		<title>Generative KI</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Generative_KI&amp;diff=88713"/>
		<updated>2026-08-01T11:54:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Generative KI und H5P (ZUM-Apps) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Generative KI&#039;&#039;&#039; bezeichnet Systeme der künstlichen Intelligenz, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Audio oder Video. Grundlage sind große Sprachmodelle, die aus sehr großen Datenmengen Muster gelernt haben. Anders als eine Suchmaschine rufen solche Systeme keine gespeicherten Inhalte ab, sondern berechnen die wahrscheinlichste Fortsetzung einer Eingabe. Für [[Deutsch als Fremdsprache]] und [[Deutsch als Zweitsprache]] sind sie seit etwa 2023 in der Materialerstellung und zunehmend auch im Unterricht selbst präsent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie generative Systeme arbeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprachmodell zerlegt Sprache in kleine Einheiten und berechnet, welche Einheit am wahrscheinlichsten folgt. Auf die Eingabe „Ich mag …“ folgt je nach Zusammenhang „Schokolade“ oder „dich“, auf „Die Katze liegt …“ etwa „auf dem Sofa“ oder „in der Sonne“. Aus dieser einfachen Rechenoperation entstehen, vielfach wiederholt, ganze Texte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich drei Eigenschaften, die für den Unterricht wichtig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kein Sprachwissen im herkömmlichen Sinn.&#039;&#039;&#039; Das System kennt keine Grammatikregeln und keine Bedeutungen, es verarbeitet Häufigkeiten. Sprachlich korrekte Ausgaben sind ein Ergebnis der Musterhäufigkeit, keine Anwendung einer Regel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kein Wissen über die Welt und über die Lerngruppe.&#039;&#039;&#039; Was berücksichtigt werden soll, muss in der Eingabe stehen (siehe [[Prompt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Keine gleichbleibenden Ergebnisse.&#039;&#039;&#039; Dieselbe Eingabe kann bei jedem Durchlauf anders beantwortet werden. Dieses nicht vorhersagbare Verhalten ist kein Fehler, sondern gehört zur Funktionsweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Systeme arbeiten multimodal, verarbeiten also nicht nur Text, sondern auch Bild und Ton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was generative Systeme leisten und was nicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sprachunterricht liegen die Stärken vor allem in der Materialarbeit: Texte lassen sich auf eine [[Niveaustufe]] anpassen, Übungen erweitern, Varianten für die [[Binnendifferenzierung]] erzeugen, Gesprächsanlässe und Rollen entwerfen. Auch tagesaktuelle Themen lassen sich schneller aufbereiten, als es Lehrwerke leisten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem stehen Grenzen gegenüber, die im Unterricht bekannt sein müssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Halluzination:&#039;&#039;&#039; Das System erzeugt sachlich falsche Angaben, die sprachlich überzeugend wirken. Erfundene Quellen, Jahreszahlen oder Zitate sind häufig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fehlende Belege:&#039;&#039;&#039; Angaben lassen sich oft nicht zurückverfolgen. Eine Prüfung an unabhängigen Quellen bleibt nötig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Verzerrungen:&#039;&#039;&#039; Die Ausgaben geben dominante Muster der Trainingsdaten wieder (siehe [[Bias]]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Niveau:&#039;&#039;&#039; Angaben zum Sprachniveau werden häufig nur ungefähr getroffen. Eine Prüfung anhand der Deskriptoren des [[Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen|Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens]] ist sinnvoll.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fertigkeitsverlust:&#039;&#039;&#039; Wer Aufgaben dauerhaft abgibt, übt sie nicht mehr selbst. Das betrifft Lernende wie Lehrende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generative KI verändert nicht nur die Werkzeuge, sondern auch die Aufgabenstellung. Wenn ein System einen fehlerfreien Text auf Knopfdruck erzeugt, verliert das fertige Produkt an Aussagekraft über die individuelle Leistung. Aussagekräftiger wird der Weg dorthin: die Eingaben, die Überarbeitungsschritte und die Begründung der eigenen Entscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Lehrenden verschiebt sich die Aufgabe vom Erstellen zum Prüfen und Auswählen. KI-Material wird gesichtet, geprüft, angepasst und begründet ausgewählt, statt unverändert übernommen zu werden. Die fachliche Verantwortung für das, was im Unterricht erscheint, bleibt bei der Lehrkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Lernenden kommt eine eigene Kompetenz hinzu: einzuschätzen, wann ein solches System hilft, wann es die eigene Arbeit ersetzt und wie sich seine Ausgaben prüfen lassen. Diese Fähigkeit lässt sich als Teil von [[Lernerautonomie]] verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl eines Werkzeugs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welches System sich eignet, hängt vom Kontext ab und ändert sich schnell. Statt einzelner Produkte helfen Kriterien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Datenschutz:&#039;&#039;&#039; Wo werden Eingaben verarbeitet und gespeichert? Personenbezogene Daten von Lernenden gehören nicht in solche Systeme.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zugang:&#039;&#039;&#039; Ist eine Anmeldung nötig? Anmeldepflicht schließt Lerngruppen häufig aus.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rechtlicher Rahmen:&#039;&#039;&#039; Altersgrenzen und Zulässigkeit unterscheiden sich zwischen Ländern und Bildungseinrichtungen erheblich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kosten:&#039;&#039;&#039; Welche Funktionen sind ohne Bezahlung nutzbar?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zweck:&#039;&#039;&#039; Textarbeit, Bilderzeugung und Recherche stellen unterschiedliche Anforderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den schulischen Bereich gibt es inzwischen datensouveräne Zugänge, die eigens für Bildungseinrichtungen eingerichtet wurden. In internationalen Kontexten ist jeweils zu prüfen, welche Lösungen verfügbar und zulässig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generative KI und H5P (ZUM-Apps) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede Auseinandersetzung mit generativer KI setzt voraus, dass eine Lerngruppe selbst ein solches System bedient. Mit freien H5P-Inhaltstypen lassen sich dokumentierte Ausgaben aufbereiten und ohne Anmeldung bearbeiten. Fertige Übungen lassen sich über die [[Open Educational Resources|frei lizenzierten]] ZUM-Apps veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Was geübt wird !! H5P-Inhaltstyp !! Beispielaufgabe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erfundene Angaben erkennen || [[Mark the Words (H5P)|Mark the Words]] || In einer KI-Ausgabe die Angaben markieren, die sich nicht belegen lassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Funktionsweise verstehen || [[True/False Question (H5P)|True/False]] || Aussagen bewerten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben vergleichen || [[Multiple Choice (H5P)|Multiple Choice]] || Zum Beispiel: Hör- oder Leseverstehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eine Ausgabe überarbeiten || [[Fill in the Blanks (H5P)|Fill in the Blanks]] || Eine zu schwierige KI-Formulierung durch einfachere Wendungen ersetzen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aussagen über einzelne Systeme veralten schnell. Prinzipien wie Wahrscheinlichkeitsrechnung, fehlende Belege und Nicht-Determinismus bleiben dagegen stabil und sollten den Ausgangspunkt bilden.&lt;br /&gt;
* Der Ressourcenverbrauch für Training und Betrieb ist erheblich. Er gehört zu einer vollständigen Betrachtung dazu, auch wenn belastbare Zahlen schwer zugänglich sind.&lt;br /&gt;
* Zur Wirksamkeit generativer KI auf den Sprachlernerfolg liegen bislang wenige belastbare Studien vor. Erfahrungsberichte ersetzen keine Wirkungsforschung.&lt;br /&gt;
* Die Frage, welche Tätigkeiten sinnvoll abgegeben werden können und welche als Übungsanlass erhalten bleiben müssen, ist fachdidaktisch nicht abschließend geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bias]]&lt;br /&gt;
* [[Prompt]]&lt;br /&gt;
* [[Digitale Tools im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Learning Analytics]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Lernerautonomie]]&lt;br /&gt;
* [[Open Educational Resources]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baum, Luisa / Günay, Gülsüm (Hg.) (2025): &#039;&#039;Künstliche Intelligenz in DaF/DaZ.&#039;&#039; Berlin: Frank &amp;amp; Timme.&lt;br /&gt;
* Bender, Emily M. / Gebru, Timnit / McMillan-Major, Angelina / Shmitchell, Shmargaret (2021): On the Dangers of Stochastic Parrots. Can Language Models Be Too Big? In: &#039;&#039;Proceedings of the 2021 ACM Conference on Fairness, Accountability, and Transparency&#039;&#039;, S. 610–623.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fachartikel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klötzke, Ralf (2026): &#039;&#039;Kultur wird gedeutet, nicht abgebildet. Generative KI und die neue Rolle der Lehrenden in der DaF/DaZ-Landeskunde.&#039;&#039; https://zenodo.org/records/21641739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.goethe.de/resources/files/pdf354/2025_gi_prompting_handreichung_v1-7.pdf Prompting für den Unterricht A2-B1. Handreichung für DaF-Lehrende] (Goethe-Institut Warschau 2025, frei zugänglich)&lt;br /&gt;
* [http://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Generative KI ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Verständnischeck können Sie selbst testen, ob Sie den Inhalt dieser Seite verstanden haben. Er ist als H5P-&#039;&#039;Question Set&#039;&#039; unter CC BY 4.0 eingebunden und lässt sich frei nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=47977}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/47977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Generative_KI&amp;diff=88712</id>
		<title>Generative KI</title>
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		<updated>2026-08-01T11:47:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Generative KI&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet Systeme der künstlichen Intelligenz, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Audio oder Video. Grundlage sind große Sprachmodelle, die aus sehr großen Datenmengen Muster gelernt haben. Anders als eine Suchmaschine rufen solche Systeme keine gespeicherten Inhalte ab, sondern berechnen die wahrscheinlichste Fortsetzung einer Eingabe. Für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache sind sie seit etwa 202…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Generative KI&#039;&#039;&#039; bezeichnet Systeme der künstlichen Intelligenz, die neue Inhalte erzeugen: Texte, Bilder, Audio oder Video. Grundlage sind große Sprachmodelle, die aus sehr großen Datenmengen Muster gelernt haben. Anders als eine Suchmaschine rufen solche Systeme keine gespeicherten Inhalte ab, sondern berechnen die wahrscheinlichste Fortsetzung einer Eingabe. Für [[Deutsch als Fremdsprache]] und [[Deutsch als Zweitsprache]] sind sie seit etwa 2023 in der Materialerstellung und zunehmend auch im Unterricht selbst präsent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wie generative Systeme arbeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Sprachmodell zerlegt Sprache in kleine Einheiten und berechnet, welche Einheit am wahrscheinlichsten folgt. Auf die Eingabe „Ich mag …“ folgt je nach Zusammenhang „Schokolade“ oder „dich“, auf „Die Katze liegt …“ etwa „auf dem Sofa“ oder „in der Sonne“. Aus dieser einfachen Rechenoperation entstehen, vielfach wiederholt, ganze Texte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ergeben sich drei Eigenschaften, die für den Unterricht wichtig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kein Sprachwissen im herkömmlichen Sinn.&#039;&#039;&#039; Das System kennt keine Grammatikregeln und keine Bedeutungen, es verarbeitet Häufigkeiten. Sprachlich korrekte Ausgaben sind ein Ergebnis der Musterhäufigkeit, keine Anwendung einer Regel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kein Wissen über die Welt und über die Lerngruppe.&#039;&#039;&#039; Was berücksichtigt werden soll, muss in der Eingabe stehen (siehe [[Prompt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Keine gleichbleibenden Ergebnisse.&#039;&#039;&#039; Dieselbe Eingabe kann bei jedem Durchlauf anders beantwortet werden. Dieses nicht vorhersagbare Verhalten ist kein Fehler, sondern gehört zur Funktionsweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Systeme arbeiten multimodal, verarbeiten also nicht nur Text, sondern auch Bild und Ton.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Was generative Systeme leisten und was nicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sprachunterricht liegen die Stärken vor allem in der Materialarbeit: Texte lassen sich auf eine [[Niveaustufe]] anpassen, Übungen erweitern, Varianten für die [[Binnendifferenzierung]] erzeugen, Gesprächsanlässe und Rollen entwerfen. Auch tagesaktuelle Themen lassen sich schneller aufbereiten, als es Lehrwerke leisten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem stehen Grenzen gegenüber, die im Unterricht bekannt sein müssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Halluzination:&#039;&#039;&#039; Das System erzeugt sachlich falsche Angaben, die sprachlich überzeugend wirken. Erfundene Quellen, Jahreszahlen oder Zitate sind häufig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fehlende Belege:&#039;&#039;&#039; Angaben lassen sich oft nicht zurückverfolgen. Eine Prüfung an unabhängigen Quellen bleibt nötig.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Verzerrungen:&#039;&#039;&#039; Die Ausgaben geben dominante Muster der Trainingsdaten wieder (siehe [[Bias]]).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Niveau:&#039;&#039;&#039; Angaben zum Sprachniveau werden häufig nur ungefähr getroffen. Eine Prüfung anhand der Deskriptoren des [[Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen|Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens]] ist sinnvoll.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Fertigkeitsverlust:&#039;&#039;&#039; Wer Aufgaben dauerhaft abgibt, übt sie nicht mehr selbst. Das betrifft Lernende wie Lehrende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generative KI verändert nicht nur die Werkzeuge, sondern auch die Aufgabenstellung. Wenn ein System einen fehlerfreien Text auf Knopfdruck erzeugt, verliert das fertige Produkt an Aussagekraft über die individuelle Leistung. Aussagekräftiger wird der Weg dorthin: die Eingaben, die Überarbeitungsschritte und die Begründung der eigenen Entscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Lehrenden verschiebt sich die Aufgabe vom Erstellen zum Prüfen und Auswählen. KI-Material wird gesichtet, geprüft, angepasst und begründet ausgewählt, statt unverändert übernommen zu werden. Die fachliche Verantwortung für das, was im Unterricht erscheint, bleibt bei der Lehrkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Lernenden kommt eine eigene Kompetenz hinzu: einzuschätzen, wann ein solches System hilft, wann es die eigene Arbeit ersetzt und wie sich seine Ausgaben prüfen lassen. Diese Fähigkeit lässt sich als Teil von [[Lernerautonomie]] verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswahl eines Werkzeugs ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welches System sich eignet, hängt vom Kontext ab und ändert sich schnell. Statt einzelner Produkte helfen Kriterien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Datenschutz:&#039;&#039;&#039; Wo werden Eingaben verarbeitet und gespeichert? Personenbezogene Daten von Lernenden gehören nicht in solche Systeme.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zugang:&#039;&#039;&#039; Ist eine Anmeldung nötig? Anmeldepflicht schließt Lerngruppen häufig aus.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Rechtlicher Rahmen:&#039;&#039;&#039; Altersgrenzen und Zulässigkeit unterscheiden sich zwischen Ländern und Bildungseinrichtungen erheblich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Kosten:&#039;&#039;&#039; Welche Funktionen sind ohne Bezahlung nutzbar?&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zweck:&#039;&#039;&#039; Textarbeit, Bilderzeugung und Recherche stellen unterschiedliche Anforderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den schulischen Bereich gibt es inzwischen datensouveräne Zugänge, die eigens für Bildungseinrichtungen eingerichtet wurden. In internationalen Kontexten ist jeweils zu prüfen, welche Lösungen verfügbar und zulässig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Generative KI und H5P (ZUM-Apps) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht jede Auseinandersetzung mit generativer KI setzt voraus, dass eine Lerngruppe selbst ein solches System bedient. Mit freien H5P-Inhaltstypen lassen sich dokumentierte Ausgaben aufbereiten und ohne Anmeldung bearbeiten. Fertige Übungen lassen sich über die [[Open Educational Resources|frei lizenzierten]] ZUM-Apps veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Was geübt wird !! H5P-Inhaltstyp !! Beispielaufgabe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Erfundene Angaben erkennen || Mark the Words || In einer KI-Ausgabe die Angaben markieren, die sich nicht belegen lassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Funktionsweise verstehen || True/False || Aussagen wie „Das System schlägt in einer Datenbank nach“ bewerten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ausgaben vergleichen || Multiple Choice || Von zwei Textfassungen die auswählen, die dem Zielniveau entspricht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eine Ausgabe überarbeiten || Fill in the Blanks || Eine zu schwierige KI-Formulierung durch einfachere Wendungen ersetzen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aussagen über einzelne Systeme veralten schnell. Prinzipien wie Wahrscheinlichkeitsrechnung, fehlende Belege und Nicht-Determinismus bleiben dagegen stabil und sollten den Ausgangspunkt bilden.&lt;br /&gt;
* Der Ressourcenverbrauch für Training und Betrieb ist erheblich. Er gehört zu einer vollständigen Betrachtung dazu, auch wenn belastbare Zahlen schwer zugänglich sind.&lt;br /&gt;
* Zur Wirksamkeit generativer KI auf den Sprachlernerfolg liegen bislang wenige belastbare Studien vor. Erfahrungsberichte ersetzen keine Wirkungsforschung.&lt;br /&gt;
* Die Frage, welche Tätigkeiten sinnvoll abgegeben werden können und welche als Übungsanlass erhalten bleiben müssen, ist fachdidaktisch nicht abschließend geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bias]]&lt;br /&gt;
* [[Prompt]]&lt;br /&gt;
* [[Digitale Tools im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Learning Analytics]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Lernerautonomie]]&lt;br /&gt;
* [[Open Educational Resources]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baum, Luisa / Günay, Gülsüm (Hg.) (2025): &#039;&#039;Künstliche Intelligenz in DaF/DaZ.&#039;&#039; Berlin: Frank &amp;amp; Timme.&lt;br /&gt;
* Bender, Emily M. / Gebru, Timnit / McMillan-Major, Angelina / Shmitchell, Shmargaret (2021): On the Dangers of Stochastic Parrots. Can Language Models Be Too Big? In: &#039;&#039;Proceedings of the 2021 ACM Conference on Fairness, Accountability, and Transparency&#039;&#039;, S. 610–623.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fachartikel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klötzke, Ralf (2026): &#039;&#039;Kultur wird gedeutet, nicht abgebildet. Generative KI und die neue Rolle der Lehrenden in der DaF/DaZ-Landeskunde.&#039;&#039; https://zenodo.org/records/21641739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.goethe.de/resources/files/pdf354/2025_gi_prompting_handreichung_v1-7.pdf Prompting für den Unterricht A2-B1. Handreichung für DaF-Lehrende] (Goethe-Institut Warschau 2025, frei zugänglich)&lt;br /&gt;
* [http://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Generative KI ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Verständnischeck können Sie selbst testen, ob Sie den Inhalt dieser Seite verstanden haben. Er ist als H5P-&#039;&#039;Question Set&#039;&#039; unter CC BY 4.0 eingebunden und lässt sich frei nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{h5p-zum|id=47977}}&lt;br /&gt;
{{ZUM-Apps|https://apps.zum.de/apps/47977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
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		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=DaF-Glossar&amp;diff=88711</id>
		<title>DaF-Glossar</title>
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		<updated>2026-08-01T11:43:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;geist&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Portalseite/Titel&lt;br /&gt;
  |titel=DaF-Glossar&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
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{{Box|Info zum DaF-Glossar|&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;DaF-Glossar&#039;&#039;&#039; erhebt nicht den Anspruch ein wissenschaftliches Lexikon zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;DaF-Glossar&#039;&#039; möchte DaF/DaZ-Lehrende mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen weltweit einen einfachen Einstieg in wichtige Themen des Fremdsprachen- und Zweitsprachen-Unterrichts bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Begriffe sind noch nicht oder nur teilweise erklärt. - &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Hier sind [[Erste Schritte in ZUM Deutsch Lernen|weitere Helferinnen und Helfer]] herzlich willkommen!&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|Kurzinfo}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TOC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[4K-Modell des Lernens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==A==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[ABCD-Thesen]]&lt;br /&gt;
*[[Adaption eines Lehrwerkes]]&lt;br /&gt;
*[[Agile Didaktik]]&lt;br /&gt;
*[[Alphabetisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Alphabetschrift]]&lt;br /&gt;
*[[Anwendung]]&lt;br /&gt;
*[[Arbeitsblätter für DaF|Arbeitsblatt]]&lt;br /&gt;
*[[Audiolinguale Methode]] (ALM)&lt;br /&gt;
*[[Audiovisuelle Methode]] (AVM)&lt;br /&gt;
*[[Aufgabe]]&lt;br /&gt;
*[[Aufgabenorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Aussprache]]&lt;br /&gt;
*[[Authentizität]]&lt;br /&gt;
*[[Automatisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==B==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Bewegtes Lernen]]&lt;br /&gt;
*[[Bias]]&lt;br /&gt;
*[[Bildergeschichten]]&lt;br /&gt;
*[[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
*[[Blended Learning]]&lt;br /&gt;
*[[Blogs im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Brainstorming]]&lt;br /&gt;
*[[Bring Your Own Device (BYOD)]]&lt;br /&gt;
*[[Brückensprache]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==C==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Chunks]]&lt;br /&gt;
*[[Clustering]]&lt;br /&gt;
*[[CLIL]]&lt;br /&gt;
*[[Code-Switching]]&lt;br /&gt;
*[[Comics im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==D==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[DACH-Prinzip]]&lt;br /&gt;
*[[Deskriptoren]]&lt;br /&gt;
*[[Detailliertes Verstehen]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsch als Fremdsprache]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsch als Zweitsprache]]&lt;br /&gt;
*[[Didaktisch-methodische Prinzipien]]&lt;br /&gt;
* [[Digitale Tools im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Digital Storytelling]]&lt;br /&gt;
* [[Diktat]]&lt;br /&gt;
*[[Direkte Methode]] (DM)&lt;br /&gt;
*[[Distraktor]]&lt;br /&gt;
*[[Dogme]]&lt;br /&gt;
*[[Domänen]]&lt;br /&gt;
*[[Dramapädagogik]]&lt;br /&gt;
*[[Dreifachoption]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==E==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Einstieg]]&lt;br /&gt;
* [[Einstufungstests]]&lt;br /&gt;
*[[Entdeckendes Lernen]]&lt;br /&gt;
*[[EPOSA]]: Das &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;uropäische &#039;&#039;&#039;Po&#039;&#039;&#039;rtfolio für &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;prachlehrende in &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;usbildung&lt;br /&gt;
*[[Erarbeitung]]&lt;br /&gt;
* [[Erinnerungsorte]]&lt;br /&gt;
*[[Erstsprache]]&lt;br /&gt;
*[[Europäisches Profilraster für Sprachlehrende (EPR)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==F==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Falsche Freunde]]&lt;br /&gt;
*[[Fehler]]&lt;br /&gt;
*[[Fehlerkorrektur]]&lt;br /&gt;
*[[Fehlertoleranz]]&lt;br /&gt;
*[[Fertigkeiten]]&lt;br /&gt;
* [[Filme und Videos im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Formfokussierung]]&lt;br /&gt;
*[[Formelhafte Wendungen]]&lt;br /&gt;
*[[Fossilierung]]&lt;br /&gt;
*[[Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==G==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Gamification]]&lt;br /&gt;
*[[Ganzheitlichkeit]] (Fremdsprachenunterricht)&lt;br /&gt;
*[[Gelenktes Sprechen]]&lt;br /&gt;
*[[Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen]] ([[Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen|GER]])&lt;br /&gt;
*[[Generative KI]]&lt;br /&gt;
* [[Geschlossene Übungen]]&lt;br /&gt;
*[[Gesprächsroutinen]]&lt;br /&gt;
*[[Glücksrad]] (Unterrichtswerkzeug)&lt;br /&gt;
*[[Grammatik-Übersetzungsmethode]] (GÜM)&lt;br /&gt;
*[[Grammatikvermittlung]]&lt;br /&gt;
*[[Graphomotorische Fähigkeiten]]&lt;br /&gt;
*[[Gruppenarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Gruppenpuzzle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==H==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Handlungsorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Hausaufgaben]]&lt;br /&gt;
*[[Hörverstehen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==I==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[ICAP]]&lt;br /&gt;
*[[Imitatives Nachsprechen]]&lt;br /&gt;
*[[Impuls]]&lt;br /&gt;
* [[Inklusion]]&lt;br /&gt;
*[[Input]]&lt;br /&gt;
*[[Inszenierungen im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Intake]]&lt;br /&gt;
*[[Interaktion]]&lt;br /&gt;
*[[Interaktionsorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Interferenz]]&lt;br /&gt;
*[[Interkulturelle Grammatik]]&lt;br /&gt;
*[[Interkulturelle Kompetenz]]&lt;br /&gt;
*[[Interkultureller Ansatz]]&lt;br /&gt;
*[[Interkulturelles Lernen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==J==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==K==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Kann-Beschreibung]]&lt;br /&gt;
* [[Kinder- und Jugendliteratur im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[KMK]], die&lt;br /&gt;
* [[Kognitive Aktivierung]]&lt;br /&gt;
* [[Kollokation]]&lt;br /&gt;
*[[Kollaboratives Lernen]]&lt;br /&gt;
*[[Kollaboratives Schreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Kompetenzorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Kommunikativer Ansatz]]&lt;br /&gt;
*[[Konstruktivistische Lerntheorie]]&lt;br /&gt;
*[[Kontextualisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Kooperatives Lernen]]&lt;br /&gt;
* [[Kreatives Schreiben]]&lt;br /&gt;
*[[Kugellager]] (Methode)&lt;br /&gt;
*[[Kultur]]&lt;br /&gt;
*[[Kulturelles Lernen]]&lt;br /&gt;
*[[Kulturwissenschaftlicher Ansatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==L==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Landeskunde]]&lt;br /&gt;
* [[language awareness]] / [[language learning awareness]] - siehe: [[Sprachbewusstheit|Sprachbewusstheit / Sprach(lern)bewusstheit]]&lt;br /&gt;
* [[Laufdiktat]]&lt;br /&gt;
* [[Learning Analytics]]&lt;br /&gt;
* [[Lehraktivitäten]]&lt;br /&gt;
* [[Lehrphasenmodell nach Zimmermann]]&lt;br /&gt;
* [[Lernen durch Lehren]]&lt;br /&gt;
* [[Lerneraktivierung]]&lt;br /&gt;
* [[Lernaktivitäten]]&lt;br /&gt;
* [[Lernerautonomie]]&lt;br /&gt;
* [[Lernerorientierung]]&lt;br /&gt;
* [[Lernersprachenbezogene Strategien]]&lt;br /&gt;
* [[Lern(er)typen]]&lt;br /&gt;
* [[Lernfeldermodell]]&lt;br /&gt;
* [[Lernkompetenz]]&lt;br /&gt;
* [[Lerntypen]]&lt;br /&gt;
* [[Lernstil]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Lern(er)typen#Unterscheidung_nach_dem_vorherrschenden_Lernstils|Lernstile]] (sollte gelöscht werden)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Lernstrategien]]&lt;br /&gt;
* [[Lernstrategien im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Lernpfade]] (siehe auch: [[Hinweise für die Arbeit mit Lernpfaden]])&lt;br /&gt;
* [[Lernziel]]&lt;br /&gt;
* [[Lesefertigkeitsstrategien]]&lt;br /&gt;
* [[Lesestrategien]]&lt;br /&gt;
* [[(Neo-)Linguizismus]]&lt;br /&gt;
* [[Logographische Schrift]]&lt;br /&gt;
* [[Lyrik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==M==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Makroprojekt]]&lt;br /&gt;
*[[Märchen]]&lt;br /&gt;
*[[Mehrsprachigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Metasprache]]&lt;br /&gt;
*[[Methoden des Fremdsprachenunterrichts]]&lt;br /&gt;
*[[Mind Mapping]]&lt;br /&gt;
*[[Mikroprojekt]]&lt;br /&gt;
*[[Motivation]]&lt;br /&gt;
*[[Multiple Choice]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==N==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[(Neo-)Linguizismus]]&lt;br /&gt;
*[[Neurodidaktik]]&lt;br /&gt;
*[[Niveaustufe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==O==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Offene Übungen]]&lt;br /&gt;
* [[Open Educational Resources]]&lt;br /&gt;
* [[Orientierungskurs]]&lt;br /&gt;
* [[Output]]&lt;br /&gt;
* [[Output-Orientierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==P==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Performative Kompetenz]]&lt;br /&gt;
*[[Performatives Fremdsprachenlernen]]&lt;br /&gt;
*[[Präsentation]]&lt;br /&gt;
*[[Profile Deutsch]]&lt;br /&gt;
*[[Progression]]&lt;br /&gt;
*[[Projekt]]&lt;br /&gt;
*[[Prompt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Q==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Quiz-Fragen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==R==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Referenzrahmen]]&lt;br /&gt;
*[[Reflexion]]&lt;br /&gt;
*[[Reflexive Praxis]]&lt;br /&gt;
*[[Referenzrahmen für plurale Ansätze zu Sprachen und Kulturen]] (REPA)&lt;br /&gt;
*[[Rollendistanz]]&lt;br /&gt;
*[[Rückwärtsplanung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==S==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Schriftsystem]]&lt;br /&gt;
*[[Schülerorientierung]]&lt;br /&gt;
*[[Selbstevaluation]]&lt;br /&gt;
*[[Semantisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Simulation]]&lt;br /&gt;
*[[S-O-S-Modell]]&lt;br /&gt;
*[[Soziale Strategien]]&lt;br /&gt;
*[[Sozialformen]]&lt;br /&gt;
*[[Speeddating]] (Methode)&lt;br /&gt;
*[[Spiele]]&lt;br /&gt;
*[[Sprache]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachanimation]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachaufmerksamkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachbarrieren]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachbewusstheit]]&lt;br /&gt;
* [[Sprach(lern)bewusstheit]]&lt;br /&gt;
*[[Spracheinstellungen]]&lt;br /&gt;
*[[Spracherwerb]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachförderung]]&lt;br /&gt;
* [[Sprachförderprogramme]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachlernkompetenz]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachliche Flüssigkeit]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachmittlung]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachsensibler Unterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachprestige]]&lt;br /&gt;
*[[Storytelling]] im Fremdsprachenunterricht&lt;br /&gt;
*[[Systematisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==T==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Tablets im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Teekesselchen]] (Homonyme finden)&lt;br /&gt;
*[[Test]]&lt;br /&gt;
*[[Textproduktion]]&lt;br /&gt;
*[[Time-on-Task]]&lt;br /&gt;
*[[Transfer]]&lt;br /&gt;
*[[Translanguaging]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==U==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Unterrichtsgespräch]]&lt;br /&gt;
*[[Unterrichtsphasen]]&lt;br /&gt;
*[[Unterrichtsplanung]]&lt;br /&gt;
*[[Sprachsensibler Unterricht|(sprachsensibler) Unterricht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ü==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Übergeneralisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Übung]]&lt;br /&gt;
*[[Übungsgeneratoren für Arbeitsblätter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==V==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Valenzgrammatik]]&lt;br /&gt;
* [[Verbtrainer - Perfekt und Präteritum]] (Lernwerkzeug)&lt;br /&gt;
*[[Verstehen]]&lt;br /&gt;
*[[Visualisierung]]&lt;br /&gt;
*[[Visual FlexCards]]&lt;br /&gt;
*[[Vorentlastung]]&lt;br /&gt;
*[[Vorwegnehmender Gebrauch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==W==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Web2.0-Tools im DaF-Unterricht|Web2.0-Tools]]&lt;br /&gt;
*[[Webinar]]&lt;br /&gt;
*[[WebQuest]]&lt;br /&gt;
*[[W-Fragen]]&lt;br /&gt;
*[[Wikis im DaF-Unterricht]]&lt;br /&gt;
*[[Wirbelgruppen]]&lt;br /&gt;
*[[Wortfeld]]&lt;br /&gt;
*[[Wortschatz]]&lt;br /&gt;
*[[Wortschatzarbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==X==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Y==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Z==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Zickzack-Dialog]]&lt;br /&gt;
* [[Zielaufgabe]]&lt;br /&gt;
* [[Zielsprache]]&lt;br /&gt;
* [[Zufallsprinzip]]&lt;br /&gt;
* [[Zweisprachiges Klassenzimmer]]&lt;br /&gt;
* [[Zyklisches Phasenmodell]]&lt;br /&gt;
* [[Zyklische Progression]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weitere Online-Glossare und -Nachschlagewerke zu DaF/DaZ-Themen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] ein Angebot der Ludwig-Maximilians-Universität München&lt;br /&gt;
* [https://www.mercator-institut-sprachfoerderung.de//de/publikationen/material-fuer-die-praxis/methodenpool/ Methodenpool für sprachsensiblen Fachunterricht]&lt;br /&gt;
*[http://www.kulturglossar.de/index.html Kulturglossar]: Interkulturelle Themen&lt;br /&gt;
*[http://www.goethe.de/lhr/prj/daz/glo/deindex.htm#5066955 Migration und Integration - Glossar - D - Goethe-Institut]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Fremdsprachenunterricht Kategorie: Fremdsprachenunterricht / Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Deutsch_als_Fremdsprache Kategorie: Deutsch als Fremdsprache / Wikipedia]&lt;br /&gt;
*[https://www.netzwerk-digitale-bildung.de/glossar/ Glossar: Fachbegriffe aus dem Bereich Digitale Bildung] von netzwerk-digitale-bildung.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Autorenbox|kategorie=DaF-Glossar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DaF-Glossar|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portalseite]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Prompt&amp;diff=88710</id>
		<title>Prompt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://deutsch-lernen.zum.de/index.php?title=Prompt&amp;diff=88710"/>
		<updated>2026-08-01T11:11:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ralf Klötzke: /* Fachartikel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Prompt&#039;&#039;&#039; (englisch für „Eingabeaufforderung“) bezeichnet die sprachliche Eingabe, mit der ein generatives KI-System gesteuert wird. Die Tätigkeit heißt &#039;&#039;prompten&#039;&#039; oder &#039;&#039;Prompting&#039;&#039;. Da solche Systeme keine Bedeutung verstehen, sondern die wahrscheinlichste Fortsetzung berechnen, hängt die Qualität des Ergebnisses stark davon ab, wie genau die Eingabe formuliert ist. Für den Unterricht in [[Deutsch als Fremdsprache]] und [[Deutsch als Zweitsprache]] wird das Formulieren von Prompts damit zu einer eigenen Fähigkeit, die sich lehren und lernen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau eines Prompts ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein brauchbarer Prompt beschreibt nicht nur, was gewünscht ist, sondern auch für wen und in welcher Form. Eine bewährte Merkhilfe ist das &#039;&#039;&#039;WWW-Prinzip&#039;&#039;&#039; (nach Bob Blume 2023, für DaF-Lehrende angepasst in der Handreichung des Goethe-Instituts Warschau):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wer?&#039;&#039;&#039; Wer schreibt für wen? (Kontext, Lerngruppe, Niveau)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Was?&#039;&#039;&#039; Was soll erstellt werden? (Aufgabenstellung)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Wie?&#039;&#039;&#039; In welcher Form? (Textsorte, Sprachniveau, Sprachhilfen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel, das alle drei Fragen beantwortet: „Ich unterrichte eine A2-Gruppe mit Jugendlichen. Ich brauche eine kommunikative Übung zu Kausalsätzen mit &#039;&#039;weil&#039;&#039; und &#039;&#039;denn&#039;&#039;. Die Lernenden sollen die Hauptsätze selbst formulieren. Die Übung soll als Gruppenarbeit funktionieren, ein Beispiel enthalten und sprachliche Hilfen bieten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein einzelner Prompt führt selten zum fertigen Ergebnis. Üblich ist ein schrittweises Vorgehen, bei dem die Ausgabe geprüft und durch Rückmeldungen nachgesteuert wird, etwa: „Formuliere adressatengerechter für A2 und einfacher.“ Dieses Nachsteuern wird als iterativer Prozess bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom einfachen zum gesteuerten Prompt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je offener eine Eingabe ist, desto eher gibt das Modell sein statistisches Standardergebnis aus. Für die [[Landeskunde]] lässt sich daraus eine Progression ableiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Offen:&#039;&#039;&#039; „Beschreibe eine typische deutsche Familie.“ Das Ergebnis fällt erwartbar stereotyp aus.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Gesteuert:&#039;&#039;&#039; „Beschreibe eine deutsche Familie mit Migrationsgeschichte in einer ostdeutschen Kleinstadt.“&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Vielfaltssensibel:&#039;&#039;&#039; „Beschreibe drei sehr unterschiedliche Familien in Deutschland und mache Herkunft, Familienform und Region sichtbar.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Schritt steigt die Steuerung und mit ihr die Wahrscheinlichkeit einer differenzierten Ausgabe. Der Prompt wird so zu einem Werkzeug gegen den [[Bias]]. Ein Automatismus ist das nicht: Eine pauschale Vielfaltsvorgabe ohne Blick auf den Kontext kann zu unpassenden oder sachlich falschen Ergebnissen führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Logik entspricht der Aufgabensteuerung, wie sie die Fremdsprachendidaktik seit Langem beschreibt (siehe [[Aufgabenorientierung]]): Eine offene, wenig bestimmte Aufgabe überlässt das Ergebnis der Konvention, eine klar gesteuerte lenkt es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für den DaF-/DaZ-Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prompts werden auf zwei Ebenen relevant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Lehrende&#039;&#039;&#039; sind sie ein Werkzeug der Materialerstellung: Texte auf eine [[Niveaustufe]] anpassen, Übungen erweitern, Varianten für die [[Binnendifferenzierung]] erzeugen. Entscheidend bleibt die fachliche Prüfung, denn das Modell kennt weder die Lerngruppe noch das Lernziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Für Lernende&#039;&#039;&#039; ist das Formulieren eines Prompts eine sprachliche Handlung: Man muss ein Ziel benennen, einen Adressaten mitdenken und eine Form verlangen. Damit lassen sich Prompts als Gegenstand des Unterrichts behandeln, nicht nur als Hilfsmittel. Zwei Praxisstudien aus dem Hochschulbereich zeigen, dass sich diese Fähigkeit gezielt fördern lässt: Cosentino, Sorrentino und Salzmann (2026) begleiteten italienischsprachige Lernende beim Verfassen einer touristischen Broschüre und stützten das Formulieren der Prompts durch schrittweise Hilfen. John (2025) verband an der Universität Oviedo Prompting mit angeleiteter Reflexion und gegenseitiger Rückmeldung. Beide Studien sind universitär und lassen sich nicht unmittelbar auf Schule oder Erwachsenenbildung übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtiger als der einzelne Satz ist der Arbeitsablauf, in dem er steht: Kontext geben, Material beifügen, mehrfach überarbeiten, Ergebnis prüfen. Wer dem System wenig über Lerngruppe, Niveau und Ziel mitteilt, erhält den Durchschnitt des Modells zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel aus dem Unterricht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vom Bild zum Prompt&#039;&#039;&#039; (B1/B2, etwa 45 Minuten). Die Lernenden erhalten ein fertiges KI-Bild, ohne die zugehörige Eingabe zu kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Bild wird mit den Redemitteln der Bildbeschreibung genau beschrieben.&lt;br /&gt;
# In Partnerarbeit wird der vermutete Prompt rekonstruiert und aufgeschrieben.&lt;br /&gt;
# Im Plenum wird verglichen: Welche Merkmale zeigt das Bild, die niemand verlangt hat?&lt;br /&gt;
# Aus dieser Differenz wird das Stereotyp sichtbar (siehe [[Bias]]).&lt;br /&gt;
# Die Lernenden schreiben den Prompt so um, dass die fehlenden Perspektiven vorkommen, und erzeugen ein neues Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorgehen ist induktiv (siehe [[Entdeckendes Lernen]]): Das Muster wird nicht erklärt, sondern von den Lernenden selbst aus dem Material abgeleitet. Sprachlich verbinden sich Textverstehen, Textproduktion und Begründen, am Ende steht ein überarbeitetes Handlungsprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zweite bewährte Form ist das Arbeiten mit &#039;&#039;&#039;Personas&#039;&#039;&#039; (Goethe-Institut Warschau 2025): Die KI erzeugt fiktive, aber realistisch gestaltete Figuren mit Namen, Alter, Herkunft und Interessen, die als Rollenkarten für Sprechanlässe dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prompt und H5P (ZUM-Apps) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prompting lässt sich mit freien H5P-Inhaltstypen einüben, bevor die Lernenden selbst an einem KI-Werkzeug arbeiten. Das hat zwei Vorteile: Die Aufgabe funktioniert ohne Anmeldung und ohne personenbezogene Daten, und die Ergebnisse sind für alle gleich, also gemeinsam besprechbar. Fertige Übungen lassen sich über die [[Open Educational Resources|frei lizenzierten]] ZUM-Apps veröffentlichen und nachnutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Was geübt wird !! H5P-Inhaltstyp !! Beispielaufgabe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bestandteile eines Prompts erkennen || [[Mark the Words]] || In einem Beispielprompt die Angaben zu Wer, Was und Wie markieren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einen unvollständigen Prompt ergänzen || [[Fill in the Blanks (H5P)|Fill in the Blanks]] || Lücken (Rollen) füllen, Bildbeschreibung als halboffene Aufgabe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prompts vergleichen und bewerten || [[Multiple Choice (H5P)|Multiple Choice]] || Aus vier Formulierungen die auswählen, die am genauesten steuert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wirkung einer Formulierung einschätzen || [[True/False Question (H5P)|True/False]] || Aussagen zu einem Prompt als zutreffend oder nicht zutreffend bewerten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einen eigenen Prompt schreiben || [[Essay (H5P)|Essay]] || Bildbeschreibung als Prompt formulieren (offene Aufgabe)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einen eigenen Prompt schreiben || [[Structure Strip (H5P)|Structure Strip]] || Einen Prompt zu einer vorgegebenen Aufgabe strukturiert verfassen, [[Structure Strip (H5P)#Prompt schreiben: KI-Anfragen strukturieren (DaF/DaZ)|Beispiel hier]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Einstieg genügen die ersten drei Zeilen. Die Essay-Aufgabe eignet sich als offener Abschluss, weil sie eine eigene Formulierung verlangt und dennoch eine automatische Rückmeldung geben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und offene Fragen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ob der Prompt eine eigene Textsorte im fachdidaktischen Sinn ist, wird derzeit diskutiert. Die Einordnung ist plausibel, aber noch keine gesicherte Forschungslage.&lt;br /&gt;
* Prompting ist an Werkzeuge gebunden, die sich schnell ändern. Formulierungen, die heute gut funktionieren, können nach einem Modellwechsel andere Ergebnisse liefern. Sinnvoller als das Auswendiglernen fertiger Formulierungen ist deshalb das Verstehen der Prinzipien.&lt;br /&gt;
* Dieselbe Eingabe liefert nicht dieselbe Ausgabe. Für den Unterricht heißt das: Eingaben vorab erproben und Ergebnisse dokumentieren.&lt;br /&gt;
* Vor dem Einsatz mit einer Lerngruppe sind Datenschutz und Zulässigkeit zu prüfen. Personenbezogene Daten von Lernenden gehören nicht in KI-Werkzeuge.&lt;br /&gt;
* Ein didaktischer Einwand betrifft die Lernwirksamkeit: Wer die KI die Formulierungsarbeit übernehmen lässt, übt sie nicht selbst. Prompting sollte deshalb an Aufgaben gebunden sein, in denen die eigene sprachliche Leistung sichtbar bleibt (siehe [[Lernerautonomie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bias]]&lt;br /&gt;
* [[Landeskunde]]&lt;br /&gt;
* [[Aufgabenorientierung]]&lt;br /&gt;
* [[Entdeckendes Lernen]]&lt;br /&gt;
* [[Binnendifferenzierung]]&lt;br /&gt;
* [[Digitale Tools im Fremdsprachenunterricht]]&lt;br /&gt;
* [[Open Educational Resources]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Baum, Luisa / Günay, Gülsüm (Hg.) (2025): &#039;&#039;Künstliche Intelligenz in DaF/DaZ.&#039;&#039; Berlin: Frank &amp;amp; Timme.&lt;br /&gt;
* Cosentino, Gianluca / Sorrentino, Daniela / Salzmann, Katharina (2026): KI-gestützte Textproduktion im universitären DaF-Bereich. Eine empirische Untersuchung mit italienischsprachigen Lernenden der Mittelstufe. In: &#039;&#039;Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung&#039;&#039; 70, S. 6–39.&lt;br /&gt;
* John, Sabine (2025): Im Dialog mit dem Algorithmus. Praxisstudie zur Förderung von Prompt-Engineering-Kompetenzen bei DaF-Studierenden. In: &#039;&#039;Fremdsprachen und Hochschule&#039;&#039; 102, S. 1–18.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fachartikel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klötzke, Ralf (2026): &#039;&#039;Kultur wird gedeutet, nicht abgebildet. Generative KI und die neue Rolle der Lehrenden in der DaF/DaZ-Landeskunde.&#039;&#039; https://zenodo.org/records/21641739&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.goethe.de/resources/files/pdf354/2025_gi_prompting_handreichung_v1-7.pdf Prompting für den Unterricht A2-B1. Handreichung für DaF-Lehrende] (Goethe-Institut Warschau 2025, frei zugänglich)&lt;br /&gt;
* [http://www.lexikon-mla.de/ Digitales Lexikon Fremdsprachendidaktik] (LMU München)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verständnischeck: Prompt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Ralf Klötzke</name></author>
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